DACH Herren-Tennis


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Swiss Tennis hat zwei neue interessante Spieler auf der Tour, welche zuvor am College aktiv waren. Gian Luca Tanner, 24-jährig, gewann vergangene Woche seinen ersten Titel beim M15 in Sharm El Sheikh. Diese Woche war dann Luca Stäheli dran, der 25-jährige holte den Titel beim M15 in Heraklion. Er hat sein Potenzial in den Sommermonaten schon angedeutet, heute schlug er mit Sakellaridis im Finale einen Top 300-Spieler. Darf bei beiden gerne so weitergehen.
 

gentleman

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Damit rückt das Grande Finale in Turin natürlich mal mit einem Schlag in den Hintergrund... aber einer muss die traurige und völlig unerwartete ( :saint:) Nachricht ja überbringen: Der große Dennis Novak hat sein Karriereende verkündet. Ich will euch seine berührenden Abschiedsworte nicht vorenthalten...

It’s a wrap! Dennis Tennis - Aus - Ende
Insta dennisnovi: Hi everbody, just wanted to let you know that my professional career comes to an end.
Reaching No. 85 in the world, playing 17 times Davis Cup for Austria and all Grand Slam maindraws is more than i could ever dream of!!
Thanks to my parents and my family for giving me the chance to go after my dream of a professional tennisplayer and for supporting me my whole life without any doubt!!!
Thanks to all my coaches all over the years for your work with me and your trust!!
Thanks to my girlfriend who had my back all over the years and never complaining when i was gone for so many weeks! I love you...
I'm truly grateful and thankful for everything i could experience on this journey and for all the people i got to know all over the years and made friends for life!!
Well, thats it, see you all somewhere.
 

gentleman

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Ofner und sein Langzeit Touring-Coach Steve Rettl haben sich getrennt. Zu den Hintergründen kann man hier im Interview mit Rettl einiges lesen... er hat Ofner offenbar vorgeschlagen in seine Akademie zu kommen und auch als Haupttrainer zu fungieren, Ofner schlug das Angebot jedoch aus. Hmm ich hoffe er weiß was er tut, abgesehen von seinem kurzen Aufflackern nach dem Comeback für 2-3 gute Monate ging es dann ab dem Sommer (auch wieder wegen der Fersen) schon sehr bergab bei Ofi.
 

Fathi8

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So hat jetzt länger gedauert, aber dann eben direkt zum Saisonstart Teil 2 des Jahresrückblicks:

Langzeitverletzte:

Mal sehen, ob es bei Dominik Köpfer (13 Spiele ITF, ATP, CH in 2025), Oscar Otte (15) und Maxi Marterer (10) nochmal angreifen dieses Jahr? Von keinem hört man aktuell viel. Da die 3 in den Top200 fehlen, ist auch das deutsche Feld im Qualibereich der Slams extrem dünn. Neben Hanfi taucht da aktuell nur Justin Engel auf. Dazu Benjamin Hassan und Jan Choinski als DTB-nahe Spieler.

Ob es zum nächsten Jahreswechsel mehr Spieler im Quali-Bereich der Slams geben wird? Gut möglich. Es gibt eine Reihe von ambitionierten Spielern und ganz junge Talente. Wer schafft es?

Justin Engel: (aktuell 186 / Career High 182 / Ende 2024: 396)

Der Youngster des Jahres!
Das war eine gute Saison zum Einstieg bei den Profis. Aber die Ranglistenposition zeugt nicht von Konstanz übers Jahr, sondern von wenigen Highlights auf ATP Ebene (Stuttgart, Hamburg) und CH (Hamburg). Die 3 Turniere stehen für 50% seiner Punkte. Demgegenüber stehen auch sehr viele Erstrundenniederlagen auf CH Niveau. Das ist bei einem 17/18-jährigen auch normal. Aber das wäre der nächste Schritt in der Entwicklung. Mehr Konstanz in seine CH Ergebnisse zu bringen. ITF hatte er nur zu Jahresbeginn gespielt. Bis Mai hat er daher auch nur wenige Punkte zu verteidigen.
Die Slam Qualis werden sicher ein Highlight werden. Ob da ein Hauptfeld drin ist? Wird sicher schwer, am ehesten trau ich es ihm auf Rasen dieses Jahr zu. Tendenz: wenn er es zum Jahresende auf Rang 100-150 schafft, wäre das schon sehr gut, mehr wäre ein Bonus.

