Als Reese mit seinem Wechselwunsch an die Chefetage herangetreten sei, habe man seinem Berater Roger Wittmann sogar den Auftrag gegeben, das Tempo zu forcieren.
Hertha BSC habe den Deal möglichst schnell über die Bühne bringen wollen, denn die Reese-Millionen seien für den Verein zum jetzigen Zeitpunkt "überlebenswichtig" gewesen, so der Bericht.
Klar ist, dass die Berliner nach dem verpassten Bundesliga-Aufstieg in einer angespannten finanziellen Lage stecken. An allen Ecken wird an der Spree aktuell der Rotstift angesetzt. Allein mit Spielerverkäufen sollen in diesem Sommer bis zu 20 Millionen Euro eingenommen werden.
Ein schneller Reese-Verkauf sei Hertha BSC dem Bericht zufolge derart wichtig gewesen, dass man in den Verhandlungen mit dem VfL Wolfsburg wohl sogar früh Entgegenkommen signalisiert habe.
Mit acht Millionen Euro soll das Preisschild letztlich klar unter der kolportierten Ausstiegsklausel von 12,5 Millionen Euro gelegen haben. Die Forderung nach eine Bonuszahlung bei einem VfL-Aufstieg habe Hertha ebenfalls aufgegeben.
Reese selbst hat man in der Autostadt derweil einen äußerst lukrativen Vertrag vorgelegt, so der "Sport Bild"-Bericht. Mit einem Jahresgehalt von 1,8 Millionen Euro galt der 28-Jährige schon bei Hertha BSC als Top-Verdiener der Liga.
In Wolfsburg gibt es nun wohl noch einmal einen üppigen Aufschlag. Inklusive aller Bonuszahlungen und der möglichen Aufstiegsprämie soll Reese beim VfL bis zu drei Millionen Euro im Jahr kassieren.
Mit dieser Offerte habe der Bundesliga-Absteiger sämtliche Konkurrenz ausgestochen. Aus dem Oberhaus hatten Reese demnach der FC Augsburg, Paderborn, der HSV, Köln, Bayer Leverkusen, Freiburg, Hoffenheim und Werder Bremen letztlich erfolglos auf dem Zettel.