Transidentität

aue

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Studie: Geschlechtsumwandlungen bei Jugendlichen und Kindern führen zu psychischen Problemen
Die brauchen nicht erst eine Geschlechtsumwandlung, um psychische Probleme zu haben. In einer Gesellschaft, in der du überhaupt auf ein (definiertes) Geschlecht festgelegt (= reduzierst) wirst, sind psychische Probleme kaum vermeidbar, wenn du nicht der aktuell vorherrschenden Standardnorm entsprichst.
Warum und mit welchem Recht ist es überhaupt so, dass alle glauben, sich in die Sexualität anderer einmischen zu dürfen? Wer legt hier Regeln und Normen fest? Sind wir nicht zuallererst Menschen?
Sexualität ist eine zutiefst persönliche Angelegenheit. Hier gibt es nur und ausschließlich die Regel des gegenseitigen Respektes der handelnden Personen. Das gilt auch für die Festlegung des Geschlechtes. In einer idealen Gesellschaft existiert ein Geschlecht allenfalls noch dem Namen nach, aber nicht in der Bedeutung der Menschen. (Sexuelle) Beziehungen zwischen Menschen sind nicht durch das Geschlecht geprägt. Auch sog. gleichgeschlechtliche Beziehungen werden häufiger, weil normal sein, es gibt hier kein unnormal.



(edit: schweren Rechtschreibefehler korrigiert! [kein statt ein])
 
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Lena

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Ich möchte hier nochmal betonen: es heißt Geschlechtsangleichung, nicht -umwandlung. Bitte respektiert das.

,z.B. das man mit über 1,85m
Ich bin 1,89m und nun? :D Ich habe eine Freundin (Cis-Frau), welche sogar 1,92m groß ist. Es soll tatsächlich auch die ein oder andere große Frau geben (Models, Basketballerinnen, usw.)

Die brauchen nicht erst eine Geschlechtsumwandlung, um psychische Probleme zu haben. In einer Gesellschaft, in der du überhaupt auf ein (definiertes) Geschlecht festgelegt (= reduzierst) wirst, sind psychische Probleme kaum vermeidbar, wenn du nicht der aktuell vorherrschenden Standardnorm entsprichst.
Warum und mit welchem Recht ist es überhaupt so, dass alle glauben, sich in die Sexualität anderer einmischen zu dürfen? Wer legt hier Regeln und Normen fest? Sind wir nicht zuallererst Menschen?
Sexualität ist eine zutiefst persönliche Angelegenheit. Hier gibt es nur und ausschließlich die Regel des gegenseitigen Respektes der handelnden Personen. Das gilt auch für die Festlegung des Geschlechtes. In einer idealen Gesellschaft existiert ein Geschlecht allenfalls noch dem Namen nach, aber nicht in der Bedeutung der Menschen. (Sexuelle) Beziehungen zwischen Menschen sind nicht durch das Geschlecht geprägt. Auch sog. gleichgeschlechtliche Beziehungen werden häufiger, weil normal sein, es gibt hier ein unnormal.
Bis auf og. Begrifflichkeit, gehe ich da mit dir konform.
Ich verstehe bis heute nicht, warum nicht betroffene Menschen darüber entscheiden wollen, was für UNS gut ist und was nicht.
Meine Stimmungsschwankungen kommen nicht daher, dass ich endlich so leben kann, wie ich bin. Sie rühren daher, dass mich ein kleiner Teil der Gesellschaft teilweise ausgrenzt, verspottet, diffamiert. Von sexistischen Handlungen fang ich erst gar nicht an.
Bin ich allerdings in Gruppen, die mich so respektieren, wie ich bin, bin ich einfach nur glücklich und genieße es endlich Frau sein zu dürfen :)
 

Lena

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Ich nochmal. Ich habe hier mal ein paar Aussagen einiger Trans*menschen aus Deutschland zusammengetragen und ich bitte darum, dass ihr sie euch aufmerksam durchlest. Es gibt ein gottverdammtes Problem mit Transphobie in Deutschland und am Liebsten würde ich jedem ins Gesicht kotzen, der das verneint. Allerdings habe ich Respekt vor anderen Menschen. Also das, was Menschen wir mir viel zu selten entgegenkommt. Was zur Hölle ist so schwer daran uns in Ruhe so leben zu lassen, wie WIR es wollen um glücklich zu werden? Was für eine unglaubliche Arroganz und Menschenverachtung spielt da bei Teilen der Gesellschaft mit. Und bitte fragt euch mal selbst: wärt ihr eingeschritten, wäre eine Transperson öffentlich diskriminiert, diffamiert oder gar angegriffen worden?
Ich habe die letzten Zwei Tage darüber nachgedacht mich aus diesem Forum zurückzuziehen, weil hier immer wieder transphobe Arschlöcher aus dem Boden wachsen, wie Pilze... Schimmelpilze trifft das wohl eher.
Entschuldigt bitte meine Emotionalität, aber als Betroffene muss ich mir nicht alles gefallen lassen!

