US-Präsidentschaftswahlen 2016 - wer wird Nachmieter von Obama im weißen Haus?

Dieses Thema im Forum "Non-Sports" wurde erstellt von Arthur_Abraham, 27. Januar 2016.

  1. Arthur_Abraham

    Arthur_Abraham Former BFPL-Champion

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    #1
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  2. Pillendreher

    Pillendreher All-Star

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    Ich kann mir nicht helfen, ich finde die Frau abgrundtief unsymphatisch. Geht schon hart auf die Rente zu und will jetzt plötzlich die USA lenken. Dazu kommt sie mir sehr von sich eingenommen vor:

    http://www.theguardian.com/us-news/...linton-young-voters-bernie-sanders-iowa-forum
    Sie war zig Jahre lang die Frau an Clintons Seite, dann ein paar Jahre Senatorin und dann den einen Turnus Außenministerin. "Fronline of Change and Politics since I was your age (was ja dann seit gut 40-50 Jahren bedeuten würde"...ich weiß ja nicht.
     
    #2
  3. Sm0kE

    Sm0kE All-Star

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    Aus Wikipedia, also ohne Garantie (wobei die Seiten zu Personen wie ihr wohl sorgfältig verwaltet werden dürften):

    "Nach der Wahl Bill Clintons zum Präsidenten der USA zog die Familie im Januar 1993 ins Weiße Haus ein. Sie wäre gerne Justizministerin geworden; seit 1967 darf aber kein Regierungsbeamter in Washington ein Familienmitglied als unmittelbar Untergebenen beschäftigen – auch nicht der Präsident.[80]

    Noch im selben Jahr übernahm sie den Vorsitz der Task Force of National Health Care Reform, um im Auftrag der Regierung eine Reform des Gesundheitssystems in die Wege zu leiten. Die ausgearbeiteten Vorschläge der Task Force wurden jedoch abgelehnt. Allerdings hatte sie maßgeblich dazu beigetragen, dass 1997 ein staatliches Gesundheitsprogramm für Kinder nichtversicherter Eltern, das „State Children’s Health Insurance Program“ (SCHIP), eingeführt wurde.[81] SCHIP verbesserte die Situation von 6,6 Millionen Kinder der so genannten „working poor“, der Armen trotz Job."
     
    #3
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  4. liberalmente

    liberalmente Moderator

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    Mich würde es wundern. Und ich selbst finde zumindest einige von Sanders Ideen auch nicht schlecht. Er ist, für europäische Verhältnisse, ja kein linker Spinner. Er ist für US-Verhältnisse allerdings schon sehr links.

    Und wenn ich sehe, dass es auf der anderen Seite im Moment nach Donald Trump aussieht - und selbst wenn sich das ändert, einen vernünftigen Kandidaten haben die Republikaner nicht im Rennen dieses Mal. Da ist es fast egal, was ich persönlich von Clinton und Sanders halte und wer mir sympathischer ist, Trump (oder Cruz) sollten niemals den Koffer mit den Atomcodes in der Hand haben. Das wäre eine geopolitische Gefahr von unbekanntem Ausmaß.

    Und dass Clinton in der General bessere Chancen als Sanders hat muss man selbst als Sanders Fan anerkennen. Die General wird einfach in der Mitte entschieden.
     
    #4
  5. Totila

    Totila One and only Sportforen-Guru

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    Nur mal so als Hinweis, schreib doch für die User, die nicht so in der Materie drin sind, lieber von der "general election" oder von der "Präsidentschaftswahl", als nur vom General!;):wavey:
     
    #5
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  6. kumshooter

    kumshooter Stammspieler

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    Die ist halt einfach völlig ungeeignet für diesen pathetischen US-Wahlkampf und wirkt bei Kampfansagen einfach nur bemitleidenswert.

    Vorsicht sexistisch, aber wahr:

    Frauen wie Hillary Clinton sind hoch talentiert darin, bürokratisch alles richtig zu machen, ein sehr gutes Büro zu führen und ihre Aufgaben 100% gewissenhaft zu erledigen. Das kennt man von vielen Corporate-Karrierefrauen, die sind fast alle oben, weil sie workhorses sind und knallhart im Umgang mit ihren Mitarbeitern. Dafür fehlt es dieser Spezies oft an soft skills wie Nahbarkeit, Charme und Echtheit, weil man das nicht lernen kann, sondern mitbringen muss und viele viele haben das einfach nicht im Blut, wenn man gleichzeitig überpenibel professionell wirken will oder verlieren es mit der Zeit.
     
