1. Liebe Sportfans, liebe User von skispringen-community.de,

    wir freuen uns, euch heute mitzuteilen zu können, dass der Umzug der Community aus dem bisherigen Forum der skispringen-community erfolgreich gelaufen ist. Somit begrüßen wir nun viele neue User hier im Forum, die insbesondere den Wintersportbereich beleben werden.

    Wir wünschen uns, dass die neuen User sich hier genauso wohl fühlen wie in ihrem bisherigen Forum. Bei Fragen, Anmerkungen, etc. sprecht uns - also die Administratoren und Moderatoren - einfach an. Bei der Migration haben wir auch die Useraccounts mit übernommen. Einige von euch haben noch einen Zusatz namens "- skiimport" bekommen. Dies hängt damit zusammen, dass es zu eurem Accountnamen bereits schon ein entsprechendes Pendant in unserer Datenbank gibt. Schreibt mir bitte eine Nachricht (über den Reiter "Unterhaltungen") und wir gucken, was hier möglich ist.

    In diesem Sinne freuen wir uns auf tolle Diskussionen im Wintersportbereich mit euch und einen sehr angenehmen Start in euer neues Foren-Zuhause.

    Viele Grüße
    Angliru
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Giro d'Italia 2019

Dieses Thema im Forum "Radsport" wurde erstellt von Angliru, 1. November 2018.

  1. Angliru

    Angliru Administrator

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    So muss eine Rundfahrt aussehen :love:

    Los geht's mit einem netten Zeitfahren in Bologna
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    Es folgt eine nette Kombination aus Flachetappen und mittelschweren Etappen, teilweise mit netten Finishs, wie z.B. in L'Aquila. Jedoch gibt es noch keine große Berge. Vorher steht auf der 9.Etappe noch das längere Einzelzeitfahren an - hinauf nach San Marino.
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    Nach zwei komplett flachen Etappen und einer Überführungsetappe nach Pinerolo steht dann auf Etappe 13 die erste große Bergetappe an. Das Finish ist unregelmäßig, die letzten 6 km aber mit knapp 9% sehr schwierig.
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    Direkt am folgenden Tag geht es dann über 4 Berge nach Courmayeur. Der letzte richtige Anstieg zum Colle San Carlo ist mit 10,5km und 9,8% extrem schwer.
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    Weiter geht's durch die Lombardei in Richtung Como (die Etappe ist quasi eine Hommage an die Lombardei-Rundfahrt mit Ghisallo, Sormano, Civiglio und San Fermo). Das wird definitiv eine sehr interessante Etappe werden.
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    Als nächstes die klassische Gavia-Mortirolo-Kombination, die mal wieder beim Giro dabei ist. Leider mit dem langweiligen Finish, aber der Mortirolo wird schon für Selektion sorgen.
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    Einmal quer durch Südtirol über Bozen, Brixen und Bruneck geht es weiter zum Biathlon-Mekka Antholz, wo die nächste Bergankunft wartet. Nicht so steil, nicht so schwer, aber die letzten 4km können für Selektion sorgen.
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    Nach einer weiteren Flachetappe gibt es die nächste Bergetappe hinauf nach San Martino die Castrozza. Die Bergankunft ist jetzt auch nicht so schwierig, mit gut 6% sehr konstant.
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    Das große Bergfinale wartet dann auf der vorletzten Bergetappe mit Cima Campo, Passo Manghen, Passo Rolle und der Ankunft am Monte Avena.
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    Statt in Mailand gibt es 2019 das Finale in Verona mit einem weiteren Einzelzeitfahren:
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    #1
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  2. Unicum

    Unicum Moderator

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    In Punkto Streckenführung taugt mir der Giro schon seit Jahren mehr als die Tour de France.
     
