Wie zufriedenstellend ist die Olympia-Bilanz des deutschen Teams?


Wie zufrieden seid ihr mit der deutschen Olympiabilanz?

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Ken

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Ich bin relativ zufrieden mit der Bilanz. Die gleichen Leute, die rumjammern, dass wir alles nur dem Eiskanal zu verdanken haben und suggerieren, dass diese Medaillen weniger wert sind, feiern die gute alte Zeit, wenn dort auch einmal eine Durststrecke eintreten sollte.
Selbstverständlich sollte man Systeme und Förderung hinterfragen. Zumindest beim Biathlon und Langlauf sehe ich nicht, warum wir nicht zurück kommen sollten.
Viele schimpfen über Bundesjugendspiele, Leistungsbereitschaft, Funinho und Co. Rein anekdotisch kann ich das nicht teilen. Demografie und ein Überangebot an Alternativen sind imo die Hauptursache. Wer fehlenden Ehrgeiz ausmacht sollte sich mal F Junioren Trainings oder eben Schulleichtathletikwettbewerbe anschauen.
Ich sehe da keine Veränderung.
 
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theGegen

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Dressur auf Eis und Roboterslalom?

Oder z.B. Windkanal-Regatta ohne Ruderer und Steuermann.
Dressur Einzel Frauen, Dressur Einzel Männer, Dressur Team Herren (4er Team), Dressur Team Damen (4er Team), Dressur Single Mixed Sprint (1 Dame, 1 Herr), Dressur Mixed Team (2 Damen, 2 Herren).
Im Eiskanal könnte man auch noch ein paar Wettbewerbe draufsatteln.

Damit die deutschen Medien und der Anteil einer aufgeputschten nationalistischen Bevölkerung sich auf den Medaillenspiegel sich einen runter holen können. :rolleyes:
 

Nebukadnezar

Pure Emotion
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Bei knappen Entscheidungen um Gold hatte man halt dreimal Pech bei Alpin und Monobob.
Andrerseits: Die ersten Winterspiele , die ich im Fernsehen verfolgt habe war Lake Placid 1980 und da hat die BRD bei einem Drittel der vergebenen Medallien nur 5 mal Edelmetall geholt und dabei gar kein Gold.
Damals gab's aber auch deutsch weniger Disziplinen.
 

LeZ

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Wer fehlenden Ehrgeiz ausmacht sollte sich mal F Junioren Trainings oder eben Schulleichtathletikwettbewerbe anschauen.
Ich sehe da keine Veränderung.
Ich habe gestern ein F-Jugend-Spiel gesehen (war denke ich F- und E-Jugend gemischt), und da sind definitiv Veränderungen gegenüber vor 40, 50 Jahren. Ehrgeiz will ich da überhaupt nicht sehen, im Gegenteil, ich fand es gut wie da die Spieler den "Gegnern" aufgeholfen oder den Ball gegeben haben.

Was man aber erkennen konnte, war ein für meine Begriffe früher nicht so erkennbarer großer Anteil an kleinkindspezifischen Bewegungsmustern. Sprich, viele der Kinder haben sich bewegt wie Kinder im Kindergarten, nicht wie Kinder in der Grundschule auf dem Pausenhof zu meinen Zeiten. Wenn da 8jährige umhergetollt sind, sah das überenergetisch aus, im Kreis rennen mit ordentlicher Bewegungskompetenz. Den "dicken" Unbeholfenen gab es natürlich auch, aber die meisten bewegten sich dynamisch. Das habe ich gestern gar nicht gesehen. Das liegt meiner Meinung nach nicht an Sportförderung, sondern allgemein an stark verminderter Bewegung weil Kinder nur noch selten bis gar nicht mehr in Gruppen draußen spielen.
 

theGegen

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Bist du schon betrunken?

Äh, nein. Ich versuche zu verstehen, wieso man einen ausländischen guten (besseren) Sport in Deutschland nicht akzeptiert, sondern eher die Gier nach unrealistischem Erfolg medial überhöht.
Wenn das gewünscht ist, dann braucht es eben noch mehr "deutsche" Wettbewerbe.
 

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Hier noch zwei Tabellen, einmal ein historischer Vergleich, und eine Ausweitung des diesjährigen "Medaillenspiegels" auf die Top 10:

oly-ger.png

oly-ger2.png


Die Grafiken waren gestern im kostenlosen Newsletter von Jens Weinrich, also ich hoffe das ist okay, sie hier zu teilen. Ansonsten ist sein Content weitestgehend hinter ner Paywall, aber auch durchaus mal ein Abo wert, wenn man sich für sowas interessiert, und mit seinem Stil leben kann: https://www.sportandpolitics.de/.

