1. Liebe Sportforen.de-User,

    nachdem das Sport1-Forum inzwischen seine Pforten geschlossen hat, möchten wir hier eine langjährige Tradition von dort weiterführen, die User aller Unterforen zusammenbrachte und ein großes Event darstellte - der Musik GrandPrix.

    Der Ablauf ist ähnlich wie beim allseits beliebten Eurovision Song Contest: Ihr reicht einen Titel eurer Wahl ein und dann wird unter allen Teilnehmern der Sieger gewählt. Alle Informationen zu diesem Event findet ihr im Musikforum. Den Thread zum 1. Sportforen Musik-GrandPrix findet ihr dort ganz oben.

    Bei Fragen schaut im Thread nach oder wendet euch an den "Veranstalter" JimmyDream.

    Viele Grüße und viel Spaß bei der Teilnahme!
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Sexuelle Überfälle auf Frauen in der Öffentlichkeit

Dieses Thema im Forum "Non-Sports" wurde erstellt von Spielberg1, 3. Januar 2016.

  1. Sm0kE

    Sm0kE All-Star

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    1. Meinung
    2. Sexismus
    3. Rassimus

    :wavey::wavey:
     
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  2. theGegen

    theGegen Linksverteidiger

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    Ich würde es so vielleicht präzisieren:

    1. neutrale Meinung
    2. sexistische Meinung
    3. rassistische Meinung

    Hinter 1. Meinung steht Neutralität, hinter 2. Sexismus und hinter 3. Rassismus.

    Meinungen repräsentieren Ansichten. Wer welche Meinungen vertritt, steht auch für diese Ansichten ein. (Außer ich schreibe groß *Satire* drüber.)
     
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  3. Tuco

    Tuco MVP

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    Ist aber irgendwo auch eine überflüssige Diskussion, denn das schließt sich doch nicht aus - eine Meinung kann natürlich rassistisch oder sexistisch sein (siehe das gleichzeitig von Gegen gepostete).

    Letztlich ist es doch vor allem eine schwierige Gratwanderung, wie man mit problematischen Aussagen umgeht, darum ging's hier ja auch schon häufig. Wenn man zu "anklagend" darauf reagiert erreicht man damit meistens gar nix, abgesehen von einer Abwehrhaltung, die denjenigen eher noch in seinen seltsamen Ansichten bestärkt. Ignorieren oder gar "Verständnis" kann auf der anderen Seite aber natürlich auch keine angemessene Reaktion sein. Man sollte wohl am ehesten versuchen, diejenigen zu fragen, wie sie auf diese Ansichten kommen bzw. ob sie das irgendwie begründen können und dann da ansetzen, dann mag noch am ehesten ein konstruktives Gespräch darüber möglich sein. Ist natürlich leichter gesagt als getan, aber heutzutage wohl wichtiger denn je.
     
    Zuletzt bearbeitet: 9. März 2018
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  4. theGegen

    theGegen Linksverteidiger

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    Noch etwas, denn das gehört zum Thema Sexismus:

    Wenn Du der Meinung bist, dass Deine Meinung nicht fundiert sein muss, wieso tust Du sie überhaupt kund? :licht:
    Und wunderst Dich dann über fundierte bis angemessene Reaktionen? o_O

    Warum gehört das zum Thema Sexismus? Weil Männer aus männlicher Sicht Meinungsäußerungen kundtun, die vom Thema "sexuelle Gewalt / Diskriminierung gegenüber Frauen" selten unmittelbar betroffen sind.

    Um das abzurunden:

    Da gehe ich ansatzweise mit. :thumb: Von mir aus darf man in einem Meinungsforum schon mehr zulassen, als nur mit Watte-Bällchen zu werfen.
    Sich dann zu beklagen, wenn es Echo gibt, wäre dann aber auch albern.
    Also sowas wie eine Meinung zitieren und das als Blödsinn zu bezeichnen, finde ich (aus Zeitgründen) absolut okay.
    Daher hätte ich den Beitrag von @Le Freaque nicht gelöscht. Und meine gelöschte Antwort auf einen anderen User hätte ebenfalls stehen bleiben können, aber @timberwolves hat dann eine "angemessenere" Antwort gefunden.
     
    Zuletzt bearbeitet: 9. März 2018
  5. sotarts

    sotarts All-Star

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    Haha. Das ist keine Kapitalismuskritik. Das ist eine bitte am Kapitalismus mit zu partizipieren. Hat eher was von der NCAA Problematik. Ist ja auch nicht falsch die Kritik, eine Kapitalismuskritik ist es aber nicht, im Gegenteil, man fühlt sich ausgeschlossen, man möchte mitmachen.

