1. Liebe Sportforen.de-User,

    nachdem das Sport1-Forum inzwischen seine Pforten geschlossen hat, möchten wir hier eine langjährige Tradition von dort weiterführen, die User aller Unterforen zusammenbrachte und ein großes Event darstellte - der Musik GrandPrix.

    Der Ablauf ist ähnlich wie beim allseits beliebten Eurovision Song Contest: Ihr reicht einen Titel eurer Wahl ein und dann wird unter allen Teilnehmern der Sieger gewählt. Alle Informationen zu diesem Event findet ihr im Musikforum. Den Thread zum 1. Sportforen Musik-GrandPrix findet ihr dort ganz oben.

    Bei Fragen schaut im Thread nach oder wendet euch an den "Veranstalter" JimmyDream.

    Viele Grüße und viel Spaß bei der Teilnahme!
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Die "Festung Europa" und das Flüchtlingsproblem

Dieses Thema im Forum "Non-Sports" wurde erstellt von elpres, 28. Februar 2011.

  1. Knurrhahn

    Knurrhahn Team-Kapitän

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    Beim reinschalten ist das Ditfurth zitiert worden: "Tafel Mitarbeiter seien alle autoritär, demütigen gerne und kommandieren rum" so in der Art, da hatte ich schon bald genug und habe mich mit schöneres beschäftigt..
     
  2. Eric

    Eric Maximo Lider

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    Womöglich hat sie sogar recht. Es ist wahrscheinlich auch schwierig, die Verteilung der Lebensmittel ganz basisdemokratisch und ohne jedwede autoritäre Strukturen zu organisieren.
     
  3. Knurrhahn

    Knurrhahn Team-Kapitän

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    Autoritär ja, müssen sie sogar sein, aber demütigend und befehlsgeil? Nö, Quatsch und eine dümmliche Unterstellung die auch nur von Ditfurth und Konsorten kommen kann. Die machen das weil sie was für Menschen übrig haben und helfen wollen, nicht weil kleine Despoten in ihnen schlummern.
     
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  4. John Lennon

    John Lennon Darts-Moderator & Snooker-Experte

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    Knurrhahn = ein Kämpfer für die Akzeptanz des dritten Geschlechts.
     
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  5. timberwolves

    timberwolves All-Star

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    Mich würde tatsächlich mal interessieren, wer hier alles schonmal eine Einrichtung der Tafel von innen gesehen hat. Scheinen ja alle sehr genau zu wissen, wie die Leute die da arbeiten so sind oder nicht sind.
     
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  6. timberwolves

    timberwolves All-Star

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    Einerseits ist das natürlich lustig, andererseits die Realität, dass gerade unliebsame Frauen von rechts dann häufig als geschlechtslos denunziert werden.
     
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  7. Knurrhahn

    Knurrhahn Team-Kapitän

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    Ich denke man muss nicht einmal selber eine Einrichtung der Tafel besucht haben um zu verstehen was die Hauptmotivation der meisten Ehrenämtler ist. Die Leute machen das freiwillig (wie meine Tante es tat) und opfern ihre Freizeit. Bestimmt nicht weil ihr Hobby nach unten treten ist. Wer in sowas schon was negatives sieht oder sucht, dem ist nicht mehr zu helfen. Schon deine Fragestellung zeigt mir dass du zumindest auf dat Juttas Pfaden wandelst, was mich aber auch nicht besonders wundert.
     
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  8. theGegen

    theGegen Linksverteidiger

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    Man sollte immerhin entschuldigend positiv anerkennen, dass sich Menschen überhaupt für soziale Belange und Gender-Politik einsetzen.
     