Marko Topo (238/238/393):

Das "Mini-Comeback" des Jahres:
Das beste Jahr der Karriere brachte dem mittlerweile 22-jährigen Topo auch zum Ende von 2025 auf seinen höchsten Weltranglistenplatz und nur wenige Plätze von den Slam Qualis entfernt. Immerhin 160 Plätze hat er gut gemacht gegenüber dem Jahresende 2024. Gesorgt hat dafür vor allem Konstanz und wenige Erstrundenniederlagen (nur 6). Auch er hat (anders als in Vorjahren) nur wenige ITFs gespielt (2 25er gewonnen) und war fast ausschließlich auf CH Niveau unterwegs. Dabei ist er auch von der Konzentration auf seine SweetSpots (Serbien und Deutschland) durchaus ausgewichen, was unter anderem @le freaque freuen dürfte 😉. Höhepunkt war das Finale in Bergamo. Da er erst Ende April in die Saison eingestiegen ist, hat er jetzt natürlich eine große Chance sich für Paris zu qualifizieren. Dazu müssten ihm ca. 75 Punkte bis Ende April / Mitte Mai reichen. Sicherlich machbar.
Ich hoffe er kann seinen Aufstieg weiter fortsetzen und sich in die Top200 schieben. Ob er noch den Weg in die Top100 schafft, würde ich aktuell noch bezweifeln, lasse mich aber gerne eines besseren belehren. Kampfgeist hat er 2025 ja bewiesen.
Tendenz: ab Paris bei den Slam Qualis dabei.

Patrick Zahraj (266/240/467):

Die Überraschung des Jahres!
Mit 26 ist er sicher ein Spätstarter. Highlight war dieses Jahr das Finale in Pau, das ihn schnell in die Top300 gehievt hatte. Leider konnte er die gute Chance im zweiten Halbjahr nicht nutzen und verlor den Blick auf die Australian Open doch aus den Augen. Er wird sich strecken müssen, um weiter in den Top300 zu bleiben. Aber er durfte jetzt schon einige Highlights erleben mit den ersten Teilnahmen an ATP Turnieren oder jetzt dem Uniter Cup als Sparringspartner von Zverev.
Tendenz: für Slam Qualis wird's eher nicht reichen. Schwankt um Platz 300.

Henri Squire (278/169/177):

Absteiger mit Tendenz zur Besserung!
Nach dem sehr guten ersten Halbjahr 2024, ging es für Henri einen Schritt zurück. Durch eine schwache erste Saisonhälfte (nur ein Hauptfeldsieg bis Juli) und den Verlust der Punkte aus Paris fiel er bis auf Platz 435 im August zurück. Doch ein guter Herbst mit vielen Siegen auch auf CH Niveau brachte zum Jahresende wieder den Sprung in die Top300. Leider musste er das letzte Spiel der Saison Anfang November aufgeben. Ich hoffe er kann die Saison fit beginnen. Dann ist mit dem Schwung aus dem Herbst durchaus auch der Sprung nach Paris wieder drin.
Tendenz: Ab Paris wieder in den Slam Qualis.

Tom Gentzsch (291/269/437):

Weiterer Aufsteiger!
Ein starker Sandplatzsommer mit den Highlights in Überlingen (Turniersieg) und Genova (HF CH nur sehr knapp gegen Darderi verloren) brachte Tom weiter nach vorne. Um in den Slam-Quali Bereich zu kommen, müsste er noch stabiler in der Rückhand werden. Vorhand und Aufschlag hätte er! Er hat jetzt sicher die Chance noch mehr CHs zu spielen und ein Ziel für dieses Jahr dürfte sein, sich dort stabil zu etablieren.
Im ersten Halbjahr hat auch er nicht so viel zu verteidigen. Ein Platz in den Top250 wäre daher ein erstes Etappenziel.
Tendenz: bleibt in den Top300.

Weitere Spieler, die sich im Bereich der CH Turniere befinden:
Mats Rosenkranz, Max Wiskandt, Rudi Molleker. Schafft es einer der genannten sich wieder fest auf CH Niveau zu etablieren? Dürfte schwer werden.
Ein Comeback hat Cedrick-Marcel Stebe gestartet und ist immerhin schon wieder um Platz 350 platziert. Ob da nochmal Slam-Quali möglich ist? Im ersten Halbjahr 2025 hatte er noch wenige Siege. Daher könnte das passieren, ich halte es nicht für unwahrscheinlich wenn der Körper hält.