    #6
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  7. liberalmente

    liberalmente Moderator

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    Ich würde viel eher sagen, dass sie sich Nahbarkeit in der Zeit ihres Aufstiegs oft selbst austreiben, weil das dann so "weiblich" wirkt, was mit Schwäche gleichgesetzt ist in manchen Köpfen. Oder zumindest ist das so ein bisschen die herrschende Erwartunshaltung, nennen wir es so. Thatcher, Merkel und Clinton, um drei sehr erfolgreiche Frauen in der Politik zu nennen, sind sich ja nicht furchtbar unähnlich in ihrem öffentlichen Auftreten.

    Ich würde da aber weniger den Frauen die "Schuld" für geben, sondern eher den Mechanismen des politischen Geschäfts. Und ich glaube auch, dass sich das legen wird, je normaler Frauen in jeglichen Führungspositionen werden. Und in diese Richtung gehen wir ja, zum Glück. Nur über die Geschwindigkeit muss man reden. ;)
     
    #7
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  8. kumshooter

    kumshooter Stammspieler

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    Absolut richtig das anzuführen, da dies der Grund für die von mir angeführten Qualitäten sowie Schwächen ist. Ich sehe es genau wie du: Es wird versucht die - perceived - weibliche Schwäche abzulegen indem man entsprechend unnahbar und tough auftritt.

    Dank dir für die sehr richtige Ergänzung und den passenden Vergleich zwischen Merkel, Thatcher und Clinton.
     
    #8
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  9. Pillendreher

    Pillendreher All-Star

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    Um Schröder zu zitieren: Die mögen wir nicht!
     
    #9
  10. Jerry

    Jerry Non-Sports Moderator

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    Ein Daumen hat nicht gereicht. Also zitiere ich mal, um dir noch einen zu geben.:thumb:
     
    #10
  11. BriscoCountyJr

    BriscoCountyJr Team-Kapitän

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    Paradoxerweise ist Sanders IMO der Einzige, der einen Sieg der Demokraten noch verhindern kann. Sollte er wundersamerweise die Vorwahl gewinnen (wird er aber nicht, egal was die linke Blogosphere sich gerne zusammenreimt), dann wird die GOP eine Rote-Socken-Kampagne gegen ihn führen, dass Peter Hintze ganz feuchte Hosen Augen bekäme. Sanders würde reduziert auf den zauseligen Meckeropa aus dem ultralinken Vermont, ein selbst ernannter Sozialist, einer der Steuern erhöhen will, obendrein auch noch Jude. Das wäre dem gemeinen Wahlvolk doch alles sehr suspekt. Einen Clown wie Trump würde er wohl trotzdem noch schlagen, aber sollte bei den Republikanern doch jemand wie Rubio oder Bush gewinnen, würde Sanders die gesamte Mitte verlieren. Nur mit der Linken kann er nicht Präsident werden, zumal er anders als Clinton auch bei Schwarzen und Latinos nicht so gut ankommt.

    Sanders ist mir auch sympathischer und inhaltlich näher als Clinton, aber strategisch wäre er eine schlechte Wahl. Für seine Ziele wäre es auch gar nicht so tragisch, wenn er verliert. Hillary dürfte wesentlich mehr Wähler für die Demokraten mobilisieren, was sich auf den gesamten Stimmzettel auswirkt, evtl. können die DEM sogar den Senat zurückgewinnen. Sanders könnte dann den Vorsitz eines wichtigen Ausschusses bekommen und seine Reformideen in der Legislative pushen. Oder auch ein Ministeramt, obwohl ich nicht glaube, dass er da scharf drauf wäre.
     
    Zuletzt bearbeitet: 28. Januar 2016
    #11
  12. Professor Moriarty

    Professor Moriarty Team-Kapitän

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    Schade, dass Biden nicht antritt und zu zögerlich war, ich bin mir ziemlich sicher, dass er auch heuer gute Chancen gehabt hätte, selbst der für US-amerikanische Verhältnisse kaum wählbare Sanders wird für Clinton vielleicht noch konkurrenzfähig. Strategisch wäre Biden bei der General Election noch besser, als die polarisierenden Clinton und Sanders.