Wenn irgendein deutscher Funktionär im Fernsehen wieder Unsinn erzählt über fehlende Gelder, dauert es für gewöhnlich keine 24h und du findest die detaillierte Aufschlüsselung des Budgets bei Weinreich.
 

Eric

Maximo Lider
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Für mich ist nicht so entscheidend, wieviele Medaillen D holt, sondern wie man relativ zu den Ländern dasteht, die weiter vorne sind. Da sind dann auch keine grossen Überraschungen, mit einer Ausnahme.

Genau wie bei den Sommerspielen in Paris liegen die Niederlande vor D. Ein Land, das von der Bevölkerungszahl, Kultur und Topografie in etwa mit NRW vergleichbar ist. Offensichtlich machen die einiges besser.
 
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Totila

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Die haben aber auch im Winter das Glück, dass es soviele Schlittschuhlaufwettbewerbe gibt.
 

Dickbauch

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Genau wie bei den Sommerspielen in Paris liegen die Niederlande vor D. Ein Land, das von der Bevölkerungszahl, Kultur und Topografie in etwa mit NRW vergleichbar ist. Offensichtlich machen die einiges besser.

Die Medaillenzahl der Niederländer ist seit Sotschi relativ konstant. Mittlerweile zeigen sich auch Erfolge beim Shorttrack, wo man den Koreanern den Schneid abkauft. Mit acht überdachten Eisschnelllauf-Bahnen sind da auch die Voraussetzungen gut für eine Fokussierung der Förderung.
 

player333

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Für mich ist nicht so entscheidend, wieviele Medaillen D holt, sondern wie man relativ zu den Ländern dasteht, die weiter vorne sind. Da sind dann auch keine grossen Überraschungen, mit einer Ausnahme.

Genau wie bei den Sommerspielen in Paris liegen die Niederlande vor D. Ein Land, das von der Bevölkerungszahl, Kultur und Topografie in etwa mit NRW vergleichbar ist. Offensichtlich machen die einiges besser.
Was sie besser machen ist, die richtige Sportart auszuwählen, da Eisschnellauf (inkl. Shorttrack) völlig groteske 23 (!) Entscheidungen beinhaltet, ansonsten herzlich wenig. Haben auch keine einzige Medaille egal welcher Farbe außerhalb des Eisschnellaufs gewonnen.
 

LeZ

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Man "muss" auch keine Medaillen gewinnen, um für positiven Lebensmut zu sorgen. Wichtig wäre, Sport an sich zu fördern, alle daran zu beteiligen, und für die Freiwilligen Möglichkeiten zum Leistungssport zu schaffen. Was dabei, mit vertretbarem Aufwand, herauskommt, ist dann einfach so. Man kann sich keine Seizinger, Neuner, Luck, Dahlmeier, Wilhelm, Pechstein, usw. backen. Ich würde mal vermuten, dass bei allen Disziplinen wo körperliche Ausdauer eine Rolle spielt dann auch die Genetik reinhaut, wie bei Pechstein. Ohne ihr angeborenes "Doping" bei der Bildung von roten Blutkörpern wäre die auch ne Klasse weiter hinten gewesen, das trifft vermutlich auf alle Ausnahmesportler zu die nicht mit echtem Doping nachhelfen. Dazu kommt noch das Material, wo wir beim Bob und Schlitten auch eher ein paar Vorteile haben, beim Ski vielleicht nicht.
 

LukaD77

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Es ist halt oft auch eine Standortfrage.
Langlauf, Biathlon, Skispringen, Alpin, da haben andere Länder halt auch Vorteile.
Die Schneetage in den Gebieten, was sowieso schon aufgrund der Infrastruktur wenige sind, wo man diese Sportarten machen kann werden weniger und gleichzeitig haut die Demographie in vielen Gebieten, gerade in Ostdeutschland noch einmal extra rein.

Da haben nordische Länder (Langlauf, Biathlon, Alpin), oder Länder mit mehr Anteil an Hochgebirge ( Österreich, Schweiz, Italien, Frankreich) einfach Vorteile.
Da ist es dann auch nicht verwunderlich, dass man Im Eiskanal super ist, weil man da vielen Ländern einfach Infrastrukturell und folglich auch technisch voraus ist.
 
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