1. Liebe Sportforen.de-User,

    nachdem das Sport1-Forum inzwischen seine Pforten geschlossen hat, möchten wir hier eine langjährige Tradition von dort weiterführen, die User aller Unterforen zusammenbrachte und ein großes Event darstellte - der Musik GrandPrix.

    Der Ablauf ist ähnlich wie beim allseits beliebten Eurovision Song Contest: Ihr reicht einen Titel eurer Wahl ein und dann wird unter allen Teilnehmern der Sieger gewählt. Alle Informationen zu diesem Event findet ihr im Musikforum. Den Thread zum 1. Sportforen Musik-GrandPrix findet ihr dort ganz oben.

    Bei Fragen schaut im Thread nach oder wendet euch an den "Veranstalter" JimmyDream.

    Viele Grüße und viel Spaß bei der Teilnahme!
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Reisen - Berichte; Fragen und (hoffentlich) viele gute Antworten

Dieses Thema im Forum "Non-Sports" wurde erstellt von Luke, 12. Oktober 2017.

  1. Flöpper

    Flöpper Non-Sports Moderator

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    Danke an @Luke und alle die hier schreiben, für einen interessanten Non-Sport-Thread den man als Non-Sport-Mod ganz entspannt und ohne böse Vorahnung öffnen und mitlesen kann. :thumb: Ist leider eine Seltenheit.

    Wenn es die Zeit zulässt, steuere ich die ein oder andere eigene Erfahrung bei.
     
    #41
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  2. Angliru

    Angliru Administrator

    Registriert seit:
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    Schöner Thread :thumb:

    Ich bin jetzt noch nicht so richtig viel rumgekommen und hab mich in den letzten Jahren hauptsächlich auf die Alpen konzentriert. War in diesen Sommer insgesamt drei Wochen dort alleine wandern. Zuerst im Juli für eine Woche am Fluß Lech entlang. Start auf gut 2000 Metern im Schneeregen, dann ging es quasi immer leicht bergab bis nach Füssen, wobei es natürlich trotzdem zahlreiche Anstiege hochging, man ist schließlich im Gebirge. Eine schöne Gegend, relativ unspektakulär, dafür touristisch auch eher ruhig. Bis auf den Ort Lech selber war es sehr angenehm, was den Trubel angig, teilweise war man auch längere Zeit bis auf die Kühe alleine unterwegs. Falls mal jemand auf eher einfache Weise mal eine Woche in den Alpen wandern will, kann das gern in Angriff nehmen. Entlang der Strecke gibt es zahlreiche Örtchen, wo man übernachten und sich verpflegen kann.

    Ende August gab es dann meine bisher größte Reise allein - zwei Wochen vom deutschen Alpenrand bis nach Italien. Insgesamt eine super Tour und der Wechsel der Landschaften von den Nord- in die Zentralalpen und dann in die Dolomiten ist schon ungemein spektakulär. Die Route hatte ich komplett selbständig geplant, mich an dem ein oder anderen Fernweg orientiert, aber letzten Endes auf meine Bedürfnisse zugeschnitten. Und so ging es dann mit 15kg Gewicht auf dem Rücken in Kochel am See los und direkt am ersten Tag über 1000 Höhenmeter hinauf. Über den Sylvensteinsee, Achensee dann in Richtung Zillertaler Alpen mit ein paar Übernachtungen auf den Berghütten und spektakulärer Sicht auf den Alpenhauptkamm und das Isartal. Es ist schon ein unfassbar geiles Gefühl, wenn man sich allein über 2-3 Stunden einen Bergpass hochkämpft und man dann den Kamm erreicht und vor einen zum ersten Mal die Gletscher der Zillertaler Alpen sieht. Über den wunderschönen Schlegeisspeicher bin ich dann aufs Pfitscher Joch hoch nach Italien und runter nach Sterzing. Schließlich ging es noch für 4 Tage in die Dolomiten, wobei ich die Lüsner Alm als Wanderregion extrem empfehlen kann. Wer mal dort ist, sollte unbedingt die Starkenfeldhütte ansteuern. Das ganze hat nicht mehr so viel mit einer urigen Berghütte zu tun, bietet dafür aber Zimmer mit Bergblick vom allerfeinsten. Da hab ich gern ein paar Euro mehr bezahlt. Am Ende hatte ich gut 230km auf dem Tacho, doch mehr als erwartet ;).