    Bei der GOP hat man Trump unterschätzt und das Establishment schießt sich eher auf Revoluzzer-Cruz ein, der sich zwar gut verkaufen kann, aber inhaltlich genauso "unwählbar" ist, wie Trump. Da wäre mir sogar Rubio noch lieber und für die Demokraten die größte Gefahr, aber an sich hat der auch Ansichten, wo es mir die Haare aufstellt. Sympathisch macht Trump nur, dass er sich mit Fox News anlegt:laugh:. Aber selbst das scheint ihm nicht zu schaden, komischerweise zieht er bei der Mitte und die Gefahr diese an ihn noch abzugeben, ist bei "Sozialismus"-Sanders und auch Clinton, die teilweise dort unsympathisch rüberkommt, nicht zu unterschätzen. Carson ist dagegen abgestürzt und die "wählbaren" Republikaner haben kaum eine Chance. Im Grunde eine gemähte Wiese für die Demokraten, wo Clinton lange als Selbstläufer galt, aber die Wähler sehen das mitunter anders.
     
    #12
  13. liberalmente

    liberalmente Moderator

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    Was auch erklärt, warum Murdoch hofft, dass Bloomberg antritt. :D Glaube aber fast, dass Bloomberg das von Clinton vs. Sanders abhängig macht. Bei Trump vs. Sanders wäre die Mitte wirklich weit offen. Und Bloomberg repräsentiert die Mitte als Demokrat/Republikaner/Independent aus New York ziemlich gut. :) Geld wäre sicher auch nicht das Problem (hat ja schon angekündigt, 1 Mrd. aus der Privatschatulle investieren zu können/wollen).

    Wäre halt die Frage, ob Bloomberg in einem Rennen Clinton - Trump/Cruz - Bloomberg jetzt eher den Demokraten oder den Republikanern schaden wird. Ich tippe ja auf die Demokraten, aber gleichzeitig würde er schon auch von den Republikanern was abziehen. Nämlich bei den gemäßigten Republikanern, die Clinton nicht wollen, aber Trump oder Cruz halt auch nicht.

    Gleichzeitig wäre New York halt auf einmal umkämpft. Das sind 29 electoral votes (+ 14 in New Jersey, wo Bloomberg sicher auch eine Hochburg hätte), also insgesamt mindestens mal 43 Votes (mindestens weil Philadelphia als große Stadt in Pennsylvania derselbe Fernsehmarkt wie New Jersey ist, dazu die anderen Staaten an der Ostküste), die die Demokraten sicher haben, ohne großartig Geld investieren zu müssen. Die Ost- und Westküste zusammen sind 166 electoral votes, die für die Demokraten sicher sind. Aber das brauchen sie auch, weil viele Staaten "dazwischen" :D, sicher für die Republikaner sein werden, selbst mit Trump.
     
    #13
  14. Professor Moriarty

    Professor Moriarty Team-Kapitän

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    http://edition.cnn.com/election/primaries/states/ia

    Oh, da lagen Selzer und die andere seriösen Umfrageinstitute doch schon letztendlich etwas weit daneben. Gerade in Bezug auf Rubio und für Trump schlichtweg eine Watsche - auch für Bush III, wenn man bedenkt, was da Geld und Hilfe reingepumpt wurde. Sanders auch ganz knapp an Clinton dran, jetzt spricht man sogar mitunter von tied. Trotzdem ihre Helfer wohl gut an 1/3 mehr Türen geklopft haben ;).

    http://www.bloomberg.com/politics/a...his-field-organizer-roots-for-final-iowa-push

    Bei Cruz bin ich gespannt, aber es schaut nicht so schlecht aus für Rubio, wenn er weiterhin über den Erwartungen abschneidet und sich das Feld sukzessiv reduziert, könnten einige eher zu ihm umschwenken, so quasi als Anti-Trump Konsens-Kandidat oder auch Wähler von Cruz, dem wiederum ich aber eher noch zutraue, dass er die Anti-Establishment Stimmen generell (von Carson die zum Beispiel) und die der Mitte etwas aufsammelt - er kann sich trotz seiner Einstellung gemäßigter verkaufen. Bei Trump wird schon spekuliert, ob sein "ground game" einfach Kacke ist. Rubio wäre für die Demokraten aus meiner Sicht der schwerste Gegner.
     
    Zuletzt bearbeitet: 2. Februar 2016
    #14
  15. liberalmente

    liberalmente Moderator

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    Ja. Ich glaube Cruz wäre etwas schwieriger als Trump, weil er sich nicht so viel zu Schulden kommen lässt und rhetorisch schon gut ist. Glaube aber, dass er bei der general election Goldwater II und damit zu radikal wäre.

    Rubio ist die größte Gefahr für einen demokratischen Sieg im November. Und nach Rubio kommt, so leid es mir tut, Sanders. Habe mir seine Rede angeschaut und er ist mir wirklich nicht unsympathisch, aber Amerika ist mehrheitlich (zumindest noch) nicht bereit für seine Weltanschauung.

