Digitalisierung

Joe Berry

Kosmopolitische NBA-Koryphäe
Beiträge
475
Punkte
93

Nachdem die 4G Frequenzen Versteigerung und der Breitbandausbau so ein toller Erfolg war, wurden nun die Versteigerung der 5G Frequenzen vollendet.
6,6 Milliarden Euro zahlen die Kunden und Verbraucher eines Oligopols in Deutschland, dass die Preise hoch und die Leistung niedrig halten wird. Den der Netzausbau wird ja ebenfalls Milliarden verschlingen und irgendwer muss die Rechnung der Anbieter begleichen.
Einzig 1&1 als neuer Provider mit eigenem 5G Netz macht Hoffnung, dass es wieder etwas mehr Wettbewerb in diesem Bereich in Deutschland gibt.
Schnelles mobiles Internet ist eben nicht mehr nur "nice to have" sondern absolut essentiell. Wenn Deutschland hier wieder versagt, ist das für eine digitale Wirtschaft der Zukunft ein echter Wettbewerbsnachteil.
 

Bild

Nachwuchsspieler
Beiträge
33
Punkte
8
Halte absolut dagegen.
6,6 Millarden sind absolut nichts heutzutage in diesem Geschäft,selbst wenn man sehr stark übertrieben das 3 wenn nicht sogar das 5-fache nochmal als "Netzausbau" drauf legt
Bisherige Antennenstandorte lassen sich deshalb ohne größere Veränderungen weiterhin nutzen. Und der Austausch ist relativ einfach: Die Hochfrequenzleitungen, die vom Betriebsraum im Hausinneren zur Antenne führen, werden gekappt, die Antennen ausgetauscht und neu verkabelt - danach sind sie einsatzbereit.

Wenn man bedenkt das vor knapp 20 Jahren...die UMTS Frequenzen für über 100 Millarden MARK verkauft wurden , was man heute ohne Probleme und ohne schlechtes Gewissen 1:1 umrechnen kann, sind knapp 7 Millarden Euro ein absoluter Witz.

Deine Hoffnung 1&1 :crazy: hat erst dafür gesorgt das für deine Sicht unglaubliche 6,6 Millarden erst überhaupt zsm gekommen sind , erst als die Bundesnetzagentur,die Dauer & Kritik absolut peinlich war (was sie selbst noch mal als schneller Moneymaker entlarvt hat) , da sie absolut lächerliche Vorrausetzungen gegeben hat,hat sie schlagartig intervieniert und die Gewinner sind eindeutlich nicht Drillisch.

Ich zitere dich mal : "Schnelles mobiles Internet ist eben nicht mehr nur "nice to have" sondern absolut essentiell. Wenn Deutschland hier wieder versagt, ist das für eine digitale Wirtschaft der Zukunft ein echter Wettbewerbsnachteil. "

Ich halte es mal verdammt kurz , für sehr viele der "digitalen" Wirtschaft besteht das "digitale" Arbeiten :LOL: (sorry hab einen Bauchkrampf vor lachen,da jeder mit einem 2k Anschluss Home-Office betreiben kann) aus E-Mails beantworten , telefonieren und faxen.

Man sollte sich nicht VON Zukunftsvisionen ala autonomes Fahren,Industrie 4.0 und so weiter blenden lassen. Diese sind in weiter Ferne und werden wenn dann von einem Nachfolger von 5G unterhalten.

Generell ist mögliches superschnelles mobiles Internet wie von dir erwähnt nicht "absolut essentiell" sondern genau wie von dir erwähnt "nice to have" . Für die heutigen Anwendungen, Instagram,Facebook,surfen,spielen und von mir aus jeden Tag Backups vom Handy auf die Cloud zu übertragen reichen absolut aus.
 

DaLillard

Bankspieler
Beiträge
1.424
Punkte
113
Ich zitere dich mal : "Schnelles mobiles Internet ist eben nicht mehr nur "nice to have" sondern absolut essentiell. Wenn Deutschland hier wieder versagt, ist das für eine digitale Wirtschaft der Zukunft ein echter Wettbewerbsnachteil. "

Ich halte es mal verdammt kurz , für sehr viele der "digitalen" Wirtschaft besteht das "digitale" Arbeiten :LOL: (sorry hab einen Bauchkrampf vor lachen,da jeder mit einem 2k Anschluss Home-Office betreiben kann) aus E-Mails beantworten , telefonieren und faxen.

