Wie "sicher" sind die Rekorde im Herrentennis?


Welche Rekorde werden bis 2050 gebrochen?

  • 14 RG-Titel von Nadal

    Stimmen: 0 0,0%
  • 1 Kalender-Grand-Slam von Laver

    Stimmen: 0 0,0%

  • Umfrageteilnehmer
    20

raf-iga

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Djokovic 24 Grand Slam siege und Masters Siege werden bis 2050 fix gebrochen. Ich gehe davon aus daß es früher oder später (deutlich) mehr Slams und Masters geben wird (analog zu anderen Sportarten wo es immer mehr bewerbe gibt ). Welche Leistung sportlich wertvoller ist /wird ist eine andere Frage .
 

Tuco

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Djokovic 24 Grand Slam siege und Masters Siege werden bis 2050 fix gebrochen. Ich gehe davon aus daß es früher oder später (deutlich) mehr Slams und Masters geben wird (analog zu anderen Sportarten wo es immer mehr bewerbe gibt ). Welche Leistung sportlich wertvoller ist /wird ist eine andere Frage .

Masters ist gut möglich, mindestens eines in Saudi-Arabien wird ja ziemlich sicher dazu kommen. Aber ein zusätzliches Grand Slam Turnier? Diese Kategorie hat eine ganz andere Tradition als die Masters und es sind im Gegensatz zu den Masters (wo bereits etliche Turniere ausgetauscht wurden) schon immer die gleichen vier Turniere gewesen - das kann ich mir nur schwer vorstellen, und ein zusätzliches GS-Turnier würde auch "künstlich" wirken.
 

Hans Meyer

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Masters ist gut möglich, mindestens eines in Saudi-Arabien wird ja ziemlich sicher dazu kommen. Aber ein zusätzliches Grand Slam Turnier? Diese Kategorie hat eine ganz andere Tradition als die Masters und es sind im Gegensatz zu den Masters (wo bereits etliche Turniere ausgetauscht wurden) schon immer die gleichen vier Turniere gewesen - das kann ich mir nur schwer vorstellen, und ein zusätzliches GS-Turnier würde auch "künstlich" wirken.

Diskussionen gab es in der Vergangenheit oft, überraschen würde es mich nicht

Djokovic 24 Grand Slam siege und Masters Siege werden bis 2050 fix gebrochen. Ich gehe davon aus daß es früher oder später (deutlich) mehr Slams und Masters geben wird (analog zu anderen Sportarten wo es immer mehr bewerbe gibt ). Welche Leistung sportlich wertvoller ist /wird ist eine andere Frage .

Wobei ein Spieler nicht unendlich viele Ressourcen hat, rein körperlich kannst du keine 5 GS und 10 Masters auf hohem Niveau im Jahr spielen
 

zick

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Ich hoffe, dass es weiterhin bei 4 GS Turnieren und 9 Master Turnieren bleiben wird. Womit ich leben könnte ist, wenn z. B. die Aussi Open z. B. eines Tages nach China oder woanders hin wechseln sollten. Oder eine neue Kategorie erfinden, die sogenannten Golden Masters, die gleichzeitig die Herren und Damenkonkurennz austragen, wie bereits Indian Wells oder Miami. Dafür sollte man dann 1250 bis 1500 Punkte für den Sieger verteilen. Damit könnte ich mich irgendwie anfreunden.
 

Tuco

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Diskussionen gab es in der Vergangenheit oft, überraschen würde es mich nicht

Ja, wenn überhaupt dann wohl in China. Aber die existierenden GS haben sehr viel Einfluss und dürften sich stark dagegen wehren, dass die Kategorie "verwässert' wird. Da sind wohl andere Optionen wahrscheinlicher, etwa einige Masters wie Shanghai mit mehr WR-Punkten etc. vom Rest abzuheben.
 