    Rubio und Sanders sind zwei der drei Gewinner der heutigen Nacht (Cruz der 3.). Von daher muss ich von einer schlechten Wahl sprechen. Schlecht in dem Sinn, wenn man unbedingt keinen Republikaner im Weißen Haus erleben will.
     
    #15
  16. Tony Jaa

    Tony Jaa Former two-time BFPL-Champion

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    Iowa war statistisch gesehen so ziemlich der schlechteste Staat was die Wahl der Nominierten angeht, und trotzdem macht man jedes Jahr aufs Neue so einen AUfriss.
    Im Grunde hat man nur einen Trump-DUrchmarsch verhindert. Hätte er in Iowa, wo das Ground Game eine erheblich größere Bedeutung besitzt, gewonnen, dann wäre er kaum zu stoppen gewesen. Cruz ganze Strategie beruhte auf Iowa. Ich würde nicht sagen, dass die Polls so weit daneben lagen. Das Ground Game ist in dem Staat sehr wichtig und wird halt nicht eingefangen, und Trump hat nur über eine sehr kurze Periode geführt. Im Prinzip bestätigt das Ergebnis die Umfragen vor 2-3 Wochen, mit Ausnahme von Rubio. Dieser hat erheblich von der Konfrontation zwischen Trump und Cruz profitiert. NH wird da ein wesentlich besserer Gradmesser, weil die anderen Establishment-Kandidaten wesentlich mehr investiert haben und deutlich besser dastehen. Christie/Bush/Kasich kamen in Iowa zusammen auf eine halbe Stimme. In NH wird dies anders sein, und diese Stimmen werden sie sich eher bei Rubio holen.
     
    #16
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  17. Professor Moriarty

    Professor Moriarty Team-Kapitän

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    Ich bin gespannt, Nate Silver dazu auch mit einer lesenswerten Analyse:

    http://fivethirtyeight.com/features/donald-trump-comes-out-of-iowa-looking-like-pat-buchanan/

    Frau Clinton würde ich nicht überschätzen, selbst gegen Trump und gerade Cruz nicht. Sie polarisiert fast genauso, wie ein Trump, der ja gerade in der Mitte gar nicht so schlecht ankommt. Könnte alles spannender werden, als es viele lange sahen, da war Clinton schon sicher Präsidentin. Wie schon mal erwähnt, Biden wäre der sicherere Kandidat gewesen, gegen den hätte kein Republikaner eine Chance gehabt. Mal ehrlich, ein Sanders gewinnt gegen sie und ihren Parteiapparat fast noch Iowa und New Hampshire so gut wie sicher. Ein alter Mann aus dem für viele im Westen/Norden und Süden eher eigen geltenden, liberalen Osten; Vermont steht da mittlerweile förmlich dafür und nicht zu vergessen jemand, der das Wort Sozialismus in den Mund nahm, was in den USA immer noch ein "no go" ist. Clinton wird es nur werden, weil sie viele dann doch noch aus strategischer Vernunft wählen, sie hat gegen die Republikaner (doch noch) die besseren Chancen aus bekannten Gründen. Ein Biden würde ihr jetzt ordentlich einheizen können. Da gebe es auch dieses Argument nicht, im Gegenteil. Dabei hat sie an sich einen Riesen-Bonus gehabt, nach dem Vorzug Obamas, wollten viele ihr es noch mal ermöglichen und stehen hinter ihr. Sie kommt allerdings oftmals noch schlechter rüber, als seinerzeit gegen Obama. Irgendwie wirkt das momentan fast wie Not gegen Elend, wenn man sieht, was da für Duelle um die Präsidentschaft rauskommen können. Ich hätte mir kaum vorstellen können, dass ich das jemals behaupten würde, aber am sympathischsten ist mir fast noch Cruz ;) von denen mit realistischen Chancen, aber den würde ich natürlich nicht wählen.

    BTW: Dass Cruz nur auf Iowa "all in" setzt, wäre mir aber neu.
     
    Zuletzt bearbeitet: 2. Februar 2016
    #17
  18. BriscoCountyJr

    BriscoCountyJr Team-Kapitän

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    Iowa ist auf republikanischer Wählerseite voller Evangelikaler. Dort haben früher schon Fundamentalisten wie Huckabee und Santorum gewonnen, die landesweit dann keine Chance hatten. Wenn Cruz hier nicht gesiegt hätte, wäre das ein schwerer Rückschlag gewesen. Er hat massig Geld und Zeit in Wahlkampf vor Ort investiert. Und am Ende hat er jetzt trotzdem nur 1 Delegierten mehr als Trump oder Rubio (8:7:7) bekommen. Dafür dass Trump die mühselige Plackerei durch die Provinz kaum selber gemacht und eher weiter die kostenlose Aufmerksamkeit der Medien für sich genutzt hat, war das ein respektables Ergebnis für The Donald. Der eigentliche Gewinner dürfte aber Rubio sein, der sich damit als letzte Chance des GOP-Establishments aufbauen kann.

