1. Liebe Sportforen.de-User,

    nachdem das Sport1-Forum inzwischen seine Pforten geschlossen hat, möchten wir hier eine langjährige Tradition von dort weiterführen, die User aller Unterforen zusammenbrachte und ein großes Event darstellte - der Musik GrandPrix.

    Der Ablauf ist ähnlich wie beim allseits beliebten Eurovision Song Contest: Ihr reicht einen Titel eurer Wahl ein und dann wird unter allen Teilnehmern der Sieger gewählt. Alle Informationen zu diesem Event findet ihr im Musikforum. Den Thread zum 1. Sportforen Musik-GrandPrix findet ihr dort ganz oben.

    Bei Fragen schaut im Thread nach oder wendet euch an den "Veranstalter" JimmyDream.

    Viele Grüße und viel Spaß bei der Teilnahme!
    Information ausblenden

Der CDU/CSU-Thread

Dieses Thema im Forum "Non-Sports" wurde erstellt von KGZ49, 25. Januar 2003.

  1. Tuco

    Tuco MVP

    Registriert seit:
    6. Oktober 2006
    Beiträge:
    12.889

    Vielleicht packt Merkel ja auch der Ehrgeiz, alleinige Rekordkanzlerin werden zu wollen, und sie tritt 2021 wieder an. 20 Jahre sind doch auch eine schöne Runde Zahl... ;)
     
  2. Sanderson

    Sanderson Team-Kapitän

    Registriert seit:
    27. Januar 2001
    Beiträge:
    4.451
    Ort:
    Hamburg
    Och, ich weiß nicht. Ist ja nicht so als ob der Amtsbonus immer so wahnsinnig viel bringt. Als von Beust in Hamburg für Ahlhaus Platz gemacht hat, gab es danach trotzdem ein katastrophales Ergebnis für die CDU (-20%) während die SPD die absolute Mehrheit errang.

    Gut, das war eine Wahl nachdem die Koalition zusammengebrochen war, und Ahlhaus war auch nur ein paar Monate im Amt, aber trotzdem. Wenn die Partei wenig zu bieten hat und der Kandidat eher bieder ist, dann hilft auch kein Amtsbonus.
     
  3. liberalmente

    liberalmente Moderator

    Registriert seit:
    29. Juli 2005
    Beiträge:
    34.287
    Ort:
    Stuttgart/Bamberg
    Die jungen um Spahn, Linnemann und von Stetten motzen schon jetzt (offiziell wegen dem Verlust des Finanzministeriums, inoffiziell geht das mMn deutlich tiefer ;)). Die tolerieren es, dass Merkel aktuell weitermacht, auch, weil es keine Alternativen gibt. Aber es rumort auch in der CDU immer mehr und irgendwann kocht es über. Ich kann mir schon vorstellen, dass es intern ziemlich rund geht, wenn Spahn keinen Ministerposten bekommt - und davon gehe ich aus. Er selbst wird sich nicht die Hände schmutzig machen, weil niemand den Königsmörder mag, erst recht in der Union. Aber ich traue ihm schon zu, dass sein Netzwerk mittlerweile gut genug ist, dass da immer wieder Nadelstiche kommen werden.

    Gar keine Frage. Aber ohne Amtsbonus ist definitiv immer noch schlechter. Zumal der dann neue Spitzenkandidat erklären muss, wie er sich von Merkel unterscheidet, während Merkel noch Kanzlerin ist. Das ist ein Himmelfahrtskommando.

    Auch mit Merkel wird es am Ende ganz schnell gehen.
     
  4. VvJ-Ente

    VvJ-Ente Verdammter Wohltäter

    Registriert seit:
    24. Mai 2000
    Beiträge:
    16.884
    Ort:
    Berlin
    Die Union kann doch einfach abwarten welche traurige Gestalt die SPD 2021 ins Rennen schickt. Wenn sich wirklich Gabriel den Job krallt, kann ruhig Mutti weitermachen, und die Union wird sogar deutlich zulegen.
     
  5. Totila

    Totila One and only Sportforen-Guru

    Registriert seit:
    19. April 2004
    Beiträge:
    6.032
    Ort:
    Rheinland-Pfalz
    Wenn sie den Altersrekord von Adenauer brechen möchte, könnte Sie auch versuchen bis 2041 Bundeskanzlerin zu bleiben!:D
     
    Tuco gefällt das.
  6. Moritz

    Moritz All-Star

    Registriert seit:
    14. August 2005
    Beiträge:
    6.665
    Ort:
    Saarland/Eifeler Exil
    Die von dir genannten sind in der Partei nur Randfiguren. Deren Nadelstiche interessieren keinen. Solange nicht eine Führungsfigur wie zb Friedrich Merz, nach dem sich viele sehnen, die Szenarie betritt, wird es nicht zu einer Palastrevolte kommen.