    Das ist dür mich schon fast positiver Rassismus. Und noch andersherum. Der weisse Mann hat und hatte Vorteile. Das hätte aber genauso gut ein schwarzer Mann sein können oder eine andere coleur. Geschichtlich war es aber weisse Mann. Ich weiß nicht wo du in diesem Umstand eine Farbe sehen kannst. Er hat seine Position ausgenutzt um oben zu bleiben, das ist ein Phänomen des Kapitalismus und ein Grund das es Rassismus in dieser Form gibt.


    Es gibt Systeme, die mehr auf ein miteinander achten, die Industrialisierung und Robotisierung ermöglicht es den Menschen jetzt schon (eigentlich) so gut wie gar nicht arbeiten zu müssen. Im wahnsinnigen verschwenderischen Kapitalismus nicht möglich. Das diese Systeme im moment unrealistisch sind weil sehr viele Menschen nicht dazu bereit sind sich diesen zu öffnen sollte man wenigsten langsam anfangen sie zu thematisieren. Ich sehe übrigens eine „Revolution“ bzw eine gewaltsame Veränderung als falsch an. Diese Wunden reissen neue auf und usw. Du bekommst das Blut nicht weg oft sind die Nutznießer dieser Umstände wieder irgendwelche Kasten.

    Bezieh dich doch aufs Beispiel. Wir reden hier nicht von Appeasement Politik und von Schergen die Prügelnd und tötend durch die Gassen ziehen, diese müssen massiv bekämpft werden.
    Mein Beispiel war auf Nazi bezogen die panisch Aufmerksamkeit gieren um dann Gesellschaft zu trennen. Sie sind damit erfolgreich. Ich sehe da in Empörung keine Lösung. Wieso nicht ignorieren und erklären was da passiert?

    Da sehe ich dich gerade eher in dieser Hippie Rolle. Der Glaube das man im Kapitalismus etwas verbessen kann. Er lässt dies gar nicht zu. Dort wo er dir was gibt nimmt er sich woanders mehr. Es ist eine pure Ausbeutung. Don Quixote lässt grüßen und viele klopfen sich dafür boch auf die Schulter.

    Zu den Signalwörtern:
    Hast du deinen Beitrag noch editiert? Ich dachte ich hätte da was gelesen. Falls nicht: My bad.

    Im Endeffekt ist es der weniger interessante Part dieser Diskussion.
     
    Zuletzt bearbeitet: 9. März 2018
  6. liberalmente

    liberalmente Moderator

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    Ich war jetzt kurz davor, den Post über mir zu löschen. Er bleibt nur stehen, weil Sotarts sich Schreibarbeit gemacht hat und dabei niemanden angreift. Aber ich habe diese Ankündigung hier nicht zum Spaß gemacht:

    Kapitalismuskritik und Meinungsfreiheit mögen spannende Themen sein, aber nicht mehr in diesem Thread! Und beim nächsten, der einfach die Ankündigung ignoriert, wird dann auch gelöscht, egal wie viel Schreibarbeit da dahintersteckt.
     
  7. theGegen

    theGegen Linksverteidiger

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    Gut, dass das nicht gelöscht wurde. Wegen der Schreibarbeit. Ich zitiere den Inhalt dieser Schreibarbeit aber wunschgemäß lieber woanders. :saint:
     
  8. Sm0kE

    Sm0kE All-Star

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    Mal so generell: Wenn der Kritikpunkt der ist, dass die Beiträge im falschen Thread sind, dann sollte man sowieso nicht löschen, sondern ins richtige Thema verschieben. ;)
     
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  9. Kinski

    Kinski Bankspieler

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    du bist moderator hier, lagere die diskussion aus oder lass sie laufen. du siehst doch das die leute redebedarf haben...
     
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  10. L-james

    L-james MVP

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    Ich fände es aber auch nicht zuviel verlangt wenn man die Diskussion selber verlagert. Es sind vll. 5 Sekunden mehr Zeitaufwand um die Diskussion zu verlagern, im Notfall macht man halt schnell ein neues Thema auf, kann es aber auch immer in den Thread "Dinge die keinen eigenen Thread verdienen" reinhauen. Mod hat eine klare und verständliche Ansage gemacht, dann finde ich es schon ziemlich fragwürdig warum man trotzdem weiter in diesem Thread zitiert und diskutiert. Es ist dann auch unnötige Arbeit für den Mod hier die ganzen Beiträge rauszufiltern und zu verlagern, bisschen was kann man schon auch von den Usern selber verlangen.
     
