Wobei man bei Steck und Honnold auch noch differenzieren muss, dass bei den Hochgebirgstouren, die Steck gemacht hat, das "externe" Risiko deutlich höher ist als jetzt z.B. in den Felswänden, die Honnold hochklettert (ohne das jetzt irgendwie klein zu reden). Im Hochgebirge hast du einfach mit Lawinen (man muss nur schauen, wie unfassbar viele geniale Kletterer in diesen verstorben sind), Kälte, Sauerstoff, etc. nochmal mehr Faktoren, die man teilweise gar nicht kontrollieren kann. Da würde ich das Risiko bei solchen Sachen, wie Honnold es macht, schon kleiner sehen, da er sich eben auch perfekt darauf vorbereiten kann und das auch macht. Hat ja auch schon jemand angesprochen, die kennen die Wände teilweise komplett auswendig. Das kriegst du halt im absoluten Hochgebirge eben nicht so hin, musst mehr improvisieren und kannst eben auch mal komplett überrascht werden. Honnold konnte sich jetzt z.B. den perfekten Tag aussuchen, damit das Wetter passte, etc. und er sich halt einzig und allein aufs Klettern konzentrieren konnte.
Ich hab nur Bewunderung für die Leistungen von Honnold, das sind komplett absurde Touren und der freie Stil ist natürlich komplett wahnsinnig. Da musst du dann eben schauen, dass andere Risiko-Faktoren so gut wie es geht minimiert werden und das macht er auch (ansonsten wäre er auch schon längst nicht mehr da). Das "Restrisiko" bei jemanden wie Steck war und ist immer höher.