    Hier wurde es ja auch schon mal angesprochen - das Reisen alleine ist eine sehr interessante Erfahrung. Man lernt ständig neue Leute kennen, auf den Hütten trifft man die unglaublich interessante Menschen und man selber wird auch deutlich offener. Auf meiner längsten Etappe (36km bei starker Hitze) hatte ich zwischendurch kaum noch Wasser und fragte eine Gruppe Radfahrer, die gerade vor mir ins Haus gingen, ob sie mir helfen könnten. Zwei Minuten später hatte ich nicht nur neues Wasser, sondern saß mit denen vorm Haus, trank ein Bier und wir quatschten halt ein wenig.

    Nächstes Jahr würde ich gern nach Nepal mit den Rucksack, ist dann quasi die logische Konsequenz, wenn man das heimische Gebirge bezwungen hat ;). Fernziel nach dem nebenberuflichen Master bleibt der "Traum", mal ein halbes Jahr freizunehmen und eine richtig lange Tour zu machen (Norge pa langs, Pacific Crest Trail, Te Araroa). Dauert aber noch ein paar Jährchen.
     
    #42
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  3. Luke

    Luke Stammspieler

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    @Angliru
    Sterzing und die ganze Ecke dort ist nett, war dort oftmals wenn wir einen Tag skifrei gemacht haben.

    ...ich bin aber ned hingelaufen. ;)

    Fetter Respekt für Deine Leistung.
     
    #43
  4. Chris Gerne

    Chris Gerne basketball.de Mitarbeiter

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    Bergwandern habe ich für mich dieses Jahr auch entdeckt. Auf meiner Bucket-List stand schon immer, einmal im Leben zu Fuß auf die Zugspitze, was ich in diesem Jahr dann auch umgesetzt habe. Wir haben uns für den Aufstieg über die Gatterl-Route entschieden. Alles in allem eine landschaftlich abwechslungsreiche und wunderschöne Tour, die mich aber auch ein wenig körperlich gefordert hat. 108 kg, wenn auch ziemlich trainierte 108 kg bringt man halt nicht ganz so locker da rauf wie ein 70 Kilo-Mann (mein Wanderpartner). Bis zum letzten Abschnitt (Zugspitzplatt knapp unterhalb vom Schneefernhaus) habe ich locker mitgehalten bzw. bin vorausgestürmt, auf dem losen Schotter und Geröll war ich dann aber klar im Nachteil. Leider hatten wir Richtung Gipfel hin die letzten 300 Höhenmeter auch noch Neuschnee, was das Ganze zusätzlich erschwert hat. 1 Schritt vorwärts war immer mit einem halben Schritt zurückrutschen verbunden. Der kleine Klettersteig zum Gipfel war auch leider ein wenig vereist und ohne Gurtzeug an diesem Tag selbst mit guter Ausrüstung ein wenig waghalsig. Geschafft haben wir es am Ende trotzdem (auch ohne Gurt). Am Abend hatte ich aber bei knapp 7 Stunden reiner Gehzeit die Krämpfe meines Lebens. :( Da hat auch das Gipfelbier nicht mehr geholfen. Nächstes Jahr werden wir die Zugspitze noch mal angehen und über die Partnachklamm kommen.

