News und Neuigkeiten


Ironpaul

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Lukas Greiderer hat sich gestern beim Skirollertraining am linken Sprunggelenk verletzt. Der Absamer kam beim Skirollern am Radweg durch einen Kieselstein, der eine Rolle blockierte, zu Sturz. Greiderer kippte dabei unglücklich mit dem linken Sprunggelenk nach außen um. Bei einer genaueren Untersuchung heute Dienstag im Sanatorium Hochrum wurde ein Seitenbandriss im linken Sprunggelenk diagnostiziert.



Die Verletzung muss nicht operiert und kann konservativ behandelt werden, dafür muss der Tiroler eine Schiene tragen. Mit einer Trainings- und Wettkampfpause von ca. vier Wochen verpasst der Olympia-Bronzene von Peking wohl damit auch den diesjährigen Sommer-Grand-Prix, der in zehn Tagen in Oberwiesenthal (GER) startet.



„Ich bin gestern beim Rollern unglücklich gestürzt und dabei mit dem linken Sprunggelenk umgeknickt. Es ist sehr bitter, dass ich mir dabei das vorderste Außenband gerissen habe. Jetzt heißt es für mich Schiene tragen und auf jeden Fall einmal eine Woche absolute Sportpause, ehe ich wieder leicht anfangen kann zu belasten. Bis ich wieder voll belastbar bin dauert es sicherlich vier bis sechs Wochen. Der Sommer-Grand-Prix ist daher für mich gelaufen, sehr schade, ich hatte mich schon richtig auf die Sommer-Wettkämpfe gefreut. Besser aber, sowas passiert mir jetzt in der Vorbereitung als unmittelbar vor der Saison“, kann der 29-jährige der Verletzung zumindest etwas positives abgewinnen.



https://oesv.info/media2/presse/8e476c335a6c9300.jpg
 

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Ich hatte es nur so überflogen, aber in dieser Woche fand wohl das traditionelle Forum Nordicum statt. Die interessantesten Neuigkeiten kamen sicherlich aus dem Kombi Bereich.
So hat die FIS ganz schön Druck bekommen, dringend die Attraktivität der Kombination zu steigern um nicht aus dem olympische Programm zu fliegen. Neue Disziplinen wie der Massenstart oder ein Supersprint sollen in den Weltcup Kalender eingebaut werden. Zudem soll es Eingriffe beim Material geben, da Nationen wie Deutschland, Österreich oder Norwegen dort deutliche Vorteile haben.

Vielleicht findet ja jemand einen Artikel mit weiteren Informationen dazu, ich kann leider weiterhin nur eingeschränkt arbeiten.
 

Rising Sun

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Na ja wenn der Massenstart wieder ins Programm kommt, wäre das ja nice. Supersprint? Ist das sowas wie das Super Duo? Oder ist das einzeln? Hab ich noch nix von gehört
 

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Na ja wenn der Massenstart wieder ins Programm kommt, wäre das ja nice. Supersprint? Ist das sowas wie das Super Duo? Oder ist das einzeln? Hab ich noch nix von gehört
Ich vermute mal Einzel. Hab einen Artikel gefunden:
 

Benjamin

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Diese ewige Suche nach neuen Wettkampfformen, die die Kombination wieder attraktiv machen sollen, hat aber auch ein bisschen was Verzweifeltes an sich. Ich bin zwar durchaus auch der Meinung, dass die Kombination einen zweiten Einzelwettkampf gebrauchen könnte, der dann halbwegs regelmäßig ausgetragen wird. Aber ob der Massenstart diese Rolle einnehmen kann? Ich weiß es nicht. Er ist eine nette Abwechslung, und es darf ihn ruhig vier oder fünf mal pro Saison geben (gern auch mit einer eigenen Disziplinwertung) - aber im direkten Vergleich zum normalen Einzelwettkampf schneidet er in Sachen Spannung eher schlechter ab, weil der Kampf Mann gegen Mann kurz vor dem Ziel fehlt. Ob sich damit also Leute vor den Bildschirm oder an die Wettkampfstätten locken lassen, die die Kombination bisher nicht verfolgt haben - ich bezweifle es. Und ich erinnere daran, dass es den Massenstart ja vor 15 Jahren durchaus schon mal etwas regelmäßiger gab. Abgeschafft wurde er dann... um die Kombination attraktiver zu machen...

