Der "Deutschland Tennis" Thread

Dieses Thema im Forum "Sonstiges" wurde erstellt von Drago, 27. Mai 2016.

  1. Drago

    Drago All-Star

    Registriert seit:
    30. Januar 2006
    Beiträge:
    8.925
    Ort:
    Heinz Becker Land
    Ich find dazu gerade kein Regelbuch oder so was, aber widerspreche Dir nicht, würde auch Sinn machen dass es nicht erlaubt ist.

    Trotzdem: Rein auf den Fussball bezogen (lass Tennis und alles andere weg) bleibt meine Vermutung, dass dieser "Talismannverbot" (Talismann kann Kette, Ring, Armband oder was auch immer sein) durchaus etwas mit dem Ink Boom zu tun hat, denn wie oben gesagt begann das genau in den Jahren, als die FIFA beschloss wegen Verletzungsgefahr jeglichen Schmuck zu verbieten.
    Und dass das reiner Zufall ist glaub ich eher nicht. Vor 20 Jahren trug ein Fussballer ein Wolfang Petry Freundschaftsbändchen, welches von seinem Kind angefertigt wurde oder es das selbe trug, seit dem Verbot tragen sie dann Portrait-Tattoos ihrer Kinder.
     
  2. Dorian Gray

    Dorian Gray Team-Kapitän

    Registriert seit:
    23. Dezember 2007
    Beiträge:
    4.135
    Ort:
    Deutschland
    Ich schreibe einfach noch mal ein paar Sachen zu Rudi Molleker und Boris Becker.

    Der Finaleinzug von Rudi Molleker ist phänonmenal. Er ist damit der dritte Spieler aus den 2000er-Jahrgängen, der ein Challenger-Finale mit 17 erreicht. Nach Felix Auger-Alissime und Nicola Kuhn. Die 2000er-Jahrgänge sind neben Shapovalov schon länger besonders interessant.

    Es war nie ein Geheimnis, dass Molleker spielerisch über viel Potential und eine ausgereifte Technik verfügt. Sein Vorhand ist stark. Seine Rückhand noch etwas stärker. Seine Beinarbeit ist sehr gut. Für Tennis hat er auch die perfekte Größe. Sein Aufschlag kann sich für sein Alter sehen lassen. Allerdings war er bis jetzt noch nicht in der Lage, sein Potential konstant abzurufen. Da konnte er mit den anderen Top-Talenten nicht ganz mithalten. Umso schöner, dass er da diese Woche so konstant spielt und nach einem verlorenen Satz sein Level einfach noch mal deutlich steigert. Bisher war er da nicht so konstant und hat in bestimmten Momenten nicht die richtigen Entscheidungen getroffen. Oft war er einfach zu hektisch. Das haben auch die DTB-Trainer Übel und Velthuis erkannt und daran gearbeitet.

    Am Rande des Turniers hat Molleker gesagt, dass er mental Schwierigkeiten hat, bei den Junioren und damit gegen Spieler aus demselben Jahrgang zu spielen, weil er sich da unbedingt beweisen will. Das erklärt auch ein wenig, warum seine Junioren-Ergebnisse bisher ordentlich, aber nicht herausragend waren. Dafür schafft es Molleker auf ATP und Challenger-Level aus dem Nichts solche Leistungen abzurufen. Das ist schon erstaunlich. Häufig dominieren Top-Talente bei den Junioren und tun sich unglaublich schwer, bei den Profis erste Erfolge zu erzielen. Mollekers Entwicklung ist da in gewisser Weise eine Anomalie. Daher ist es bei ihm so schwierig, die weitere Entwicklung vorherzusagen.

    Interessant ist in diesem Zusammenhang auch die Rolle Boris Beckers, der Molleker beim DTB-Lehrgang im Zuge der BMW Open ein paar Tipps gegeben hat. Sascha hat hier übrigens auch mehrere Einheiten mit den deutschen Talenten absolviert. Becker hat mit Molleker viel über den mentalen Bereich gesprochen und gesagt, dass es bei ihm noch mehr um kontrollierte Offensive gehen müsse.

    Die Verpflichtung von Becker war m.E. goldrichtig. Die Davis Cup-Spieler sprechen sehr positiv über seine Arbeit. Er hilft sowohl den Profis als den Nachwuchsspielern. Bei Molleker scheint er da einen Nerv getroffen zu haben und auch bei den anderen Junioren im U18-Bereich waren die Ergebnisse zuletzt besser. Es ist schwer zu sagen, wie groß Beckers Einfluss tatsächlich ist, aber er macht da anscheinend wie bei Djokovic einiges richtig.

    Hier mal ein paar Aussagen:


    http://www.atpworldtour.com/en/news/molleker-heilbronn-2018-feature
     
    Jones 86, Hardstyle21 und Alice gefällt das.
  3. Drago

    Drago All-Star

    Registriert seit:
    30. Januar 2006
    Beiträge:
    8.925
    Ort:
    Heinz Becker Land
    Auch noch was an die neuen User von Sport1:

    @HansMeyer
    @TaufikH
    @Mark2014
    @Tuomas
    @QueridoRafa
    @Johnbert

    Für wen wart Ihr am 7. Juli 1991, als es zum Stich-Becker Finale in Wimbledon kam?

    Hier nochmal das komplette Match:



    Kaum einer in Deutschland gab dem Elmshorner ne Chance. Dabei war es Becker, der im gesamten Match zu nervös war, während Stich kalt wie ein Eisberg blieb.
     
