Rechte Schläger und Brandstifter in D

Dieses Thema im Forum "Non-Sports" wurde erstellt von VvJ-Ente, 15. Oktober 2015.

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  1. elpres

    elpres Team-Kapitän

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    Bevor Menschen zur gewaltsamen Tat schreiten, wird zunächst ihre Sprache (und ihr Denken) gewalttätig. Denken ist eine Art Vor-Handlung (Sprechen dagegen schon eine tatsächliche Handlung) und bereitet den Boden für die zukünftige Tat. Die immer weiterführende Verrohung der Sprache, zeigt uns deutlich wohin die Reise geht. Ich glaube zudem nicht, dass es einen Weg zurück gibt, der irgendwie realistisch ist. Hier sind gesellschaftliche Prozesse im Gang, die sich der politischen Einflussmöglichkeiten kurz- und mittelfristig weitestgehend entziehen. Verdummung, das Verschwinden von "guten" Autoritäten (im moralischen Sinne) - der Verlust der Fähigkeit erkennen zu können, dass jemand anderes es besser weiß und es angebracht ist, ihm zu vertrauen oder eben nicht), in das eigene Leben eingreifenden Machtstrukturen ausgeliefert zu sein, ohne dafür tatsächliche Verantwortliche und nicht nur Sündenböcke benennen zu können ("die elegante Macht" - M. Gronemeyer).

    Da kann einem schon Bange werden.
     
  2. liberalmente

    liberalmente Moderator

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    Leider wahr. Und auch wenn das jetzt sehr unterkomplex formuliert ist, im Kern trifft es mMn zu: das Fundament von all dem ist die Globalisierung. Die ist definitiv nicht nur schlecht, damit wir uns da nicht falsch verstehen, aber ohne sie würden wir mMn die aktuelle Entwicklung nicht in der Form haben. Nur: niemand kann die Globalisierung stoppen. Von daher bringt diese Erkenntnis (wenn man sie denn teilt) leider nichts in der Problemlösung - oder zumindest nicht viel.
     
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  3. SunMagic

    SunMagic Bankspieler

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    Verstehe ich nicht ganz. Von was ist die Globalisierung das Fundament? Von der Verrohung?
     
  4. Sm0kE

    Sm0kE MVP

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    Die ganze Geschichte steuert schwer auf eine Wiederholung der 20er Jahre zu...dieses Volk ist scheinbar einfach zu dumm, um irgendwas dauerhaft zu verstehen.. :weghier:
     
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  5. liberalmente

    liberalmente Moderator

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    Von der Unsicherheit in der Bevölkerung, die einen Verlust ihres Status befürchtet. Außerdem ist alles komplizierter geworden, das lässt sich schwer leugnen. Und das sind mMn die Ursachen der Verrohung. Die geht mMn im Kern aus dieser Angst vor der Zukunft, an diesem Gefühl, dass es den eigenen Kindern mal nicht besser gehen wird als einem selbst, hervor. Die Digitalisierung spielt da natürlich auch eine Rolle, gar keine Frage, aber die Digitalisierung wäre ohne die Globalisierung auch nicht in der aktuellen Form denkbar.

    Natürlich spielt auch die nationale, kulturelle Identität eine Rolle, der sich viele (Konservative) im Westen beraubt fühlen. Aber auch da würde ich sagen, dass der Ursprung hierfür in der Angst vor den Auswirkungen der Globalisierung liegt.
     
  6. Tony Jaa

    Tony Jaa Former two-time BFPL-Champion

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  7. John Lennon

    John Lennon Darts-Mod & Snooker-Experte & Sportforen-GP-Champ

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    Alle, die nicht grün wählen. :saint:
     
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  8. VvJ-Ente

    VvJ-Ente Verdammter Wohltäter

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    Könnt ihr mal aufhören, hier mit Nichtigkeiten wie Rechtsradikale bei der Polizei oder Morddrohungen gegen Journalisten von den wirklich wichtigen Dingen abzulenken? Der Vorsitzende der Grünen verfasst regelmäßig Twitterbeiträge mit Fremdschämfaktor!!!11einself!! Also verfasste, denn er will ja nicht mehr.
     