    Eine sehr geile Wandertour für Einsteiger ist übrigens das Rubihorn dem Oberstdorfer Hausberg.

    https://www.oberstdorf.de/alpininfo/tagestouren/bergtour-aufs-rubihorn.html

    Haben wir vor einem Jahr gemacht und es war auch absolut genial. Mit 1950 m ist der Berg auch für Anfänger gut machbar. Lediglich der kleine Klettersteig vor dem Gipfel kostet etwas Überwindung. Wenn es warm ist kann man auch klasse auf halber Höhe in den Gaisalpsee hüpfen. Haben zumindest ich und der Hund eines Wanderers gemacht.
     
    #44
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  5. Angliru

    Angliru Administrator

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    Klettersteige meide ich, das ist nicht meins. Ab und zu mal ein paar seilversicherte Passagen sind okay und auf den normalen Wanderwegen zumeist auch einfach zu begehen. War z.B. so beim Aufstieg auf den Piz Boe in den Dolomiten, wo es die letzten 50-100hm steiler hoch geht. Aber ich hab lieber festen Untergrund, vor allem mit vollgepackten Rucksack bin ich jetzt auch nicht das Leichtgewicht ;). Vor Schnee in den Bergen hab ich seit letztem Jahr ziemlichen Respekt. Musste da in den Berchtesgadener Alpen über zahlreiche Altschneefelder, bin mehrfach in diese eingebrochen und diverse heikle Passagen über steile Schuttrinnen voller Schnee. Das war jetzt nur so semi-lustig.

    Ich bin von Kochel auf den Jochberg hoch. Ist von München ja auch einfach zu erreichen. Sehr einfach zu laufen, halt ein paar Höhenmeter und fantastischer Blick auf Kochelsee, Walchensee, Zugspitze und bei guter Sicht sogar bis München. Kurz unterhalb des Gipfels gibt es eine Alm zur Einkehr.
    [​IMG]
     
    #45
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  6. muju90

    muju90 All-Star

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    Mal eine Frage an die London-Experten hier:

    Bin im Januar mit meiner Freundin vier Tage in London und wir kennen uns nicht wirklich aus. Habe bisher nur mit Schule und Familie das Sightseeing-Programm mal abgespult, aber das wollen wir eher nicht machen. Sondern eher entspannt frühstücken, bisschen rumlaufen, Cafes, kleine Läden, Wochenmarkt, Pub etc.
    Was für Viertel kämen da in Frage? Mir wurde von einer Freundin Shoreditch (Old Street) im Nordosten empfohlen, aber vielleicht kennt ja jemand noch ne andere nette Ecke ;)
     
    #46
  7. xEr

    xEr MVP

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    Camden!
     
    #47
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  8. Chris Gerne

    Chris Gerne basketball.de Mitarbeiter

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    Jetzt erst gelesen:

    Also welche Ecke ich sehr schätze ist Kensington/South Kensington. Frühstücken kann man da z.B. sehr gut im Le Pain Quotidien 15-17 Exhibition Rd, Kensington, London SW7 2HE, Vereinigtes Königreich. Direkt ums Eck liegt das Natural History Museum bzw. das Victoria & Albert Museum, die man als Programm nach dem Frühstück gut einplanen kann (beide kostenlos). Von dort aus sind es auch nur paar Meter bis Knightsbride (Harrods - ich empfehle die Oyster Bar). Die Kensington High Street bietet eigentlich alles was auch auf der Oxford Street angeboten wird, nur ist es dort deutlich weniger überlaufen.

    Ebenfalls sehr schön ist auch Greenwich. Beim Tower Hill aussteigen und zum Tower Gateway rüberlaufen (dort übrigens gibt es die St. Katharine Docks Marina, mit dem schönen Pub Dickens Inn). Dort in die DLR (Hochbahn) Richtung Canary Wharf/Greenwich umsteigen. Haltestelle Island Gardens wieder raus und dann den Greenwich Foot Tunnel unter der Themse nach Greenwich durchlaufen (für faule Menschen: eine Station weiterfahren). Dort hat es die Cutty Sark, das National Martime Museum, einen schönen Markt (Greenwich Market) und man kann toll im Greenwich Park zum Royal Observatory (Null-Meridian)spazieren.

