Was regt euch auf?


Chef_Koch

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Ich halte von politischer Korrektheit nichts. Sie ist imo in den meisten Fällen kleinkariert, lenkt vom Thema ab und verantwortlich für einen "jetzt erst recht" Bockmodus, der jedes Verständnis und Hoffnung, "andere" Dinge zu akzeptieren, im Keim erstickt.

Wenn behindert ein Schmipfwort ist, dann sollte es KEINER benutzen dürfen. Was für eine schwachsinnige Logik, es dürften nur Betroffene benutzen. Das ist derselbe Mist wie Neger. Wenn man nicht völlig verblendet ist, dann sollte einem klar sein, dass du ein Exklusivrecht den Begriff erst recht interessant macht. Ich verbiete mir Neger oder Nigga völlig egal von wem.

Was verliert man eigentlich, wenn man statt behindert z.B. das Wort beschränkt benutzt? Dass man nicht gleich eine ganze Gruppe (vielleicht auch unbewusst/ungewollt) mitbeleidigt?

Das ist Quatsch. Man gibt dem Kind einen neuen Namen. So wie die geistreiche Idee Hauptschule in Mittelschule zu benennen. Oder statt Zigeuner Sinti und Roma. In 40 Jahren ist dann beschränkt das neue Schmipfwort. Am besten wäre halt man verwendet in Gegenwart der Person einfach gar nichts. Wegbekommen wird man die Wörter so aber niemals.
 

VvJ-Ente

Verdammter Wohltäter
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Mich nervt, dass aggressive Bettler vor allem bei denen, die selbst kaum Geld haben, die Hand aufhalten. Ich komme in Berlin weit rum, und mittlerweile ist es echt die Hölle, wenn du wegen Terminen beispielsweise mehrfach zwischen Treptow und Neukölln pendeln musst. Du kommst an keinen Geldautomaten, ohne dass dir jemand einen schmuddeligen Kaffeebecher unter die Nase hält, du kannst in keinen Supermarkt gehen, ohne dass jemand mit einer sogenannten Obdachlosenzeitung wedelt, und wenn du zwischen Ostkreuz und Neukölln die Ringbahn benutzt, hast du Glück, wenn dir nur 2 oder 3 Figuren die Ohren volljammern, von wegen Hunger und Kälte und so. Brot oder ähnliches braucht man aber nicht spenden, das fliegt ungesehen in den Müll. Wäre ich reich, würde ich wahrscheinlich 50-Euro-Scheine in meinen Stullen verstecken und mich über die Blödmänner amüsieren, die Bargeld wegwerfen.

Komischerweise sieht man in den feineren Vierteln nie welche von der Sorte.
 

Shakey Lo

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Hängt aber auch mit der (subjektiv gefühlten) Tendenz zusammen, dass diejenigen, die selber kaum etwas haben, eher etwas geben als die "Reichen". Kommt mir zumindest so vor. Hab das selber erlebt als ich mal einen Geldbeutel gefunden habe - der Besitzer war vom Erscheinungsbild auch eher untere Arbeiterklasse, hat aber die kompletten 40 Euro aus dem Portemonnaie rausgeholt und sie mir in die Hand gedrückt. Auf der anderen Seite gabs doch mal die Geschichte von dem Handwerker aus Ingolstadt (?), der prinzipiell keine Aufträge von Audi-Managern mehr annimmt, weil die um jeden Euro feilschen und ständig versuchen, den Preis zu drücken. Man kann zwar nicht alle über einen Kamm scheren, aber ich denke bei den Bettlern spielt da sicherlich auch eine gewisse Erfahrung mit rein. Die wissen eher von wem sie was bekommen.
 

sefant77

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Wie gesagt, nicht alle in einen Topf schmeissen.

Obdachlosenzeitung ist okay, das ist in Münster ein gutes Ding und wenn sie sich dadurch etwas tatsächlich verdienen...passt. Bei den normalen Bettlern in Münster (wenn ich mal wieder in der Heimat bin) schau ich natürlich. Sind es die paar eigentlich stadtbekannten, die schon 10+ Jahre immer an den gleicher Stelle sind und wie immer nicht aufdränglich sind oder ist es der osteuropäische Bettler-Ring, der morgens über die Innenstadt verteilt die Leute an gezielten Stellen platziert und abends wieder einsammelt. Oder ist es irgendein abgefuckter Junkie....

Meine Mutter wird gerne mal von jüngeren angelabert von wegen Hunger etc, ihre Antwort ist immer "Komm, wir gehen eben da vorne zum Bäcker" und dann hat sich das Thema fast immer erledigt...