Man sollte sich nicht VON Zukunftsvisionen ala autonomes Fahren,Industrie 4.0 und so weiter blenden lassen. Diese sind in weiter Ferne und werden wenn dann von einem Nachfolger von 5G unterhalten.

Generell ist mögliches superschnelles mobiles Internet wie von dir erwähnt nicht "absolut essentiell" sondern genau wie von dir erwähnt "nice to have" . Für die heutigen Anwendungen, Instagram,Facebook,surfen,spielen und von mir aus jeden Tag Backups vom Handy auf die Cloud zu übertragen reichen absolut aus.
Und genau so ein Denken wir dafür sorgen, dass man hierzulande immer weiter den Anschluss verlieren wird. Du hast nicht verstanden, wieso es absolut essentiell ist.
 

Bild

Nachwuchsspieler
Beiträge
33
Punkte
8
Und genau so ein Denken wir dafür sorgen, dass man hierzulande immer weiter den Anschluss verlieren wird. Du hast nicht verstanden, wieso es absolut essentiell ist.
Für mich ist und für SEHR VIELE andere , ist dieses "wir werden den Anschluss verlieren" Gerede der Leute derer , vor allem derjenigen die die E-Autos propagandieren,und der dt. Autoindustrie den Tod vorhersagen genauso unverständlich wie die Leute meinen man müsste noch schneller aus dem Internet laden, um wirtschaftlich mitzuhalten.

Aber ich und sehr viele andere Leute , die so denken wie ich , sind sehr lernwillig,überzeuge uns eines besseren,zeige uns deine Argumente auf,und mit Argumente meine ich nicht "ich kann dann in Unterhosen vor dem PC "arbeiten" also E-Mails beantworten und gleichzeitig Netflix sehen ohne das es ruckelt"

Ich bin der Meinung,diejenigen,die WIRKLICH auf schnelles Internet angewiesen sind, und damit meine ich nicht Leute die im Home-Office ihre "Arbeit" erledigen können, haben längst aus eigener Tasche dafür gesorgt das sie schnelle Leitungen haben.
Und wer als "Internet-Fachkraft" also aus eigener Tasche das nicht bezahlen kann ,sollte sich hinterfragen,was man falsch gemacht hat, wenn man von seinem Gehalt, nicht mal in seine aus deren Sicht "Zukunft" investieren kann.
 
Zuletzt bearbeitet:

strodini

Nachwuchsspieler
Beiträge
148
Punkte
43
Für mich ist und für SEHR VIELE andere , ist dieses "wir werden den Anschluss verlieren" Gerede der Leute derer , vor allem derjenigen die die E-Autos propagandieren,und der dt. Autoindustrie den Tod vorhersagen genauso unverständlich wie die Leute meinen man müsste noch schneller aus dem Internet laden, um wirtschaftlich mitzuhalten.

Aber ich und sehr viele andere Leute , die so denken wie ich , sind sehr lernwillig,überzeuge uns eines besseren,zeige uns deine Argumente auf,und mit Argumente meine ich nicht "ich kann dann in Unterhosen vor dem PC "arbeiten" also E-Mails beantworten und gleichzeitig Netflix sehen ohne das es ruckelt"