  9. theGegen

    theGegen Linksverteidiger

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    Diese validen Daten beziehen sich also auf die Grundrechnung "Dunkelziffer". Damit ist das Missverhältnis gegenüber den unverhältnismäßigen Auslagen für bestens durch die tolerante Beraterkaste informierte Asylanten natürlich akademisch einwandfrei erklärt. :laugh:

    Es soll sogar ältere Leute geben, die einen Anspruch verfallen lassen, weil sie damit den Verlust ihrer Wohnung oder des Ersparten eintauschen würden.

    http://www.einfach-teilhaben.de/DE/...unterhalt/hilfe_zum_lebensunterhalt_node.html
     
  10. Young Kaelin

    Young Kaelin former NUSBTS-Champion & CAAO-Champion

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    http://schweizertafel.ch/de/ueber-uns/institutionen-die-wir-beliefern/basel.html

    wie gesagt, bei der Uebersicht ist auch die Gassenküche Basel aufgeführt. Insofern geh ich davon aus, dass dies hier auch zählt. Ich hab da während 2-3 Jahren mitgeholfen. Mal beim Kochen, mal beim Putzen.

    Ich kann jeder und jedem sowas nur empfehlen. Es öffnet defintiv die Augen.
     
  11. Buster_D

    Buster_D Buster D --> TysonsNightmare --> Buster D --> back

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    Ein vergleichsweise ungeschminkter Pressebericht zum Thema. Ob sich langsam schon der wirtschaftliche Druck bemerkbar macht, weil immer weniger Menschen die Mainstream-Medien konsumieren? Oder sind die Probleme selbst für streng gläubige Multikulti-Propheten mittlerweile so unübersehbar, dass man sie nicht mehr unter den Tisch kehren kann? Wie auch immer, es ist zumindest erfreulich, dass die seit Jahren vor sich hin köchelnden Probleme zunehmend auch in den etablierten Medien thematisiert und auch unbequeme Fragen gestellt werden.:thumb:
     
    Zuletzt bearbeitet: 7. März 2018
  12. Languste

    Languste Team-Kapitän

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    Kannst du das als Berliner bestätigen? Persönlich oder von Freunden/bekannten? Ich kenne Berlin nicht aber was man so permanent liest ist ja wirklich beunruhigend: Clankriminalität, Görlitzer Park, Cottbuser Tor, wachsende Obdachlosenszene, U-Bahn Treter usw um da mal ein paar Stichpunkte zu liefern. Beschränkt sich das nur auf einige Viertel oder Straßenzüge oder geht das Gefühl, dass es merklich bergab geht mittlerweile durch ganz Berlin?
     
  13. Buster_D

    Buster_D Buster D --> TysonsNightmare --> Buster D --> back

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    Es kommt natürlich auch darauf an, wo und zu welcher Zeit man unterwegs ist. Zudem bin ich nicht weiblich, nicht unter 25 und sehe auch nicht wie jemand aus, mit dem man alles machen kann, so dass ich vermutlich eher weniger ins „Beuteschema“ passe. Und ich wohne und bewege mich in erster Linie in einem eher gut-bürgerlichen Stadtteil und fahre viel mit dem Fahrrad und weniger mit dem ÖPNV. Aber wenn man sich in Berlin im Alltag bewegt, merkt man zunehmend, dass sich in den letzten Jahren was verändert hat. Ob es nun z.B. die herum lungernden Jungmänner im (kleinen) Tiergarten sind, die vielen campierenden (vermutlich) osteuropäischen Obdachlosen an der Spree und am Landwehrkanal oder das Publikum in Bus und Bahn oder auf der Straße. Insgesamt ist die Stadt einfach auch „voller“ geworden.

    Zudem bekommt man durch den Freundes- und Bekanntenkreis natürlich einiges mit. Dass man den ÖPNV zu bestimmten Zeiten eher meidet, abends lieber doch ein Taxi nimmt (das hört man vor allem von Frauen) und dass man an bestimmten Orten besser etwas vorsichtiger sein sollte bzw. diese zu bestimmten Zeiten besser meidet. Ich war neulich z.B. nach langer Zeit mal wieder am im Artikel angesprochenen Herrmannplatz. Das war jetzt nie eine reine Wohlfühlgegend, aber kaum einer wird wohl ernsthaft bezweifeln, dass es dort in den letzten Jahren noch einmal bergab gegangen ist. Als westlich gekleidete Frau (wohlmöglich noch in „Ausgehklamotten“) würde ich mich dort schon extrem unwohl fühlen, angesichts des Klientels, was da herum streunt. Nicht zufällig ist das neben dem Alex oder dem Kotti einer der Kriminalitätsschwerpunkte.