1. „Ich sei abnormal und dreckig. Gott mache keine Fehler.“
Ich habe endlich das Selbstbewusstsein gesammelt, einen Binder zum Minimieren des Brustumfangs in der Öffentlichkeit zu tragen, und habe auch maskulines Make Up aufgetragen. Wurde direkt von einer Person komisch angeguckt und gefragt, wo denn meine Titten seien. Ich entgegnete höflich, dass dies meine Sache ist und nicht ihre. Daraufhin wurde ich beschimpft ich sei wohl „eine dreckige Transe“. Ich sei als Mädchen viel schöner und verhalte mich nur für die Aufmerksamkeit so, ich sei abnormal und dreckig. Gott mache keine Fehler.
– Trans/non-binary, pansexuell, Berlin unter 18 Jahre

2. „Ich hab auf den Zug gewartet und ein Mann pöbelte mich an und nannte mich 'Transen-Schwein'. Dann kam er auf mich zu und schubste mich, so dass ich fast stürzte.“
Trans, pansexuell, Bayern, 25-35 Jahre

3. „Sie hat deutlich gemacht, dass sie meine Identität nicht akzeptieren wird.“
Ich habe der Person gesagt, dass ich mit einem anderen Namen als meinem Geburtsnamen angesprochen werden möchte, da ich mich nicht als weiblich empfinde. Sie hat daraufhin (in ziemlich abschätzigem Ton) gesagt, das wäre Schwachsinn und sie würde das nicht tun. Das sei mein Problem und ich solle nichts mehr mit ihr unternehmen, wenn ich damit nicht klarkomme. In der darauf folgenden „Diskussion“ hat sie sehr deutlich gemacht, dass sie meine Identität nicht akzeptieren wird.
– Trans/non-binary, pansexuell, Bayern, 18-24 Jahre

4. „Ich wurde festgehalten und meine Hose runtergezogen und dann angefasst und angeguckt.“
– Trans/non-binary,poly, Bayern/Sachsen, 18-24 Jahre

5. „Diese ganze Genderkacke“ sei neumodischer Blödsinn.
Ich kam in das Studiensekretariat, um nachzufragen, ob die Universität eine Namensänderungen in den Studentenakten über den Zusatzausweis des DGTI [Deutsche Gesellschaft für Transidentität und Intersexualität] zulässt. Neben einer Absage bekam ich zu hören, was das für ein „unnötiger Quatsch“ sei, und dass „diese ganze Genderkacke“ sowieso neumodischer Blödsinn sei.
– Trans/non-binary, asexuell, Sachsen-Anhalt, 18-24 Jahre

6. „Ich habe dich geboren, ich weiß genau, dass du ein Mädchen bist!“
Ich bin sehr konservativ aufgewachsen, Freikirche, charismatisch-fundamentalistische Gemeinde. Dass ein Outing bei meiner Familie nicht gut ankommt, war mir natürlich klar. [...] Ich war 28 Jahre alt und hatte meine Eltern und Geschwister zu mir eingeladen, um mich zu outen. Ich wusste ganz sicher, dass mein Familienleben danach nie wieder so sein würde, wie vorher. [...]
Es kamen Vorschläge, eine christliche Therapie zu machen (sprich “pray away the gay“), um mich wieder normal zu machen. Weil Homosexualität und so Krankheiten wären und Gott das heilen kann. Dazu kamen noch ein paar säkulare Sprüche wie „Ich habe als Kind auch Fußball gespielt, bin ich jetzt etwa auch ein Junge?!“ und „Ich habe dich geboren, ich weiß genau, dass du ein Mädchen bist!“ ... Was soll man dazu noch sagen. 🙄

