Der alternative Verkehrsmittel thread (Fahrrad, e-bike, e-scooter etc)


Big d

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Ich habe mir gedacht das es mal an der Zeit ist einen thread über andere Fortbewegungsmittel neben den beiden großen auto und öpnv zu starten weil das bisher oft im auto thread diskutiert wurde, aber diese Verkehrsmittel ja auch immer wichtiger werden, vor allem auch im Kampf gegen den Klimawandel.

Da ich momentan auch regelmäßig mit dem Rad zur Arbeit fahre interessiert mich das Thema jetzt ein wenig mehr.

Hier ist ein Kommentar in der FAZ zu dem Thema

Das Hauptproblem ist das es mehr Verkehrsteilnehmer auf weniger Fläche gibt und Radfahrer so oft im mischverkehr fahren müssen.

Radwege aufmalen würde da nicht reichen weil der Raum einfach begrenzt ist und sich dadurch nicht nur Radfahrer unwohl fühlen sondern auch Autofahrer fühlen sich gegängelt.

Dieser Kampf um verkehrsflächen wird vermutlich noch zunehmen und sorgt sowohl bei rad als auch bei Autofahrern zunehmend für Aggressivität.

Wie kann man das lösen? Einige lokalpolitiker haben einfach auto in radspuren verwandelt, aber die Bevölkerung hat das oft nicht akzeptiert und solche Politiker abgewählt, zuletzt zum Beispiel auch in Darmstadt.

Irgendwo kann ich das auch verstehen, ich fände eine ganze Spur zwar geil, aber es fahren nun mal deutlich mehr Leute regelmäßig mit dem auto zur arbeit.

 
Einige lokalpolitiker haben einfach auto in radspuren verwandelt, aber die Bevölkerung hat das oft nicht akzeptiert und solche Politiker abgewählt, zuletzt zum Beispiel auch in Darmstadt.
Die Bonner Bürgermeisterin ist für son Blödsinn die Tage auch noch in Berlin ausgezeichnet worden. Wär schön, wenn die Quittung bei der nächsten Wahl kommen würde. Da sind teilweise Fahrradspuren komplett am Bedarf vorbei geschaffen worden, aber blinder Aktionismus ist immer gut.
 
https://fahrradklima-test.adfc.de/

Der alle zwei Jahre erscheinende Fahrradklima-Test vom ADFC kam letztens raus und für die meisten Großstädte ist das wieder ein eher mäßiges Urteil.

Kritisiert wird vor allem die Sicherheit für den Radverkehr(Konfilkte mit KFZ, Hindernisse auf Radwegen), die Infrastuktur (Breite der Radwege, Oberfläche der Radwege.
Der meiste kritisierte Punkt ist aber die Falschparker Kontrolle auf Radwegen. Das ist wirklich ein Riesenärgernis, weil der Radstreifen immer gerne als Standstreifen missbraucht wird und das auch niemanden zu interessieren scheint. Polizei ist da auch ganz oft gut dabei, das so Hand zu haben. Alleine dafür wäre eine bauliche Abgrenzung von Radwegen sinnvoll.


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Quelle: https://fahrradklima-test.adfc.de/f...22_Ergebnistabelle_Druck_Gesamt_A3_230404.pdf
 
Da sind teilweise Fahrradspuren komplett am Bedarf vorbei geschaffen worden, aber blinder Aktionismus ist immer gut.

Teilweise ist das Stichwort. In Köln gibt es auch gewisse Ecken, wo es total unsinnig war und den Verkehr sehr behindert (Tel-Aviv-Straße, hier wurden aus dem zweiten Auto-Streifen ein Radstreifen auf dem ich bis heute noch nie jemanden hab fahren sehen), aber wiederum auch sehr sinnvolle Fahrradstraßen (vor allem in der Innenstadt), die auch die Radfahrer bisschen von den Hauptverkehrsadern wegholen. Auf den Ringen gibt es einen sehr breiten Radstreifen, der oft und viel genutzt wird, aber den nenne ich nur noch den DHL-Parkstreifen. Auf dem Weg in die Stadt muss ich immer mindestens 2-3 DHL Trucks ausweichen und dann eben in den fließenden Autoverkehr ausweichen. Das ist gefährlich, wird aber eben auch absolut nicht kontrolliert.
 