    Etwas Mainstream aber trotzdem immer schön, die Ecke um Covent Garden. Auch Camden Town (Camden Lock) ist einen Ausflug wert. Sehr nett ist die Bootstour von Little Venice (Haltestelle Warwick Road) nach Camden Lock. Kostet paar Pfund uns geht durch einen der alten Transportkanäle am Regent's Park entlang.
     
    #48
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  9. Fresh Prince

    Fresh Prince Fußball-Moderator

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    bin kein experte, war aber vor ein paar jahren mal für ein paar tage mit ähnlichen interessen.
    camden sollte man machen, wenn auch ziemlich überlaufen.
    super-interessant fand ich brixton, inkl. (wochen)markt dort, sehr multikulturell!
    unterkunft hatte ich in kings cross/st.pancreas, war ne miese absteige :clown: aber für london günstig und einigermaßen zentral gelegen. (die ecke scheint aber momentan extrem von baustellen belastet zu sein).
     
    #49
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  10. gentleman

    gentleman Moderator Fußball & Tennis

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    Camden Town ist wirklich malerisch, habe dort mal drei Monate während des Sommers gewohnt. Der besondere Zauber der Gegend kommt aber vor allem in den wärmeren Monaten hervor, würde ich mal behaupten, da man da im Regent's Park oder an den Kanälen oder Straßenmärkten (Food Markets) herumflanieren kann. Ansonsten hat das Chris Gerne schon sehr schön erläutert, Kensington und Greenwich gehören auch zu meinen Lieblingsecken in London. Hyde Park zum Laufen oder spazieren ist absolut empfehlenswert, wenn auch natürlich sehr voll.
     
    #50
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  11. muju90

    muju90 All-Star

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    Vielen Dank für alle Infos!
    Habe tatsächlich die Buchung der Unterkunft unnötig aufgeschoben, werde dann morgen nochmal schauen, wie die Preise von den von euch erwähnten Ecken so sind. Camden ist nochmal teurer als Shoreditch, aber Kensington oder Brixton werde ich mal genauer untersuchen.
     
    #51
  12. VvJ-Ente

    VvJ-Ente Verdammter Wohltäter

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    Wie wichtig ist euch denn der Preis? Im Großraum London müsst ihr z.B. für ein eigenes Bad ordentlich was drauflegen. Wenn euch das Gemeinschaftsbad nicht stört, kann ich euch das kip Hotel in Hackney empfehlen. Sehr kleine Zimmer ohne Fenster, aber die Ausstattung noch sehr neu und sauber.
     
    #52
  13. Chris Gerne

    Chris Gerne basketball.de Mitarbeiter

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    Was ich Dir an Hotels in Richtung Kensington/Earls Court empfehlen kann:

    Gut, günstig sauber ist das Paramount bei Earls Court (mit eigenem Bad): http://www.booking.com/Share-tdtKpi
    Mittelklasse, aber sein Geld ebenfalls wert ist das Premier Inn Kensington: http://www.booking.com/Share-M2Mak1
    Teurer, aber dafür richtig klasse ist das Indigo: http://www.booking.com/Share-BzlGuF

    Abraten kann ich in der Ecke vom Holiday Inn Kensington High Str.: http://www.booking.com/Share-lVCSFs

    Alle Hotels liegen im Umkreis von 5 Gehminuten zum Bahnhof Earls Court. Liegt in etwa auf der Mitte zwischen Heathrow (ca. 45 Minuten) und London City (ca. 20 Minuten Fahrt).
    Ich mag die Gegend weil es dort viele internationale Restaurants hat, man zu Fuß schnell in South Kensington und Kensington ist. Auch die Kensington Gardens und der Hyde Park sind gut zu Fuß zu erreichen.
     
