Alles rund um den Würzburger Nachwuchs


Beyond the Arc | Akademie: Weiter ungeschlagen, aber noch reichlich Luft nach oben​

Unsere Regionalliga-Mannschaft bleibt nach dem Auswärtsspiel in Dresden ungeschlagen. 6:0 Siege sind ein hervorragender Saisonstart. Beim Blick auf die Statistiken fällt allerdings auf, dass längst noch nicht alles rundläuft.

Offensiv stehen 51,5 % eFG und 54,0 % True Shooting. Das ist ordentlich, aber keineswegs überragend. Besonders die 9/32 Dreier (28,1 %) und 20/35 Freiwürfe (57,1 %) lassen einiges liegen. Dazu kommen 22 Ballverluste bei nur 16 Assists. Eine Turnover-Rate von 24,1 % ist schon ziemlich heftig.

Auf der anderen Seite stehen beeindruckende 19 Steals. Die Mannschaft erzeugt enormen defensiven Druck, geht offensiv aber selbst noch zu sorglos mit ihren Ballbesitzen um.

Lon Lican war mit 24 Punkten, 10 Rebounds, 6 Assists und 6 Steals erneut herausragend. Besonders bemerkenswert sind seine 87,5 % TS. Allein an der Freiwurflinie trifft er 12/13. Der Rest der Mannschaft kommt zusammen gerade einmal auf 8/22.

Auch Paul Plato liefert mit 10 Punkten, 15 Rebounds und 4 Assists ein starkes Double-Double.

Interessant finde ich Jonas März. Trotz 3/15 Dreiern und insgesamt schwacher Wurfausbeute steht er mit +26 beim besten Plus/Minus des Teams. Zeigt wieder einmal, warum man Spieler nicht ausschließlich anhand ihrer Punkte bewerten sollte.

Für mich ist die Entwicklung unter Jakob Burger bislang durchaus erfreulich. Die Mannschaft gewinnt ihre Spiele, hat eine erkennbare defensive Intensität und mehrere interessante Leistungsträger.

Wenn der Wiederaufstieg gelingen soll, müssen Ballkontrolle und Freiwürfe allerdings besser werden. Gegen stärkere Gegner dürften 22 Turnover und 15 vergebene Freiwürfe deutlich schwerer zu kompensieren sein.

Mit Breitengüßbach wartet jetzt der Gradmesser.
 

NBBL und JBBL: Ein wichtiges Wochenende für unsere Akademie​

Während unsere Regionalliga nach dem Sieg in Dresden weiterhin ungeschlagen ist, ging und geht es für die NBBL und JBBL an diesem Wochenende um einiges.

Beide Mannschaften spielen ihre zweite Einteilungsrunde. Hintergrund ist das reformierte Spielsystem der Nachwuchsbundesligen. In diesen Turnieren entscheidet sich, welche Mannschaften zunächst in der leistungsstärkeren A-Division antreten dürfen. In der NBBL qualifizieren sich drei von vier Teams, in der JBBL nur zwei. Für die weitere sportliche Entwicklung unserer Talente ist das durchaus relevant.

Die JBBL scheint mit zwei Siegen bereits gut unterwegs zu sein, während die NBBL nach der Niederlage gegen München heute noch gegen Nürnberg und Urspring gefordert ist.

Interessant finde ich auch die personellen Überschneidungen mit der Regionalliga. Spieler wie Paul Plato, Emanuel Soldo, Franz Braun oder Marko Petric sind grundsätzlich auf mehreren Ebenen einsetzbar. An einem solchen Turnierwochenende müssen die Trainer zwangsläufig Prioritäten setzen und die Belastung entsprechend steuern.

Plato spielte gestern beispielsweise in der Regionalliga, während Soldo gegen München 37 Minuten für die NBBL auf dem Feld stand.

Eine ausführlichere sportliche Analyse würde ich mir allerdings noch sparen, bis heute alle Spiele absolviert sind. Dann wissen wir, ob beide Mannschaften die A-Division erreicht haben, und können uns auch die individuellen Leistungen und die Entwicklung unserer Nachwuchsspieler genauer ansehen.
 
Während die JBBL in der Division A weiterspielt geht es für die NBBL in die Division B. Nur Platz 4 von 4 erreicht.
 

Ein Wochenende, vier Gesichter unserer Baskets​

Was für ein Wochenende für den Würzburger Basketball! Wenn man sich die Ergebnisse aller vier Mannschaften anschaut, fällt die Bilanz ziemlich unterschiedlich aus. Und gerade bei der NBBL dürfte der Frust groß sein.

BBL: Dominant.
96:72 in Braunschweig, zur Halbzeit bereits 58:30 vorne.

Regionalliga: Weiter ungeschlagen.
Jakob Burgers Mannschaft gewinnt bei den Dresden Titans 2 mit 89:60 und steht bei 6:0 Siegen. Bemerkenswert auch deshalb, weil die Akademie an diesem Wochenende ihre Spieler auf mehrere Wettbewerbe verteilen musste.

NBBL: Bitterer geht es kaum.
Für Leon Löbigs Mannschaft lief das zweite Einteilungsturnier enttäuschend. Nach dem 76:96 gegen Jahn München und dem 73:84 gegen Nürnberg gelang zum Abschluss immerhin ein 105:97 gegen Urspring.

Damit stehen dennoch drei Mannschaften bei jeweils einem Sieg und zwei Niederlagen. Würzburg landet aufgrund der schlechteren Korbdifferenz auf Platz vier und verpasst als einziges Team der Gruppe die A-Division.

Besonders ärgerlich angesichts des personellen Aufwands. Paul Plato spielte am Samstag noch 27 Minuten in der Regionalliga und stand am Sonntag in beiden NBBL-Partien insgesamt weitere 66 Minuten auf dem Feld. Dabei erzielte er 51 Punkte. Emanuel Soldo steuerte am Sonntag 40 Punkte bei, allein 30 gegen Urspring.

Auch Marko Petric war nach seinem BBL-Einsatz in Braunschweig am Sonntag in beiden NBBL-Spielen dabei.

Da wurde also einiges investiert, um die Qualifikation noch zu schaffen. Umso bitterer, dass es am Ende nicht gereicht hat. Natürlich muss man auch über die insgesamt 277 zugelassenen Punkte in diesen drei Spielen sprechen. Das Ausscheiden ist unglücklich, aber eben auch sportlich erklärbar.

JBBL: Souverän in die A-Division.
Die Mannschaft von Gabriel Ionescu macht es dagegen richtig stark. Drei Spiele, drei Siege: 76:65 gegen Dresden, 76:72 gegen Bamberg und 73:61 gegen Jena.

Besonders bemerkenswert finde ich den Sieg gegen Jena. Nach drei Vierteln noch mit einem Punkt hinten, gewinnt Würzburg den Schlussabschnitt mit 23:10. Eric Andrei Sava überragt mit 29 Punkten.

Damit steht die JBBL nach beiden Einteilungsrunden insgesamt bei 5:1 Siegen und sichert sich verdient ihren Platz in der A-Division.

Unter dem Strich ein ausgesprochen erfolgreiches Wochenende, bei dem die NBBL einen Dämpfer hinnehmen musste.

Die Verzahnung der Mannschaften finde ich bemerkenswert. Viele Talente, die in unterschiedlichen Teams eingesetzt werden. Diese Durchlässigkeit zeugt von einem guten Gesamtkonzept.

Wie bewertet ihr die aktuelle Situation des Nachwuchses?
 
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