Ich bin der Meinung,diejenigen,die WIRKLICH auf schnelles Internet angewiesen sind, und damit meine ich nicht Leute die im Home-Office ihre "Arbeit" erledigen können, haben längst aus eigener Tasche dafür gesorgt das sie schnelle Leitungen haben.
Und wer als "Internet-Fachkraft" also aus eigener Tasche das nicht bezahlen kann ,sollte sich hinterfragen,was man falsch gemacht hat, wenn man von seinem Gehalt, nicht mal in seine aus deren Sicht "Zukunft" investieren kann.
Nur weil du aus einem Beurfsfeld kommt, wo schnelles Internet keine Grundvoraussetzung ist heißt das noch lange nicht, das es nicht anderweitig gebraucht wurd.
Ich habe mich bei meiner Master Arbeit mit Breitbandgeschwindigkeiten als Standortfaktor befasst und dafür mit einigen verschiedenen Unternehmen geredet. Der Tenor ist klar: Schnelles Internet ist für die Wirtschaft jetzt schon essentiell. Die Datenmengen steigen immer weiter an. Denk nur mal an Ingenieur Büros und Co, da können Dateien schnell mal 1 GB groß sein. Wie willst du deinem Kunden/Auftraggeber erklären, dass du aufgrund der Internetverbindung erstmal einen halben Tag warten musst, da das Internet so langsam ist?
Oder KMUs mit einer gewissen Anzahl an Mitarbeitern. Dort hast du nicht an jedem Arbeitsplatz 50 Mbit Download, das wird auf jeden Arbeitsplatz aufgeteilt und was dann am Ende ankommt kann man sich ausrechnen.
Leider ist die Situation in Deutschland momentan so, dass Gigabit Netze Mangelware sind. Einmal natürlich aufgrund des relativ hohen Preises, andererseits auch weil schlicht das Angebot fehlt. Die Nachfrage wäre durchaus vorhanden, zumindest bei den Unternehmen. Es gibt übrigens durchaus Standortentscheidungen auf Mikro Ebene, wo Unternehmen sich gegen bestimmte Gewerbegebiete entschieden haben, da dort die Breitbandverfügbarkeit schlecht war.

Deutschland muss bei 5G vorpreschen, wobei für mich erst einmal ein flächendeckender Glasfaserausbau wichtiger wäre. Aber da gibt es zumindest Bewegung und Gelder, die auch seit neustem leichter aufgerufen werden können. Da man den Trend aber verschlafen hat ist 5G umso wichtiger!
 

Joe Berry

Kosmopolitische NBA-Koryphäe
Beiträge
475
Punkte
93
Halte absolut dagegen.
6,6 Millarden sind absolut nichts heutzutage in diesem Geschäft,selbst wenn man sehr stark übertrieben das 3 wenn nicht sogar das 5-fache nochmal als "Netzausbau" drauf legt



Wenn man bedenkt das vor knapp 20 Jahren...die UMTS Frequenzen für über 100 Millarden MARK verkauft wurden , was man heute ohne Probleme und ohne schlechtes Gewissen 1:1 umrechnen kann, sind knapp 7 Millarden Euro ein absoluter Witz.

Deine Hoffnung 1&1 :crazy: hat erst dafür gesorgt das für deine Sicht unglaubliche 6,6 Millarden erst überhaupt zsm gekommen sind , erst als die Bundesnetzagentur,die Dauer & Kritik absolut peinlich war (was sie selbst noch mal als schneller Moneymaker entlarvt hat) , da sie absolut lächerliche Vorrausetzungen gegeben hat,hat sie schlagartig intervieniert und die Gewinner sind eindeutlich nicht Drillisch.

Ich zitere dich mal : "Schnelles mobiles Internet ist eben nicht mehr nur "nice to have" sondern absolut essentiell. Wenn Deutschland hier wieder versagt, ist das für eine digitale Wirtschaft der Zukunft ein echter Wettbewerbsnachteil. "

Ich halte es mal verdammt kurz , für sehr viele der "digitalen" Wirtschaft besteht das "digitale" Arbeiten :LOL: (sorry hab einen Bauchkrampf vor lachen,da jeder mit einem 2k Anschluss Home-Office betreiben kann) aus E-Mails beantworten , telefonieren und faxen.

Man sollte sich nicht VON Zukunftsvisionen ala autonomes Fahren,Industrie 4.0 und so weiter blenden lassen. Diese sind in weiter Ferne und werden wenn dann von einem Nachfolger von 5G unterhalten.