    #2
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  3. Angliru

    Angliru Administrator

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    Man muss sagen, dass der Giro sehr ausgeglichen ausschaut, es gibt zwar einige schwerere Bergetappen, aber es fehlt so der richtige Kracher mit Zoncolan, Finestre & Co. Klar, die Gavia-Mortirolo-Etappe ist berühmt und berüchtigt, hat aber das langweilige Finish. Da kann man nur darauf zählen, dass die Vorhersage, dass der Mortirolo sowieso alle zerreißt, auch wieder zutrifft. Ansonsten sind die Bergankünfte jetzt keine richtig schweren Dinger, die man sonst regelmäßig sieht. Die sind entweder sehr lang (Cerosole) oder eher mittelschwer (Castrozza, Antholz). Es wird kein richtiges Bergfestival geben, aber dank Mortirolo, Colle San Carlo ist das jetzt auch keine Roller-Rundfahrt. Dank der drei Zeitfahren, wobei zwei ja auch ansteigende Ziele habe, dürfte es eine recht ausgeglichene Rundfahrt werden. Keiner wird richtig bevorteilt, für die reinen Bergziegen eventuell zu leicht und zu viele Zeitfahren (die gehen dann eher zur Tour). Dürfte eher ein perfekter Giro für Allrounder sein. Ich verspreche mir wieder viel Spannung, Etappen wie nach Como oder L'Aquila sehen auch wieder sehr interessant aus.
     
    #3
  4. Eichelkäsebrot

    Eichelkäsebrot Stammspieler

    Registriert seit:
    29. Dezember 2009
    Beiträge:
    1.057
    Im Gegensatz zur Tour mal wieder alle Etappenprofile zum Zeitpunkt der Präsentation abrufbar :thumb: Hab die Etappen auch schon mal bisschen studiert.

    Was auffällt:

    -> 3 EZF
    -> viele lange Etappen (200 km +)
    -> nach Etappe 11 nur noch eine Möglichkeit für die Sprinter
    -> 1. richtige Bergankunft und generell die Hochgebirgsetappen erst spät
    -> sehr viele Höhenmeter

    Was gefällt:

    - Die Gavia-Mortirolo Etappe. 5700 Höhenmeter auf 226 km :D:love: Das müsste ein brutales Gemetzel geben. Vom Zeitpunkt her aber etwas früh angesetzt.
    - Die Ceresole Reale und die San Carlo Etappe sind schöne Hochgebirgsetappen.
    - Die Lombardei-RF-Gedächtnisetappe ist interessant. Vor allem der Zeitpunkt nach den beiden schweren Bergetappen und vor dem 2. Ruhetag ist clever gewählt denke ich.
    - Das 1. und das 2. EZF gefallen vom Profil her gut.

    Was nicht gefällt:

    - Das 3. EZF hätte man besser topfeben machen sollen. So halt 3 mal EZF und alle mit einem Berg.
    - Die Pinerolo-Etappe ist ne TdF-Gedächtnisetappe. Weit und flach bis ins Ziel nach dem letzten Berg. Der Montoso scheint zwar schwer zu sein, aber da kommt doch im Normalfall eine große Favoritengruppe an.
    - Die Antholz und die San Martino Etappe überzeugen nicht. Eine von beiden hätte gereicht, gleich 2 so Dinger ganz und gar nicht gut.
    - Sprinterunfreundliche 2. Rennhälfte
    - Keine schwere BA auf den ersten 11 Etappen.

    Was ich nicht einschätzen kann:

    - Die letzte Bergetappe. Die Überlegung ist wohl die, dass am Manghen angegriffen wird. Da bin ich skeptisch. Ok, ok, wir reden hier vom Giro und nicht von der Tour, aber 1. ist der Manghen zwar hart, aber kein Monster wie der Mortirolo oder der Finestre und 2. ist es von dort aus noch ewig weit bis ins Ziel. Die Action könnte also wohl in Richtung Schlussanstieg verlagert werden.