In Brasilien merkt man immer den Level der Wirtschaftskrise an den Ampeln. Da gibt es mittlerweile quasi keine größere mehr, wo nicht Leute Wasser/Süßigkeiten und andere Waren verkaufen. Oder Kunststückchen aufgeführt werden. Bei letzteren gebe ich aber immer was. Das sind Summen, die tun mir nicht weh und die Leute würden sich da nicht in der brütenden Hitze hinstellen, wenn sie nicht absolut dazu gezwungen wären, weil sie keinen normalen Job finden. Werden Süßigkeiten verkauft, die ich mag, dann kaufe ich die, selbst wenn ich es zum halben Preis im Supermarkt/Kiosk kaufen kann oder es sogar eh zuhause habe. Aber damit unterstützt man halt diese Leute, wenn sie sich eben da unter den Bedingungen hinstellen um weiterhin ehrlich Kröten zusammenkriegen wollen. Da gehen halt andere auch den anderen Weg und stellen sich dann mit einer Knarre an die Ampel.

Reines Betteln an den Ampeln gibt es tatsächlich eher weniger, da wird schon versucht wenigstens irgendeine kleine Gegenleistung zu bringen...
 

sonic00

Doppel Nullagent
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Ich versuche es andere Menschen durch Sprache nicht zu beleidigen oder zu demütigen. Man sollte es mit der "politisch Korrektem" nicht allzu sehr übertreiben. Wo fängt man an und wo hört man auf? Wenn ich über jemanden schimpfe und ihn als "Assi" bezeichne ist das meiner Meinung nach schon ein sehr "starkes" Unwort. Trotzdem ist es meiner Ansicht nach das am häufigsten und durch alle Gesellschaftsschichten gebräuchlichste Schimpfwort in Deutschland.
Trotzdem ist es wichtig seinen Mitmenschen mit Respekt und gebührendem Wortschatz zu begegnen. Die Verrohung der Sprache, hat ja auch immer eine Verrohung der Gesellschaft zur Folge. Das war für auch ein Prozess des Lernens. Mittlerweile kommt mir das auch zu Gute, denn "Wie in den Wald hinein, so kommt dann ja auch wieder heraus". Klappt nicht immer, jedoch sehr häufig.
Kleines Beispiel:
Ich hatte letztens ein firmeninternes Meeting. Ein von mir sein langem "sehr geschätzter" Kollege, hatte dort mal wieder eine ziemlich fixe Idee die wirklich jeglicher Logik und Substanz entbehrte. Früher hätte ich meiner Meinung wahrscheinlich in der Form " Das ist ja totaler Schwachsinn oder so einen Unsinn habe ich noch nie gehört" kund getan. Beim letzten Mal habe ich es dann mit -Materia- gehalten und ihm geantwortet" Was du startest, sieht für mich wie eine Landung aus"-wir sollten das noch einmal überdenken.
Das so mittlerweile meine Ansätze die Missverständnisse des Alltags mit etwas Sarkasmus und Ironie zu lösen.
Mal schauen ob ich das in 10 Jahren auch noch so sehe? :)
 

Jerry

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Das ist ja totaler Schwachsinn oder so einen Unsinn habe ich noch nie gehört" kund getan. Beim letzten Mal habe ich es dann mit -Materia- gehalten und ihm geantwortet" Was du startest, sieht für mich wie eine Landung aus"-wir sollten das noch einmal überdenken.
So ein pseudocooler Spruch ist ja noch schlimmer als deine erste Version.:clowns:

Zum Thema Aufregen:
Ich scrolle gerne mal bei alten Liedern auf YouTube durch die Kommentarspalte, aber das ist einfach so nervig.
"Like if u listen this 2019" oder
"June 2019 anyone, this song is on repeat 100% 🔥🔥🔥"
Und dann natürlich die früher war alles besser etc.
OK, diesen Kommentar ein Mal drunter zu packen, ist ja noch halbwegs ok, aber dann werden solche Beiträge noch hundert- und tausendfach gelikt, was ich absolut nicht verstehe. Am besten ist dann noch, wenn jemand schreibt "am I the only one who ist listening this song in July" und dann seinen bescheuerten Beitrag editiert, um kundzutun, dass er sich über so viele Likes freut.:LOL::crazy:
 

Totila

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Menschen, die sich über solch unsinnige Kommentare aufregen und dies anderen kund tun. :D
 

DaLillard

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Nebenjob vor einem Jahr: Mega chillig, richtig familiäres Umfeld und hat dazu noch Spaß gemacht
Nebenjob nachdem der alte Chef weg ist: DDR 2.0, Leute die seit 30 Jahren hier sind werden versetzt, weil wir uns untereinander zu gut verstehen würden. Dann würde man ja mehr quatschen als arbeiten :gitche:
Komischerweise geht der Umsatz erst zurück seit dem der alte Chef weg ist. Woran das wohl liegen mag. :clowns: dazu werden nur noch snitches eingestellt, die jede Kleinigkeit petzen gehen. Stasi also auch schon etabliert

Kann nicht so viel essen wie ich gerade kotzen möchte. Innerhalb von 3 Monaten wurden vier Leute versetzt, die 20 bis 30 Jahre hier sind. Kündigung geht da bald auch raus. Unglaublich wie viel eine Person kaputt machen kann
 

JL13

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Betroffene Personen. Und die haben auch das Recht dazu.

