Tour de France 2026


platine

Artificial Nonsense
Beiträge
3.191
Punkte
113
Ort
Hier und jetzt. Und Hamburg.
Temposchnitt auf der heutigen Etappe bislang 50,8 km/h auf 120 Km. Schnellster Schnitt der Tourgeschichte bislng 50,355 km/h über 194,5km (1999). Krasses Tempo von der Ausreißertruppe mit Le Berre, Oliveira und Charmig, Hauptfeld aber nur konstant 1+ Min. dahinter. Alaphilippe auch lange in der Ausreißdergruppe dabei, musste aber ca. 20 Minuten rausnehmen. Die Energie hätte er sich vielleicht lieber für eine Etappe mit ein paar mittleren Anstiegen aufgehoben..... Die beiden Bergpunkte hat sich auch Charmig geschnappt.
 
Zuletzt bearbeitet:

PG32

Nachwuchsspieler
Beiträge
996
Punkte
93
Hab nur die letzten 5min in der S-Bahn gesehen aber was war das denn für ein Sprint...
 

Lance86

Bankspieler
Beiträge
2.643
Punkte
113
Hab nur die letzten 5min in der S-Bahn gesehen aber was war das denn für ein Sprint...
Crazy

Merlier (15), Pedersen (11), Kanter (18)

Die Favos hatten teils Pech, sich für die falsche Seite entschieden zu haben.

Kanter meinte er musste drei Mal bremsen, ihm war dann klar dass nichts mehr geht.
 

Boomer

Nachwuchsspieler
Beiträge
179
Punkte
43
Das ist halt auch nicht mehr Prime-Jonas und TVL eben auch nicht.

Vingeguard hat im Gegensatz zu den meisten seiner Podiumskonkurrenten bereits den Giro in den Muskeln. Es hat durchaus seinen Grund, dass traditionell nur sehr wenige Fahrer, die sich Hoffnungen auf den Gesamtsieg der Tour de France machten, den Giro d’Italia vor der Tour de France fuhren.
Während sich die übrigen Tour-Favoriten über Monate hinweg nahezu ausschließlich und bis ins kleinste Detail auf die Tour vorbereiten, musste Jonas Vingegaard seine Trainingssteuerung zunächst auf den Giro ausrichten. Schließlich fährt ein Fahrer seines Formats nicht nach Italien, um dort lediglich unauffällig mitzurollen oder den Giro als erweitertes Trainingslager zu betrachten. Wenn Vingegaard dort startet, dann mit dem Anspruch, die Rundfahrt auch zu gewinnen.

Für den gezielten Formaufbau vor der Tour wählte man in Vergangenheit normalerweise kleinere Etappenrennen. Dort kann man die eigene Leistungsfähigkeit testen, Rennhärte entwickeln und die Formkurve kontrolliert ansteigen lassen, ohne bereits sämtliche körperlichen und mentalen Reserven mobilisieren zu müssen. Ein mäßiges Ergebnis lässt sich bei einem solchen Vorbereitungsrennen problemlos als Teil des Trainingsprozesses einordnen. Beim Giro ist das kaum möglich. Dafür ist die Rundfahrt zu lang, zu prestigeträchtig und vor allem zu anspruchsvoll. Hinzu kommen detaillierte Streckenbesichtigungen, Höhentrainingslager und eine Vorbereitung, die ebenfalls auf maximale Leistungsfähigkeit ausgerichtet ist. Einen Giro absolviert man nicht nebenbei.

Vingegaard hat diese drei Wochen deshalb zwangsläufig in den Beinen. Das ist gegenüber Fahrern, die ihre gesamte Saisonplanung auf die Tour zugeschnitten haben, ein erheblicher Nachteil. Natürlich verfügt er über eine starke Mannschaft. Allerdings hat sich die Konkurrenz deutlich weiterentwickelt. Lidl-Trek ist inzwischen nicht nur im Sprint, sondern auch im Hochgebirge hervorragend aufgestellt. Hinzu kommen Decathlon CMA CGM Team , Red Bull-Bora-hansgrohe und weitere Teams, die personell, materiell und strukturell erheblich aufgeholt haben.

Gerade deshalb überzeugt mich auch die von von manchen, ehrlich gesagt nicht vielen, Personen, erhobene Forderung nach einem Salary Cap im Radsport nicht. Ein solcher Eingriff könnte ausgerechnet jene Dynamik beschädigen, die den derzeit boomenden Radsport so faszinierend macht. Die Behauptung, der Erfolg konzentriere sich zunehmend auf immer weniger Mannschaften, entspricht meines Erachtens ohnehin nicht der tatsächlichen Entwicklung. Die sportliche Spitze, ausgenommen Pogacar, der meiner Meinung nach zum heutigen Stand der beste Fahrer aller Zeiten ist, wird also nicht schmaler, sondern breiter.
 
Zuletzt bearbeitet:

theGegen

Linksverteidiger
Beiträge
66.822
Punkte
113
Ort
Randbelgien
Also der DF Martinez bei INEOS war ein Top-Helfer. Bestes Beispiel ist der Giro Sieg von Bernal 2021. Bei Bora bekommt er allerdings seit 2 Jahren fast keinen Fuß vor den anderen.