Letzten Endes habe ich zu meiner biologischen Mutter und meinen jüngeren Geschwistern keinen Kontakt mehr. Zu meinem Papa habe ich ein gutes Verhältnis, er gibt sich Mühe. Er nennt mich nicht bei meinem männlichen Namen, aber er benutzt auch nicht meinen Geburtsnamen. Damit können wir beide sehr gut leben. Wenn der Satzbau unbedingt ein Pronomen erfordert (was selten der Fall ist – ich bewundere seine grammatikalische Wendigkeit), dann nimmt er männliche Pronomina. Mein großer Bruder hat mich völlig so akzeptiert und behandelt mich wie einen ganz normalen Kerl. (Dazu sei gesagt, dass er sich von dem ganzen Glauben, ebenso wie ich, abgewendet hat. Sonst wäre das für ihn wohl auch nicht möglich)
– Männlich/Trans, pansexuell, Niedersachsen, 25-35 Jahre

7. „Mir wurden drei Tage lang Suizidaufforderungen, Vergewaltigungsdrohungen und Gewaltandrohungen gegen mich, meine Haustiere und Freunde geschickt.“
Ich habe auf Twitter einen Minderjährigen verteidigt, der wegen seiner Sexualität von mehreren anderen Twitterusern aufs Schlimmste beleidigt wurde. Daraufhin wurden mir drei Tage lang massenhaft Suizidaufforderungen, Vergewaltigungsdrohungen, Beschimpfungen, Gewaltandrohungen gegen mich, meine Haustiere und Freunde geschickt sowie Drohungen, mich in meinem Privatleben zu outen und zu ermorden. Unter anderem wurde ich auch mehrfach als lebensunwertes Leben beschimpft oder mir angedroht mich zu vergasen wenn 'sie' wieder an die Macht kämen. Ich habe über 150 Accounts gemeldet und geblockt, Twitter hat zwei dieser Accounts vorübergehend gesperrt. Sie haben ein Foto gefunden, auf dem ich teilweise zu sehen war und es per Bildbearbeitung in Bilder von toten Tieren eingefügt und verbreitet – mit der falschen Aussage, ich würde Tiere quälen und Kinder belästigen.
– Fluid, bisexuell/queer, NRW, 25-35 Jahre

8. Beschimpft, gestoßen, angespuckt
– Trans, schwul, Bayern, älter als 60 Jahre

9. „Meine Mutter akzeptiert nicht, dass ich geoutet bin.“
Meine Mutter spricht mich immer wieder darauf an, dass ich binde, versuche, mit tieferer Stimme zu reden oder mich maskulin anziehe. Ich bin geoutet, aber sie akzeptiert das nicht, sondern macht sich meistens über oben genannte Dinge lustig. Sie weigert sich, meinen richtigen Namen zu verwenden, geschweige denn mein Pronomen. Der letzte Angriff war gestern, als es um das Thema "All men are trash" ging. Ich machte eine Aussage, die Männer als Gruppe kritisierte und sie antwortete: „Nicht alle Männer sind so. Und außerdem bist du doch auch einer!“
– Trans/non-binary/transmaskulin/genderqueer, pansexuell/asexuell, Bayern, 18-24 Jahre

10. „Die Menschen hatten maximal verachtende Blicke für mich.“
U-Bahn Hermannplatz. Eine Person wollte mir meine Handtasche (pink mit Stiefelmuster) klauen, weil ich eine „**********“ sei. Die Person hat die Tasche mehrere Minuten lang nicht losgelassen und mich auch danach weiter bedroht. Die Situation ging soweit, dass ich mich nach Flaschen zu Verteidigung umgeschaut habe. Das Ganze fand an einem vollen U-Bahnsteig statt, die Menschen hatten maximal verachtende Blicke für mich. Der Vorfall hat sich so eingebrannt, weil bestimmt 150 Personen anwesend waren, die nicht nur nicht eingegriffen haben, sondern von denen die allermeisten auch Täter*innen hätten sein können. Ich kann nicht mit Sicherheit sagen, dass sie nicht die andere Person unterstützt hätten.
– trans/non-binary/weiblich, lesbisch/pansexuell, Niedersachsen, 18-24 Jahre

11. Ich wurde vor einigen Monaten, mit 15, von drei Männern angegrabscht. Sie wollten wissen, ob ich ein Junge oder ein Mädchen sei.
– Trans/non-binary, pansexuell, Berlin, unter 18Jahre

