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samus

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Wenn man das auf einer Felswand im nirgendwo macht, geschenkt, dass ist das eigene Risiko. Aber öffentlich in einer Millionenstadt, während Netflix das live streamt finde ich aus mehreren und offensichtlichen Gründen ziemlich asi...
Mir gibt die Aktion nicht viel, aber das halte ich für übertrieben. Der sportliche Anspruch war für Honnold nicht sonderlich groß, das Risiko überschaubar. Das war nicht schlimmer als andere Sportarten mit Todesgefahr. Auch Skispringer können abstürzen, bei Abfahrten in Radrennen kommt es auch immer wieder zu schlimmen Unfällen, das ist nichts wesentlich anderes. Man darf das ganze nicht mit dem Risiko vergleichen, das es für einen Durchschnittssportler bedeutet. Der sollte nicht mit 100 km/h auf dem Fahrrad Alpenpässe runterfahren und der sollte nicht ungesichert auf Häuser klettern, für den entsprechenden Profi ist das aber ein wesentlich geringeres Risiko.
 

indo_smoke

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Fjedn...hat so bissel was von Houdinis Brückensprüngen in Zwangsjacke oder Ketten. Mir trotzdem egal, hab ich keinen Einfluss drauf.
Der Typ is fit, sorgt für seine Familie, die Art und Weise find ich äußerst schräg, aber legitim...Zeitgeist halt.
 

Brummsel

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Wenn man das auf einer Felswand im nirgendwo macht, geschenkt, dass ist das eigene Risiko. Aber öffentlich in einer Millionenstadt, während Netflix das live streamt finde ich aus mehreren und offensichtlichen Gründen ziemlich asi...
Genau, dann lieber noch ein paar weitere Kamerawinkel raussuchen, wo ein Mensch in Minneapolis öffentlich auf der Straße mit einer Schusswaffe hingerichtet wird und bei Twitter posten.
Hat man noch nicht alles gesehen?? Dann weitersuchen, denn das ist keinesfalls asi, sondern hochpolitisch. :belehr:

Die Taipeh Aktion war ein (sportliches) Event, welches es zu tausenden gibt. Ob jetzt Motorradfahrer mit Doppelsalto durch brennende Reifen springen oder jemand nen Turm hochklettert, wo ist der Unterschied?
 

mystic

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Wenn man das auf einer Felswand im nirgendwo macht, geschenkt, dass ist das eigene Risiko. Aber öffentlich in einer Millionenstadt, während Netflix das live streamt finde ich aus mehreren und offensichtlichen Gründen ziemlich asi...

Einfach mal anschauen ... Die Doku bekam nicht umsonst einen Oscar. Vielleicht kannst Du das dann besser einordnen.
 

LukaD77

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Genau, dann lieber noch ein paar weitere Kamerawinkel raussuchen, wo ein Mensch in Minneapolis öffentlich auf der Straße mit einer Schusswaffe hingerichtet wird und bei Twitter posten.
WTF!? Ich schaue mir das erstens nicht an und zweitens sind das komplett andere Hintergründe. :crazy:
Hat man noch nicht alles gesehen?? Dann weitersuchen, denn das ist keinesfalls asi, sondern hochpolitisch. :belehr:
Wieso schon wieder im Rage-Modus. Du bist doch nicht @Kinski
Das obige war ein (sportliches) Event, welches es zu tausenden gibt. Ob jetzt Motorradfahrer mit Doppelsalto durch brennende Reifen springen oder jemand den Turm hochklettert, wo ist der Unterschied?
Dass wenn er Abstürzt er auf jeden Fall tot ist, bzw. eher Matsch. Und das wird der Öffentlichkeit breit gezeigt und Passanten die damit nichts tun haben sehen das evtl. auch, was natürlich zu einer psychischen Belastung führen kann.

Bei anderen sportlichen Events ist immer noch gewisse Sicherheit gegeben, die zwar nicht ausschließen, dass man stirbt, aber das Risiko verringern.
 