  9. SportsAlmanac

    SportsAlmanac Bankspieler

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    Wer sich über #nazisraus empört, kann nichts anderes sein als ein Nazi. Es ist geradezu absurd dass so eine Aussage überhaupt irgendeine Aufregung erzeugt. Ein Paradebeispiel das deutlich offen legt wie eine Minderheit von braunen Kleingeistern die sozialen Medien beherrscht und manipuliert.

    #nazisraus
     
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  10. Ozymandias

    Ozymandias All-Star

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    https://www.tichyseinblick.de/tichys-einblick/ueberall-nazisraus-aber-wo-sind-sie-denn-nur/

    Schon erstaunlich wie viele Nazis es noch so gibt. Knapp 75 Jahre nach Kriegsende. Desweiteren fasst der Artikel gut zusammen, was hier einige wohl auch nicht verstehen. Solange "Nazi" weiterhin so inflationär benutzt wird und damit jeder AfD Politiker, Sympathisant, Konservative oder Nationalliberale etc. ebenso bezeichnet wird, wie Adolf Hitler und Co., solange werden sich die Leute zurecht empören, das sie diffamiert werden.
    #nazisraus ist nicht problematisch weil man Nazis im Land haben will, sondern weil Leute in den Nazi Topf geschmissen werden die dort faktisch nicht rein gehören. Das alles im Namen des Guten und mit einer ordentlichen Portion moralischer Überlegenheit und Borniertheit garniert.

    Ps: Natürlich rechtfertigt das nicht die gestörten Reaktionen bei denen mit Vergewaltigung und Vergeltung gedroht wird.
     
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  11. SportsAlmanac

    SportsAlmanac Bankspieler

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    Warum sollte sich jemand der kein Nazi ist von dem hashtag #nazisraus angesprochen oder in einen Topf geworfen fühlen?

    #nazisraus
     
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  12. agostino

    agostino Team-Kapitän

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  13. Lena

    Lena Shopping-Queen

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    #nazisraus

    und für die Nörgler:

    #neonazisraus

    Wer rechtes Gedankengut fördert oder auch nur toleriert, darf sich angesprochen fühlen.
     
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  14. Tuco

    Tuco MVP

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    Ja eben. Wer von den (meist konservativen) Usern, die sich hier immer und immer und immer wieder massivst darüber beschweren, dass Begriffe wie "Nazi" inflationär gebraucht werden, ist eigentlich schon mal selbst als "Nazi" beschimpft worden? Ich vermute mal sehr stark, kein einziger. Und die Beispiele, die genannt werden, sind dann in der Regel irgendwelche medial aufgeblasenen Nichtigkeiten (falls in dem jeweiligen Artikel überhaupt Beispiele genannt werden, meist sind es ja nichts als Behauptungen), auf persönlicher Erfahrung beruht das dagegen so gut wie nie. Und ein Beispiel aus dem Forum hier konnte mir auch noch nie jemand nennen.

    Letztlich sind diejenigen, die diesen Kampf gegen die Windmühlen führen, sehr viel eher diejenigen, die sich "moralisch überlegen" fühlen, und "borniert" passt ebenfalls meistens recht gut.
     
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  15. Sanderson

    Sanderson Non-Sports Moderator

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    Das hat nun wirklich rein gar nichts mit "diesem Volk" zu tun. Es ist eine vollkommen natürliche Reaktionen die überall auf der Welt bei Menschen auftritt. Die Nazis haben damals nicht eine vollkommen neue Methode entdeckt Menschen in eine bestimmte Richtung zu lenken, sie waren nur eine von vielen Gruppen denen das in der Geschichte der Menschheit gelungen ist. Sie haben genau dieselben Ängste angesprochen wie alle dieser Gruppen vor ihnen auch. Das passierte unter vollkommen verschiedenen Systemen, zu vollkommen verschiedenen historischen Gegebenheiten und aus vollkommen unterschiedlichen politischen Richtungen. Alle bedienten sich bei genau denselben menschlichen Schwächen.