12. „Ein Bekannter eines Freundes wollte 'testen, ob ich wirklich eine Frau bin'.“
Der erste transfeindliche Übergriff: Ich war 18 Jahre alt und auf einer Karnevalsparty. Ich war als Geist verkleidet, andere Leute konnten also nur meine Stimme (recht tief) wahrnehmen, und dass ich von Freund*innen mit meinen „weiblichen“ Vornamen angesprochen werde. Ein Bekannter eines Freundes wollte „testen, ob ich wirklich eine Frau bin“ und hat mir mit beiden Händen so plötzlich und mit Schwung an die Brust gefasst, so dass ich fast umgefallen wäre. Das habe ich so stark in Erinnerung, weil es der erste körperliche Übergriff war.
– Trans/non-binary, lesbisch, Berlin, 25-35 Jahre

13. „Mir wurde der Weg zu einer von der Krankenkassen bezahlen Transition verweigert, weil ich nicht 'Trans genug' bin.“
Ich war bei einer Therapeutin, die auf Trans spezialisiert ist, die mir meine nicht-binäre Identität abgesprochen hat und mich auf Grund meiner Identität nicht behandeln wollte. Dann war ich bei einer anderen Psychologin, die sich nicht dafür interessierte und das Thema möglichst vermieden hat, obwohl sie mir versprach, sich zu informieren. Mir wurde der Weg zu einer von der Krankenkassen bezahlen Transition verweigert, weil ich nicht "Trans genug" bin.
– Trans/non-binary, bisexuell/pansexuell, NRW, 18-24 Jahre

14. „Mich drängte ein Schüler an die Wand und fasste mir an die Brust.“
Mit 16 drängte mich ein anderer Schüler im Schulflur an die Wand und fasste mir an die Brust, lachte dabei und wurde von anderen Schülern im Flur angefeuert.
– Trans/Non binary, Asexuell, Sachsen-Anhalt, 18-24 Jahre

15. „Ich wurde in einem öffentlichen Bahnhof mehrfach bewusstlos geschlagen.“
Ich wurde mit 18 von einer Gruppe Leute nachts in einem öffentlichen Bahnhof mehrfach bewusstlos geschlagen. Eigentlich wollte ich im Bahnhof auf mein Taxi warten, weil mir die Typen draußen schon so unheimlich vorkamen, wurde aber von einem Angestellten rausgeworfen, der sich nicht für meine Sorgen interessiert hat. Der hat sich später nicht mehr blicken lassen und auch das Taxi ist wieder weggefahren. Da mir die Leute auch meine Brieftasche abgenommen hatten, bekam ich zwei Tage später für den Notarztwagen und die Notaufnahme eine extrem unfreundliche Mahnung. [...]
– Trans/non-binary, lesbisch, bisexuell, polysexuell, enbysexuell, homosexuell, NRW, 25-35 Jahre

16. „Sie riefen Beleidigungen durch die Kneipe wie: Trans* seien eklig.“
Erst riefen sie Beleidigungen durch die Kneipe wie: Trans* seien eklig; Menschen, die sich nicht entscheiden können, welches Geschlecht sie seien, wären Missgeburten. Dann bewarfen sie mich mit einem Plastikarmband (diese Sportarmbänder). Als ich sie konfrontierte, drohten sie mir Stress an, beleidigten mich und drohten mich zu schlagen, wenn ich nicht weggehen würde.
– Trans, lesbisch/ heterosexuell, Baden-Württemberg, 18-24 Jahre

17. „Ich werde auf der Straße immer wieder ins Lächerliche gezogen oder beleidigt. Die Beleidigungen lauten meist: das ist ein Mann, das ist ne' Transe, Schw#chtel, N#tte, F#tze ... das Übliche halt.“
– weiblich/Trans, asexuell, Hessen, 25-35 Jahre

18. „Er griff mir mit der Bemerkung 'Echte Titten, du Schlampe?' an die Brust.“
Ich kam abends von einem Konzert und nahm die S-Bahn nach Hause. In der S- Bahn setzte sich dieser Mann mir gegenüber und starrte mich unablässig an. Er starrte auf meine Brust, auf die Beine und versuchte Blickkontakt herzustellen. Ich stand auf und setzte mich auf einen anderen freien Platz. Der Mann folgte mir und setzte sich in die Sitzreihe gegenüber. [...] Kurze Zeit später stieg ich aus und wartete an der Bushaltestelle auf meinen Bus, als dieser Mann plötzlich wie aus dem nichts wieder bei mir stand. Er griff mir mit der Bemerkung „Echte Titten, du Schlampe?“ an die Brust. Ich schrie ihn an so laut ich konnte, da drehte er sich um und ging weg.
– weiblich/Trans, pansexuell, NRW 36-45 Jahre