    Für Sanders war das gestern ein Achtungserfolg, mehr nicht. Die reinen Stimmenzahlen spiegeln nicht wieder, dass Clinton gestern 28 Delegierte gewonnen hat und Bernie nur 21. Es bringt ihm halt wenig, in einigen wenigen Wahlbezirken (denen mit Unis, denn junge gebildete Weiße sind seine Kernwählerschaft) zu dominieren, wenn es in der Breite trotzdem nicht reicht. Da Hillary bereits viele überregionale "Superdelegates" hinter sich hat, führt sie jetzt 384:29. Selbst wenn Sanders alle 32 Delegierten der Demokraten in New Hampshire gewinnt, hilft ihm das maximal in der öffentlichen Wahrnehmung. Diesen Monat sind dann noch Vorwahlen in South Carolina und Nevada, und dort wird Clinton ihren Vorsprung weiter aufbauen.
     
    #18
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  19. Tony Jaa

    Tony Jaa Former two-time BFPL-Champion

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    Richtig heftig wie nun die Quoten umgeschwenkt sind. 4,00 für TheDonald, ich bin dabei.
    Trump bekommt schon richtig miese Coverage. Heftig, was Iowa für eine Bedeutung zugesprochen bekommt, wenn man die letzten Vorwahlen im Kopf hat. Gewinnt Trump NH, was sehr, sehr wahrscheinlich ist, sieht es wieder ganz anders aus. Eine Niederlage wäre allerdings eine Katastrophe.
    Hillarys Kandidatur ist sehr schwach. Die Demokraten haben, wie schon vor Monaten geschrieben, einen großen Fehler gemacht, so eine schwache Kandidatin quasi ohne Gegenwehr krönen zu wollen. Man hat Hillarys Potenzial mMn unglaublich überschätzt, ob nun bei den Vorwahlen oder bei der GE.
    Biden wäre aber auch nicht die große Nummer. Warren hätte mit Clinton den Boden gewischt. Ich habe keine Ahnung, ob sie wirklich nie Präsidentin werden wollte, ansonsten war das eine der größten Fehleinschätzungen überhaupt. Von Bidens Seite im Grunde auch. Er hat so lange wie möglich auf einen großen Crash bei Clinton gewartet, allerdings hat es diesen im Grunde nie gebraucht, um aus ihr eine sehr schlagbare Konkurrentin zu machen.
    Sollte Luftpumpe Rubio Kandidat der Republikaner werden, könnte die GE ganz bitter für die Dems werden.
     
    #19
  20. RoyalChallenger

    RoyalChallenger Bankspieler

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    Clinton ist einfach die mieseste Wahlkämpferin aller Zeiten. Würde sie gegen einen Besenstil antreten, würde sie selbst daraus noch ein enges Rennen machen. Sie hat ja auch absolut nichts, was aus ihr eine respektable Präsidentschaftskandidatin machen würde - außer eben, dass sie die Frau von Bill Clinton ist. Alle anderen Argumente sind in Wahrheit ja Gegenargumente. Toll, dass sie sich früh für eine Gesundheitsreform eingesetzt hat, ihre Erfolge in diesem Bereich waren aber im Minusbereich. Genauso wie die Idee, sie sei nach 2008 nun an der Reihe. Seit wann erwirbt man durch krachende Niederlagen, das Recht beim nächsten mal anzutreten? Ihre Zeit als Außenministerin war ja auch mehr Symbolik. Im Vergleich mit Kerry schneidet sie da auch extrem mies ab - selbst wenn man die E-Mail-Affäre außen vor lässt.

    Die Präsidentschaftswahl 2016 war den Demokraten im Prinzip nicht mehr zu nehmen. Alles, was sie hätten tun müssen, wäre einen halbwegs glaubwürdigen und fehlerfreien Kandidaten ins Rennen zu schicken. Stattdessen schickt man mit Clinton nun das genaue Gegenteil. Das kann eigentlich nicht gut gehen. Und eigentlich ist es auch ein ziemlicher Joke, wie sich hier eine stolze Partei dem privaten Wohl einer einzigen Person unterordnet. Wenn die Präsidentschaft an die Republikaner geht, kann man Biden dafür mal so richtig auf die Schulter klopfen.
     
    #20

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