LukaD77

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"Netflix strahlte den Aufstieg weltweit als Livestream aus — mit einer kurzen technischen Verzögerung (etwa 10 Sekunden), wie es bei riskanten Live-Events üblich ist."
Also hätte man nen evt. Absturz nicht gesehen.
Gut das wusste ich nicht, immerhin...

Ich kann mit sowas nichts anfangen, und wie gesagt an irgendeiner Felswand im hintersten Tal der Anden wäre mir das auch egal....
 

Charon

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Genau, dann lieber noch ein paar weitere Kamerawinkel raussuchen, wo ein Mensch in Minneapolis öffentlich auf der Straße mit einer Schusswaffe hingerichtet wird und bei Twitter posten.
Hat man noch nicht alles gesehen?? Dann weitersuchen, denn das ist keinesfalls asi, sondern hochpolitisch. :belehr:

Die Taipeh Aktion war ein (sportliches) Event, welches es zu tausenden gibt. Ob jetzt Motorradfahrer mit Doppelsalto durch brennende Reifen springen oder jemand nen Turm hochklettert, wo ist der Unterschied?
Was hat das Erstere mit der Aussage von @LukaD77 zu tun.
Musst nicht antworten, ist eine rhetorische Frage.

Und der Unterschied ist, fällt er nicht bereits auf den ersten Metern runter, dann ist er in jedem Fall tot.

Ändert nichts daran, dass die Leistung beeindruckend ist, wäre sie für mich aber auch mit Sicherung.
 

LukaD77

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Und ich dachte, Du wärst einer derjenigen gewesen, der sabbernd nach immer neuen Kamerawinkeln in Minneapolis süchtet, I am sorry. :)
Ich bin ein sehr sanftes gemüht und mich nimmt es tatsächlich mit, Menschen sterben zu sehen, auf die eine oder die andere Weise. Vielleicht bin ich deshalb der Aktion auch kritisch gegenüber...
 

JL13

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War eigentlich der Platz unter dem Turm abgesperrt? Denn wenn er im Worst Case auf jemand anderen runterdonnert, ist derjenige welcher höchstwahrscheinlich auch nicht mehr komplett gesund
 

Angliru

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Das stimmt. Aber Honnold war beispielsweise auch schon mit dem Schweizer Ueli Steck unterwegs. Der tickte ähnlich, suchte die Herausforderung, war aber immer bestens vorbereitet. Trotzdem ist er beim Klettern ums Leben gekommen. Natürlich sind solche Athleten perfekt vorbereitet. Aber in ihrem Bereich reicht halt ein kleiner Fehler – und der kann auch den Allerbesten mit der allerbesten Vorbereitung passieren – und alles ist vorbei.
Wobei man bei Steck und Honnold auch noch differenzieren muss, dass bei den Hochgebirgstouren, die Steck gemacht hat, das "externe" Risiko deutlich höher ist als jetzt z.B. in den Felswänden, die Honnold hochklettert (ohne das jetzt irgendwie klein zu reden). Im Hochgebirge hast du einfach mit Lawinen (man muss nur schauen, wie unfassbar viele geniale Kletterer in diesen verstorben sind), Kälte, Sauerstoff, etc. nochmal mehr Faktoren, die man teilweise gar nicht kontrollieren kann. Da würde ich das Risiko bei solchen Sachen, wie Honnold es macht, schon kleiner sehen, da er sich eben auch perfekt darauf vorbereiten kann und das auch macht. Hat ja auch schon jemand angesprochen, die kennen die Wände teilweise komplett auswendig. Das kriegst du halt im absoluten Hochgebirge eben nicht so hin, musst mehr improvisieren und kannst eben auch mal komplett überrascht werden. Honnold konnte sich jetzt z.B. den perfekten Tag aussuchen, damit das Wetter passte, etc. und er sich halt einzig und allein aufs Klettern konzentrieren konnte.

