Ein Wochenende, vier Gesichter unserer Baskets
Was für ein Wochenende für den Würzburger Basketball! Wenn man sich die Ergebnisse aller vier Mannschaften anschaut, fällt die Bilanz ziemlich unterschiedlich aus. Und gerade bei der NBBL dürfte der Frust groß sein.
BBL: Dominant.
96:72 in Braunschweig, zur Halbzeit bereits 58:30 vorne.
Regionalliga: Weiter ungeschlagen.
Jakob Burgers Mannschaft gewinnt bei den Dresden Titans 2 mit 89:60 und steht bei 6:0 Siegen. Bemerkenswert auch deshalb, weil die Akademie an diesem Wochenende ihre Spieler auf mehrere Wettbewerbe verteilen musste.
NBBL: Bitterer geht es kaum.
Für Leon Löbigs Mannschaft lief das zweite Einteilungsturnier enttäuschend. Nach dem 76:96 gegen Jahn München und dem 73:84 gegen Nürnberg gelang zum Abschluss immerhin ein 105:97 gegen Urspring.
Damit stehen dennoch drei Mannschaften bei jeweils einem Sieg und zwei Niederlagen. Würzburg landet aufgrund der schlechteren Korbdifferenz auf Platz vier und verpasst als einziges Team der Gruppe die A-Division.
Besonders ärgerlich angesichts des personellen Aufwands. Paul Plato spielte am Samstag noch 27 Minuten in der Regionalliga und stand am Sonntag in beiden NBBL-Partien insgesamt weitere 66 Minuten auf dem Feld. Dabei erzielte er 51 Punkte. Emanuel Soldo steuerte am Sonntag 40 Punkte bei, allein 30 gegen Urspring.
Auch Marko Petric war nach seinem BBL-Einsatz in Braunschweig am Sonntag in beiden NBBL-Spielen dabei.
Da wurde also einiges investiert, um die Qualifikation noch zu schaffen. Umso bitterer, dass es am Ende nicht gereicht hat. Natürlich muss man auch über die insgesamt 277 zugelassenen Punkte in diesen drei Spielen sprechen. Das Ausscheiden ist unglücklich, aber eben auch sportlich erklärbar.
JBBL: Souverän in die A-Division.
Die Mannschaft von Gabriel Ionescu macht es dagegen richtig stark. Drei Spiele, drei Siege: 76:65 gegen Dresden, 76:72 gegen Bamberg und 73:61 gegen Jena.
Besonders bemerkenswert finde ich den Sieg gegen Jena. Nach drei Vierteln noch mit einem Punkt hinten, gewinnt Würzburg den Schlussabschnitt mit 23:10. Eric Andrei Sava überragt mit 29 Punkten.
Damit steht die JBBL nach beiden Einteilungsrunden insgesamt bei 5:1 Siegen und sichert sich verdient ihren Platz in der A-Division.
Unter dem Strich ein ausgesprochen erfolgreiches Wochenende, bei dem die NBBL einen Dämpfer hinnehmen musste.
Die Verzahnung der Mannschaften finde ich bemerkenswert. Viele Talente, die in unterschiedlichen Teams eingesetzt werden. Diese Durchlässigkeit zeugt von einem guten Gesamtkonzept.
Wie bewertet ihr die aktuelle Situation des Nachwuchses?