19. „Mitleidiges: 'Du kannst ja auch nichts dafür, dass du Satan in deinen Genen hast'.“
– männlich/Trans, pan/hetero, Baden-Württemberg, 25-35 Jahre

20. Weigerung in einem Büro mit mir zu sitzen (Arbeitsplatz)
– Trans, pansexuell, 36-45 Jahre

21. „Auch wenn ich 'nur' angestarrt werde, fühlt es sich immer an, als könnte die Situation jederzeit eskalieren.“
Leute schauen/starren mich oft an, wechseln dabei zwischen Gesicht und Brust, manchmal kommt es dann zu verbalen Übergriffen. Dreimal ist darauf auch ein körperlicher Übergriff gefolgt (nicht im vergangenen Jahr). Auch wenn ich 'nur' angestarrt werde, fühlt es sich immer an, als könnte die Situation jederzeit eskalieren.
– Trans/Non binary, lesbisch, Berlin, 25-35 Jahre

22. „Ich wurde als Schw#chtel bezeichnet.“
– Trans, lesbisch, NRW, 46-60 Jahre

23. ,,Unter Hitler hätte es sowas nicht gegeben.“
Es wurden fiese Kommentare auf den Bildern hinterlassen, auf denen ich meinen Freund küsse. Zum Beispiel: ,,Unter Hitler hätte es sowas nicht gegeben.“ Ebenso wurde ich verbal attackiert, zum Beispiel wurde mein Deadname verwendet.
– männlich/Trans, schwul/sisexuell, Niedersachsen, unter 18 Jahre
Ich bitte euch alle aus dem Forum... schaut nicht weg, unterstützt uns. Auch wir sind Menschen. Menschen die extremen Hass ausgesetzt werden. Ignoriert das nicht. macht auf die Missstände aufmerksam. Ermahnt einen Freund von euch, wenn er das nächste Mal das Wort "Transe" benutzt...
 

aue

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@Lena
Leider hast du recht. Und vor allem noch schlimmer: Morgen wirst du noch mehr recht haben. Denn trotz aller Fortschritte dreht sich in einigen Ländern dieser Erde das Rad rückwärts. Und das wirkt sich auch hier in unserem Lande aus. Homophobe A-löcher trauen sich immer mehr aus ihren Löchern, ermuntert (mal wieder ganz aktuell) durch die kath. Kirche, die CDU (allen voran AKK), die AfD und natürlich den (Pegida-usw.-)Wutbürgern. Ich finde das auch sehr zum Kotzen.
Ich frage mich, was diesen Leuten abgeht und worin für sie eine Einschränkung bestehen solle, wenn Transmenschen die gleichen Rechte haben, wie Heteros. Dahinter steckt vielfach einfach nur Hass vorm Anderssein.
Grundgesetz und Menschenrechte sind hier sehr klar und Homophobie steht dazu in absolutem Widerspruch. Indem wir die Rechte von (vermeintlichen) Minderheiten verteidigen, verteidigen wir in Wahrheit auch unsere eigene Freiheit. Wir alle sind gefordert, da hat Lena völlig recht. Danke Lena, dass du so hartnäckig bist.
 

Lena

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@aue danke dafür. Nur ganz kleine Begrifflichkeiten :) Hass gegen Transmenschen nennt man Transphobie :) Homophobie ist ja Hass gegen die sexuelle Orientierung, nicht die Geschlechtsidentität. Transmenschen können nämlich auch hetero, homo, bi, pan oder sonst wie sexuell aktiv sein :)

Nicht böse gemeint, ich weiß, dass das manchmal verwirrend mit den ganzen Begrifflichkeiten ist :)
 

Melkor76

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Meine Stimmungsschwankungen kommen nicht daher, dass ich endlich so leben kann, wie ich bin. Sie rühren daher, dass mich ein kleiner Teil der Gesellschaft teilweise ausgrenzt, verspottet, diffamiert.
Auch ich(wie vermutlich fast jeder) werde von einem kleinen Teil der Gesellschaft teilweise ausgegrenzt, verspottet oder diffamiert. Stimmungsschwankungen habe ich deswegen aber nicht. So ist das eben in einer diversen Gesellschaft. Du kannst es nicht allen Recht machen und es wird immer jemanden geben, der dich hasst. Aus welchen Gründen auch immer.