Generell ist mögliches superschnelles mobiles Internet wie von dir erwähnt nicht "absolut essentiell" sondern genau wie von dir erwähnt "nice to have" . Für die heutigen Anwendungen, Instagram,Facebook,surfen,spielen und von mir aus jeden Tag Backups vom Handy auf die Cloud zu übertragen reichen absolut aus.
So eine Einstellung liebe ich ja. Hauptsache deine Pornhub und Bild + Videos laufen flüssig und dein mobiles Internet ist schnell genug um die Nachbarin auf Facebook und Instagram abzuchecken. Beruflich brauchst du nur Mails ist doch alles super!

Nee, ist es eben nicht. Digitalisierung ist eben nicht nur bisschen Surfen im Homeoffice.



https://www.cgs-bonn.de/cms/wp-content/uploads/2019/02/BPF-2019-1-de.pdf

Die deutsche digitale Infrastruktur ist schlecht, die Abdeckung bei Glasfaser und 4G schlecht und teuer.


Deutschland ist ein "Glasfaser-Entwicklungsland"


Und natürlich spielt es eine Rolle, dass schnelles Internet nicht überall verfügbar ist.

Vor allem ist dies halt ein Standortnachteil wenn mehr als 20.000 Gewerbegebiete in Deutschland kein Glasfaser oder einfach lahmes Internet haben wie Strodini richtig angemerkt hat.
Gerade in den ländlichen Regionen ist das Internet laut Deutscher Industrie- und Handelskammer (DIHK) für neue Geschäftsmodelle oft viel zu langsam. Das sagte DIHK-Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben am 13. November 2018. "Mehr als 20.000 Gewerbegebiete sind immer noch nicht ans Glasfasernetz angeschlossen."
...
"Wir bauen in diesem Jahr 100 Gewerbegebiete aus. In einer vierten Welle gehen wir jetzt mit weiteren 103 Gewerbegebieten in die Vorvermarktung"
, sagte Hagen Rickmann, Geschäftsführer Geschäftskunden der Telekom Deutschland. Das Ziel sei, bis zum Jahr 2022 bundesweit 3.000 Gewerbegebiete in Deutschland mit FTTH an das Glasfasernetz anzuschließen, betonte Rickmann.
...
Mehr als zwei Drittel der Betriebe sähen in der Digitalisierung Chancen für neue Geschäftsmodelle. Laut Wansleben werde auch der Ansatz der Bundesregierung, mehr Haushalte, Schienen, Autobahnen und Bundesstraßen mit 5G-Mobilfunk zu versorgen, nicht ausreichen, um überall schnelles Internet zu bekommen. "Die Politik sollte die 5G-Frequenzen daher in zwei Stufen versteigern: Erst wenn die ländlichen Räume versorgt sind, sollten auch die attraktiven stadtnahen Gebiete zugeteilt werden."
https://www.golem.de/news/dihk-mehr-als-20-000-gewerbegebiete-weiter-ohne-glasfaser-1811-137689.html


Und natürlich werden in Zukunft ganze Wirtschaftsbereiche digitalisiert, nicht zuletzt die deutsche Industrie. Allein was die Unternehmen heute an Infrastruktur in die Cloud auslagern, da gibt es kein zurück mehr - schneller Zugriff darauf ist absolut essentiell. Industrie 4.0, IoT und KI sind eben keine Zukunftsvisionen mehr sondern werden die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen mit entscheidend prägen.



Zuletzt noch ein Kommentar von Lobo zur 5G & KI:
https://www.spiegel.de/netzwelt/web/5g-das-versagen-der-bundesregierung-gefaehrdet-unseren-wohlstand-a-1264160.html