Genau so wird der Mixed-Team-Wettkampf die Kombination nicht retten. Mein Eindruck ist, dass Mixed-Springen auch schon bei den Spezialspringern die bei Zuschauern unbeliebtesten Wettkämpfe sind, und da das Leistungsgefälle bei den Kombiniererinnen eher noch größer ist als bei den Spezialspringerinnen, wird das bei der Kombination auch nicht anders sein. Bei Großereignissen kann man das gern machen - vor allem, wenn man den schönen klassischen Teamwettkampf wirklich komplett durch den Teamsprint ersetzen will - aber im Weltcup brauche ich bestimmt nicht regelmäßig Mixed-Wettkämpfe.

Und Super-Sprint? Naja, solange man nicht weiß, was sich dahinter genau verbirgt, kann man schlecht urteilen. Falls es allerdings bloß eine weitere Team-Variante ist, brauche ich das wirklich nicht. Sollte es ein Einzel-Wettkampf sein, bestehend vielleicht aus einem Sprung und einem 1,5-km-Lauf? Natürlich dann mit angepasstem Umrechnungsfaktor. Aber das kann ich mir schlecht als Gundersen-Wettkampf vorstellen, das Gedränge am Start wäre wohl zu groß. Bei einem Intervallstart würde wieder der Wettkampf Mann gegen Mann auf der Strecke wegfallen. Und ein System wie im Langlauf mit Viertelfinale, Halbfinale und Finale würde wohl zu lang dauern. Naja, mal abwarten.

Apropos Wettkampfzeiten: Diese werden im Artikel ja auch angesprochen. Klar, attraktivere Startzeiten täten der Kombination gut - aber wie soll man das erreichen? Der Tag hat eben nur eine begrenzte Dauer und ist im Winter vollgepackt mit beliebteren Sportarten, die wohl kaum weichen werden.

Alle Maßnahmen, die für eine Vereinheitlichung beim Material sorgen, sind aber zu begrüßen - denn was die Kombination vor allem braucht, sind erfolgreiche Sportler aus mehr als vier bis fünf Ländern. Nur muss das klar reglementiert werden - dass die großen vier Nationen freiwillig kleiner Nationen "in ihre Erfolgsgeheimnisse einweihen" kann ich mir höchstens in sehr geringem Maß vorstellen.
 

Hakuba

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Diese ewige Suche nach neuen Wettkampfformen, die die Kombination wieder attraktiv machen sollen, hat aber auch ein bisschen was Verzweifeltes an sich.
Stimmt. Die FIS kämpft de facto gegen Windmühlen. Das IOC hat die Kombination doch eigentlich schon abgeschrieben, den Damen die Tür vor der Nase zugeknallt und den Herren das Messer auf die Brust gesetzt.

Alle Maßnahmen, die für eine Vereinheitlichung beim Material sorgen, sind aber zu begrüßen - denn was die Kombination vor allem braucht, sind erfolgreiche Sportler aus mehr als vier bis fünf Ländern. Nur muss das klar reglementiert werden - dass die großen vier Nationen freiwillig kleiner Nationen "in ihre Erfolgsgeheimnisse einweihen" kann ich mir höchstens in sehr geringem Maß vorstellen.