  11. DerDude1977

    DerDude1977 Bankspieler

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    453
    Ich beziehe mich jetzt mal bewußt nur aud die #metoo-Geschichte, weil ich nur die letzten Seiten hier überflogen hatte und gerade keinen Bock drauf habe, mich "politisch" zu äußern. - Nur soviel zu diesem Thema: Ich sehe das (ich komme aus dem Ruhrgebiet) als mehr als schlimm an, was hier teilweise auf "der Straße" abgeht.
    Was mein Bild von Frauen angeht:
    Ich bin 40, Single, und hatte so einige.
    Meine Erfahrungen:
    Finanziell hatte ich nie was zu bieten, menschlich war ich immer ehrlich, und ich hatte ein paar Frauen zur Partnerin, die meistens mindestens Abitur hatten.
    Die letzte verklagte mich (vor der #metoo-Geschichte) auf Grund von "Stalking" nach Beziehungsschluß, bekam kein Recht, versuchte es mit Klage auf Beleidigung, bekam auch da kein Recht.
    Ich ging da nichtmal vorbei, nachdem Schluß war, rief nichtmal an, schrieb nur E-Mails, die sie sofort hätte in ihren Spam-Filter packen können. Ich drohte nie, nichtmal, zu erscheinen ungefragt. Ich konnte nur nicht verstehen und gab ihr einmal per E-Mail ihre Beschimpfungen zurück. Per E-Mail!
    Kleinere Geschichten lasse ich mal außen vor, ich beziehe mich hier nur auf Erfahrungen in Beziehungen.
    Es lief bei mir eigentlich immer sehr ähnlich ab.
    Sexuelle Kontakte gingen im Grunde immer von den Frauen aus (1. bis 3. Date).
    "Liebe" wurde sehr schnell geäußert (spätestens nach 2 Monaten) oder bejaht.
    Wenn ich selbst nach spätestens nem halben Jahr nicht finanziell liefern konnte oder wollte (habe zwei Ausbildungen, Abi, bißchen studiert), ging es häppchenweise den Bach runter, ausgelöst von den "Damen".
    Wenn Ende war, war von ihren Seiten Ende, trotz "ich liebe Dich über alles", etc. (beidseitig geäußert, jedesmal). Ende per SMS, E-Mail, kurzem Anruf, etc. Anderer Kerl meistens schon am Start. Geht mir mein ganzes Leben so.
    Ob bzw. dass ich dran hing war von da an spätestens egal. Ich habe Kumpels, die da cooler sind/waren und sich nicht sobald einlassen bei den Frauen, aber ich war da immer sehr "liebessuchend". Waren auch zeitweise
    gefühlt sehr tolle und intensive Verbindungen. Waren für mich als liebesliebender Mann auch immer Jahre des Darbens und Selbstzerstörens. Aber ich habe "Weiber" als sehr berechnende Eisklötze kennengelernt. Und als "notgeilere" Wesen im Grunde als wir Männer das sind. Und dass Frauen nie allein sein können. Irgendwer muss immer um die rumkaspern.
    Meiner Meinung sind Frauen viel unehrlicher und skrupelloser und materialistischer, als die meisten Kerle.
    Zur #metoo-Geschichte: Da sind Weiber, die sich hochschlafen, und jetzt wo sie damit auch noch absahnen können, dass sie sich öffentlich als Opfer hinstellen, wollen sie noch zusätzlich absahnen, weil sie nicht mehr
    die erste oder zweite Geige spielen. Ich habe da kein Mitleid. Hätte als Kerl unter Umständen vielleicht mal gerne die Möglichkeit gehabt, mich einigermaßen entspannt hochzuschlafen, als mich wie öfters für nichts abzurackern.
    Um doch nochmal etwas zum Eingangsthema zu Äußern: Typen wie die der Übergriffe in Köln Silvester damals etc. gehören für mich bedingungslos abgeschoben.
     