Weil 5G einigermaßen neu ist, möchte ich die Hintergründe dieser Technologie darlegen. Sie ist unter anderem industriepolitisch wichtig, mehrere Autokonzerne planen eigene 5G-Netze an Produktionsstandorten, weil sich damit extrem viele Daten extrem schnell übertragen lassen, ebenso Siemens, BASF, Bosch, das Who is Who deutscher Vorzeigeunternehmen also. Die Effizienz der sogenannten Fertigung zum Beispiel hängt maßgeblich davon ab, wann wo welche Daten wie schnell übertragen und verarbeitet werden können.
Deutschland als Maschinenbauland ist das Eldorado der Automatisierung in der Fertigung nach DIN 8580. Kein Zufall, dass etwa Tesla ein deutsches Unternehmen genau dafür kaufte. Seinen Ingenieursvorsprung - auf dem die Exportweltmeisterschaft und damit der Wohlstand beruht - kann sich Deutschland aber ans Faxgerät schmieren, wenn der nächste Technologiesprung so sehr misslingt wie er politisch gerade vorbereitet wird.
...
Und jetzt also die Versteigerung der 5G-Frequenzen. Hier wiederholt die Politik einen der wirkmächtigsten, deutschen Traditionsfehler aller Zeiten. Genauer gesagt ist die Bundesregierung Merkel IV dabei, ein Start-Ziel-Debakel aus dem Jahr 2000 nachzuspielen. Damals wurden die 3G-Frequenzen für sagenhafte hundert Milliarden DM versteigert. Es war einer der wichtigsten, wenn nicht der wichtigste Grund, weshalb die deutsche Digitalinfrastruktur heute so grotesk schlecht ist.

Denn rund 50 Milliarden Euro nur für einen Erlaubnisstempel auf einem Dokument müssen ja auch wieder erwirtschaftet werden. In der Folge hatten die Unternehmen weniger Geld für den Infrastrukturausbau zur Verfügung, die Funklöcher bestehen bis heute. Und 3G wurde über Jahre so teuer wie möglich verkauft. Außerdem wurden Verbesserungen und Nachfolgetechnologien verzögert, kein Wunder, wenn man ein paar Jahre zuvor einen so großen Haufen Geld ausgegeben hat.
Was sich für die Bundesregierung 2000 super anfühlte, schiebt sich bis in heutige Zeiten wie eine riesige eine Bugwelle der Belastung vor uns her. Also vor uns, den Digitalkonsumenten. Bei einer Studie im November 2017 kostete ein Gigabyte mobile 4G-Datenübertragung in Finnland 30 Cent. Und in Deutschland fünf Euro. Über sechzehn Mal mehr. Danke, Schröder.
 
Zuletzt bearbeitet:

K-Dot

Nachwuchsspieler
Beiträge
247
Punkte
63
Und natürlich werden in Zukunft ganze Wirtschaftsbereiche digitalisiert, nicht zuletzt die deutsche Industrie.
Und was dort für Datenmengen anfallen kann man sich gar nicht vorstellen. Die wollen verteilt und geladen werden, zentralisiert gespeichert und verfügbar gemacht. Mit der aktuellen Infrastruktur kommt man da nicht hinterher.
Und was das HomeOffice angeht: Wenn ich per VPN und RDP auf einen Terminalserver zugreife um dort Compute-Intensive Anwendungen auszuführen, dann brauche ich eben auch eine dickere Leitung. 5G könnte das übernehmen, weil die Geschwindigkeit abartig hoch ist, aber das ist eben absolute Zukunftsmusik und gerade zu Beginn unfassbar teuer. Aber klar, alle im Home-Office surfen nur rum, da sollte man am besten nichts in die Infrastruktur stecken :kopfpatsch: Dieses Internetz ist sowieso eine Blase und wird sich nicht durchsetzen...
 

Plissken

Laptop-Trainer
Beiträge
172
Punkte
43
Halte absolut dagegen.
6,6 Millarden sind absolut nichts heutzutage in diesem Geschäft,selbst wenn man sehr stark übertrieben das 3 wenn nicht sogar das 5-fache nochmal als "Netzausbau" drauf legt



Wenn man bedenkt das vor knapp 20 Jahren...die UMTS Frequenzen für über 100 Millarden MARK verkauft wurden , was man heute ohne Probleme und ohne schlechtes Gewissen 1:1 umrechnen kann, sind knapp 7 Millarden Euro ein absoluter Witz.

Deine Hoffnung 1&1 :crazy: hat erst dafür gesorgt das für deine Sicht unglaubliche 6,6 Millarden erst überhaupt zsm gekommen sind , erst als die Bundesnetzagentur,die Dauer & Kritik absolut peinlich war (was sie selbst noch mal als schneller Moneymaker entlarvt hat) , da sie absolut lächerliche Vorrausetzungen gegeben hat,hat sie schlagartig intervieniert und die Gewinner sind eindeutlich nicht Drillisch.

