1. Liebe Sportforen.de-User,

    nachdem das Sport1-Forum inzwischen seine Pforten geschlossen hat, möchten wir hier eine langjährige Tradition von dort weiterführen, die User aller Unterforen zusammenbrachte und ein großes Event darstellte - der Musik GrandPrix.

    Der Ablauf ist ähnlich wie beim allseits beliebten Eurovision Song Contest: Ihr reicht einen Titel eurer Wahl ein und dann wird unter allen Teilnehmern der Sieger gewählt. Alle Informationen zu diesem Event findet ihr im Musikforum. Den Thread zum 1. Sportforen Musik-GrandPrix findet ihr dort ganz oben.

    Bei Fragen schaut im Thread nach oder wendet euch an den "Veranstalter" JimmyDream.

    Viele Grüße und viel Spaß bei der Teilnahme!
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Jugendgewalt - Französische Verhältnisse in Deutschland?

Dieses Thema im Forum "Non-Sports" wurde erstellt von KGZ49, 8. Dezember 2003.

  1. Eric

    Eric Maximo Lider

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    Es benötigt nur ein wenig Bodennebel und die Bewohner des Elfenbeinturms glauben, sie seien dem Himmel ganz nah.
     
  2. Kinski

    Kinski Bankspieler

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    schonmal was von rütli schule gehört? oder einfach verdrängt oder als "rechte hetze" eingestuft?

    guck doch mal in die sozialen medien, wie oft habe ich da schon "******* deutsche" gelesen...aber das ist ja scheinbar ok...

    Sich hier hinzustellen und zu behaupten das es keinen rassismus gegenüber weißen gibt, ist schon ein ziemlich starkes stück. gerade in den schulen gibt es diesbezüglich massive probleme, seit jahren ist das bekannt. wer das leugnet, verschließt die augen vor der realität, ganz einfach...
     
    Zuletzt bearbeitet: 4. April 2017
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  3. VvJ-Ente

    VvJ-Ente Verdammter Wohltäter

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    Ich vermute, es geht um den korrekten Begriff. Weder Deutsche noch Juden sind eine Rasse. Bei einigen Europäern ist das auch nach 1000+75 Jahren nicht angekommen. timberwolves ist da ein bisschen empfindlich.
     
  4. Kinski

    Kinski Bankspieler

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    ich sprach aber von weißen, nicht von deutschen.
     
  5. Chef_Koch

    Chef_Koch Moderator

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    Rassismus gibt es schon immer und überall auf der Welt und kann von jedem Menschen ausgehen. Das wirst du doch nicht ernsthaft bestreiten? In Europa kam es allerdings zu besonders absurden Ausprägungen, das ist richtig.
     
  6. Eric

    Eric Maximo Lider

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    Man muss das aus linksideologischer Sicht sehen. Der wissenschaftlich begründete Rassismus, der dereinst erfunden wurde um dem Kolonialismus und Imperialismus der Bourgeoisie eine Rechtfertigung zu liefern, als religiöse Rechtfertigungen allein nicht mehr haltbar waren, ist nur weitere Manifestierung des ewigen Kampfes zwischen Besitzenden und Nichbesitzenden und ein Vehikel zur Absicherung des Status Quo. Es geht im Ergebnis um Vermögen und Macht. Da der weiße heterosexuelle Mann den modernen Rassismus erfunden hat und auch in Folge dessen, obwohl eine Minderheit, global gesehen über das meiste Vermögen und die meiste politische und militärische Macht verfügt, kann er selber nie Opfer von Rassismus sein, denn er ist es ja, der sich den Rassismus dienstbar gemacht hat. Wenn sich jetzt also Menschen, die nach linkem Verständnis "Opfer" sind, rassistisch gegenüber Weißen verhalten, dann ist das.....nicht vorgesehen. Aber es war auch nicht vorgesehen, dass das Proletariat die paradiesischen Zustände im real existierenden Sozialismus ablehnen würde. Kommt vor sowas.
     