    An Deutschland war damals nichts besonderes. Die Menschen waren nicht wesentlich anderes als überall sonst auch. Der Unterschied war, dass zum ersten Mal eine Weltmacht das Potential der Industrialisierung zur gezielten Massenermordung von Menschen ausgenutzt hat. Vorher existierte diese Möglichkeit entweder noch gar nicht, oder den Machthabern kam nicht die Idee sowas zu versuchen. Menschen zu Bösem zu verleiten war an sich nichts neues, und durch und durch verrückte Anführer hat es in der Geschichte auch schon oft gegeben. Was die Nazis praktisch zur Definition des Bösen gemacht hat, war der Verbund aus Möglichkeit, Wille und tatsächlicher Aktion. Teile davon waren vorher auch schon bei vielen Regimes zu finden, und das Ausnutzen menschlicher Schwäche ist so alt wie die Menschheit selbst.


    Ernsthaft?
    Es gab in diesem Forum mehr als einen Fall in dem andere User entweder direkt mit Nazis in Verbindung gesetzt wurden oder es ihnen indirekt unterstellt wurde. Der Grund warum du diesen Unsinn hier nicht mehr aufführen kannst, ist das diese Ausfälle zu Recht gelöscht wurden. So zu tun als ob gewisse User nicht nicht schon häufiger mal was von einem "braunem Sumpf" oder ähnlichen gesprochen hätten ist schon sehr merkwürdig.

    Es scheint auch etwas scheinheilig, sich darüber zu beschweren, dass das meiste doch "medial aufgeblasene Nichtigkeiten seien", wenn die "andere Seite" sich ebenfalls genau dieser Methoden bedient. Es ist keineswegs so, dass eine Seite aus jeder Mücke einen Elefanten macht. Dies ist etwas das von beiden Seiten kommt, und zwar nicht in nennenswert unterschiedlichem Umfang. So ist die Welt halt heute, extrem zersplittert, und ohne mit Kanonen auf Spatzen schießen zu können kommen viele nicht mehr zurecht.
     
    Zuletzt bearbeitet: 12. Januar 2019
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  16. xEr

    xEr MVP

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    Dieser Beitrag zeigt ganz schön die Problematik, die wir hier in Deutschland haben. Du (und viele andere) setzt hier "rechtes Gedankengut" mal eben mit Nazis gleich.
    Was heißt denn für dich rechts? Politisch rechts ist ja eigentlich nur relativ von der politischen Mitte aus gesehen und für sich genommen erstmal nicht besser oder schlechter als links. Rechts könnte man (nach klassischer Interpretation) viele eher konservative Ansichten oder gemäßigte bezeichnen, die von (rechts-)extremen oder radikalen Gedankengut von Nazis sehr weit entfernt sind und wenig bis nichts gemein haben.

    Da du und viele andere aber aus ihrer politischen Ideologie heraus rechts = Nazis verwenden, ist die Debatte in Deutschland so unglaublich schwierig. Der eigentliche Begriff von politisch rechts ist völlig entfremdet und macht eine sachliche Diskussion schwer möglich. Zum einen will verständlicherweise niemand als rechts bezeichnet werden, wenn das von Teilen der Gesellschaft als Synonym für Nazis verwendet wird. Zum anderen wird der Begriff Nazi in gewisser Weise auch abgeschwächt und verharmlost, da er so inflationär verwendet wird. Was daraus folgt ist, dass Begriffe wie rechts, Nazi usw. mittlerweile extrem schwammig sind und sich daher kaum noch sinnvoll verwenden lassen. Es ist aber natürlich sehr bequem und einfach so ziemlich alles als Nazi und rechts zu bezeichnen (und beides zu vermischen), was nicht dem eigenen Standpunkt entspricht.