    Wie gesagt, ich laufe mit dem Bewusstsein durch Berlins Straßen, dass mir eigentlich kaum einer was kann und es auch keiner speziell auf mich abgesehen hat (mit Kippa über den Hermannplatz oder Kotti, dann sähe es schon anders aus und das Experiment würde ich nicht unbedingt wagen wollen), aber gerade die zunehmende Angst/Sorge von älteren Menschen, Menschen mit jüdischem Glauben und Frauen kann ich durchaus nachvollziehen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 9. März 2018
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  14. big D

    big D MVP

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    Die belgische stadt mechelen gilt als vorbild für integration. http://www.deutschlandfunk.de/integ...-nicht-der.694.de.html?dram:article_id=409793

    Dort hat man es geschafft migranten gut zu integrieren, mit vielen geförderten projekten wie gemischtes wohnen, job integration etc. Auf der anderen seite hat man aber auch eine null toleranz politik mit vielen kameras und massiver polizeipräsenz die schnell dazwischenhaut. So hat man es geschafft die "biobelgische" bevölkerung ebenfalls dafür zu gewinnen in dem man die auswüchse die zweifelsfrei in schlecht integrieren ghettos gerade in Belgien bekommen verhindert und so das vertrauen gewinnt.

    Imo ist das war richtige ansatz. So haben rechtsradikale parteien dort keine chance, man muss auch den "ureinwohnern" etwas bieten and darf nicht nur toleranz und einbindung fordern. Denn es gibt natürlich den rassisten in mecklenburg, der noch nie nen migranten gesehen hat, aber es gibt eben auch die ghettos in den großstädten in denen die bürger wirklich grund haben besorgt zu sein.

    Das ist imo der richtige ansatz, beiden seiten muss etwas geboten werden, aber es muss auch von beiden seiten gefordert werden, integration kann nur gelingen wenn beide seiten aktiv dazu beitragen.
     
  15. Knurrhahn

    Knurrhahn Team-Kapitän

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    Ich habe von dem Bürgermeister schon mal gelesen, Hochachtung was er in seinem Einflussgebiet geleistet hat. Leider nicht universal umzusetzen und bei uns im Moment wohl schon gar nicht.
     
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  16. Buster_D

    Buster_D Buster D --> TysonsNightmare --> Buster D --> back

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    Tja, das sind wohl die Folgen, wenn man zunehmend die Sicherheit (gerade auch in Berlin) leichtfertig in die Hände der arabisch/islamischen-Halbwelt legt. In vielen Asylbewerberheimen wurde und wird ja auch streng darauf geachtet, dass die islamische Ordnung eingehalten wird:rolleyes:
     
    Zuletzt bearbeitet: 9. März 2018
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  17. rude_ras

    rude_ras Stammspieler

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    Vllt. zwei Sätze zu meiner Person: In der Jugend straffällig gewordener, nicht muslimischer Asiat. IHK Berufsausbildung, später Hochschulabschluss und jetzt mache ich nebenberuflich ein Uni Studium, aber eher zur Selbstverwirklichung. Ich bin oberbergischen Kreis großgeworden, einziges schwarzes Kind in der gesamten Grundschule, "Hats bei dir gebrannt", "N*ger", "Ni*ger", "Verbranntes Toast", "Viertel vor N*ger, zeit zum auspeitschen" etc. waren Standardgespräche in der großen Pause. Ich habe mich früh prügeln gelernt. Kein Vorwurf. Für mich und auch für meine Familie war das okay, "Du musst immer 110 % bringen, wenn 80% anerkannt werden sollen.". Ich habe meine Liste geführt und mich bei allen gerächt. War dann mal 4 Wochen in der Freiheitsstraße 180, okay, verdient. Quit, Pari!

