Boston Celtics - Saison 2025/2026 - Celtics University Year


Mahoney_jr

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Habe die letzten Spiele mal wieder eingeschaltet. Es ist wieder die Schlussphase und die Playoff Rotation ist im Feinschliff. Tatum spielt zB mal das vierte Viertel durch, Queta muss 30+ Minuten ran, Brown wird mit Pritchard verpartnert, Tatum mit White. Teilweise altbekannte Muster, aber mit dem neuen Roster gibt es dann naturgemäß viele neue Dinge.

Auffällig: zwei Blöcke oben an der Dreierlinie, Tatum zieht das Doppel oder passt kurz zur Seite, Queta rollt und bekommt den Ball. Teams haben aktuell noch Probleme damit, decken in der ersten Hälfte Queta zu wenig, lassen dann in der zweiten Hälfte zu viele Räume woanders. Der Move ist gut, aber über eine Serie wird den Gegnern vielleicht was einfallen.

A propos Queta: der ist allgemein einfach eine Wucht geworden. Auch in der Defensive hat er enormen Einfluss.

Der andere Center Posten ist noch zu verteilen: Vucevic durfte erstmals wieder spielen. Ziemlich rusty, mindestens einmal falsch gezeigt beim Antäuschen vom Double, einmal schlecht durchgesteckt.. zweite Hälfte war etwas besser, aber er durfte auch nicht viel spielen.

Und die Jays sind weiterhin einfach stark..was soll ich sagen?

Toronto war insgesamt ein dankbarer Gegner. Die werfen einfach so schlecht.. mal schauen, wann die ihren Backcourt verschleudern und auf Walter, Shead und noch zwei neue setzen.

Aber sie können Turnover ziehen und haben das auch gut gemacht. Solche kleinen Tests braucht das Team manchmal.
 

Mahoney_jr

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Wieder Hornets, die leider auf Coby White verzichten mussten. Hinten raus das Ding klargemacht. Kon Knueppel war die Robbe für die Killer Whales... Da es nun zum afaik zweiten Mal deutlich zu sehen war, scheint Mazzulla hier bereits seine Karten bewusst offenzulegen, sollte es zu einem 1st Round Matchup kommen.
 

Mahoney_jr

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Abschlussbericht Regular Season 2025/2026

Am 13.11. stellte Sean Grande einen Trend-Wechsel fest und ich habe das dann hier sofort gepostet:

Und bei mir änderte sich in der Zeit wieder ein bisschen der Tonfall. Ich war zugegeben sehr pessimistisch vor der Saison. Und ich hatte Stevens im Verdacht, ganz bewusst einen Krater in das Roster gebaut zu haben, der es Mazzulla fast unmöglich machen würde, besser als die Play Ins abzuschließen.

Das Problem? Tatum, der beste Rebounding Forward der Liga, der beim Titelgewinn den Go-To-Move des Gegners mit seiner Defense gegen Center egalisiert hat, wird nicht spielen. Und es gab keinen Ersatz, weil man davon ausgeht, dass er irgendwann zurückkehrt.

Also hat Stevens einfach keinen Rebounder geholt.

Und ich war genervt. Das Team hat dann auch zuerst genau so gespielt, als ob es keine Möglichkeit hat, um diesen Krater herum, vernünftigen winning basketball zu spielen, egal, wie sehr sie sich bemühen. Denn Mühe und Willen hat man natürlich immer gesehen. Aber sie wurden Ende Oktober richtig fies an den Boards dominiert.

Aber wie kam es dann gegen Anfang November zum Trendwechsel und insgesamt zu diesem Meisterstück von Mazzulla und seinen Spielern? Wieso sind sie Top-2-Seed, obwohl sie nicht genügend offensichtliche Qualität an den Brettern haben?

Ein Versuch der Erklärung.

These: Der Gegner bekommt besonders viele Offensiv-Rebounds, wenn er gegen eine Mannschaft abschließt, die im scramble modus ist. Denn, wer scrambled, der blockt nicht aus.

Wie kommt man zu 99% in die set defense?
  • Turnover vermeiden
  • Pace kontrollieren
  • Hochprozentig abschließen
  • Den Gegner zu niedrig prozentigen Abschlüssen zwingen
Und wie holt man dann die Rebounds? Als Team. Jeder blockiert seinen Mann und irgendwer ist frei, wegen der Transition D des Gegners und holt dann den Rebound.