Hans Meyer

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Ja, wenn überhaupt dann wohl in China. Aber die existierenden GS haben sehr viel Einfluss und dürften sich stark dagegen wehren, dass die Kategorie "verwässert' wird. Da sind wohl andere Optionen wahrscheinlicher, etwa einige Masters wie Shanghai mit mehr WR-Punkten etc. vom Rest abzuheben.

Nimmt man andere Sportarten, dann wäre ein Aufblähen um mehr Geld zu machen keine Überraschung oder wenn man beim Tennis bleibt und auf die Masters schaut.
Die Frage ist, wenn China oder Saudi Arabien mal mit Summen von 9- oder 10-stelligen Zahlen kommen, inwieweit sich die anderen Verbände dann behaupten können?
 

L-james

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Nimmt man andere Sportarten, dann wäre ein Aufblähen um mehr Geld zu machen keine Überraschung
Aber nicht was die 4 großen Slams anbelangt. Vergleichbar ist da nur Golf und dort wo es auch sehr viel Bewegung gab/gibt um die Tour herum, wird an den 4 großen Majors nicht gerüttelt. Die sind quasi unantastbar, alles drumherum dagegen schon, wobei ich beim Golf den Ryder Cup noch dazuzählen würde, der ist neben den 4 Majors ebenfalls heilig.

Ähnlich wie im Golf sehe ich die 4 Slams im Tennis als unantastbar. Sowohl was die Spielorte anbelangt, wie auch die Anzahl der Slams. Die Slams selber sind auch so mächtig, dass alleine deshalb es fast unmöglich ist da auch nur irgendwie ein Bein in die Türe zu bekommen.

Außerhalb der Slams allerdings ist vieles möglich (Masters, Finals, Teamwettbewerbe...). Irgendwann wird es aber auch eine Entwicklung wieder in eine andere Richtung geben, kann aber noch dauern.
 

Tuco

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Wobei ein Spieler nicht unendlich viele Ressourcen hat, rein körperlich kannst du keine 5 GS und 10 Masters auf hohem Niveau im Jahr spielen

Das ist auch ein guter Punkt - selbst wenn es mehr Masters oder gar GS geben wird, heißt es nicht, dass es deutlich einfacher wird, die Rekorde zu brechen, vor allem bei den 1000ern nicht. Es ist jetzt doch schon so, dass Spieler wie Alcaraz und Sinner bereits in jungen Jahren immer mal wieder ein 1000er auslassen - dass sie mehr Masters spielen werden, wenn es statt 9 mehr gibt, ist insofern eher fraglich, und schon gar nicht mehr mit voller Konzentration und voller Kraft.

Alcaraz und Sinner sind jetzt in einem Alter, wo sie theoretisch noch mehr Turniere im Jahr mit 100% spielen können - der "Fahrplan" für mindestens 41 Masters wäre insofern, in den nächsten Jahren jeweils etliche in der Saison zu gewinnen, Ü30 wird das deutlich schwieriger. Im Gegensatz zum GS-Rekord, wo Djokovic die Hälfte mit Ü30 geholt hat, waren es bei ihm schon 30 1000er bis zum 30. Lebensjahr:


In den Bereich muss man da bis zum 30. Geburtstag wohl auch etwa kommen, wenn man eine Chance haben will, den Rekord zu brechen.
 

Tuco

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Tuco

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Also ich persönlich rechne da eher mit Top20, vll. sogar Richtung Top10.

Wenn jetzt Leute meinen, übertreibe nicht. Alcaraz war als er noch 18 Jahre alt war bereits in den Top10. Ok, man kann sagen, Alcaraz ist Alcaraz und sollte nicht als Benchmark/Beispiel genommen werden. Rune war mit Anfang 19 auch schon Top10.

Ich wüsste bei dem Talent und diesen Anlagen von Fonseca, der obendrein einen sehr stabilen Eindruck macht, wieso der nicht auch mindestens Top20 sein soll?

Top40/50 scheint mir dann zu konservativ.