Ich stelle immer wieder fest wie ignorant vor allem weiße Hetero-Männer in dieser Gesellschaft (also quasi die Definition von Leuten, die sich noch niemals auf Dauer in einer Minderheitenposition befanden, sondern schon immer gesellschaftlich privilegiert waren) mit beleidigenden Begriffen um sich werfen und sich dann noch darüber aufregen, wenn ihnen diese "weggenommen" werden.
Ja, weisse Heteromänner sind immer privilegiert. Besonders wenn man Migrationshintergrund hat. Oder in der Schule der klassische „NERD-Typ“ ist. Oder wenn man eine psychische Krankheit hat. Genau wegen solcher ******** ist PC ein Schimpfwort. Weil gewisse Leute das Bedürfnis haben Empathie zu propagieren und gleichzeitig wie die letzten Ärsche zu schubladisieren. „Du bist weiss und hetero? Fick deine Probleme. Dir hat gefälligst die Sonne aus dem Arsch zu scheinen.“
 

Jerry

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Ja, weisse Heteromänner sind immer privilegiert.
Sind sie auch per se erstmal, was eben nicht heißt, dass sie nicht auch Benachteiligungen - im großen Maße - erleben können. Aber sie haben nun mal nicht das Problem einer Gruppe anzugehören, die dann z.B. für ihre Rechte kämpfen müssen.

Nimm doch mal deine Beispiele (Sterber, Migrant, psychisch krank) und stell dir eben diesen Menschen als z.B. schwarz vor. Du kommst doch sicher auch zu dem Ergebnis, dass der Schwarze mit diesen Problemen deutlich geringere Privilegien genießt.
D.h. nicht, dass es für alle gilt. Natürlich gibt es auch Weiße, die deutlich mehr im Einzelfall unter fehlenden Privilegien zu leiden haben als Schwarze.

Ich bin z.B. sehr glücklich damit, dass ich als weißer Mann geboren worden bin, weil ich es dadurch so viel einfacher im Leben habe - was man auch gar nicht merkt, weil man es ja gewohnt ist und sich keine Gedanken machen muss.
 

JL13

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Sind sie auch per se erstmal, was eben nicht heißt, dass sie nicht auch Benachteiligungen - im großen Maße - erleben können. Aber sie haben nun mal nicht das Problem einer Gruppe anzugehören, die dann z.B. für ihre Rechte kämpfen müssen.

Nimm doch mal deine Beispiele (Sterber, Migrant, psychisch krank) und stell dir eben diesen Menschen als z.B. schwarz vor. Du kommst doch sicher auch zu dem Ergebnis, dass der Schwarze mit diesen Problemen deutlich geringere Privilegien genießt.
D.h. nicht, dass es für alle gilt. Natürlich gibt es auch Weiße, die deutlich mehr im Einzelfall unter fehlenden Privilegien zu leiden haben als Schwarze.

Ich bin z.B. sehr glücklich damit, dass ich als weißer Mann geboren worden bin, weil ich es dadurch so viel einfacher im Leben habe - was man auch gar nicht merkt, weil man es ja gewohnt ist und sich keine Gedanken machen muss.
Das ist natürlich korrekt. Aber diese Problematik hast du immer. Ein homosexueller Schwarzer wird auch geringere Privilegien geniessen als ein heterosexueller Schwarzer. Ja, gibt immer Leute, bei denen es noch beschissener aussieht. Aber niemand würde bei einem heterosexuellen Schwarzen auf die Idee kommen was von „Check your privilege“ zu labern, weil man weiss, dass der auch sein Päckchen zu tragen hat. Bei weissen Heteros ist Pauschalisierung aber okay, obwohl die auch zur Genüge im Dreck schwimmen können.

Ich meine war ultrageil trotz Bestnoten keine Ausbildungsstelle zu kriegen, bei rund 100 Bewerbungen, weil man halt den falschen Nachnamen hat. **** me and My Problems.
 

Lena

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Muumimailmaa ❤
Ich würde ja gerne meine Erfahrungen kundtun, aber mir wurde ein Redeverbot auferlegt, da ich mich immer in die Opferrolle begebe, so ganz freiwillig und mit vollstem Genuss ;)
 

JL13

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Gott bewahre, dass ein weisser Heteromann seine Erfahrungen berichtet. Wir müssen zuerst unser Privilege checken.
 

Sm0kE

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Du solltest mal ne Spur runterschalten und dir überlegen, ob du nicht gewaltig überreagierst. Auf den Scheiss haben vermutlich (neben mir) so manche Leser keinen Bock.
 

JL13

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Du weisst wie man jemanden auf Ignore packt, oder? Kannst mich jederzeit dorthin packen. Dein Blödsinn ist in etwa so sinnvoll, wie wenn jemand sagt, dass @L-X wegem dem Begriff "behindert" überreagiert hat (hat er nicht). Was weisst du über mich, um dir so ein Urteil anzumassen?
 
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