Material vereinheitlichen - völlig richtig, weil es mehr Fairness bedeutet. Aber ob damit allein mehr Nationen in der Spitze vertreten sein werden - da habe ich meine Zweifel. Auch mit der Weitergabe von "Erfolgsgeheimnissen" - das Geheimnis besteht doch im Wesentlichen aus Geld. Auch wenn das Material einheitlich ist, es geht um Trainingsbedingungen, finanzielle Absicherung der Aktiven, das muss bezahlt werden, Geheimnisse sind da nicht bei.
Es müssen auch genügend Talente zur Verfügung stehen, aber welche/r junge Sportler/in will schon etwas machen, was bei Olympia auf der Abschussliste steht? Wer nordischen Skisport machen möchte, wählt dann sicherlich lieber Springen oder Lauf.
 

johnny

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Zum Thema "Supersprint". Niemand weiss, wie es aussehen soll, aber ich möchte an dieser Stelle an einen Wettkampf erinnern, welcher regelmässig im Herbst in Norwegen stattfindett, auch dieses Jahr. Ist zwar nur ein Langlauf (Rollski) für Kombinierer, aber vielleicht kombinieren ;) sie das irgendwie mit einem Sprung.

Und zwar: Es handelt sich um ein Ausscheidungsrennen in Paaren auf einer kurzen Distanz (ich glaube 200 Meter). Zuerst gibt es eine Qualifikation (gegen die Zeit), dann werden die besten 32 je nach Zeit in Paare eingeteilt. Wir haben also zuerst ein 1/8, dann 1/4, dann Halbfinal und schlussendlich das Finale.

Dieses Jahr hat bei den Männern Einar L. Oftebro den Kristjan Ilves im Finale besiegt. Bei den Frauen hat sich überraschenderweise Alva Thors gegen Gyda Westvold Hansen durchgesetzt.

Hier die kompletten Ergebnisse (man muss im Menü links oben nach den Ergebnissen der einzelnen Wettkampfteilen suchen).

 

Benjamin

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Denkbar wäre das. Man könnte zuerst dieses Ausscheidungsrennen durchführen und anschließend einen Sprung, wobei die Kombinierer, die bei dem Ausscheidungsrennen gut abgeschnitten haben, ähnlich wie beim Massenstart ein paar Bonuspunkte für den Sprung mitbekommen. Zum Beispiel 5 Punkte, wenn man die Qualifikation übersteht und 5 weitere Punkte für jede gewonnene Runde (eventuell auch eine andere Punktzahl bzw. angepasst auf die Schanzengröße).
 

johnny

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Szczepan Kupczak wollte Unmögliches schaffen: Gleichzeitig in der NoKo aktiv bleiben und die polnischen Skispringerinnen trainieren. Die WM in Planica waren sein Ziel. Das hat sich aber als eine Herkulesaufgabe erwiesen und der Pole hat den Handtuch geworfen. Sein letzter NoKo-Wettkampf werden die polnischen Meisterschaften im Oktober sein.
 

johnny

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Ach Szczepan.. aber ich habe es befürchtet, wie soll er das schaffen
Er war immer sehr ehrgeizig und wollte fast zu viel. Das hat sich auch oft in seinem Lauf wiederspiegelt, wo er einfach das Tempo falsch eingeteilt hat. Sehr oft hat er zu schnell angefangen um nach 5-7 km einzubrechen. Hier sah es auch so aus für mich, er wollte unbedingt noch zu den WM durchhalten.
Er hat sich für den Trainer-Job auch aus finanziellen Gründen entschieden, es ist nicht einfach (bzw. gar nicht möglich), aus der NoKo in Polen zu leben.
 

Rising Sun

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das überrascht mich nicht dass er es finanziell so nicht hinkommen hat und der polnische Verband hat ja auch nichts getan um die Situation mal ein bisschen besser zu machen, im Gegenteil, er wurde zu den Tschechen abgeschoben.. Ich weiß dass das Laufen nicht seine Stärke war, aber er hatte trotzdem gute Ergebnisse
 

Biathlon-Fan

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Hier ist die Auflösung zum Supersprint:
The "Super Sprint" is held on a course with a maximum length of 800 meters and begins, similar to a Mass Start, with the cross-country part before heading to the Ski Jumping hill.

The athletes start in heats and fight their way from quarterfinals to finals, on the basis of which the points for the subsequent jumping competition are then calculated. The test event will take place in February 2023 in Rena (NOR).
 
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