    #53
  14. Cudi

    Cudi Burgermeister

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    Die Ecke kann ich auch empfehlen. Waren auch im LPQ frühstücken. Dort direkt gegenüber ist ein Italiener (Pierino Pizza Pasta), den ich auch sehr empfehlen kann. Waren dort 2 von 4 Abenden essen. Unser Airbnb war auf der Exhibition Road (direkt gegenüber vom Science Museum), allerdings waren wir auch zu 4 und hatten eine ganze Wohnung mit 2 Schlafzimmern, von daher wird es wahrscheinlich nicht für euch passen.

    Kensington Gardens inkl. Palast und Hyde Park quasi direkt um die Ecke. Zu Harrod's kann man super zu Fuß laufen. Notting Hill inkl. Portobello Road ist in der Nähe und finden Frauen auch immer ganz toll zum stöbern.
     
    #54
  15. Next

    Next Moderator Fußball & Tennis

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    Dann hab‘ ich auch mal ‘ne Frage. Bin bislang noch nicht wirklich rumgekommen und bin da auch betreffend Wochenendtrips nicht wirklich auf dem Laufenden. Die Situation ist folgende: Ich wollte an einem verlängerten Wochenende (4 Tage) im Frühjahr meine Mutter überraschen, in dem ich sie in eine andere Stadt schleppe. :D Die klassischen Touristen-Städte wie London, Paris oder Wien sollen es nicht sein. Was bietet sich da sonst noch an, was finanziell auch nicht völlig den Rahmen sprengt?
     
    #55
  16. VvJ-Ente

    VvJ-Ente Verdammter Wohltäter

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    Kommt drauf an, was du dort unternehmen willst - Kultur? (Konzerte, Museen) Architektur? (sprich: Häuser angucken) Shopping? :D Geschichte? (Römerlager, Stonehenge, usw.)
     
    #56
  17. gentleman

    gentleman Moderator Fußball & Tennis

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    Willst du sie mit dem Flugzeug, oder budgetbedingt dann eher mit dem Flixbus/Sparschiene-Zug wohin schleppen? ;) Da du ja in der Schweiz beheimatet bist, würde sich doch in der Nähe ziemlich viel anbieten: Venedig, Turin, Mailand in Norditalien? Straßburg wäre in nördliche Richtung dann auch nicht ewig weit weg und ist mMn auch sehr nett. Als Österreicher kann ich natürlich auch für Salzburg eine Lanze brechen, gerade kulturell fände man da schon viel Schönes (gerade für deine Mutter :D).

    Wenn es weiter weg sein soll, dann kommts drauf an wo deine Präferenzen liegen.. in Spanien kenne ich sehr viele schöne Ecken (San Sebastian bspw. immer eine Reise wert), sonst wäre auch das Baltikum (Talinn und bei Lust mit dem Schiff für nen Tag nach Helsinki? Riga?) empfehlenswert und nicht SO überlaufen wie andere Flecken. Aber ok, langsam wird das zur unendlichen Geschichte, es gäbe unendlich viele schöne Plätze ;)
     
    #57
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  18. Young Kaelin

    Young Kaelin former NUSBTS-Champion & CAAO-Champion

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    Grundsätzlich würd ich da schauen, was der Mutter gefällt und was sie so für Vorlieben hat.

    fürs verlängerte Wochenende würd ich ins Tessin. Lugano, Locarno. Ponte Tresa. Tolle Natur und gutes Essen. mit Wellness im ich bin sicher, sie würd sich freuen.

    http://www.splashespa.ch/de/preise-splash-e-spa.php ist ne wellness idee fürs Tessin.


    Ansonsten würd ich nach Venedig. Wer noch gesund und munter ist und romantisch veranlagt ist, wird Venedig immer als speziell schön wahrnehmen. Hotel würd ich am Lido empfehlen. Das ist preiswert und sichert Euch 2 eine romantische kurze Ueberfahrt.