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  7. liberalmente

    liberalmente Moderator

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    Ich habe auch nie etwas von "Abschiebung" o.ä. geschrieben oder auch nur angedeutet. Das einzige, was ich geschrieben habe, ist, dass ich keinen Antisemiten in Deutschland brauche. Die können wegen mir alle weg und woanders gegen Juden hetzen. Mit Realismus hat das natürlich nichts zu tun, das weiß ich selbst - und habe auch nie das Gegenteil suggeriert.

    Meine konkrete Forderung war eigentlich nur, dass der Rechtsstaat mit aller Macht gegen Antisemiten, die ihren Antisemitismus öffentlich artikulieren, vorgehen sollte. Bei Kindern logischerweise mit anderen Strafen als bei Erwachsenen, aber auch die Kinder sollten schon spüren, was es für Konsequenzen hat, wenn man sich so verhält, wie sich die Kinder in diesem konkreten Fall verhalten habe. Ein "Du, du, du, sowas macht man nicht" der Schule reicht da mMn nicht. Zumal man davon ausgehen muss, dass die Eltern den Kindern garantiert nicht klar machen, dass sie einen Fehler gemacht haben. Woher haben 14-jährige so eine perfide Einstellung sonst her? Das kommt mit ziemlicher Sicherheit aus dem näheren familiären Umfeld. Deswegen muss die Strafe der Schule mMn so aussehen, dass die Kinder ihr Fehlverhalten spüren, selbst wenn die Eltern ihnen später, im privaten Rahmen, gut zusprechen. Wie das konkret aussehen soll, da bin ich überfragt.
     
  8. theGegen

    theGegen Linksverteidiger

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    ...Anpassung an die Verhältnisse im globalen Kapitalismus.
     
  9. timberwolves

    timberwolves All-Star

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    Anscheinnd gibt es Deutsche, die sich wenig sehnlicher wünschen, als von Rassismus betroffen sein zu können.......

    wenn man jede gruppenbezogene Abwertung als Rassismus bezeichnet, bringt man den Begriff um seinen systemischen und institutionellen Charakter. Die Wortkonstruktion antieuropäischer Rassismus ist daher Unsinn. Dass alle Menschen Vorurteile gegenüber anderen haben können und sich dann abwertend verhalten ist ja logisch.
     
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  10. timberwolves

    timberwolves All-Star

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    immerhin bemüht, auch wenn ich etwas mehr erwartet hätte.
     
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  11. theGegen

    theGegen Linksverteidiger

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    Der Anfang war gut, aber das Ende hat er vergomezt.
     
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  12. liberalmente

    liberalmente Moderator

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    Klar, wenn man, wie du, Karl Marx folgt, dann passt das Ende nicht. Warum man Karl Marx folgen sollte konnte mir allerdings noch nie jemand stichhaltig darlegen.
     
  13. theGegen

    theGegen Linksverteidiger

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    Weil es keine Anleitung zum Glücklichsein ist, sondern eine philosphische Gesellschaftstheorie, mit einem Anfang und daraus resultierenden Folgen.
    Die linken Ostblockstaaten haben ihre Chancen auch vergomezt, weil sie beim Übergang zur "Diktatur des Proletariats" hängen geblieben sind, bzw. diesen für sich ausgelegt hatten.
     
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  14. liberalmente

    liberalmente Moderator

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    Tja, vielleicht ist das einfach der Lauf der Dinge, wenn man sich an Marx orientiert, an die Macht kommt und dann der Meinung ist, man wüsste besser was gut für die Menschen ist als die Menschen selber. Das wäre dann nicht "vergomezt", sondern quasi das Resultat der Natur des Menschens und sein Verhältnis zur Macht. Marx selbst hat nie die Diktatur gefordert (und ja auch geschrieben, er sei kein Marxist), aber das bedeutet nicht, dass das nicht trotzdem die zwar ungewollten, aber zwingenden Folgen seiner Schriften ist.

    Weshalb ich auch Popper nur zustimmen kann, wenn er sagt, dass Demokratie (nur) deswegen die beste Staatsform ist, weil man damit eine Regierung ohne Blutvergießen ersetzen kann.
     