Die Bonner Bürgermeisterin ist für son Blödsinn die Tage auch noch in Berlin ausgezeichnet worden. Wär schön, wenn die Quittung bei der nächsten Wahl kommen würde. Da sind teilweise Fahrradspuren komplett am Bedarf vorbei geschaffen worden, aber blinder Aktionismus ist immer gut.
Ich kenne die Situation in Bonn nicht, aber Fakt ist, dass wenn man in Städten etwas in in Richtung Radverkehr verändern will, müssen Autospuren dran glauben, weil es ansonsten keinen Platz gibt. Und da müssen auch Autohauptrouten dran glauben, weil es nicht bringt, den Radverkehr über eine ****** Route zu führen.

Aber klar ist, wenn man das macht, wird man nicht mehr gewählt, weil der gemeine deutsche sein Auto am liebsten Heiraten will, direkt vor der Haustüre einen Parkplatz für umme braucht, ganz egal wie teuer die restliche Flächen in der Stadt sind und für drei Meter Weg zu faul für Fahrrad oder Laufen ist.
Außerdem mag er die Öffis nicht, weil da das ganze arme und eklige Gesindel herum läuft, nicht wahr:

Das eine mal im Jahr wo ich den Sozialschlauch nutz, störts mich nicht.


PS: Sind Paris und Brüssel eigentlich schon am untergehen?
 
Teilweise ist das Stichwort. In Köln gibt es auch gewisse Ecken, wo es total unsinnig war und den Verkehr sehr behindert (Tel-Aviv-Straße, hier wurden aus dem zweiten Auto-Streifen ein Radstreifen auf dem ich bis heute noch nie jemanden hab fahren sehen),
Hermann-Wandersleb-Ring. Parallel dazu läuft ne Straße, die auf 30 geregelt ist, die schon immer und immer noch von den Radlerm befahren wird. Auf der neuen Spur noch nie einen Radfahrer gesehen, nichtmal während der Stoßzeiten, wenn die Uni anfängt
aber wiederum auch sehr sinnvolle Fahrradstraßen (vor allem in der Innenstadt), die auch die Radfahrer bisschen von den Hauptverkehrsadern wegholen. Auf den Ringen gibt es einen sehr breiten Radstreifen, der oft und viel genutzt wird,
Den find ich auch gut. Seitdem ist weniger Proletengepose
aber den nenne ich nur noch den DHL-Parkstreifen. Auf dem Weg in die Stadt muss ich immer mindestens 2-3 DHL Trucks ausweichen und dann eben in den fließenden Autoverkehr ausweichen. Das ist gefährlich, wird aber eben auch absolut nicht kontrolliert.
Warum solche Stellen nicht kontrolliert werden, ist auch immer ein Exklusivgeheimnis der jeweiligen Verantwortlichen. Wieder Bonn: In Endenich beim Bauhaus ist ne Ampel, die permanent bei rot überfahren wird. Würde man das kontrollieren, wär die Stadt innerhalb kürzester Zeit finanziell saniert
 
Aber klar ist, wenn man das macht, wird man nicht mehr gewählt, weil der gemeine deutsche sein Auto am liebsten Heiraten will, direkt vor der Haustüre einen Parkplatz für umme braucht, ganz egal wie teuer die restliche Flächen in der Stadt sind und für drei Meter Weg zu faul für Fahrrad oder Laufen ist.
Außerdem mag er die Öffis nicht, weil da das ganze arme und eklige Gesindel herum läuft, nicht wahr:

autofahrer sind halt die schlechteren menschen! ist doch logo (y)
 
Momentan gibt es einige Diskussionen ob fahrradstraßen dem Einzelhandel schaden.