Von den Jungen Dedura, Schönhaus, McDonald, McKenzie (spielt eh College) würde ich es noch nicht erwarten. Hier gilt es stabil bei den Profis zu punkten. Dedura hat das Jahr schonmal gut mit einem 15er Titel begonnen und steht im nächsten Turnier (25er) auch im Halbfinale. Ziel sollte es sein für die 3 erstgenannten in den Bereich Top300 zu kommen, um dann neben den WC-Plätzen auch sonst immer CHs spielen zu können.

Von den nicht so jungen hier noch ein paar Namen, die man im Blick behalten könnte:
Nino Ehrenschneider, Yannik Kelm (steht in seinem ersten 15er Finale), Benito Sanchez Martinez (spielt er neben College mehr Profiturniere in 2026?).

Vielleicht überrascht auch ein völlig anderer? Bin gespannt auf die neue Saison.
 

le freaque

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Sehr schöner Beitrag, @Fathi8 (y). In der Tat, ich freue mich sehr über Topos Entwicklung, gerade auch was die Turnierplanung angeht. Kurz zur Einschätzung der jüngsten deutschen Erfolge: Dedura war in Marrakesh auch an 2 gesetzt, aber im HF und im F hatte er mit Bennani (18) und Cuenin (21) zwei junge Gegner, die bei den Junioren jeweils die Nr. 10 waren, die also auch ihre Ambitionen auf dem Weg nach oben haben. Cuenin hatte letztes Jahr selbst 2 ITF-Turniersiege und sich in der Rangliste um 500 Plätze gesteigert.
Yannik Kelm ist ja noch gar nicht so alt (20), den würde ich eher noch zu den jungen rechnen. Er war immerhin die 63 bei den Junioren und tat sich mit dem Einstieg bei den Erwachsenen dann sehr schwer. Seit einem Jahr ist er bei Waskes Akademie und im November war er schon im M15-Finale in Luanda, dass er nur hauchdünn verlor. Da geht es also klar aufwärts und mit 20 ist nach oben ja noch ne Menge drin.

Ausblick auf den Jahresstart:

auf ITF Ebene spielen bei den 25ern Wessels in Hazebrouck und Broska in Monastir, Molleker ist in Antalya am Start. Bei den 15ern spielen Gavrielides und Fanselow in Monacor, Rehberg versucht nach über einem halben Jahr Pause sein Comeback in Oslo (Petkovic spielt da auch).

Auf CH-Ebene spielen Stebe und Hassan im indischen Bengaluru, Österreichs Oberleitner ist da auch dabei. Sehr interessant ist aus deutscher Sicht Nottingham: Gentzsch und Negritu sind im Hauptfeld, in der Quali sind Masur, Ehrenschneiderund Wiskandt. Schwaerzler spielt in Bangkok.

Auf der echten Tour spielt Altmaier in Brisbane egen einen Qualigikanten, danach wartet wohl Fonseca. Struff spielt die Quali von Hongkong, was ich als Nr.83 der Welt als Vorbereitung für Melbourne nicht so gelungen finde. Er spielt gegen Piros, danach gegen Bu oder Basavareddy.
 

gentleman

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In Nouméa (Neukaledonien) haben wir morgen übrigens direkt das Auftaktduell Rodionov vs Bernet. Ich sehe den jungen Schweizer als leichten Favoriten, bei Jurij weiß man aber nie was man kriegt.
 

Fathi8

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Yannik Kelm ist ja noch gar nicht so alt (20), den würde ich eher noch zu den jungen rechnen. Er war immerhin die 63 bei den Junioren und tat sich mit dem Einstieg bei den Erwachsenen dann sehr schwer. Seit einem Jahr ist er bei Waskes Akademie und im November war er schon im M15-Finale in Luanda, dass er nur hauchdünn verlor. Da geht es also klar aufwärts und mit 20 ist nach oben ja noch ne Menge drin.
Jetzt hat er auch seinen ersten Titel..ja mit knapp 21 gehört er noch nicht zu den alten, eher in die Kategorie Topo, Gentzsch, Rehberg, Gavrielides.
Letztere beide hatte ich in meiner Zusammenfassung vergessen. Rehberg mit einer sehr guten Phase vor seiner Verletzung. Stand schon tief in den Top300. Jetzt natürlich wieder abgesackt. Kann er mal länger fit bleiben, ist bei ihm die Top200 wohl auch möglich. Aber das wird sicher frühestens Ende des Jahres möglich sein. Gavrielides ist ja noch länger raus. Ähnlich auch Kuhn. Mal sehen ob da wirkliche Comebacks anstehen, oder ob sie weiter mit Verletzungen kämpfen müssen.
 