Ich zitere dich mal : "Schnelles mobiles Internet ist eben nicht mehr nur "nice to have" sondern absolut essentiell. Wenn Deutschland hier wieder versagt, ist das für eine digitale Wirtschaft der Zukunft ein echter Wettbewerbsnachteil. "

Ich halte es mal verdammt kurz , für sehr viele der "digitalen" Wirtschaft besteht das "digitale" Arbeiten :LOL: (sorry hab einen Bauchkrampf vor lachen,da jeder mit einem 2k Anschluss Home-Office betreiben kann) aus E-Mails beantworten , telefonieren und faxen.

Man sollte sich nicht VON Zukunftsvisionen ala autonomes Fahren,Industrie 4.0 und so weiter blenden lassen. Diese sind in weiter Ferne und werden wenn dann von einem Nachfolger von 5G unterhalten.

Generell ist mögliches superschnelles mobiles Internet wie von dir erwähnt nicht "absolut essentiell" sondern genau wie von dir erwähnt "nice to have" . Für die heutigen Anwendungen, Instagram,Facebook,surfen,spielen und von mir aus jeden Tag Backups vom Handy auf die Cloud zu übertragen reichen absolut aus.
Schau, ich sehe das sogar so wie du - ich habe noch nicht ganz verstanden, wozu man wirklich so ein schnelles Internet benötigt.
Aber ich poste auch keinen selbstgefälligen Kommentar raus, sondern überlasse eine Thematik, von der ich nichts verstehe, Leuten, die da mehr Ahnung von haben.
Eine Nachfrage und auch eigene Meinung zu dem Thema ist berechtigt, aber der Stil spielt mit.

Ich fand die Ausführungen von @Joe Berry sehr interessant (y)
 

LeZ

Bankspieler
Beiträge
1.272
Punkte
113
Die technische Bedeutung von 5G liegt in der kabellosen Hochgeschwindigkeitsanbindung von Komponenten in der Industrie und im Freien, sowie in der höheren Dichte von Endpunkten bei großer Übertragungsleistung. Es ist Infrastruktur, keine magische KI oder was die Politik da wieder für einen Schwachsinn verkaufen will, weil ihnen extremst überbezahlte "Berater" einer bekannten Consultingfirma diesen Floh erzählt haben.

Autonomes Fahren hat mit 5G an sich genau überhaupt nichts zu tun. Ein Fahrzeug das potentiell tödlich für jeden ist der sich davor bewegt über externe Server "drahtlos" steuern zu wollen ist so schwachsinnig, wer auch immer das aufbringt müsste gleich verprügelt und in den Knast geworfen werden. Die autonomen Fahrzeuge müssen das IMMER über richtig gute Sensorik (Radar und Optik) und lokale, autonome Computer machen, und das redundant um ausfallsicher zu sein. Und das bitte schön ohne die Möglichkeit, auf einfachste Weise von außen in das Fahrzeug einzugreifen (Vollbremsung, Vollgas, in den Gegenverkehr lenken etc.pp.). Lediglich die Karten und ein paar Verkehrsinfos dürfen über Mobilfunk kommen, und das geht ohne Echtzeit. Strecken planen kann jedes Navi für 50 Euro.

Interessant ist eher die andere Richtung, also Sensordaten z.B. von Motorenkomponenten, Getriebe, Bremsen etc. an eine Zentrale zu melden, um vorausplanende Diagnostik zu betreiben. Das muss man aber auch nicht so auslegen dass man im Millisekundentakt irre Datenmengen schickt, weil die Programmierer zu dämlich sind vernünftige Filter zu entwickeln die vorverdichten. Selbst erlebt, ich arbeite in der Branche, und ärgere mich schimmelig über diese nachlässigen Gestalten die nicht für 5 Cent nachdenken.