    Ich war immer sehr an Deutscher Kultur interessiert, und bin dann aber eher beim Expressionismus als beim Futurismus abgebogen, habe eher Interesse am "hessischen Landboten" als an "Soll und Haben" von Freytag interessiert. Achtete eher Georg Lukasz und Brecht als Gottfried Benn (Benn ist dennoch großartig...Wenn ich Camus lese, dann Albert und niemals den (aus meiner Sicht eingeschränkten) Renaud....Ich war als jugendlicher eher links unterwegs, nannte mich "Kommunist", hatte lange Haare, hab Ragga und Dancehall gehört, meinen Bausparvertrag aufgelöst, um Technics Turntables zu kaufen, Salon-Kommunist...

    Hab dann mal Fachinformatiker gelernt, ein bisschen was studiert und Jahresgehalt sichergestellt,um meine Frau und zwei Kinder, sowie Hypothek abzuzahlen. Reicht. Piff Paff puff. Studiere jetzt Kulturwissenschaft als neuen Bachelor, Schwerpunkt Literatur, da schlägt mein Herz.

    Das mag in Teilen stimmen. Ja, ab Gehaltzahl X oder Abgabe Y ist man ein Leistungsträger, ich bin zB. einer: gerade meine Konfig (s.o) ist Leistungsträgerhaft. Ich erkläre kurz, warum ich kein erbärmlicher Proll bin: Meine Frau studiert noch, meine Kinder soll(t)en im eigenen Haus aufwachsen - anders als bei mir, ohne Existenzängste. Mein Sohn ist 3,5 spricht super, wird dafür von der Logopädin im Kindergarten abgefeiert. Hinzu kommt mein Ehrenamt, Trainer im Sportverein, Pressewart im Verband, Kampfrichter...

    Wo ich absolut nicht übereinstimme und glaube, dass du wirklich meilenhaft am Thema vorbei bist, ist die Negation der sozialen Frage. Das haben doch sogar die rechtsintellektuellen verstanden, siehe Sezession etc. pp. Das verschleiert das konkrete Thema wie der "Linksliberalismus" (allgemein anerkanntes und im Wertekanon aufgenommenes Synonym für Neoliberalismus) die Linke und Rechte Saroman-haft umgarnt und eingeschlossen hat. Da haben natürlich poststrukturalistische Pop-Theorien wie die Dekonstruktion und daraus folgender Quatsch eine Rolle gespielt und die "Zersetzung" der (unteren) Mitte angefangen. Alleinerziehend gegen Familie, Mann gegen Frau, Ausländischer Arbeiter vs. Deutscher Arbeiter, Abtreiberin vs Gebärmaschine...Natürlich lenkt dies ab und verschleiert den echten Konflikt: keinen Unternehmer interessiert es eine Frau zu benachteiligen, aber warum nicht die Gelegenheit nutzen einer Führungskraft weniger zu zahlen? ******* auf Gender Pay Gap, sind 20k weniger im Jahr, die Ich zahlen muss. Ausländer, schwarz, weiss, Moslem, ******egal, Hauptsache befristet und austauschbar.

    Diese Themen wurden seit Jahren nicht angegangen oder im Gegenteil sogar verschärft, Agenda 2010 und auch die fast schon rückläufige Gehaltsentwicklung. Nimm das "Kapital", oder auch "Die Dialektik der Aufklärung" und dort findest du jeden, der in diesem Theaterstück eine Rolle spielt. Manche sehen Linke in Elfenbeintürmen, aber die sehe ich nicht. Das sind Liberale. Natürlich ist die vorbildliche Tugendhaftigkeit der Linken eine Bürde und für viele ein rotes Tuch, aber was ist denn Political Correctness (ich meine nicht die amerikanische Variante!)? Jo, genau: Anstand und der Wunsch nicht zu verletzen. Aber wenn ständig "linksgrünversifft", mit ätzendem Zynismus von "Fachkräften" und "Bereicherern" spricht, das Wort "Gutmensch" ausspuckt, ist der Dialog (den nämlich auch PC auf richtige Füsse stellt) vielleicht gar nicht gewollt sondern vielmehr eine Injektion von Begriffen in den Wertekanon (damals von 68/Kunzelmann und heute von Kubitcheck) das Ziel. Ja, da sind Anständigkeit hinderlich und der Zweck heiligt die Mittel.