le freaque

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Kelm klettert durch den Turniersieg um gut 200 Plätze in die niedrigen 800er-Plätze. Dadurch muss er keine M15er mehr spielen und ist bei allen 25ern direkt im Hauptfeld. Für solche Spieler ist das schon viel wert: es hilft bei der Finanzierung und bietet halt die Möglichkeit, in diesen Regionen schnell noch höher zu klettern.
Wen wir noch vergessen haben, ist Vincent Marysko. Der ist noch ein Jahr jünger (wird im Februar 20) und hat im November auch sein erstes M15 in Sharm El Sheikh gewonnen: im Finale gegen Yevseyev und davor mit Sieg über den Top 300-Spieler Biryukov. Marysko hat 2025 gut 400 Plätze gutgemacht und steht jetzt (wie Kelm) bei Platz 825.
Auch Mika Petkovic sollte nochmal erwähnt werden, hat @MrStylo ja im Saisonausblick schon getan: gerade 19 geworden, hat in 2025 auch sein erste M15 (in Haren) gewonnen und ist um satte 600 Plätze auf jetzt 730 geklettert. Mika war ja immerhin auch die Nr. 50 bei den Junioren.
Es tut sich bei den jungen Spielern auch abseits der super Talente doch ne ganze Menge. Marc Majdanzic (noch ein paar Wochen 20) war bei den Junioren auch recht gut platziert (Platz 65), startete vor 3 Jahren auch stark in den Erwachsenenbereich mit einem 15er-Finale in Eupen - und dann kam nichts mehr. Zuletzt aber erreichte er ein HF und ein VF bei M25ern, mit Siegen gegen Wehnelt und Vanshelboim und steht jetzt auch unter den Top 1000.
 

Fathi8

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Ja die Masse der Spieler zwischen 17 und 22 ist schon ganz gut. Jetzt bleibt nur abzuwarten, wieviel Klasse (Top200) sich daraus entwickeln kann.
 

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Kelm klettert durch den Turniersieg um gut 200 Plätze in die niedrigen 800er-Plätze. Dadurch muss er keine M15er mehr spielen und ist bei allen 25ern direkt im Hauptfeld

Ich kann den grössten Teil des Beitrages unterschreiben, da bist du aber doch etwas optimistisch. Für die 25er brauchst du in der Regel schon eher Top 600, bei „gut erreichbaren Orten“ in den grossen Städten tendenziell sogar Top 500. Bei den exotischeren Austragungsorten kann Top 800 dann aber schon einmal reichen.
Mit seiner Ranglisten-Position hat er aber zumindest gute Chancen, bei den M15 gesetzt zu sein. Das dürfte ja durchaus auch schon mal eine gute Ausgangslage sein, um das Ranking weiter zu reduzieren.
 

le freaque

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Ich kann den grössten Teil des Beitrages unterschreiben, da bist du aber doch etwas optimistisch. Für die 25er brauchst du in der Regel schon eher Top 600, bei „gut erreichbaren Orten“ in den grossen Städten tendenziell sogar Top 500. Bei den exotischeren Austragungsorten kann Top 800 dann aber schon einmal reichen.
Mit seiner Ranglisten-Position hat er aber zumindest gute Chancen, bei den M15 gesetzt zu sein. Das dürfte ja durchaus auch schon mal eine gute Ausgangslage sein, um das Ranking weiter zu reduzieren.
Kommt natürlich immer darauf an, wo man spielt, klar. In Großstädten gibt es ja nicht so viele ITF-Turniere. Bei den nationalen Tunrieren in Mitteleuropa ist das Ranking "knapper", weil es natürlich auch immer recht viele Wild Cards (auch schon für die Qualis) für einheimische Spieler gibt und sich dazu die gesamte nationale B-Klasse dort einfindet, auch die etwas besser platzierten.
Aber die klassischen M25er finden doch das ganze Jahr über in Monastir, Sharm El Sheikh, Heraklion, Antalya etc statt. Das ist ja fast schon eine Tour für sich, jeden Monat mit 25ern und 15ern (oft sogar mit zweien). Und in diesem Dauerbetrieb zum Punkte und Kleingeld einsammeln kommt man mMn mit einer 800er Platzierung eigentlich immer rein.
 
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