    Merkel wird bestimmt die Legislaturperiode durchregieren. Kann mir vorstellen, dass sie den Vorstand als Konzession ein Jahr vorher abgibt. Was anderes wird es nicht geben, zumal ihr/ihre Nachfolger/in müsste ja bereits im Bundestag sitzen. Sonst wäre die Staffelübergabe nicht möglich, fiele also die oft genannte AKK weg. Flintenuschi soll ihr ja wegen ihres überbordenden Ehrgeizes suspekt sein. Bleibt eigentlich nur Peter Altmaier übrig.
     
  7. Buster_D

    Buster_D Buster D --> TysonsNightmare --> Buster D --> back

    Registriert seit:
    18. Januar 2010
    Beiträge:
    9.851
    Ort:
    Berlin
    Selbstgerecht, abgehoben, uneinsichtig und arrogant, so kennt man Mutti. Aber mit diesem Interview hat sie eindeutig überzogen. Quasi anzukündigen, weitere vier Jahre Parteivorsitz und Kanzlerschaft zu beanspruchen, wird man ihr kaum durchgehen lassen. Dazu scharren bereits zu viele mit den Hufen oder ballen die Faust in der Tasche. Das eine hängt zudem sowieso vom Koalitionspartner ab und das andere könnte man fast schon als Partei schädigendes Verhalten interpretieren. Die CDU muss zwangläufig die Weichen für die Zeit nach Merkel stellen und das geht kaum, wenn Merkel neben der Kanzlerschaft auch noch bis zur nächsten Wahl den Parteivorsitz inne hat. Wenn sie das nicht einsieht, wird man sie über kurz oder lang zur Einsicht zwingen müssen. Ich bin mir ziemlich sicher, dass Merkel in spätestens zwei Jahren nicht mehr CDU-Parteivorsitzende ist.
    Spahn ist vieles aber sicherlich keine Randfigur mehr (auch von Stetten und Linnemann haben wichtige Parteiämter, die allerdings mehr in die Partei hinein wirken und von der Öffentlichkeit weniger wahrgenommen werden). Der ist sehr gut vernetzt und z.B. einer, der überhaupt dazu in der Lage wäre, ein Comeback von einem wie Merz anzuleiern. Denn dieser hat nach seiner langen Abwesenheit keine nennenswerte Hausmacht mehr und es ist keinesfalls so, dass man sich in der CDU-Funktionärskaste nach Merz zurück sehnt.

    Bei der CDU ist letztlich entscheidend, mit wem man glaubt die besten Wahlchancen zu haben. Merkel dürfte sich was das angeht erledigt haben (zumindest wenn es um eine Wahl in 2-4 Jahren geht) und für Spahn wäre es möglicherweise noch zu früh. Ein Merz wäre vielleicht tatsächlich der ideale Kandidat, um glaubhaft eine Kurskorrektur nach den langen Merkel Jahren vorzunehmen. Aber dazu braucht es eben auch einen aktiven und gut vernetzten Politiker wie Spahn, der das erst einmal anbahnt. Merz Ehrgeiz allein würde wohl nicht ausreichen (ich persönlich glaube sowieso, dass er diesen gar nicht mehr hat, er hat in den zurück liegenden Jahren sehr gut verdient und dürfte sich das gar nicht mehr antun wollen).
     
    Zuletzt bearbeitet: 12. Februar 2018
  8. Sm0kE

    Sm0kE All-Star

    Registriert seit:
    18. Oktober 2006
    Beiträge:
    9.309
    Mein Favorit ist dass Bosbach bei Lanz meinte, der Laschet könnte Kanzler. :eek::(:gitche::laugh::wall:
     
  9. Kinski

    Kinski Bankspieler

    Registriert seit:
    27. November 2013
    Beiträge:
    618
    Einen neuen Kanzler sehe ich ohne neue Wahl nicht. Erstens macht Merkel nun wirklich nicht den Eindruck als würde sie Wert auf das weitere Parteischicksal legen und zweitens müsste ein neuer Kanzler auch von der SPD mitgetragen werden, was ich mir beim besten willen nicht vorschlagen kann. außerdem ist ein anderer von Wahlvolk ja auch nicht wirklich legitimiert, die CDU ist schließlich mit Merkel angetreten.

    Abgesehen hat das auch auf Bundesebene gar keine Tradition und inwieweit dieser bonus überhaupt existiert ist fraglich. Vor allem wenn man das Amt mehr oder weniger geschenkt bekommt.
     