Ich hab nur Bewunderung für die Leistungen von Honnold, das sind komplett absurde Touren und der freie Stil ist natürlich komplett wahnsinnig. Da musst du dann eben schauen, dass andere Risiko-Faktoren so gut wie es geht minimiert werden und das macht er auch (ansonsten wäre er auch schon längst nicht mehr da). Das "Restrisiko" bei jemanden wie Steck war und ist immer höher.
 

samus

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War eigentlich der Platz unter dem Turm abgesperrt? Denn wenn er im Worst Case auf jemand anderen runterdonnert, ist derjenige welcher höchstwahrscheinlich auch nicht mehr komplett gesund
Das ganze war ein offiziel genehmigtes Event, der Sturzbereich war abgesperrt, soweit ich verstanden habe wurden auch sonst Passanten "umgeleitet". Niemand war der Gefahr ausgesetzt, das er ihm da versehentlich vor die Füße fällt.
 

mystic

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Bei anderen sportlichen Events ist immer noch gewisse Sicherheit gegeben, die zwar nicht ausschließen, dass man stirbt, aber das Risiko verringern.

Honnold verringerte durch seine Vorbereitung das Risiko enorm. Das Risiko ist dann auch im Vergleich zu anderen Sportarten nicht sonderlich größer. Es wirkt für Leute halt gefährlicher, weil sie nicht so vertraut damit sind.

Wenn man weiß, was er kann, dann war das jetzt nicht besonders schwer.

Hier mal ein Interview mit ihm (erklärt auch schön, was der Unterschied zwischen 'high risk' und 'high consequences' ist):


Zudem wurde das ja nicht umsonst wegen des Wetters am Vortag noch abgesagt. 😉
 

JL13

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Wobei man bei Steck und Honnold auch noch differenzieren muss, dass bei den Hochgebirgstouren, die Steck gemacht hat, das "externe" Risiko deutlich höher ist als jetzt z.B. in den Felswänden, die Honnold hochklettert (ohne das jetzt irgendwie klein zu reden). Im Hochgebirge hast du einfach mit Lawinen (man muss nur schauen, wie unfassbar viele geniale Kletterer in diesen verstorben sind), Kälte, Sauerstoff, etc. nochmal mehr Faktoren, die man teilweise gar nicht kontrollieren kann. Da würde ich das Risiko bei solchen Sachen, wie Honnold es macht, schon kleiner sehen, da er sich eben auch perfekt darauf vorbereiten kann und das auch macht. Hat ja auch schon jemand angesprochen, die kennen die Wände teilweise komplett auswendig. Das kriegst du halt im absoluten Hochgebirge eben nicht so hin, musst mehr improvisieren und kannst eben auch mal komplett überrascht werden. Honnold konnte sich jetzt z.B. den perfekten Tag aussuchen, damit das Wetter passte, etc. und er sich halt einzig und allein aufs Klettern konzentrieren konnte.

Ich hab nur Bewunderung für die Leistungen von Honnold, das sind komplett absurde Touren und der freie Stil ist natürlich komplett wahnsinnig. Da musst du dann eben schauen, dass andere Risiko-Faktoren so gut wie es geht minimiert werden und das macht er auch (ansonsten wäre er auch schon längst nicht mehr da). Das "Restrisiko" bei jemanden wie Steck war und ist immer höher.

Gut, Steck hat vieles wie Wetter etc. auch geplant, kannte zB die Eiger Nordwand auch so gut wie auswendig und El Cap haben er und Honnold afaik sogar mal gemeinsam gemacht. Ist jetzt nicht so, als hätte Steck komplett russisch Roulette gespielt. Aber ja, gerade im Himalaya ist halt auch vieles unberechenbar. Erinnere mich an eine Doku, wo er mal gezeigt hat, wie sein Helm aussah, nachdem er von einem Steinbrocken, der sich gelöst hat, getroffen wurde. Steck hatte ne Gehirnerschütterung, der Helm war hinüber und ohne wäre Steck ziemlich sicher da schon ums Leben gekommen
 
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