Ich habe die letzten Zwei Tage darüber nachgedacht mich aus diesem Forum zurückzuziehen, weil hier immer wieder transphobe Arschlöcher aus dem Boden wachsen, wie Pilze... Schimmelpilze trifft das wohl eher.
C'mon...wegen 2-3 Leuten, die dich nicht mögen und die du dann diffamierst, verspottest und wahrscheinlich sogar am liebsten ausgrenzen würdest?
 

timberwolves

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Auch ich(wie vermutlich fast jeder) werde von einem kleinen Teil der Gesellschaft teilweise ausgegrenzt, verspottet oder diffamiert. Stimmungsschwankungen habe ich deswegen aber nicht. So ist das eben in einer diversen Gesellschaft. Du kannst es nicht allen Recht machen und es wird immer jemanden geben, der dich hasst. Aus welchen Gründen auch immer.
Das, was du so lächerlich machst, nennt sich minority stress und ist ausreichend empirisch belegt. Vor allem ist das was grundsätzlich anderes als 'jeder wird irgendwie mal von jemandem ausgegrenzt'. Deswegen kannst du dich sehr glücklich schätzen, dass du trotz angeblicher permanenter Diskriminierung keine psychischen Schäden davon getragen hast und solltest etwas solidarischer denen gegenüber sein, die dieses Glück nicht haben.
 
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Flöpper

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Das was du so lächerlich machst, nennt sich minority stress und ist ausreichend empirisch belegt. Vor allem ist das was grundsätzlich anderes als 'jeder wird irgendwie mal von jemandem ausgegrenzt'. Deswegen kannst du dich sehr glücklich schätzen, dass du trotz angeblicher permanenter Diskriminierung keine psychischen Schäden davon getragen hast und solltest etwas solidarischer denen gegenüber sein, die dieses Glück nicht haben.
Schön, mal wieder was von dir zu lesen :)
 

Melkor76

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angeblicher permanenter Diskriminierung
Es geht um einen kleinen Teil der Gesellschaft, nicht um permanente Diskriminierung.
Ich denke als Dunkelhäutiger kann ich da schon mitreden.
Wurde schon von Türstehern abgewiesen("Heute keine Ausländer"), willkürlich auf der Strasse beleidigt und sogar mal von Glatzen verprügelt. Hoffe, das ist dir "angeblich" genug.
Der deutlich grösste Teil der Gesellschaft ist zum Glück nicht so drauf und von ein paar Vollidioten lasse ich mir mein Leben nicht vermiesen.
Und mit wem ich solidarisch bin und mit wem nicht hat dich nicht zu interessieren.
 

Lena

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C'mon...wegen 2-3 Leuten, die dich nicht mögen und die du dann diffamierst, verspottest und wahrscheinlich sogar am liebsten ausgrenzen würdest?
Täter-Opfer-Umkehr ist ein beliebtes Mittel ;)

Ja, ich hege eine Abneigung gegen Leute, die andere Menschen diskriminieren. Aber nicht wegen ihrem Aussehen, ihrer sexuellen Orientierung, ihrer Geschlechtsidentität oder einer Behinderung... nein, weil es charakterliche Arschlöcher sind.
 

timberwolves

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Es geht um einen kleinen Teil der Gesellschaft, nicht um permanente Diskriminierung.
Ich denke als Dunkelhäutiger kann ich da schon mitreden.
Wurde schon von Türstehern abgewiesen("Heute keine Ausländer"), willkürlich auf der Strasse beleidigt und sogar mal von Glatzen verprügelt. Hoffe, das ist dir "angeblich" genug.
Der deutlich grösste Teil der Gesellschaft ist zum Glück nicht so drauf und von ein paar Vollidioten lasse ich mir mein Leben nicht vermiesen.
Und mit wem ich solidarisch bin und mit wem nicht hat dich nicht zu interessieren.
Wie gesagt, dann freut mich das für dich, denn es ist nicht die Regel und nicht einfach auf andere übertragbar. Mit impliziten Aussagen, dass man selbst Schuld sei, wenn einen das so runterzieht, ist nämlich niemandem geholfen.