Ein Spieler wie Fonseca, der mit 18 schon so gut ist wie jetzt, macht für mich auch einen spürbaren Unterschied für die Schwierigkeit, diese Rekorde zu brechen. Der Zeitpunkt wo die meisten Alcaraz zugetraut hätten, mindestens 25 GS-Titel zu gewinnen und vielleicht auch mal den Kalender-Grand-Slam, war wohl nach dem Wimbledon-Finale 2023, wo er unter Beweis gestellt hat, schon mit 20 Jahren jedes GS-Turnier gewinnen zu können mit der gewaltigen und unerwartet schnellen Steigerung auf Rasen, und wo es noch keinen Gegner in seiner Generation gab, der wirklich auf Augenhöhe war. Genau danach hat sich Sinner aber zu einer wesentlich höheren Hürde gerade auf Hartplatz entwickelt, damit wirkt das alles wieder ein gutes Stück unwahrscheinlicher. Und wenn noch mindestens ein anderer Spieler der Generation auf dem Niveau wie Fonseca dazu kommt (... Rune würde ich da auch noch nicht abschreiben), wird es noch deutlich schwieriger.

Kalender-GS habe ich hier auch nicht aufgenommen fällt mir dabei auf, wenn noch irgendwer (@Matt oder @spatz vielleicht?) darauf tippen will, dass jemand (... wahrscheinlich dann Alcaraz) mindestens zwei mal den Kalender-Grand-Slam gewinnt, kann das gerne noch ergänzt werden.
 

DocBrown

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Von den hier nicht aufgeführten Rekorden finde ich folgende „Streak“-Statistiken auch kaum erreichbar, v.a. wenn man die Zahlen der nachfolgenden Plätze mit den vorhergehenden Rekordhaltern anschaut. 65 Gras-Siege sind immerhin noch möglich, wenn man sechs, sieben Jahre den Belag komplett dominiert und halt immer Wimbledon und noch ein kleineres Turnier gewinnt – mehr wird auf Gras ja nicht mehr gespielt. Halte ich trotzdem für unwahrscheinlich. 81 Siege auf Sand sind schon deswegen abartig schwer, weil man ja ab Ende April meist immer bei drei stark besetzten 1000ern (MC, Madrid, Rom) antritt, ggf. Barcelona und dann gleich in RG.

81 Siege auf Sand in Folge (Nadal):
https://www.ultimatetennisstatistics.com/record?recordId=ClayWinningStreak

65 Siege auf Gras in Folge: (Federer)
https://www.ultimatetennisstatistics.com/record?recordId=GrassWinningStreak

23 Grand-Slam-HF in Folge (Federer):
https://www.ultimatetennisstatistics.com/record?recordId=GrandSlamSemiFinalStreak

Wie schwer 14 Siege bei einem Turnier sind, zeigt folgende Übersicht ganz gut:
https://www.ultimatetennisstatistics.com/record?recordId=TournamentTitles

Bemerkenswert, wie sehr die Big 3 in dieser Statistik gegenüber anderen ATG einfach dominieren... auf den ersten 15 Plätzen außer Vilas und Sampras nur Djokovic, Federer und Nadal.
 

Tuco

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Ich finde erstaunlich, dass schon drei User darauf getippt haben, dass die 912 Wochen ununterbrochen in den Top 10 von Nadal geknackt werden. Das ist ein Rekord, den Djokovic im Gegensatz zu den 968 Wochen insgesamt von Federer nicht brechen kann, da er Ende 2017 für ein paar Monate aus den Top 10 gefallen ist.

Um den Rekord zu knacken, müsste also wahrscheinlich Alcaraz, der seit April 2022 in den Top 10 steht, bis zum Jahr 2040 ununterbrochen in den Top 10 bleiben - oder später ein anderer Spieler wie Fonseca 18 Jahre am Stück. Sehr wahrscheinlich klingt das für mich nicht, vor allem weil man sich dafür auch nie länger verletzen darf (... deshalb sind ja auch Djokovic und Federer zwischendurch rausgeflogen).

