So wir biegen in das Ende der Siebenschläferzeit ein. Im Grunde hat sich weitesgehend die Situation so dargestellt, wie in meinem letzten Beitrag skizziert.
Die Südwestströmung stellte sich dann über das Wochenende und nun endgültig seit heute ein. Für viele wird das heute der wärmste Tag der nächsten sieben Tage sein. Im Westen hat aber die Wärme gar keinen echten Fuss in die Tür bekommen und man ist nun schon unter Tiefdruckeinfluss, was dort zu Niederschlägen führt. Vor allem im Saarland heute nun vermehrt Niederschläge,
Die Heissluft/-Warmluft wird nun nach Osten gedrängt. Sie wird den Osten nicht ganz verlassen in Deutschland, das heißt unsere wärmsten Regionen bleiben im Osten. Dies begründet sich, dass sich heißer Hochdruck über Osteuropa einstellt. Es ist im Grunde so, dass Osteuropa einen sehr warmen Sommer hat.
Übrigens Österreich wird die Woche durch den heißen Hochdruck genau getroffen, was dort zu sehr heißen Tagen führt.
Hier werden in Russland auch etliche Rekorde wieder gebrochen im Sommer.
Unglaublich heißer Sommer macht russische Städte zu Ferienorten (FOTOS) - Russia Beyond DE (rbth.com)
Dies ist für uns insoweit relevant, dass wir ein sehr starkes Azorenhoch (Hochdruck westlich) von uns haben und eben dieses starke Osteuropa hoch.
Aber da auf der Erde nicht Hochdruck sich um den ganzen Erdgürtel spannt, gibt es oft Bruchstellen. Da war immer für Sommerfreunde zu befürchten, dass diese Bruchstelle in Mitteleuropa stattfindet. Bzw. auch in Ostfrankreich. Der Osten Deutschlands(aber wirklich ganzer Osten) kommt oder bleibt unter leichtem Hochdruckeinfluss des Osteuropas Hoch. Hier ist es relativ warm, aber eben auch nur sehr kurz heiß. In weiten Deutschlands sieht es nach Sommerwetter oldscool aus. Sagen wir Sommerwetter 90iger, mit den durch den Klimawandel verursachten wärmeren Luftmassen. Aber kein immenser Hochdruck über Deutschland in Sicht, der zu Dauersonne und +30 Grad führt, wie wir es zuletzt sehr oft erlebt haben.
Wetter und Klima - Deutscher Wetterdienst - Thema des Tages - Wie wird der Sommer? (dwd.de)
Der DWD hat sich auch aufgrund des Siebenschläfers in einem guten Beitrag zum restlichen Sommer(bis zu den Hundstagen) geäußert. Auch hier wird die Sachlage so dargestellt. Für Sommerfreunde/Wärmefreunde, die auf ein stabiles Hoch(und nicht diese Episoden) hoffen, muss die Hoffnung wie von Herrn Trippler geäußert gehen, dass die Hochdruckberge westlich und östlich von uns sich vereinigen und über uns dann eine Art Hochdruckbrücke entsteht. Hin und wieder wird das auch simuliert. Wird aber, dann von den Modellen oft wieder verworfen, weil doch Bruchstücke entstehen.
Was noch erwähnt werden soll, dass das europäische Modell im Hauptlauf heute morgen die Tiefdruckzelle, genau über Deutschland sieht. Dies würde zu sehr hohen Niederschlägen in ganz Deutschland führen, beginnend dann ab dem Wochenende, gerade für den Süden, Wassermassen.
Ist noch eine Lösung, die ich eher als Aussenseiter sehe, aber solche Rechnungen gab es in den letzten Sommern so gar nicht, auch das gehört zur Wahrheit dazu.