Das Geheimnis deiner Solidarisierungen kann ich jetzt nicht so nachvollziehen, aber gut.
 

Melkor76

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Nun gut, dann offenbare mal bitte deine Probleme mit transsexuellen Menschen. Bin ganz Ohr 😏
Ich habe keine.
Finde es eben nur ein bisschen übertrieben, das Forum eventuell zu verlassen, weil man nicht von absolut jedem gefeiert wird oder sich von einem kleinen Teil der Gesellschaft die Stimmung vermiesen zu lassen.
99% der Beiträge hier sind doch pro transsexuellen Menschen. Viel mehr geht doch nicht.
 

Melkor76

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Und die 1 Prozent charakterlose Dummschwätzer hat es leider überall. :(

Nicht unterkriegen lassen, solidarisch sein und den engstirnigen Menschen Paroli bieten.
Habe jetzt noch mal die letzen paar Seiten überflogen.
Niemand von den 1% "charakterlosen Dummschwätzern" hat irgendetwas wirklich schlimmes gesagt.
Die wohl "schlimmsten" Beiträge waren die, in denen die Begriffe "mutieren" und "Transen" vorkamen.
Ich kann ja verstehen, wenn man diese Ausdrucksweise ablehnt, aber nicht ein einziger von den "charakterlosen Dummschwätzer" hat gefordert, man solle Transmenschen diskriminieren oder irgendwie Schaden zufügen.
Am liebsten würde ich ja jetzt schreiben: Lasst euch mal Eier wachsen!
Ist aber in diesem Thread wohl eher unangebracht. Deswegen schreibe ich es besser nicht.
 

Lena

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Und ich sag es nochmal: Nichtbetroffene haben sich kein Urteil darüber zu erlauben, was Betroffene als Diskriminierung empfinden und was nicht!
Und jetzt gehe ich Sport machen, ich muss erstmal runter kommen.
 

aue

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Wir sind alle gewissermaßen etwas autistisch, wenn es darum geht, Gefühle anderer nachzuempfinden, die wir nicht bei uns selbst kennen. Empathie ist das, was hier nötig ist: sich in andere hineinversetzen, versuchen, etwas zu verstehen, was einem zunächst unverständlich ist, bereit zu sein, sich auf andere einzulassen, akzeptieren, dass andere Menschen andere Empfindungen haben.
Ja, ja, "Eier-wachsen-lassen" und "Eier-haben" ist leicht gesagt von jemandem, der der gesellschaftlichen Norm entspricht. Dabei hat gerade Lena schon mehr Eier bewiesen, als die meisten von uns. Denn das, was sie geschafft hat, den Zustand ihrer Selbstfindung, wurde ihr nicht geschenkt, wurde (und wird) ihr vielfach nicht zugestanden - den hat sie sich in einen oft harten und schmerzhaften Weg erkämpft und was sie hier tut ist ebenfalls ein Kampf um ihr Recht, welches ihr doch nach Grundgesetz und Menschenrecht längst zugestanden ist.

Wenn ein Eintreten für Menschenrecht ein "missionieren" ist, bin ich gerne Missionar.
 

HamburgBuam

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1. Wenn ich richtig aufgepasst habe, treten durch die Hormontherapie doch Stimmungsschwankungen auf, oder? Teilweise habe ich hier das Gefühl, dass Lena extra provoziert wird, um die Reaktionen genießen zu können.

2. Warum führen Leute Diskussionen eigentlich zwanghaft weiter, wenn diese schon eskaliert sind? Das ist immer der Punkt, wo man sich ausklinken sollte und erst weitermacht, wenn sich alle Seiten beruhigt haben. Sobald Jemand wütend ist, egal auf welcher Seite, wird der Dialog unsachlich.

Trinkt alle mal einen Tee oder geht Spazieren.
 

hirschi

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Mama'zzzzmusch
Hier wurde lena steht'zzz/oft gelobt dafür ,dass sie diesen langjährigen und schweren weg ging und weiterhin geht.Da gibt es auch kein rütteln.(davor hab ick sehr viel respekt)
Aber der stehtige und ständige beißreflex bei anderen meinungsbild ist IN MEINEN AUGEN ,eine eigenschaft ,die halt auch nicht immer auf gegenliebe trifft.