  4. Morilla

    Morilla Stammspieler

    Registriert seit:
    24. November 2015
    Beiträge:
    1.386
    Zu der Zeit habe ich noch kein Tennis geschaut
     
  5. Tuomas

    Tuomas Stammspieler

    Registriert seit:
    20. Mai 2018
    Beiträge:
    1.292
    Nett, dass Du davon ausgehst, wir alle hätten schon so viele Jahresringe intus, um irgendwie live mitgefiebert zu haben....;)

    Man kann sich aber vorstellen, wie es Boris gewurmt haben muss, als Liebling der Nation von einem Landsmann in seinem "Wohnzimmer" abgewatscht worden zu sein. Das tat der Anti-Strahlemann Stich auch noch mit Beckers Waffen, Aufschlag-Volley Bum-Bum.

    Ehrlich gesagt hätte ich Boris Becker zu diesem Zeitpunkt den 3. Titel mehr gegönnt als dem "Eisberg" Stich und am Ende seiner Karriere hätten es auch mehr als 3 in Wimbledon sein können, wie ich überhaupt meine, dass Beckers Ernte in seiner Gesamtkarriere -gemessen an seinem Potential- zu kärglich ausgefallen ist. Das hat aber mit l´Art de vivre und seiner Persönlichkeit zu tun.
     
  6. Drago

    Drago All-Star

    Registriert seit:
    30. Januar 2006
    Beiträge:
    8.925
    Ort:
    Heinz Becker Land
    Es wär Beckers 4. gewesen, 3 hatte er da schon. ;)

    Becker sagte übrigens mal, seine Finalbilanz bei den Australian- und US Open hätten ihm deutlich besser gefallen, da er jedes dort erreichte Finale gewann.

    In Wimbledon erreichte er genau wie Sampras 7 mal das Finale, aber gewann nur 3 und verlor 4.
     
  7. Tuomas

    Tuomas Stammspieler

    Registriert seit:
    20. Mai 2018
    Beiträge:
    1.292

    Stimmt, was mich noch vor Boris Zeit beeindruckt hat, waren die 5 Siege am Stück von Borg, besonders das Match gegen McEnroe. 5 hätte Boris auch schaffen können, nicht am Stück, aber mit Sieg gegen Stich und Sampras.
     
  8. Drago

    Drago All-Star

    Registriert seit:
    30. Januar 2006
    Beiträge:
    8.925
    Ort:
    Heinz Becker Land
    Stich hat er 93 ja 7-5 6-7 6-7 6-2 6-4 im VF geschlagen, aber Sampras war so oder so in Wimbledon für Boris ne Nummer zu groß, das hat Becker selbst mehrfach eingestanden. Er sagte selbst in absoluter Topform hätte er gegen Pete dort verloren, der hätte einfach einen Gang mehr gehabt als er auf Rasen. Nur auf Teppich hatte er seine Chancen.
     
  9. HansMeyer

    HansMeyer Team-Kapitän

    Registriert seit:
    20. Mai 2018
    Beiträge:
    2.908
  10. NodMot

    NodMot Bankspieler

    Registriert seit:
    26. Mai 2018
    Beiträge:
    102
    Ort:
    Bayern

    Sehr schöner Artikel über Daniel Brands. Obwohl ich seine Karriere immer verfolgt habe, wusste ich einiges davon nicht so genau.

    Da wir in etwa dasselbe Alter haben, „kenne“ ich ihn schon seit Jugendzeiten.
    Wir kennen uns nicht persönlich, spielten zu Jugendzeiten aber teilweise die gleichen Turniere, mit allerdings sehr unterschiedlichen Erfolgen… mehr sage ich mal nicht dazu ;)

    Am meisten in Erinnerung wird mir immer sein Erstrundenmatch bei den French Open 2013 gegen Rafael Nadal bleiben, obwohl wie im Artikel beschrieben auch ein Sieg gegen Federer in seiner Vita steht. Damals stand er kurz vor der 2:0 Satzführung gegen Nadal, verlor dann aber nach hartem Kampf mit 6:4 6:7 4:6 3:6. Das Match erinnerte mich ein wenig an das Erstrundenspiel zwischen Isner und Nadal bei den FO 2011.
     
  11. Dorian Gray

    Dorian Gray Team-Kapitän

    Registriert seit:
    23. Dezember 2007
    Beiträge:
    4.135
    Ort:
    Deutschland
    http://www.supertennis.tv/archivio-news/1651-molleker,-il-nuovo-biondino-sulle-orme-di-zverev.html


    Habe einen Artikel in den italienischen Medien über Rudi gefunden, in dem sich zwei seiner Gegner äußern. Insgesamt sind sie beeindruckt, die Vergleiche sind auch ganz nett, aber auch hier wird seine Einstellung kritisiert. Die Art von "Einstellungsproblemen", die Rudi hat, sehe ich nicht so dramatisch. Er war ja in Auseinandersetzungen mit dem Schiri und Rondoni verwickelt, weil er zu emotional war. Wenn er Einstellungsprobleme à la Kyrgios hätte, würde ich mir Sorgen machen. So sehe ich das eher positiv. Als nächsten Kyle Edmund sehe ich ihn aber nicht. Rudis Rückhand ist besser.




    Momentan bereitet er sich in der Patrick Mouratoglou-Akadmie auf die Saison 2019 vor. Ich kann das nächste Tennisjahr nicht erwarten, weshalb ich das hier mal poste.

    Derweil macht Boris Becker wieder einen Lehrgang für den Tennisnachwuchs. Unter anderem sind die Jahrgänge 2006 dabei. Das sind doch Infos, auf die ich gewartet habe.
     
    Jones 86 gefällt das.

Diese Seite empfehlen