    Viel Spass mit dem Urlaub mit Deiner Mutter und vor allem: geniesst die schöne Zeit zusammen. Das ist das Wichtigste :thumb:
     
    #58
  19. kumshooter

    kumshooter Stammspieler

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    Coole Idee von dir! Mein Vater fährt überhaupt nicht gerne in Städte - meine Mum schon, deshalb mache ich öfter mit meiner Mutter solche Kurztrips.

    Ganz generell haben die Vorredner natürlich recht, fahrt in die Stadt/Region an der ihr Interesse habt. Super ist natürlich, wenn es aus direkter Umgebung eine gute Anbindung in die Stadt gibt, sodass man am Donnerstag entspannt dorthin kommt und am Sonntag ohne großen Stress zurückreisen kann. Ich würde empfehlen am Hinreisetag sehr früh aufzubrechen und am Rückreisetag zu versuchen bis spätestens 18 Uhr zu Hause zu sein.. Dann ist es entspannt am ersten Tag und man kommt auch entspannter zuhause an, als wenn man erst sehr spät zurückkehrt.

    Was ich generell empfehlen kann ist eine Reise in eine südeuropäische Stadt im Frühling. Im März kann es dort bereits richtig frühlingshaft schön sein und das gute Wetter ist meistens ein guter Kontrast zum heimische Spätwinter. Wir buchen meistens ein schönes AirBnB, weil man dann das Gefühl richtig in der Stadt zu leben ein wenig mehr spürt als im Hotel. Mir macht besonders das morgens in fremden Supermärkten Frühstück besorgen Spaß, weil man damit einfach so richtig das normale Leben mitbekommt und easy die lokale Besonderheiten (ca. Baguette/Croissants in Frankreich) bekommt.

    Auf Anhieb würden mir folgende Ziele im kommenden Frühjahr gefallen:
    - Lissabon/Porto
    - Barcelona/Sevilla/Valencia/Madrid
    - Rom

    Portugal fand ich - trotz der schmierigen Nationalmannschaft - überragend als ich im letzten Frühjahr dort war. Entspannte Menschen, kein Dauergehupe im Straßenverkehr, super Wetter Anfang Januar (ich war im Meer surfen) und in den nicht zugebauten Ecken gibt es fantastische Strände und Landschaften. Es war allerdings nicht Lissabon, sondern ein Flug nach Faro und ein Hotel in (Name gerade vergessen .. kurz vor dem westlichsten Zipfel Europas). Kann ich nur empfehlen, außer das Essen. Mag manchen gefallen, meins war es nicht so.

    Paris bietet sich auch wunderbar als Städtetrip an, weil es zwar eine unglaublich große Stadt ist, allerdings liegen die relevanten Sehenswürdigkeiten recht nah beieinander und die Stadt ist recht entspannt - zumindest so wie ich sie kenne. Wir hatten ein AirBnb im 18. Arrondissement und konnten so easy an den beiden Abenden den Mont Matre hochlaufen und hatten für 48 Stunden das Gefühl richtig in Paris zu leben.
     
    #59
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  20. Luke

    Luke Stammspieler

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    So, hier ein kurzer Rückblick auf die 2 Wochen in Vietnam.

    Da ich generell ein großer Fan von Südostasien bin, hat mir (und auch meiner Freundin) dieses Land wirklich sehr gut gefallen. Die Leute sind angenehm zurückhaltend, kein Vergleich zu den Thais, die dann doch mehr aufdringlich sind, wenn es darum geht einem Touristen was zu verkaufen. Das Essen ist wirklich noch besser, als das was bei einem hiesigen vietnamesischen Restaurant in der Regel zu bekommen ist (wobei die, die ich kenne grundsätzlich auch nicht schlecht sind). Es ist aber allein schon ein kaum aufzuholender Vorteil, wenn die Zutaten frisch vom Markt um die Ecke kommen.