    Fazit: Guter Kurs, aber nicht perfekt. Gefällt trotzdem besser als die Tour. Auf Etappe 6 lieber ne harte BA statt diesem Pseudoding da am Ende. Die Antholzetappe weg und dafür noch nen Sprint. Das letzte ZF flach, ohne Berg. Würde mir so besser gefallen. Wäre von der Verteilung der Etappen dann besser mMn. Pinerolo-Etappe dann von mir aus so belassen. Ist halt was für bergfeste Flüchtlinge. Freue mich jedenfalls so oder so auf den Giro :)
     
    #4
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  5. sc1988

    sc1988 All-Star

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    Wunstorf
    Der Giro hat sportlich der Tour den Rang abgelaufen, schwerer ist er wohl schon seit ein paar Jahren, aber das er jetzt dabei noch ein ausgeglicheneres Profil hat ist beeindruckend. Sieht gut aus.
     
    #5
  6. gosy

    gosy Team-Kapitän

    Registriert seit:
    3. Oktober 2011
    Beiträge:
    2.004
    Der Toursieg ist immer noch mehr wert aber ich hab in die letzen Jahren auch den Giro mehr genossen .
    Danke für die tolle Zusammenfassung . In einigen radforen kommt die Strecke nicht so gut weg.
     
    #6
  7. thedoctor46

    thedoctor46 Team-Kapitän

    Registriert seit:
    7. Januar 2012
    Beiträge:
    3.078
    Kann die großen Lobpreisungen auf den Kurs jetzt auch nicht komplett nachvollziehen. Unterschied zwischen Giro und Tour ist für mich nicht wirklich groß, aber Kritik an der Tour ist in letzter Zeit halt immer gerne gesehen.
     
    #7
  8. Wurzelsepp

    Wurzelsepp Team-Kapitän

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    6. Juni 2003
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    3.692
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    Hier
    Ich finde den Kurs okay, mehr aber nicht:
    - Keine richtige Bergankunft in den ersten 10 Tagen, dabei hat das bisher den Giro ausgezeichnet, dass eben irgendwann eine "richtige" Bergankunft in Mittel- oder Süditalien stattfindet: Etna, Gran Sasso, Blockhaus oder ähnlich. Fehlt leider 2019
    - Die ZF sind zwar okay, aber wenn schon 3 Stück drin sind, hätte ich sie mir etwas unterschiedlicher gewünscht: zB Prolog, 1x hügelig, 1x flach oder sogar 1x BZ 1x flach.
    - Die beiden typischen "Giro-Etappen", also San Carlo - Courmayeur und Morirolo - Ponte di Legno finde ich grossartig: Ein wirklich wirklich harter Berg, der für Selektion sorgen wird (haben San Carlo und Mortirolo bisher immer getan), dann ein sanfterer Schlussanstieg, dürfte für Action und Abstände sorgen.
    - Die anderen Bergetappen:
    12. Irgendwie verschenkt: Wird nicht viel passieren, vielleicht fällt einer hinten raus, mehr nicht, ideal für eine Fluchtgruppe
    13. Schöne Etappe mit neuem Schlussanstieg!
    14. Klasse
    15. Kann etwas passieren, glaube eher nicht daran...
    16. Mortirolo, mehr muss man nicht sagen!
    17. Komische Etappe: So halb Berg - halb Hügel, aber kaum richtig steil. In meinen Augen überflüssig, da hätte man den Sprintern noch ein Zückerchen geben können.
    19. Schon wieder so ein Rollerberg zum Schluss...
    20. Manghen so irgendwie "verschenkt": Er ist zu früh, um wirklich zu Aktionen einzuladen, vA da der Rolle den Namen nicht zu unrecht hat... dürfte alles auf den Schlussanstieg hinauslaufen.

    Gefahr ist gross, dass spätestens nach dem Mortirolo (evtl. schon nach dem San Carlo) eigentlich alles gelaufen ist. Sogar wenn einer Yates-mässig (nicht ganz so extrem natürlich) die Form verliert, kann er sich mit einem anständigen Team noch lange durchwursteln, da einfach nichts mehr wirklich happiges an entscheidender Stelle kommt.

    Natürlich ist der Kurs besser als bei Tour oder Vuelta aber halt schlechter als 2018... trotz Mortirolo ;)

    Edit: Und die südlichen Westalpen (Fauniera, Sampeyre und so) würden mir auch wieder mal gefallen...
     
    #8
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