  10. Moritz

    Moritz All-Star

    Registriert seit:
    14. August 2005
    Beiträge:
    6.665
    Ort:
    Saarland/Eifeler Exil
    Nehme ich nicht so wahr und bilde mir eigentlich ein, die Strukturen der CDU sehr gut zu kennen. Außer der JU und seiner Marionette Ziemiak hat der Spahn auch nicht die große Hausmacht. Linnemann halte ich für gut, aber dessen Einfluss ist doch auch begrenzt. Die einflussreichen Verbände hat Merkel noch im Sack. Das ist einfach so.
     
  11. liberalmente

    liberalmente Moderator

    Registriert seit:
    29. Juli 2005
    Beiträge:
    34.287
    Ort:
    Stuttgart/Bamberg
    Ja, aber je mehr bundespolitischen Profil Spahn und Linneman aufbauen und je besser ihr Netzwerk wird, desto mehr wächst auch ihr Einfluss. Die sind beide noch sehr jung für Spitzenpolitiker. Mit 30 hat noch keiner eine Partei wie die CDU übernommen. Gleichzeitig wird die CDU nach Merkel einen Generationswechsel wollen. Nach dann ~ 16 Jahren Merkel kannst du doch keinen 65-jährigen Nachfolger präsentieren. Das alles spielt den Jungen in der Union in die Hände.
     
  12. Moritz

    Moritz All-Star

    Registriert seit:
    14. August 2005
    Beiträge:
    6.665
    Ort:
    Saarland/Eifeler Exil
    Dem ist natürlich so. Aber es ging mir ja um die aktuelle Lage und nicht wie sie sich entwickelt. Stand jetzt sitzt Mutti einfach noch zu fest im Sattel als dass eine Revolte Erfolg haben könnte. Dass dieser Status nach und Nach erodieren wird, und die von dir und Buster genannten an Einfluss gewinnen, ist auch klar. Aber jetzt hat Merkel noch alles im Griff. Ich würde auch wetten, dass sie keinen Spahn ins Kabinett nimmt.
     
  13. John Lennon

    John Lennon Darts-Moderator & Snooker-Experte

    Registriert seit:
    22. Februar 2006
    Beiträge:
    20.190
    Ort:
    Ruhrgebiet
    Immer wieder faszinierend, wie sehr der Name Merz noch zieht. Gibt wohl kaum einen Politiker, der den Ruf des Machers hat, obwohl er eigentlich absolut nichts vorzuweisen hat. Bierdeckelsteuer mit massiven Steuersenkungen für Besserverdienende, deutsche Leitkultur und Mimimi-Abgang, weil Merkel so böse zu ihm war. So zumindest der Mythos, der sich gut verkaufen lässt.

    Sein beleidigter Austritt aus der aktiven Politik könnte natürlich auch mit seinen lukrativen "Nebenjobs" zu tun gehabt haben. Er war ja früh einer der größten Kämpfer gegen die Offenlegungspflicht und hat sich sogar vor dem Bundesverfassungsgericht ausgeheult, weil er sein freies Mandat nicht ausüben könne, wenn er dazu verpflichtet wird, mitzuteilen, was er nebenbei so von der Wirtschaft für Beratung und Aufsicht in die Taschen gesteckt bekommt. Spätestens nachdem die Klage abgewiesen wurde, war die Entscheidung gefallen - noch zwei Jahre Diäten/Pensionsansprüche mitnehmen und dann richtig abkassieren, ohne die blöden Fragen der Öffentlichkeit, wie sich 200 Nebenjobs und die Nähe zur Wirtschaft mit dem Beruf Bundestagsabgeordneter verbinden lassen, beantworten zu müssen.

    Ja, echt schade, dass man den Mann und seine neoliberalen Ideen von Privatisierung, Steuersenkung für Vermögende und Besserverdiener und weniger Arbeitnehmermitbestimmung nicht länger bewundern durfte. Hoffentlich kommt er bald zurück und kann dann auch noch den anderen Selbstbedienungsweltmeister Steinbrück zum Comeback überreden. Die beiden "Finanzfachmänner" streiten dann im Kanzlerduell darüber, wer mehr Kohle nebenbei verdient hat und wer die Steuern auf Vermögen mehr senken würde. :love:
     
    Tony Jaa, Totila, Eric und 6 anderen gefällt das.
  14. Buster_D

    Buster_D Buster D --> TysonsNightmare --> Buster D --> back

    Registriert seit:
    18. Januar 2010
    Beiträge:
    9.851
    Ort:
    Berlin
    Das bröckelt zunehmend. Nur momentan verspricht sich halt noch niemand was davon, Merkel abzusägen. Noch braucht man sie in Ermangelung von Alternativen und das Theater bei der SPD wirkt abschreckend und disziplinierend zugleich. Aber wenn die GroKo in trockenen Tüchern ist und baldige Neuwahlen nicht mehr drohen, wird der Druck enorm steigen, den Parteivorsitz "freizugeben". Ähnlich wie bei Schröder damals 2004.
    Das kann sie sich eigentlich schon jetzt nicht mehr erlauben. Ich wette der taucht entweder doch noch auf der Kabinettsliste auf (die ja angeblich noch gar nicht steht, auch wenn sie jeder schon kennt) oder er wird neuer Generalsekretär.
     