    Grundsätzlich – es wurde und wird, wie leider in vielen ähnlichen Ländern, zu viel gebaut. Am schlimmsten war es in Nha Thrang. Der komplette Weg vom Flughafen in die City (ca. 25km) führte an der Küste lang. Bis auf wenige Ecken, die wegen Gegebenheiten wie einem Kliff oder einer Steilküste partout nicht bebaut werden können, war Baustelle an Baustelle gereiht. Das Land ist eben ein Urlaubsziel für die Chinesen und vor allem auch aus den Staaten der ehem. UdSSR. Das kann einem Gefallen oder nicht, aber wir Deutschen haben ja auch einige weniger positive Entwicklungen in anderen Ländern bzw. Regionen, vor allem in Mallorca, begünstigt.

    Wetter – war in der Mitte fast komplett durchgehend regnerisch. Bei 30 Grad kein Problem, aber nasse Klamotten hätte ich dennoch gegen Sonne eingetauscht. 

    Wo waren wir?
    Wir haben uns – da auch der erste Trip in dieses Land – dafür entschieden, uns auf den südlicheren Bereich zu beschränken. Hue‘, Hoi Ann, Nha Trang, Phu Qouc und durch das Mekong-Delta zurück nach Ho Chi Minh City (ehem. Saigon) waren daher auf dem Plan.

    Hue‘ – haben wir leider wegen dem Wetter nicht erreicht wie geplant, daher haben wir uns spontan dafür entschieden, eher nach Hoi Ann zu fahren.

    Hoi Ann – sehr interessant und entspannt. Viele Touristen wegen der als Weltkulturerbe eingestuften Altstadt, aber grundsätzlich sehr entspannt. Wir haben in einem Homestay auf der Insel Ann Hoi übernachtet, alles in Laufweite (Denkmäler, local markets, etc.). Die Auswirkungen vom Taifun Anfang November konnten hier meist nur bei genauerem Hinsehen erkannt werden. Frisch gestrichene Wände und in einigen Plätzen halt ein eher „feucht-modriger“ Eindruck. Ziemlich beeindruckend wurde es, als wir eine Markierung der historischen Hochwasserstände über die letzten 100 Jahre gesehen haben. November 2017 war auf Platz drei – in der Stadt war die Überflutung demnach bis zu 3m hoch….
    Sehr schön war der lokale Markt und auch der Night-Market. Die Stadt ist bekannt für Handwerk, vor allem Laternen. Vor allem in der Nacht ein sehr beeindruckendes Bild, wenn überall Laternen leuchten.

    Nha Trang – enttäuschend. Wir würden nicht nochmal hinfahren. Völlig in russischer Hand – in 90% aller Fälle hatten Geschäfte, Shops, Restaurants, etc. Reklame in Russisch. Russisches Essen an jeder Ecke. Wir wurden von Vietnamesen in fließendem Russisch angesprochen…neben den ganzen Baustellen zwischen dem Flughafen und der Stadt waren auch in der Stadt viele die riesige Hotelanlagen errichtet haben. Eine war direkt vor dem Hotel, in dem wir untergebracht waren. Der Lärm hielt sich in Grenzen, aber anstelle eines freien Blicks auf das Meer vom Rooftop-Pool haben wir auf eine Baustelle geschaut.

    Phu Qouc – auch hier, viele Baustellen. Wir haben in einer kleinen Bungalowanlage im Norden gebucht, also abseits der zentralen Plätze gebucht, und damit Glück. Da wir nach einer Woche Regen Sonne hatten, haben wir Beaching priorisiert. Der Nachtmarkt war groß, und wegen dem frischen Seafood interessant. Aber grundsätzlich gab es dort keine anderen, besonderen Sachen.