In der Anbindung von Haushalten ist 5G eine gute Sache, weil man keine großen Kabelstränge mehr verlegen muss. Gerade auf dem Dorf ist das gut. Wobei man aber nicht vergessen darf, dass die Mobilfunkantennen selbst über Kabel, Satellit oder Richtfunk versorgt werden müssen. Man kann 5G-Ketten von Antenne zu Antenne bilden, aber das verringert die Kapazität. Ist für kleine abgelegene Städte und Dörfer aber wohl immer noch besser als nichts.

Das alles wird aber nicht dadurch billiger dass mehr "Wettbewerb" da ist. Die müssen alle damit Geld verdienen, und diese neue Infrastruktur kostet Geld. Viel Geld. Wenn in den Preisen so viel Luft wäre, würden sofort andere Anbieter auf den Markt drängen, das tun sie aber nicht.
 

Epsilon

Nachwuchsspieler
Beiträge
264
Punkte
43
Na ja wenn man ehrlich ist brauchen die wenigsten die Home Office betreiben eine schnellere Leitung. Ja es gibt Ausnahmen aber denen wenigen werden eine schnellere Leitung auch zur Verfügung gestellt.
Erstmal 3g flächendeckend zur Verfügung stellen wäre ein erster Schritt, das würde mir unterwegs schon reichen. Das die grossen Unternehmen 5g benötigen um international konkurrenzfähig zu bleiben ist aber auch klar.
 

LeZ

Bankspieler
Beiträge
1.272
Punkte
113
Eigentlich nicht. Große Unternehmen sind nicht davon abhängig, dass sie Mitarbeiter in entlegenen Gegenden an der polnischen Grenze rekrutieren können, die per Homeoffice arbeiten und ihre Kollegen in Stuttgart gehaltlich unterbieten. Große Unternehmen haben vor Jahren angefangen, Dienste durch billige Fachkräfte (mal mit mal ohne Anführungsstriche) in Osteuropa, Nordafrika, Südamerika, Indien und China erbringen zu lassen. Die interessiert 5G für sowas überhaupt nicht, da ist 5G in Brasilien oder Ägypten interessant. Manchmal wäre es schon eine große Hilfe, wenn der Architekt in Bangalore mal endlich ein vernünftiges funktionierendes Headset bekäme.

Hierzulande ist 5G eine große Hilfe, wenn man damit eine Fabrikhalle flächendeckend mit Datensammel-Hotspots ausstatten könnte, und müsste dafür keine Glasfaserkabel legen. Es sind aber Nischen wo das wirklich ein Wettbewerbsfaktor wäre, z.B. Sensoren im Inneren von unzugänglichen Produktionseinheiten - falls diese per 5G überhaupt erreichbar wären wo es per Kabel nicht geht.

Hilfreich ist das auch bei allen Erfassungsgeräten wo Leute mit Tablets oder Spezialgeräten rumlaufen können, und haben trotzdem Breitband-Internetanbindung zu kleinen Preisen. So richtig viele Anwendungen mit entscheidendem Charakter sind das aber nicht, die nicht auch mit NFC, Bluetooth, WLAN, 3G oder 4G ausgekommen wären. Im Inneren von Werksgeländen ist das anders, weil mit 5G erstmals zulässig wird, dass die Nutzer ihre eigenen Netze bilden dürfen, und nicht auf die Mobilfunk-Provider zurückgreifen müssen. Wir haben z.B. so eine Anlage im Haus, für Demozwecke.

Die "Killerapplikation" für 5G wird Fernsehen / Videostreaming für Privatnutzer. Egal wo man ist, man kann in 4K Serien kucken bis zum Eintritt des Todes. Das ist ein Wettbewerbsfaktor für Netflix und Co., aber nicht für "die Industrie". Die haben erstmal ganz andere Probleme bei der Digitalisierung, nämlich die Überführung uralter Legacy-Systeme wo der Entwickler schon zu Staub zerfallen ist in Cloud-Rechenzentren, und eine bessere IT-Infrastruktur aufzubauen. Für Bezahlen im Supermarkt mit Handy an die Kasse halten brauche ich kein 5G, das läuft über NFC. Wenn einer es schafft denen Kassensysteme mit 5G zu verkaufen, ist das eher Verarschung.