Das klingt so einfach und ist doch so genial. Mazzulla hat das Problem durch seine Offense in den Griff bekommen, die seinem Team ermöglicht hat, eine Defense zu spielen, die längere Rebounds produziert und die dann außerhalb vom Radius derjenigen landen, die üblicherweise die Offensiv-Rebounds dominieren (Adams, Robinson, oder die Cutter von der Baseline).

Denn es ist ja auch wahr, dass man die Regular Season sehr gut abschließen kann, obwohl manche Truppen einem nicht liegen. Im Osten zählen dazu glücklicherweise nur die Knicks, die sehr viele Rebounds holen. Im Westen gibt es Probleme gegen Nuggets, die Adams-Rockets, die Wolves und natürlich gegen OKC, die trotz allem noch viele Turnover produzieren und selbst herausrangend verteidigen und somit die Celtics doch noch zum scramblen zwingen.

Okay.. man hat also die besten strategischen Ableitungen aus den Fähigkeiten des Rosters herausgeholt.

Aber warum hat es auf dem Court funktioniert?

Die Spieler haben jedes Spiel Vollgas gegeben. Mazzulla hat eine Rotation geschaffen, bei der eine Armada an Wings konditionell befähigt wurde, immer wieder alles geben zu können. Hauser, Scheierman, Walsh, Gonzales, Harper jr (zu Beginn noch Minott) wurden hereinrotiert, wurden sprunghaft mit 25 Minuten belastet, dann wieder heruntergefahren, bis sich eine richtige Rotation gebildet hat. Wenn die auf dem Court standen, haben sie alles geben können.

Wie sind sie dazu befähigt worden?

Herausragendes Player Development, welches bereits beim G-League-Team begann (Queta und Hauser sind z.B. G-League-Gewächse). Maine und Boston sind sehr eng miteinander verzahnt. Tatum hat dort sein erstes 5 on 5 gespielt. Maine spielt so wie Boston.

Und dann die Celtics University. Spieler sind aktive Teilnehmer des Video Scoutings. Die Spieler haben sich aktiv auf den nächsten Gegner individuell eingestellt.

Und der Staff. In 24/25 war der Staff vielleicht noch ein bisschen in der Findungsphase nach den Abgängen aus dem Titeljahr, aber dieses Jahr gab es exzellentes Coaching, von dem insbesondere auch die ganzen fringe player profitieren konnten.

Und zu guter Letzt: unsere Stars.

Brown war der Franchise Spieler und Closer, White hat alles in der Defense herausgehauen, Pritchard war nach Startschwierigikeiten der gewohnte Punktebringer. Hauser ist Mister Gravitation da draußen und Queta hat seine Entwicklung bereits bei der EM in Ansätzen gezeigt und ist nun vielleicht sogar ein Top 10 Center.

In Summe funktioniert es dann, wenn man Basketball als einen Fluss begreift, bei dem die Offense, die Defense bedingt und die Defense, die Offense bedingt.

Und wer eigentlich keine Defender und Rebounder hat und viel zu wenig Size auf den Forward-Positionen, der schafft es dann, wie die Celtics mit Mazzulla, dass man durch ein exzellentes Fundament eine innovative Taktik erfindet, bei der man dann doch plötzlich genügend Rebounds sammelt und gegenüber 90% der Gegner im Vorteil ist, weil das Team abgesehen von diesem "Krater" im Roster insgesamt einfach sehr viele Dinge doch sehr, sehr gut kann.

Hut ab. Das war eine Meisterleistung.
 

TheAnswerAI

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Die Celtics sind krass. Nachdem die sixers und Celtics so oft am Anfang der Saison gegeneinander gespielt haben, war ich guter Dinge das man diesmal vor den Celtics landet. Selbst wenn Tatum zurück kommt. Denn die sixers hatte ja auch auf ihrer seite noch Embiid und George als Ausblick. Aber Mazzulla ist halt eine Maschine und nurse eher der Verwalter. Krasse Entwicklung.

Hätte trotzdem nichts gegen ein erneutes Duell. VJ darf sich ruhig im Garden beweisen und der neue Boston Strangler werden (schreibt man das so?). Wäre halt schön mit Embiid.
 
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