Formel 1 Saison 2019 - Cockpits, Strecken, Regeln, Technik, Gerüchte, Rennen

Dieses Thema im Forum "Motorsport" wurde erstellt von Professor Moriarty, 8. Dezember 2018.

  1. desl

    desl Box-Moderator

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    Wird man so schnell eh nicht herausfinden.
    Der Vertrag mit Pirelli wurde ja bis 2023 verlängert. Die Zahl der Bewerber für die Belieferung hielt sich ja in Grenzen, weil man für eine Saison (also 2020) 13-Zoll-Reifen produziert hätte, bevor es danach auf 18-Zoll-Reifen gehen soll.
    Letztlich haben sich dann "nur" Pirelli und Hankook entschieden.
    In den Verhandlungen mit dem kommerziellen Rechteinhaber (also Liberty Media) fiel die Entscheidung dann auf Pirelli. Das hängt wahrscheinlich auch damit zusammen, dass Pirelli sich die Sache einiges kosten lässt. Man platziert ja diverse Werbeflächen hier und da und zahlt dafür der FOM einiges. Hankook wollte da vielleicht weniger anbieten - vermute ich.
     
    #21
  2. sc1988

    sc1988 All-Star

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    Tja der Wechsel der schon vor einem Jahr feststand, mich hat gewundert das es so lange gedauert hat.
    Mal sehen ob Binotto mehr erreicht.

    Kann helfen der Wechsel, finde den Zeitpunkt komisch aber nun gut.
     
    #22
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  3. karmakaze

    karmakaze All-Star

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    Klar, dafür dass Pirelli so viel Prügel einstecken muss, würde ich als neuer Bewerber auch nicht gerade mit dem Super-Angebot kommen. Ich glaube persönlich, Hankook wollte nur vorfühlen, ob die FIA (bzw. Liberty) mit Pirelli dermaßen unzufrieden ist, dass sie lieber ein deutlich schlechteres Angebot als das jetzige von Pirelli annehmen. Geschäftstaktik eben. Ich denke aber auch, dass es gerade Pirelli ist, die hinter den eigentlichen Plänen für diese Saison stehen - weniger Transparenz bei den Reifenmischungen eröffnet auch mehr Möglichkeiten, unter der Hand Adaptionen wie die dünnere Lauffläche 2018 zu bringen. Ein weiterer interessanter Punkt hier ist die Abstinenz von weicheren Mischungen. Mit den veränderten Flügelprofilen sinkt der flügelimplizierte Abtrieb erheblich (manche munkeln sogar, um bis zu 100kg). Das würde eigentlich weichere Reifenmischungen diktieren (da die Abrasion geringer ist). Entweder man verwendet jetzt bei Pirelli noch häufiger die weicheren Mischungen (was ich gerade noch nirgendwo gesehen habe) oder man nutzt den Label-Trick, um endlich wieder längere Laufzeiten der Reifen zu ermöglichen, die dann zu weniger negativer PR führen (wenn Fahrer sich beschweren, dass die weichsten Mischungen schon nach einstelligen Runden eingehen). Auch die C5-Verhärtung spricht deutlich gegen die Erwartung weicherer Mischungen.
     
    #23
  4. Lena

    Lena Shopping-Queen

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    #24
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  5. desl

    desl Box-Moderator

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    Das hängt aber vielleicht auch damit zusammen, dass der letztjährige Hypersoft begrenzt zu gebrauchen war. Zu Erinnerung, es kamen letztes Jahr zwei neue Mischungen ... jeweils die weichsten, nachdem aus dem 2017-Ultrasoft der 2018-Supersoft wurde. Der 2018-Ultrasoft ähnelt dem 2018-Supersoft zu sehr ... weswegen die ältere Mischung wegfällt. Die Standfestigkeit des SS gegenüber dem US war, glaube ich, vom Vorteil her zu gering ... so dass sich sein Einsatz wenig lohnte ... lieber fuhr man den schnelleren US, bevor es im anderen Stint auf z.B. den gelben Soft ging.

    Der Hypersoft letztes Jahr war aber nicht mehr als ein Quali-Reifen. Wo konnte der denn schon ne Weile dran bleiben? In Monaco, wo der Abrieb gering ist und wo man auch mit abgelutschten Reifen schwer überholt werden kann? Ich glaub der Hypersoft war schon nach gut 5 Runden (davon 3 im Qualifying) kaum noch schneller als ein ähnlich alter Ultrasoft ... und danach schnell langsamer. Der Vorteil des besseren Startplatzes führte gerade beim Hypersoft zum Nachteil eines deutlich längeren Stints (oder eines Extra-Boxenstops) auf der härteren Mischung.


    Wie auch immer ... wie stark der Abtrieb abfällt wird sich zeigen. Man kämpft mit den Regeländerungen gegen Verwirbelungen aber gestattet größere Profile ... vielleicht sind die Verluste garnicht mal so groß?
    Wenn doch, gibt es am Ende vielleicht manch Teams die dann darüber stöhnen, dass sie die Reifen nicht auf Temperatur bekommen. Das haben wir ja Anfang 2017 auch teilweise gesehen.
     