    Ein guter Ansatz aus der Misere wären klarere Begriffsdefinitionen und -verwendungen. Ein guter Start wäre, wenn "rechts" an sich nicht mehr verteufelt oder mit Nazis gleichgesetzt wird, sondern man stattdessen von "gegen Rechtsextremismus" spricht. Noch besser wäre "gegen politischen Extremismus", aber soweit sind wir gesellschaftlich noch nicht und man muss die Leute da abholen, wo sie eben stehen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 12. Januar 2019
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  17. agostino

    agostino Team-Kapitän

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    Wenn ich also nicht #Nazis raus ...schreiend durch die Straßen renn bin ich auch einer ? :panik:
     
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  18. elpres

    elpres Team-Kapitän

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    Ich sehe die Globalisierung eher als Brandbeschleuniger, denn als das eigentliche Feuer bzw. die Ursache des Feuers. Sie ist aber und da gebe ich dir Recht, ein wesentlicher Grund dafür, dass es kein Zurück mehr gibt und es unmöglich geworden ist dem Ganzen auch nur irgendwie politisch Herr zu werden. Es heißt entweder mitmachen und langfristig zu Grunde gehen oder sich dem verweigern und direkt (wirtschaftlich) zu Grunde gehen.

    Gesellschaften oder Gemeinschaften sind immer Machtgebilde. Bei anderen Lebewesen genauso wie beim Menschen (zB Löwen, Ameisen, Bienen usw.). Was menschliche Gemeinschaften nun von denen anderer Lebewesen unterscheidet, ist eine Art Entgrenzung der Macht. Bei anderen Tieren gibt es eine natürliche Schwelle und Grenze bis zu der sie sich hinsichtlich der Größe und Komplexität der Gemeinschaften entwickeln. Diese Grenze ist verhältnismäßig klein und so ziehen neue "autoritäre" oder anders gesagt "machtbewusste" Individuen fort und gründen wahrscheinlich hormongesteuert oder instinktgetrieben neue Gemeinschaften. Auf diese Weise bleiben nicht nur die Machtstrukturen sondern mit ihnen die Gemeinschaften als Ganzes stabil.

    Zum Anfang der menschlichen Entwicklungsgeschichte, ist es bei uns nicht anders gelaufen, als bei anderen Tieren. So nicht aus der Not getrieben, sind die "gemeinschaftlich überflüssigen" Individuen fortgezogen und haben so die gesamten Erde besiedelt. Nun ist der Mensch jedoch nicht nur das wahrscheinlich sprach- und kommunikationsbegabteste Lebewesen dieses Planeten, sondern auch eines der anpassungsfähigsten (Allesfresser usw). So wuchs die globale Population stetig an und die Komplexität der Gemeinschaften nahm immer weiter zu. Und mit den damit Zusammenhängenden kommunikativen Herausforderungen, auch die Intelligenz der Menschen. Bis zu eben jenen Punkt, an dem die Idee des abstrakten Wertes das Licht der Welt erblickte (Geld). Mit diesem Machtmittel in der Hand, ergaben sich ganz neue Möglichkeiten der Interaktion und damit auch ganz neue Möglichkeiten für machtbewusste Individuen (Macht leitet sich btw aus dem lateinischen von „Möglich/Möglichkeit“ ab). Diese Individuen standen sich plötzlich nicht mehr per se in einem Konkurrenzverhältnis gegenüber (zwar auch, aber eben nicht nur), sondern konnten gemeinsame Sache machen, ohne an Macht einzubüßen. Ganz im Gegenteil. Das ging soweit, bis sich die so entstandene Oberschicht der bis dato vorherrschenden und klassischen (um nicht zu sagen „natürlich“ gewachsenen) „autoritären“ Machtstrukturen (wie Monarchien, Diktaturen) entledigen konnten. Die franz. Revolution wird politisch ja gerne mal sehr verklärt betrachtet...letztendlich war es eine Revolution der Bourgeoisie, der Oberschicht, die sich dem Königtum nicht mehr unterordnen wollte. Mit dem einzigen Ziel, für sich selbst noch mehr Macht rauszuholen. Was sich nicht nur lange angekündigt, sondern am Ende auch wunderbar funktioniert hat. Schon weit vor den Revolutionen, die das Ende der klassischen politischen Strukturen einleitete, waren die Kaufleute und Händler reicher als die meisten Könige, die sich von ihnen die finanziellen Mittel leihen mussten, um ihre gesellschaftliche Stellung und die bestehenden Machtstrukturen aufrecht zu erhalten.