    So sieht es aus. Der Liberalismus (keine Weltverschwörung) hat als Gesamtinteresse den Fortbestand des Status Quo.

    Fazit: Ohne mir einen auf Querfrontlerische Bestrebungen runterzuholen, glaube ich, das eine linke "Volksbewegung" im Sinne einer APO einiges bewegen kann. Im Mindesten, dass die Statik zwischen Rechts und links wieder hergestellt wird. Hierzu hat die Rechte schon Abstand von "Blut und Boden" genommen, die Linke muss innenpolitisch (Sicherheit) und ideell (folgerichtige Religionskritik als klassische Kritik an Hierarchien sowie klare Haltung und Schärfung in Migrationsfragen) arbeiten. Das wird so kommen müssen, denn wo soll man einen linkskonservativen wie mich abbilden. Ich glaube an den historischen Materialismus, aber denke, dass es hier keine internationale Lösung geben kann. Ich glaube an ein krasse Trennung von Kirche und Staat. Religion ist Privatsache. Ich hätte gerne imperative Mandate, denn warum sollen Abgeordnete nicht dem verpflichtet werden, für was Sie gewählt wurden. Ich glaube an Grenzen den Kapazität: Wofür sollte man sonst überhaupt haushalten!? (Rhetorische Frage)...Reichtum verpflichtet. Wir brauchen eine Steuerreform: Ich hatte Scheine, für die ich Creditpoints bekam, aber das ist doch viel zu komplex.

    Ich denke übrigens nicht, dass Identitäre oder Schnellroda, Sarah Wagenknecht, oder Pirincci unsere Probleme lösen werden. So leid es mir tut, biodeutsche, auch Ihr seid es nicht. Es werden die Migranten in Deutschland sein, die entscheiden, wie es hier weitergeht: das sind reiche (rechte) Asiaten, dass sind (linke, religionkritische) Iraner, dass sind enttäuschte (damals ohne Teddybär) empfangene Spätaussiedler (haben damals unseren Ort mit Schore geflutet), oder linke Kurden, rechte Türken. Das sind nämlich neben den Ossis tatsächlich auch noch Impulsgeber.

    Ich schreibe mal einen Artikel dazu. Irgendwie ist das das Thema meines Lebens.
     
    Zuletzt bearbeitet: 9. März 2018
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  18. VvJ-Ente

    VvJ-Ente Verdammter Wohltäter

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    Das sind eher die Folgen, wenn man Wachleute so mies bezahlt, dass man jeden Vollpfosten nehmen muss, und denen die nach diesem Vorfall umgehend auszusprechende Kündigung egal ist. Wer einen guten Job hat, riskiert den nicht um ein paar hohle Parolen zu grölen. Und ja, dasselbe gilt auch für die nationalbefreiten Hartzer aus der sächsischen Schweiz.
     