    #25
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  6. karmakaze

    karmakaze All-Star

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    Ähm nein, durch den fehlenden Flügelabtrieb würdest du gerade den HS besser ausnutzen. Dass er dennoch härter gemacht wird (C5), zeigt deutlich Richtung der genannten Argumentation von mir. Wenn Pirelli hier zufrieden gewesen wäre, hätten sie ihn so belassen oder gar weicher gemacht.
    Das bestreite ich gar nicht. Man muss aber auch sehen, dass der HS in Rennen im Einsatz war, wo er hätte gar nicht eingesetzt werden sollen (post-hoc betrachtet). Diese Mischung ist eigentlich nur für Monaco und ein paar sehr, sehr raue Beläge geeignet. Wohl aber auf Wunsch der Teams oder der Spannung wegen hat man ihn mehr gebracht, letzteres wohl um mehr Spannung hineinzubringen. Das ist ja genau das, was man mit der beschriebenen Intention wohl nicht mehr so intensiv tun will - damit sich die Fahrer nicht über übermäßigen Reifenabbau beschweren.
    Hier kämpft halt die generelle Entwicklungsgeschwindigkeit eines ansonsten recht stabilen Reglements gegen Einbußen durch die Flügel. Wenn man z.B. 1-1,5 Sekunden im Winter findet, aber 2 Sekunden durch die Flügel verliert, dann klingt das wenig (in Summe ja "nur" 0,5 Sekunden langsamer), aber es sind halt immer noch enorme Einbußen durch die Flügel (immer noch 2 Sekunden). Was man mehr erlaubt, sind größere Bargeboards und Turning Vanes. Das hat auch seinen Grund, sind diese Elemente doch recht unempfindlich gegenüber vorausfahrenden Boliden (durch die reduzierte Höhe auch noch verstärkt). Man will hier sozusagen den Teams etwas Spielraum lassen, wo sie sich gezielt austoben können. Ansonsten kann ich nur sagen, dass der Flügelabtrieb enorm wichtig ist, nicht nur allein aus primären Abtrieb, sondern durch das was indirekt verloren geht, weil man effektiv keine Outwash-Designs fahren kann, um den Front Tyre Wake zu minimieren. So paradox es klingt, aber verlorener Frontflügel-Abtrieb reduziert auch den Abtrieb am Diffusor und am Heckflügel, da hier die Strömungen nicht mehr so ruhig hingeleitet werden können wie bisher.
     
    #26
  7. sc1988

    sc1988 All-Star

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    Warum muss der Hypersoft einen rauen Belag haben. Russland spricht da komplett gegen.
    Abu Dhabi passt auch in diese Kategorie.

    Ehrlich gesagt war der Reifen ein Witz, ein Reifen der nur in Monaco funktioniert muss man nicht haben.
    Ein qualireifen ist nicht mehr zeitgemäß.

    Für 2019 kommt die dünnere lauffläche, das sollte es den Teams allgemein einfacher machen das Reifenhersteller zu halten.
    Wie das dann mit den neuen Mischungen aussieht muss sich zeigen, ich denke man wird eher konservativer wählen als 2018.
     
    #27
  8. karmakaze

    karmakaze All-Star

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    Ich habe ja auch nicht geschrieben, dass es in Abu Dhabi oder Russland sinnnvoll war. ;) Rauere Beläge bedeuten weniger Auflagefläche und damit weniger Temperaturaustausch zwischen Reifen und Asphalt. Damit steigt der Bedarf an Grip und der Reifen benötigt weniger Streckentemperatur, um zu funktionieren, was beides weichere Mischungen begünstigt.
     
    #28
  9. Skispringen4Fan

    Skispringen4Fan MVP

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    Würde mich für beide freuen, sympatischste Fahrerpaarung im Feld. Allerdings war mir der Rückstand dafür letztes Jahr zu krass...
     
    #29
  10. desl

    desl Box-Moderator

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    Nach Ferrari gibt es auch bei McLaren einen neuen Teamchef ... oder sowas in der Art. Nach dem auf "Renndirektor" Eric Boullier dann als neuer "Sportdirektor" Gil de Ferran folgte, kommt nun mit Andreas Seidl ein "managing director" hinzu, der an Zak Brown berichtet und quasi James Key und Co. vorsteht.

    Seidl hat vormals das LMP1-Projekt von Porsche geleitet. Wenn McLaren bei den IndyCars und bei der WEC (Hypercars) mitmischen wird, dann hat Seidl wohl auch dort mit das Sagen.
     
    #30
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  11. sc1988

    sc1988 All-Star

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    Mal etwas sinnvolles von McLaren, dass freut mich.
     
    #31
  12. karmakaze

    karmakaze All-Star

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    Der Austausch von Arrivabene durch Binotto wird durchaus kritisch gesehen, bleibt Binotto doch weiterhin technischer Direktor. Mit anderen Worten, der arme Mattia Binotto muss jetzt zwei Vollzeitjobs gleichzeitig handlen:

    “With immediate effect, Mattia Binotto will take over as Scuderia Ferrari’s Team Principal. All technical areas will continue to report directly to Mattia.” (Quelle: https://www.jamesallenonf1.com/2019/01/ferrari-to-replace-arrivabene-binotto-new-f1-team-principal/)

    Zur Kritik von Anderson:
    https://www.gpfans.com/en/articles/3910/ferrari-wrong-to-promote-binotto/
     
    #32

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