    Jedenfalls ist die Geschichte der modernen Gesellschaft, eine Geschichte der Entgrenzung der Macht. So hat sich bis heute eine superreiche Elite etabliert, die natürlich wenig Interesse daran hat, dass sich dieser gesellschaftliche Prozess wieder umkehrt und gegen die die aktuellen politischen Strukturen nicht nur machtlos, sondern von denen sie fundamental abhängig sind.

    Der größte Kniff in diesem System ist aber der, dass vor allem den machtbewussten Menschen das freie Unternehmertum offen steht und es wunderbar das instinktive Bedürfnis nach mehr Macht befriedigt. Dort kann der Mensch tatsächlich seine autoritären Neigungen voll befriedigen. Das Unternehmen ist zum Ersatz der klassischen Gemeinschaft geworden. Dort kann er mächtig sein und wieder die Kontrolle haben. Dieser ganze Prozess um ein mehr an Macht, hat zu dem Scherbenhaufen geführt, vor dem wir heute stehen und welcher sich mMn kaum mehr rückgängig machen lässt. Alles was nicht niet- und nagelfest ist wird der entgrenzten Macht geopfert.

    Um dann doch mal zu einem Schluss zu kommen und ein Resumee zu ziehen. Wollen wir nicht, dass unsere gesamte Lebensgrundlage diesem uferlosen Prozess zum Opfer fällt, kommen wir nicht umhin, das was ich Macht nenne wieder einzuhegen und zu begrenzen und dem unersättlichen Verlangen nach einem Mehr ein Ende zu setzen. Als friedliebendes Individuum frage ich mich nur, was dazu nötig wäre und wie hoch der Preis ist, den man dafür bezahlen müsste. Denn freiwillig werden die Reichen ihre Pfründe und ihre Macht nicht abgeben.

    So es in dem ganzen Spiel einige Gewinner gibt, gibt es noch mehr Verlierer, die verdammt sind, dem Treiben ohnmächtig zuzusehen. Es ist diese Ohnmacht, die letztendlich Gewalt hervorbringt. ("Macht und Gewalt sind Gegensätze" - Hannah Arendt).

    Sry isn bissl lang und offtopic geworden. Aber ich hoffe es ist ok. Hat ja nu alles mit allem zu tun.
     
    Zuletzt bearbeitet: 12. Januar 2019
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  19. MadFerIt

    MadFerIt Apeman

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    hä? das einzige, was sm0ke mitteilen wollte, war, dass die deutsche geschichte hinsichtlich der thematik sehr belastet ist und es trotzdem genug dummköpfe gibt, die trotz dieser geschichte offensichtlich tendenzen zeigen, die man vor dem hintergrund eben jener deutschen geschichte eigentlich für vermeidbar halten würde, wenn man davon ausgeht, dass jeder mensch mehr hirn hätte als drei meter feldweg. und das ist doch wohl unbestreitbar.

    niemand hat hier jemand anderen nazi genannt. es mag sein, dass einige sich verkappt als "nazis" angesprochen fühlen. das sagt dann aber mehr über diejenigen aus, die sich adressiert fühlen, als über diejenigen, die so etwas sagen.
     
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  20. John Lennon

    John Lennon Darts-Mod & Snooker-Experte & Sportforen-GP-Champ

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    Aus Tichys Schwachsinn:

    :rolleyes:

    Die einzigen, die den Begriff Nazi inflationär benutzen, sind diejenigen, die sich darüber beschweren, dass der Begriff Nazis inflationär benutzt würde. Meistens sind das dann noch solche, die kein Problem damit haben Begriffe wie Ökoterroristen, Klimanazis, Linksfaschisten, etc. zu benutzen.

    #nazisraus
     
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