  19. Buster_D

    Buster_D Buster D --> TysonsNightmare --> Buster D --> back

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    Ich befürchte du hast den Zusammenhang meines Zitats nicht mitbekommen. Es bezog sich ganz konkret auf einen Einwurf eines Users. Im zweiten Absatz des Postings wird ersichtlich, dass es mir vor allem um das Thema "höhere Besteuerung von Erwerbsarbeit" ging, was ich nicht als Allheilmittel zur Armutsbekämpfung ansehe.
    Die Erwerbsarbeit noch stärker zu besteuern bzw. mit Abgaben zu belasten, wird das Problem gerade in Zeiten der Globalisierung nicht lösen, sondern mittelfristig sogar noch verschärfen. Wenn man die wachsende Schere zwischen Arm und Reich beklagt (für die es in Deutschland durchaus auch historische Gründe gibt, z.B. zwei verlorene Weltkriege mit Millionen Kriegsverlierern die flüchten mussten, während andere Haus und Hof behalten konnten, dazu noch das klägliche Scheitern des sozialistischen Experiments auf deutschem Boden), muss man nicht in erster Linie an die Einkommen ran sondern an die Vermögen.

    Aber entsprechende Umverteilungsmaßnahmen werden in einer zunehmend heterogeneren Gesellschaft zwangläufig schwieriger. Selbst direkt nach dem Krieg war z.B. der Lastenausgleich sehr umstritten. Und damals ging es "nur" darum, den Deutschen etwas unter die Arme zu greifen, die einen besonders hohen Preis für die Hitlerbegeisterung aller Deutschen zahlen mussten (der hatte schließlich nicht nur in den ehemaligen Ostgebieten oder bei den Deutschen im Sudetenland und Siebenbürgen seine Fans).

    Wenn jetzt wieder Millionen Flüchtlinge neu dazu kommen, stellt sich zwangsläufig die Frage, ob eine Solidargemeinschaft die damit verbundenen Lasten dauerhaft schultern will und vor allem kann. Diese Debatte muss geführt werden. Denn rechnet man die vielen Flüchtlinge der letzten Jahre raus (in der Regel leider männlich, arm und ungebildet), hat sich durchaus was in Sachen Armutsbekämpfung in Deutschland getan, aber das nur am Rande.

    Mal so knapp wie möglich auf den Punkt gebracht: In einem Land, das Jahr für Jahr hunderttausende - gerade im Vergleich zur alteingesessenen Bevölkerung - arme Menschen (Flüchtlinge, EU-Armutszuwanderer, Familiennachzug) aufnimmt, wird die Schere zwischen Arm und Reich naturgemäß weiter auseinander gehen. Es sei denn man kämpft dagegen mit noch größeren Umverteilungsmaßnahmen als ohnehin schon an, die aber dann zwangläufig vor allem zu Lasten der alteingesessenen Bevölkerung gehen. Wenn dazu die Neuankömmlinge dann auch noch aus eher fremden Kulturkreisen mit zum Teil ganz anderen Wert- und Moralvorstellungen kommen und die Gemeinsamkeiten zwischen Neuankömmlingen und Alteingessenen eher überschaubar sind (bei den Flüchtlingen aus den ehemaligen Ostgebieten, später den Aussiedlern und auch den DDR-Bürgern konnte man ja zumindest auf eine gemeinsame Nationalität, Geschichte, Sprache und Kultur zurück greifen), sind solche massiven Umverteilungsmaßnahmen aber deutlich schwerer zu vermitteln.

    Eine Einwanderungsgesellschaft kann daher eigentlich nur dann halbwegs funktionieren, wenn sie sich als Leistungsgesellschaft versteht. Vor allem ein Sozialstaat deutscher oder gar skandinavischer Prägung ist meiner Ansicht nach nicht mit Masseneinwanderung kompatibel, gerade wenn wir von eher ungebildeten und unqualifizierten Migranten reden. Dafür eignet sich deutlich besser ein eher rudimentäres Sozialsystem wie z.B. das der USA. Oder man macht es wie Kanada oder Australien und sucht sich ganz gezielt seine Neubürger aus und betreibt quasi Rosinenpickerei.
     
    Zuletzt bearbeitet: 9. März 2018
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  20. Chef_Koch

    Chef_Koch Moderator

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    Mir gefallen einige Ansätze deines Beitrages, aber wieso kommst du ausgerechnet auf diese Annahme? Gerade weil du Gruppen aufzählst, die ja faktisch gegeneinander arbeiten.
     

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