Es hat eine gewisse Ironie dass Nadal im Gegensatz zu ihnen nie aus den Top 10 gefallen ist, obwohl er häufiger verletzt war... aber eben nie so lange, um aus den Top 10 zu fallen, bzw. kaum während der Sandsaison, wo die Punkte meist alleine schon locker für die Top 10 ausreicht haben.
 

Tuco

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Bemerkenswert, wie sehr die Big 3 in dieser Statistik gegenüber anderen ATG einfach dominieren... auf den ersten 15 Plätzen außer Vilas und Sampras nur Djokovic, Federer und Nadal.

Hier mal die Turniersiege insgesamt auf den noch gängigen Belägen, auch da sind die "Big 3" überall vorne:

71 Turniersiege auf Hartplatz von Federer und Djokovic
50 "große Titel" auf Hartplatz von Djokovic

63 Turniersiege auf Sand von Nadal
40 "große Titel" auf Sand von Nadal

19 Turniersiege auf Gras von Federer

"Große Titel" auf Rasen sind natürlich identisch mit Wimbledon-Titeln, was anderes gibt es eben nicht auf Rasen. Auf Hartplatz insgesamt braucht Djokovic nur noch einen Titel um alleine zu führen, das sollte er eigentlich schaffen. Für andere wird es überall brutal schwierig das zu brechen - auch hier braucht man eben nicht nur ein paar sehr starke Saisons, sondern etliche. Am sichersten sind wohl die "großen Titel auf Sand", das ist wohl auch ein Rekord für die Ewigkeit.
 

Eric

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John McEnroe und Stefan Edberg waren beide Nr. 1 im Einzel und im Doppel. Das wird es wohl auch nicht mehr geben.

Ende der 80er/Anfang der 90er fing das an, dass die Top-Spieler, abgesehen von Ausnahmen wie Kafelnikov oder Hewitt, kaum noch Doppel gespielt haben. McEnroe/Stich 1992 in Wimbledon war das letzte Mal, dass zwei Spieler zusammen einen GS im Doppel geholt haben, die zuvor beide im Einzel bei Grand Slams erfolgreich waren. 1996 haben Edberg/Korda zwar zusammen die Australian Open gewonnen, das war aber noch vor Kordas erstem und einzigem GS-Sieg im Einzel 1998. Seit langer Zeit sind im Doppel bei den Herren hauptsächlich Spezialisten unterwegs.

Bei den Damen sieht das noch etwas anders. Da sieht man Topspielerinnen regelmässig auch im Doppel.
 

hermite

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Djokovic 24 Grand Slam siege und Masters Siege werden bis 2050 fix gebrochen. Ich gehe davon aus daß es früher oder später (deutlich) mehr Slams und Masters geben wird (analog zu anderen Sportarten wo es immer mehr bewerbe gibt ). Welche Leistung sportlich wertvoller ist /wird ist eine andere Frage .
Bei den Grand Slam Turnieren hat man die Besonderheit, dass es mit jedem Turnier zusätzlich noch "unmöglicher" wird, den Grand Slam überhaupt mal zu gewinnen. Das ist für das Marketing auch nicht gut. Es gibt ja so schon nur eine Handvoll Spieler/-innen, denen das jemals gelungen ist. Hätte man fünf oder gar sechs GS-Turniere ist das quasi völlig illusorisch.

Das einzige, was ich mir vorstellen könnte, wäre ein kommerzielle Opferung der GS Turniere durch eine Art Rotation. Also in einem Jahr GS in Wimbledon, Paris, US & AUS und im nächsten Jahr in Peking, Dubai, Sao Paulo und Mumbay oder so in der Art. Das ganze im Zweifel versetzt Herren/Damen, so dass man insgesamt auf acht GS käme.
 

Tuco

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Ich habe den Grand Slam hier ergänzt, vielleicht traut ja tatsächlich irgendwer Alcaraz oder Sinner zu, das gleich zwei mal zu schaffen.
 
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