    Zuletzt bearbeitet: 9. März 2018
  12. theGegen

    theGegen Linksverteidiger

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    Dann solltest Du die feministische Bewegung unterstützen. Je mehr Frauen in Führungspositionen sind, desto größer die gleichberechtigte Chance für Männer, sich hochzuschlafen. :licht:
     
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  13. theGegen

    theGegen Linksverteidiger

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  14. Blayde

    Blayde All-Star

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    Die Formulierung ist falsch, wobei sie sicher keine schlechten Intentionen hat, sondern aus der Erfahrung kommt, dass in solchen Situationen nur Mütter erscheinen. Angenommen, da waren zuletzt echt nur Mütter: Darf man das dann nicht schreiben?
    Wir brauchen Empowerment für Mütter, weiter zu arbeiten, und wir brauchen Empowerment für Väter, sich auch mal um die Erziehung zu kümmern. Dann findet die Entwicklung statt. Und für die ersten Väter kann es auch mal ein bisschen unangenehm werden, dort mit 90% Frauen zu stehen und auf ein Schreiben zu kommen, in dem nur von "Müttern" die Rede war. Vielleicht wird er aber auch abgefeiert von den 90% Frauen, dass endlich mal ein Vater da ist. Vielleicht muss er sich auch Sprüche von seinen Freunden reindrücken lassen, dass er zuhause bleibt und die Frau die Hosen anhat. Das kommt als alten Strukturen ja, aber ist jetzt nicht wirklich böse und diskriminierend gemeint und wird mit der Zeit verschwinden, ohne dass wir eine große Unterdrückungsdebatte aufmachen müssen.
    Und wenn wir aber am Ende nie auf eine 50/50 Quote kommen, sondern es doch mehr Mütter als Väter zur Erziehung zieht, dann ist das auch in Ordnung! Equality of opportunity, nicht equality of outcome. Genauso wie Schweden als das "femininste" oder "feministischste" Land der Welt glaube ich auch den geringsten Anteil an weiblichen Ingenieuren hat. Freedom of Choice.
    Aber ja, ich finde es schon richtig, dass das diskutiert wird. Und man kann da als Schule sicher bessere Worte finden.

    @DerDude1977: Du sprichst viele Wahrheiten aus. Auch wieder so eine Sache mit der Beziehungsmacht. Weiß nicht, ob es da zahlen zu gibt, aber ist es nicht in der Tat so, dass Frauen Beziehungen meistens beenden, weil sie einen Neuen am Start haben und Männer unter Beziehungsenden richtig leiden? Es gibt einfach viele Aspekte im Zusammenleben von Mann und Frau und in vielen hat auch die Frau die stärkere Position. Den Begriff Pantoffelheld gab es auch schon immer trotzdem damals echt bescheuerten Rollenbildern ;)
    Deinen letzten Absatz zum Hochschlafen finde ich aber nicht ok. Natürlich gibt's das Hochschlafen auch (und ganz ehrlich, das ist auch in Ordnung so, letztlich ist es Networking und Vitamin B), aber das so vermischen und jedem wirklichen Opfer zuschreiben geht nicht.
     
  15. timberwolves

    timberwolves All-Star

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    Okay, auch wenn dieser Typ mit seinem Beitrag vielleicht den ein oder anderem zum Schmunzeln gebracht hat. Aber bitte den Kontext wahren:

    1. Bringen diese Anekdoten niemandem was und 2. Sind heterosexeulle Beziehungen für Frauen immer noch weitaus gefährlicher als für Männer.

    Die Dunkelziffer ist natürlich noch um einiges höher.
     
  16. Blayde

    Blayde All-Star

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    Das finde ich krass bzw. nahezu unerklärlich!? Aus dem Bauchgefühl hätte ich gesagt, wir entwickeln uns genau andersrum. Oder kann es auch daran liegen, dass solche Fälle früher noch nicht mal gemeldet wurden?

    EDIT: Und bei diesen Fällen spielen altmodische, ekelhafte Geschlechterbilder eine Rolle, keine Frage. Ich finde trotzdem, der Fokus sollte eher darauf liegen, dass die Täter - unabhängig vom Geschlecht - ekelhafte, gewaltbereite Kriminelle sind. Ohne den gesamten Kontext außen vor zu lassen.
     
  17. Tuco

    Tuco MVP

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    Ist aber auch nicht ganz unproblematisch, das so auszudrücken. Denn Gegen hat mit seinem Kommentar ja nicht unrecht: Dass das "Hochschlafen" im Grunde immer im Zusammenhang mit Frauen genannt wird, liegt doch schlicht daran, dass die Führungspositionen weit überwiegend von Männern besetzt werden, und wenn das dann Leute wie Weinstein sind, gibt's für die Frauen kaum Alternativen, wenn sie vorankommen wollen. Während Männer dieses Problem so gut wie nie haben und gar nicht erst in Situationen kommen, wo sie entscheiden müssen, ob sie sowas erdulden wollen.