  15. theGegen

    theGegen Linksverteidiger

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    Darum habe ich die Diktatur des Proletariats in Anführungszeichen gesetzt. Über dieses "vorübergehende" Stellvertreter-Regime haben sie sich selbst legitimiert, jedoch keine klassenlose Gesellschaft.
     
  16. liberalmente

    liberalmente Moderator

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    Stuttgart/Bamberg
    Entscheidend ist jedoch dieser Abschnitt

    Und deswegen sollte man auch sehr, sehr vorsichtig sein, Lösungen bei Marx zu suchen, wie du das letztlich gerne machst, Gegie. Eine relativ gelungene Problemanalyse (relativ weil er die Anpassungsfähigkeit des Kapitalismus stark unterschätzt hat) ist noch lange nicht gleichbedeutend mit der Kompetenz, Lösungen für Probleme zu finden, die wirklich den Menschen helfen.
     
  17. theGegen

    theGegen Linksverteidiger

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    Randbelgien
    Wie mache ich das denn, Mente? :confused:
    Verwechselt Du vielleicht Grundlagen mit Lösungen?
    Ich plädiere allerdings dafür, dass sich der demokratisch geprägte westliche Kapitalismus grundlegenden gesellschaftlichen Zusammenhängen nicht verschließen sollte.
    Da gehört Karl Marx nunmal ebenso dazu wie Johannes Calvin.
     
  18. Shakey Lo

    Shakey Lo All-Star

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    Mêlée Island
    :confused:

    Du weißt aber hoffentlich schon, wie man auf die Idee kommen kann, wenn du dann so weiterschreibst? Vermutung meinerseits: Da war das Tippen mal wieder schneller als das Nachdenken, und jetzt rechtfertigst du eben deine zu schnell dahingetippten Forderungen. Am Problem selber ändert das allerdings recht wenig... freiwillig gehen solche Leute sowieso nicht (zumal der Ausdruck "Haut ab!" ja im Grunde genommen zumeist "Haut ab, sonst..." bedeutet, was die "Freiwilligkeit" noch mehr in Frage stellt). Und dass Antisemitismus absolut inakzeptabel ist, darüber muss unsereins ja auch nicht mehr wirklich diskutieren.

    Aus meiner Sicht ist die wirksamste Methode auch weiterhin, den Leuten eine Perspektive aufzuzeigen. Auch wenn mir jetzt vielleicht wieder Kuschelkurs vorgeworfen wird, ohne eine Perspektive ist man einfach viel eher dazu bereit, irgendjemandem die Schuld an der eigenen Misere zu geben - da haben ostdeutsche Jugendliche und junge Erwachsene ja auch so ihre Erfahrungen damit. Und solange dieses Problem der sozial festgefahrenen Strukturen auch weiterhin besteht, wird es auch diese Problemgruppen geben... und dann sind es eben die Juden, die Ausländer oder wer sich auch immer gerade anbietet, an dem man es auslassen kann. Und nein, ich will das nicht verharmlosen, natürlich muss man die Schüler (in diesem Fall) zur Rechenschaft ziehen. Nur durchwinken bietet auch keinen Lerneffekt, im Gegenteil. Aber das eigentliche Problem sehe ich wie gesagt woanders.
     
  19. VvJ-Ente

    VvJ-Ente Verdammter Wohltäter

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    Kann jemand erklären was Marx mit dem Thema zu tun hat?
     
  20. theGegen

    theGegen Linksverteidiger

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    Nur für die letzten paar Seiten könnte ich eine Idee haben. Ich glaube, das Thema schwoff oder schweifte zu dem Zeitpunkt ab in Richtung internationaler Rassismus. Und wie dieser definiert wird. Daraufhin gab es Gepöbel von der literarischen Qualität und Inhalt "Kleingeist". Was natürlich okay ist, während bspw. "Großmaul" einen unbefristeten Bann zur Folge haben könnte. Dann wurde von noch einem Marx bemüht, über eine diffuse Argumentationskette "die anderen haben aber auch?"
    Anschließend griff - glaube ich - die Moderation ein, indem sie die Abschweifung verstärkte, um sich bzgl. Vorurteilen oder geschichtlichen Lücken ein Bild zu machen.
     

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