Leider hinter einer paywall, aber im Prinzip geht es darum das die Geschäfte mit dem Auto schlechter zu erreichen sind.

Wenn sie in Fussgängerzonen sind, dann doch erst recht. Aber wo shoppst du lieber, in einer ruhigen Fussgängerzone oder an einer viel befahrenen Straße?

Letztlich ist es wieder typisch deutsch, Hauptsache man kommt überall mit dem Auto hin. Und nein, der 60" Fernseher oder die Schrankwand, die man ins Auto verladen müsste, zählen nicht, die kauft man schon lange nicht mehr im innerstädtischen Einzelhandel.
 
Momentan fahre ich die 7.5km einfache anfahrtsstrecke zur Arbeit ca 3-4 mal die Woche, bei regen nehme ich allerdings eher das auto.

Wie macht ihr das wenn ihr mit dem Rad zur Arbeit fahrt? Fahrt ihr auch bei regen mit dem Rad?
 
Momentan fahre ich die 7.5km einfache anfahrtsstrecke zur Arbeit ca 3-4 mal die Woche, bei regen nehme ich allerdings eher das auto.

Wie macht ihr das wenn ihr mit dem Rad zur Arbeit fahrt? Fahrt ihr auch bei regen mit dem Rad?
Kommt auf den Regen an ;)
Die letzten Monate waren noch ziemlich eklig. Sehr viel Regen und noch sehr niedrige Temperaturen.
Bei 2 Grad + Regen macht dann auch das Fahrrad fahren keinen Spaß.

Letzte Woche Freitag bin ich bei ein wenig Regen Zuhause losgefahren und war dann fast komplett durchgeweicht als ich auf der Arbeit war.
Zum Glück waren die Arbeitsklamotten trocken.
Grundsätzlich ist Regen auf dem Hinweg für mich aber der Grund das Auto zu nehmen. Auch unter 6° versuche ich morgens zu vermeiden...
Hatte mir vorgenommen 100x in diesem Jahr mit Rad auf die Arbeit zu fahren. Durch das Nass-Kalte-Wetter bin ich viel später gestartet als letztes Jahr... Mal sehen ob ich mein Ziel trotzdem erreiche.
 
Ich habs jetzt endlich vollbracht, die Fahrstrecke zu meiner Arbeit wieder mit dem E-Bike zu erledigen.
Die letzten Monate hatte ich immer irgendwelche "Ausreden", jetzt gilt das nicht mehr.

Fahrstrecke insgesamt: 12 km (hin und zurück) Besonders der Hinweg macht riesen Spass.
Fahrzeit mit dem Rad nur 5 Min. länger als mit dem Auto.

Wenn Regen angesagt ist, nutze ich lieber das Auto. Bin halt ein Weichling.
 
Wie macht ihr das wenn ihr mit dem Rad zur Arbeit fahrt? Fahrt ihr auch bei regen mit dem Rad?

Ich hab mir ne Regenhose gekauft ... zum einen weil ich nun nen doppelt so langen Arbeitsweg hab und dadurch potentiell nasser werde ... zum anderen weil ich nun häufiger unbefestigte Waldwege nehme, da spritzt Feuchtigkeit und Schlamm ein wenig hoch, auch wenn der letzte Regen eine Weile her ist. Nasse Füße und schmutzige Hosenbeine sind etwas uncool :-D
 
Momentan fahre ich die 7.5km einfache anfahrtsstrecke zur Arbeit ca 3-4 mal die Woche, bei regen nehme ich allerdings eher das auto.