    Sicher ist es nicht optimal, dass diese ganze #meetoo-Sache sehr stark mit millionenschweren Schauspielerinnen in Verbindung gebracht wird, obwohl die Situation in anderen Branchen, wo ein winziger Bruchteil an Gehältern gezahlt wird, noch deutlich prekärer sein dürfte. Gerade was die Gastronomie angeht, bei der Bedienungen etc. in den USA überwiegend von den Trinkgeldern leben müssen und insofern fast alles erdulden müssen, weil es da schlicht um die Existenz geht. Aber es ist nun mal so, dass sich die Medien für deren Schicksal in der Regel wenig bis gar nicht interessieren. Da ist es dann doch immer noch besser, wenn diese Debatte von Prominenten geführt wird, und man immerhin hoffen kann, dass es auch gewisse positive Folgen im Niedriglohnsektor hat.

    Mich hat es in Bezug auf Hollywood etc. ohnehin nicht wirklich gewundert: Ich muss da immer an Geschichten denken, die man sowieso immer wieder hört und liest, wenn es um Berichte aus der "guten alten Zeit" geht. Ich kann mich etwa noch an eine Biographie über Billy Wilder erinnern, die ich mal gelesen habe, in der immer wieder ganz nonchalant erwähnt wurde, wie solche Praktiken wie von Weinstein in den 40ern, 50ern oder 60ern sehr üblich und verbreitet waren (nicht im Zusammenhang mit Wilder, aber mit etlichen anderen). Dass sich das bis heute nicht komplett gewandelt hat, war dann weniger überraschend.
     
    Zuletzt bearbeitet: 10. März 2018
  18. theGegen

    theGegen Linksverteidiger

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    Aber das ist doch komplett an den Realitäten vorbei, fast an jeder Grundschule. Seit Jahrzehnten bringen "sogar" Väter ihre Pänz in die Schule, werden zu St. Martinszug oder Hortfeiern verpflichtet, auch wenn die Väter vielleicht ganz früher mal die große Ausnahme waren.
    Wer Zeit hat, bringt die Kinder oder holt sie ab oder fährt mit zum Ausflug. Kompletter gesellschaftlicher Unfug also, nur die Mütter anzusprechen.
     
  19. Blayde

    Blayde All-Star

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    Muss zugeben, da kenn ich mich nicht so aus. Wenn das so ist, hast du natürlich recht. Dann ist es arg verwunderlich, wie man darauf kommt, nur die Mütter anzusprechen. Meine eigene Grundschulzeit liegt erst 2 Jahrzehnte zurück und da waren überall 100% Mütter.

    Das stimmt natürlich. Ich hatte jetzt - so hatte es @DerDude1977 glaube ich auch andeuten wollen - unterschieden zwischen hochschlafen und quasi erpresst werden. Hochschlafen geht quasi von mir aus, bewusst, aktiv um mir einen Vorteil zu verschaffen. Gold Digger, Trophy Wife Style. Das ist doof für die anderen und ich würde es nicht machen, aber legitim. Der andere Fall von Machtmissbrauch rangiert - da sind wir uns ja alle einig - von ekligem Verhalten bis zu höchst kriminellem Verhalten.

    Da war bei Maher zuletzt auch mal eine Frau, die vehement einen festen Lohn für Kellner und Kellnerinnen gefordert hat. Was sicher richtig ist und kommen muss.
    Auf der anderen Seite, da haben wir es auch wieder: Ich wette, weibliche Kellnerinnen verdienen mehr als männliche. Teils auch, weil sie ihre Weiblichkeit bewusst einsetzen. Umgekehrt gibt es den selteneren Fall, dass sich männliche Kellner von weiblichen Gästen Dinge gefallen lassen müssen. Insgesamt wird es aber wahrscheinlich immer so sein, dass tendenziell das weibliche das "schöne" Geschlecht ist und das männliche das "jagende".
     
  20. theGegen

    theGegen Linksverteidiger

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    Vor 2 Jahrzehnten habe ich meine Kinder in den Hort, in den Kindergarten oder in die Grundschule gebracht, war mit meinen Kindern auf Spielplätzen usw., war bei St. Martin-Bastelnachmittagen :panik:, oder zu Schulfesten. Vorteil des Schichtdienstes, dass Mann sich aktiv um die Kleinen kümmern kann.
    Ich war beileibe nicht der einzige Vater, aber natürlich eine Ausnahme. Heutzutage dürfte der Anteil viel größer sein.
     
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