Man hat ihn wegen seiner guten INEOS-Zeit 2024 für Bora verpflichtet und als Kapitän fuhr er für sein neues Team einen großartigen 2. Platz beim Giro ein (hinter Pogacar).
Wurde er bei Bora als Helfer eingesetzt, half er der Nr. 1 des Teams ähnlich wenig wie Vlasov (oder Roglic).
 

theGegen

Linksverteidiger
Beiträge
66.822
Punkte
113
Ort
Randbelgien
@Boomer
Es war der ausdrückliche Wunsch von Jonas selbst, vorher den Giro zu fahren. Zumal er sich bei der Vuelta 2025 besser gefühlt hatte, als bei der Tour davor.
 

MGM-GRAND

Bankspieler
Beiträge
6.238
Punkte
113
Ort
Las Vegas
@Boomer
Es war der ausdrückliche Wunsch von Jonas selbst, vorher den Giro zu fahren. Zumal er sich bei der Vuelta 2025 besser gefühlt hatte, als bei der Tour davor.
Er hat den Giro gewonnen. Jegliches Ergebnis bei der Tour ist doch nur Bonus.
Der Giro ist immer noch die Nr. 2 aller Etappenrennen. Hier wird so getan als hätte er den Giro als Vorbereitungsrennen gewählt und es wäre eine schlechte Wahl...
 

Boomer

Nachwuchsspieler
Beiträge
179
Punkte
43
Er hat den Giro gewonnen. Jegliches Ergebnis bei der Tour ist doch nur Bonus.
Der Giro ist immer noch die Nr. 2 aller Etappenrennen. Hier wird so getan als hätte er den Giro als Vorbereitungsrennen gewählt und es wäre eine schlechte Wahl...
Wer hat denn bitte behauptet, Vingegaard habe den Giro lediglich als Vorbereitungsrennen für die Tour bestritten? Ich jedenfalls ganz sicher nicht.

Ich habe ausdrücklich das Gegenteil geschrieben: Natürlich ist er den Giro mit dem Ziel gefahren, ihn zu gewinnen. Mir ist auch bewusst, dass ein Giro-Start seit längerer Zeit ein großer Wunsch von ihm war. Das ist nun wirklich kein Geheimwissen, wenn man den Radsport einigermaßen aufmerksam verfolgt. Trotzdem noch einmal vielen Dank an @theGegen für diesen Hinweis.

Mein eigentlicher Punkt war ein völlig anderer: Wenn Vingegaard in diesem Jahr unbedingt eine Grand Tour gewinnen wollte, war der Giro für ihn mit Abstand die günstigste Gelegenheit. Bei der Tour de France musste er damit rechnen, erneut auf Pogacar zu treffen. Unter normalen Umständen war (ist) es sehr wahrscheinlich, dass er dort nicht gegen Pogacar gewinnen würde (wird).

Bei der Vuelta ist die Lage ebenfalls schwerer einzuschätzen, weil traditionell zahlreiche Fahrer, die zuvor die Tour bestritten haben, sich anschließend noch relativ kurzfristig entscheiden, die Vuelta dranzuhängen. Dort hätte er also ebenfalls mit einer deutlich stärkeren und weniger vorhersehbaren Konkurrenz rechnen müssen.

Beim Giro dagegen war früh absehbar, dass viele der stärksten Rundfahrer nicht starten würden. Fahrer wie Evenepoel, Seixas, Lipowitz, Ayuso und weitere große Namen richteten ihre Saisonplanung primär auf die Tour beziehungsweise später möglicherweise noch auf die Vuelta aus. Damit war die diesjährige Konkurrenz beim Giro für Vingegaard objektiv günstiger als bei den beiden anderen Grand Tours.

Das bedeutet selbstverständlich nicht, dass er den Giro als Trainingsfahrt oder bloßes Vorbereitungsrennen behandelt hätte. Es bedeutet lediglich, dass der Giro für ihn sportlich die wahrscheinlichste Möglichkeit bot, in diesem Jahr einen Grand-Tour-Sieg zu erringen. Genau deshalb war es logisch, dort nicht nur zu starten, sondern sich gezielt und ernsthaft auf den Gesamtsieg vorzubereiten.

Und genau daraus ergibt sich wiederum mein ursprüngliches Argument: Wer den Giro auf Sieg fährt, hat diese Belastung anschließend in den Beinen. Während sich andere Tour-Favoriten vollständig und ausschließlich auf die Tour vorbereiten konnten, musste Vingegaard zunächst beim Giro seine Bestform erreichen. Das ist ein Nachteil für die Tour – und keineswegs die Behauptung, der Giro sei für ihn lediglich ein Vorbereitungsrennen gewesen.

Nur am Rande: Von der Stärke des Teilnehmerfeldes her geurteilt, ist die Vuelta in den letzten Jahren tendenziell eher die Nummer 2 hinter der Tour der France gewesen. Und der Giro "nur" auf Platz 3.
 
Zuletzt bearbeitet:
Oben