    Mekondelta – haben wir mit einem Schiff (eine Übernachtung) durchquert. Die schiere Ausdehnung und die Wassermassen sind schwer beeindruckend. Die haben knapp 28.000 Flüsse und Kanäle. Von denen, die wir gesehen haben, waren sicher die Hälfte größer als der Rhein. Allein dafür hat sich die Tour gelohnt.

    Ho Chi Minh City– crazy, aber weniger anstrengend wie bpsw. Bangkok. Noch größere Unmengen an Motorrädern unterwegs. Die Strasse überqueren geht nur mit Mut und Entschlossenheit in einer konstanten Geschwindigkeit und geradem Weg. Keiner bremst wirklich, man wird eher vom Verkehr umflossen.
    Der große Markt (Ben-Thanh-Markt) war cool. Direkt in der Nachbarschaft gab es dann auch einen großen StreetFood-Market. Wir haben uns dann noch verschiedene Ecken in der Stadt „erlaufen“. Das Pendant zur Kao San Road in Bangkok haben wir auch gefunden. Interessant, aber einmal dagewesen zu sein hat dann auch gereicht.

    Am letzten Tag sind wir dann in das Kriegsmuseum gegangen. Gehört – wenn eine Reise nach Vietnam geht – meiner Meinung nach aufgrund der Geschichte und der Auswirkungen genauso dazu, wie die Killing Fields in Kambodscha. Sicher, die ganze Ausstellung war geprägt durch kommunistische Propaganda. Aber die Fakten wie – etwa das 20% des Landes durch chemische Kampfmittel gegen die Natur und Napalm betroffen waren, oder das 4 Millionen Zivilisten Opfer wurden – sprechen mit oder ohne Propagandaeinfluss eine deutliche Sprache.

    Wussten wir vorher, aber angesichts des Eindrucks im Land wurde mal wieder deutlich gemacht: Krieg war, ist und bleibt schrecklich. Es gibt nie einen Gewinner, nur eine Seite, die weniger verloren hat und daher zum Sieger wird.

    Ich habe viel über die Geschichte im letzten Jahrhundert gelesen, als wir im Land waren. Die Nachwirkungen der Indochinakriege, insbesondere des zweiten Indochinakrieges (Vietnamkrieg) sind oft zu sehen. Je genauer man schaut, desto mehr…… Interessant ist auch, wie unterschiedlich die Wikipedia-Artikel in Deutsch vs. Englisch in Detaillierung und Fokus sind. Was ich auch nicht (mehr)so genau wusste, waren die Roll der Franzosen als Kolonialmacht bis zum Ende des ersten Indochinakrieges oder aber der Einfluss von Laos und Kambodscha während des Vietnamkrieges. Der Ho Chi Minh Pfad führte von Norden nach Süden durch diese beiden Länder, daher waren die Länder auch Ziel von militärischen Operationen diesen Nachschubweg zu unterbrechen. Mit bekannten Auswirkungen auf Natur und Mensch.

    BTW….Geschichte scheint sich doch oft zu wiederholen. Ho Chi Minh, der als politischer Vater des kommunistischen Vietnams gilt, und seine wichtigsten Generäle wurden anfangs im Krieg gegen die japanische Armee bis 1945 und auch teils danach massiv durch die USA, durch den Vorläufer der heutigen CIA unterstützt.

    That’s it. Sorry für ein wenig mehr an Geschichte, aber wenn man dieses Land besucht und sich darauf einlassen will, führt eigentlich kein Weg daran vorbei.


    PS: Interesting fact: Vietnam ist der zweigrößte Kaffeeproduzent der Welt, nach Brasilien. Der Grund hierfür ist die ehemalige DDR. Kaffee auf dem Weltmarkt konnte die DDR angesichts von knappen Devisen nicht ausreichend erwerben. Daher hat es eine Kooperation zwischen der DDR und Vietnam gegeben. Vietnamesen wurden in großer Anzahl in ostdeutschen Betrieben ausgebildet, im Gegenzug gab es Kaffee.
     
    #60
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