    Zuletzt bearbeitet: 12. Februar 2018
  15. liberalmente

    liberalmente Moderator

    Registriert seit:
    29. Juli 2005
    Beiträge:
    34.287
    Ort:
    Stuttgart/Bamberg
    Also neuer General halte ich für sehr unwahrscheinlich. Spahn würde zwar sehr gut in die Rolle passen (das konservative Profil der Partei in der GroKo könnte er von diesem Posten aus wunderbar schärfen), aber der General muss immer ein gutes Arbeitsverhältnis mit dem Vorsitzenden haben. Und das ist zwischen Merkel und Spahn definitiv nicht der Fall.

    Da ist ein Ministeramt für Merkel auch attraktiver, weil Spahn da der Kabinettspflicht unterliegt - und damit direkt ihr. Und der Regierungspolitik, für die Merkel steht, völlig egal, ob sie von der Union oder der SPD kommt.
     
  16. Moritz

    Moritz All-Star

    Registriert seit:
    14. August 2005
    Beiträge:
    6.665
    Ort:
    Saarland/Eifeler Exil
    Wir werden es sehen. Ich gehe stark davon aus, dass Merkel Spahn weder zum General, doch zum Minister macht. Spahn ist klug genug zu wissen, wenn er zu stark opponiert, wird er auch in der nach Merkel-Ära nix. Da ist die CDU einfach so. Merkel wird ihm die kalte Schulter zeigen. Das hat sie mit anderen Kaliber bereits ähnlich gemacht und halten genau aus diesem Grunde die Füße still wie bspw Röttgen. Aber wir werden es in ein paar Wochen, so die SPD Basis es denn will, sehen.
     
  17. Sm0kE

    Sm0kE All-Star

    Registriert seit:
    18. Oktober 2006
    Beiträge:
    9.309
    Ich denke, Merkel bietet Spahn irgendein Popelministerium an, das möglichst keinerlei Strahkraft hat, um ihn klein zu halten. Spahn wiederum wird aber leider schlau genug sein, den Posten in jedem Fall anzunehmen, das Ressort möglichst gut zu führen und sich als gewissenhafter, zuverlässiger Profi in Stellung zu bringen, auch unionsintern.
     
  18. Tuco

    Tuco MVP

    Registriert seit:
    6. Oktober 2006
    Beiträge:
    12.889
    Das hätte ich Röttgen gar nicht mehr zugetraut:



    Auch interessant (aus dem Artikel):

    Einer, der Grund zur Hoffnung haben darf, Teil des „Gesamtpaketes“ zu werden, ist Jens Spahn, der in der Vergangenheit mit Kritik an Merkel von sich reden gemacht hat und dessen Name in diesen Tagen von beinahe jedem in der Parteiführung genannt wird, der eine personelle Erneuerung der CDU fordert. Am Aschermittwoch legt Spahn in Baden-Württemberg schon mal erste Grundzüge seiner Ziele dar. „Wir wollen die AfD überflüssig machen“, sagte er. Die Union müsse dafür sorgen, dass es rechts von ihr keine parlamentarische Kraft gebe.

    Das Vorbild von Spahn scheint also Franz Josef Strauß zu sein.
     
  19. Sm0kE

    Sm0kE All-Star

    Registriert seit:
    18. Oktober 2006
    Beiträge:
    9.309
    Damit hatte Strauß auch tatsächlich recht, dass es besser wäre, wenn es das nicht gäbe..
     
  20. Sanderson

    Sanderson Team-Kapitän

    Registriert seit:
    27. Januar 2001
    Beiträge:
    4.451
    Ort:
    Hamburg
    Ich würde auch nicht unbedingt sagen das Strauß da wirklich als Vorbild gilt. Klar, der Satz stammt von ihm, aber die Position war ja dann auch über all die Jahre allgemein gültig. Es wäre also eher eine Rückkehr zu dem Status der bis vor ein paar Jahren noch gültig war.
     

Diese Seite empfehlen