Wie macht ihr das wenn ihr mit dem Rad zur Arbeit fahrt? Fahrt ihr auch bei regen mit dem Rad?
Wieder wie @desl , mit Regenklamotten. Da der März und April die nassesten Monate seit Aufzeichnungsbeginn in meiner Region waren, bin ich auch schon die 40 min bei Dauerregen gefahren. Spaß macht das dann doch keinen, aber Arbeitssachen waren alle trocken.
 
Früher jeden Tag mit dem Fahrrad 6km pro Schulweg, bei Freistunden zwischendurch dann auch mal gerne nach Hause und wieder zurück. Schien damals selbstverständlich zu sein. Heute lassen sich die Kinder deutlich häufiger von den Eltern kutschieren, wenn man die vergleichsweise leeren Fahrradständer sieht.
 
Ich bin mal ca 6 Wochen am Stück mit dem Rad in die Arbeit weil mein Auto hinüber war. Das waren 25km einfach in ca 1 Stunde. Mit dem Bus hätte ich die selbe Zeit gebraucht und wäre damit auch weniger flexibel gewesen. Das ging aber nur weil Rennrad und wir die Hitzewelle im August damals hatten. Jetzt in diesem nasskalten April keine Chance, da wäre ich weder mental noch gesund durchgekommen und hätte den Bus wieder genommen.
 
Früher jeden Tag mit dem Fahrrad 6km pro Schulweg, bei Freistunden zwischendurch dann auch mal gerne nach Hause und wieder zurück. Schien damals selbstverständlich zu sein. Heute lassen sich die Kinder deutlich häufiger von den Eltern kutschieren, wenn man die vergleichsweise leeren Fahrradständer sieht.
Wobei halt der Verkehr heute schon ein ganz anderer ist: Wenn ich überlege, wie ich in den 80ern mit dem Fahrrad auf der Hauptstrasse zur Schule gefahren bin, wäre das heute wohl kaum mehr möglich. Es hat viel mehr Verkehr, dazu sind die Autos auch deutlich grösser und vA breiter geworden, der Platz für die Velos ist knapper geworden.

Aktuell habe ich die super Situation, dass ich in 3-4 Minuten mit dem Velo bei der Arbeit bin, für den Rückweg brauche ich eher 5-7 Minuten (es geht bergauf...), zu Fuss habe ich eine Viertelstunde. Einzig im Winter, wenn es Schnee oder Eis hat gehe ich zu Fuss, sonst bin ich zu faul dazu.
 
Ich bin mal ca 6 Wochen am Stück mit dem Rad in die Arbeit weil mein Auto hinüber war. Das waren 25km einfach in ca 1 Stunde. Mit dem Bus hätte ich die selbe Zeit gebraucht und wäre damit auch weniger flexibel gewesen. Das ging aber nur weil Rennrad und wir die Hitzewelle im August damals hatten. Jetzt in diesem nasskalten April keine Chance, da wäre ich weder mental noch gesund durchgekommen und hätte den Bus wieder genommen.
Für mich wäre das die perfekte Distanz für ein 45er-Elektrovelo. Da hat man die Strecke in rund 35 Minuten absolviert, das dürfte nicht viel länger als mit dem Auto sein... je nach Strecke natürlich.
 
Wobei halt der Verkehr heute schon ein ganz anderer ist: Wenn ich überlege, wie ich in den 80ern mit dem Fahrrad auf der Hauptstrasse zur Schule gefahren bin, wäre das heute wohl kaum mehr möglich. Es hat viel mehr Verkehr, dazu sind die Autos auch deutlich grösser und vA breiter geworden, der Platz für die Velos ist knapper geworden.
Bei mir war das vor nicht mal zehn Jahren. Viel verändert hat sich seit dem bei uns zumindest nicht, im Gegenteil, teile wurden sogar zu einer Fahrradstraße. Ich weiß nicht, ob es an Helikoptereltern oder der neuen Social Media Generation liegt, die sogar völlig aufgetakelt zur Schule gehen, aber der Unterschied ist schon sehr auffällig.
 
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