Was regt euch auf?


Chef_Koch

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Sind sie auch per se erstmal, was eben nicht heißt, dass sie nicht auch Benachteiligungen - im großen Maße - erleben können. Aber sie haben nun mal nicht das Problem einer Gruppe anzugehören, die dann z.B. für ihre Rechte kämpfen müssen.

Nimm doch mal deine Beispiele (Sterber, Migrant, psychisch krank) und stell dir eben diesen Menschen als z.B. schwarz vor. Du kommst doch sicher auch zu dem Ergebnis, dass der Schwarze mit diesen Problemen deutlich geringere Privilegien genießt.
D.h. nicht, dass es für alle gilt. Natürlich gibt es auch Weiße, die deutlich mehr im Einzelfall unter fehlenden Privilegien zu leiden haben als Schwarze.

Ich bin z.B. sehr glücklich damit, dass ich als weißer Mann geboren worden bin, weil ich es dadurch so viel einfacher im Leben habe - was man auch gar nicht merkt, weil man es ja gewohnt ist und sich keine Gedanken machen muss.


Ja schon cool, aber das hat halt was von "in Afrika gehts den Leuten noch viel schlimmer" und "hab dich nicht so". Wenn es einem dreckig geht und man nicht gerade Jesus heißt, dann ist Empathie dieser Art immer ganz schwer abzuverlangen. Vor allem wenn man mit Geschlecht und Hautfarbe kommt, das ja sonst rassistisch wäre.


Du solltest mal ne Spur runterschalten und dir überlegen, ob du nicht gewaltig überreagierst. Auf den Scheiss haben vermutlich (neben mir) so manche Leser keinen Bock.

Wie gesagt, ich würde vermutlich ähnlich gereizt sein, wenn es mir schlecht geht und dann solche Sprüche kommen. Manche Menschen (natürlich nicht @JL13 ) haben sogar dermaßen keinen Bock mehr, dass sie z.B. bei Wahlen ihr Kreuz da machen, das die Situation eventuell noch verschlimmert. Nur weil sie den ach so lustigen und moralisch überlegenen Leuten in den Arsch damit treten wollen und die Gegenseite eben nichts gegen ihre Erscheinung sagt. Stichwort Spaltung der Gesellschaft.
 

Sm0kE

The Magic Man
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Mein Blödsinn? Der Quatsch, den du schreibst, widerspricht schlicht meinem Eindruck von @Shakey Lo und wie der meiner Ansicht nach drauf ist. Nur darum gings.
 

JL13

Comeback in Progress
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Ähm, ich hab @Shakey Lo zitiert, weil er den Scheiss mit "weisser heterosexueller Mann" gebracht hat. Mein Eindruck von ihm ist auch nicht, dass er irgendwie intolerant ist, deshalb hat mich die Aussage eher überrascht. Der restliche Rant von mir geht nicht gegen einen User. Den "check your privilege"-Scheiss (den Shakey so ja gar nicht erwähnt hat), hört und liest man sonst zur Genüge. Und das geht mir gegen den Strick.
 

Jerry

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Ja schon cool, aber das hat halt was von "in Afrika gehts den Leuten noch viel schlimmer" und "hab dich nicht so". Wenn es einem dreckig geht und man nicht gerade Jesus heißt, dann ist Empathie dieser Art immer ganz schwer abzuverlangen. Vor allem wenn man mit Geschlecht und Hautfarbe kommt, das ja sonst rassistisch wäre.
Ich gehe doch sogar drauf ein, dass es im Einzelfall weißen Männern schlecht gehen kann bzw. beschissen. Nur geht es dem weißen Mann in der Regel eben nicht deshalb schlecht, weil er schlicht wegen seiner Hautfarbe weniger Privilegien genießt - so ist das aber bei per se unterpriviligerten Menschengruppen. Dass es innerhalb der Gruppen, dann noch mal Abstufungen gibt bzgl. der Privilegien ist so klar, dass ich dachte es nicht erwähnen zu müssen.

Ich meine war ultrageil trotz Bestnoten keine Ausbildungsstelle zu kriegen, bei rund 100 Bewerbungen, weil man halt den falschen Nachnamen hat. **** me and My Problems.
**** you and your problems hat niemand gesagt. Und ich teile nicht nur den Geburtstag mit dir, sondern auch den ausländischen Nachnamen - ich kenne also solche Probleme die damit einhergehen. Dennoch genießt man als weißer Mann Privilegien - das heißt nicht, dass man ständig und überall nur auf Händen getragen wird.
Aber die Absagen, die du erhalten hast, gingen sicher nicht zugunsten eines z.B. schwarzen Afrikaners.
 

JL13

Comeback in Progress
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**** you and your problems hat niemand gesagt. Und ich teile nicht nur den Geburtstag mit dir, sondern auch den ausländischen Nachnamen - ich kenne also solche Probleme die damit einhergehen. Dennoch genießt man als weißer Mann Privilegien - das heißt nicht, dass man ständig und überall nur auf Händen getragen wird.
Aber die Absagen, die du erhalten hast, gingen sicher nicht zugunsten eines z.B. schwarzen Afrikaners.
Dass ich gewisse Privilegien habe, habe ich ja nie abgestritten. Aber weisser Heteromann kennt nur Privilegien ist halt so nicht korrekt. Und was hilft mir das, dass die Absagen nicht zugunsten eines schwarzen Afrikaners gingen? Es ist doch hier kein Battle, wem es beschissener geht. Es geht darum, dass der Jugo und der Afrikaner beide die gleichen Chancen haben sollen, wie der Urschweizer.
 

Lena

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Leute die ins Zugabteil (diese Harry-Potter-Züge) zu steigen und nichtmal "Hallo" oder "Guten Tag" sagen können...
 

Savi

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Musste gerade kurz gucken, welcher Thread es ist, aber natürlich hat @JL13 durchaus recht. Nur weiß zu sein bedeutet auch in Deutschland noch lange nicht bevorzugt zu sein. Sich innerhalb der Gesellschaft dem weit verbreiteten Gesellschaftsbild einzuordnen (oder soll ich besser sagen anzubiedern :D) hilft mitunter schon. Problem dabei: Will man das? Der "gemeine Jugo" trägt in Westeuropa natürlich auch heute noch die Bürde des Zerfalls des Vielvölkerstaates. Jugos waren bis in die 80er "normale Ausländer" wie Italiener, Griechen, Spanier etc. auch. Anfang der 90er änderte sich das aber ungemein. Ob das alleine jetzt schon "schlimmer" ist als ein afroamerikanischer Mitmensch zu sein sollte nicht Gegenstand einer Diskussion sein. Es gibt die verschiedensten Arten von Minderheiten. Als solche hat man es immer etwas schwieriger. Ist man eine Kombination aus meghreren Minderheiten wird es noch schwieriger. Vieles hängt aber auch vom jeweiligen Charakter und der inneren Einstellung ab.
Eine Welt in der alle gleich behandelt werden / sind ist wünschenswert mMn aber auch utopisch, weil es dem Grundgesetzt der Evolution wiederspricht
 

JulioHizzle

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Außerdem ist es schlicht an der Realität vorbei zu behaupten, dass die Bezeichnung "behindert" u.ä. als Schimpfwort ein rein weißes, heterosexuelles Problem sei. Das hört man von Männern, Frauen, Hetero, Homosexuellen, deutschen, Ausländern, "weiße" und "farbige".

Diskriminierung ist keine reine Sache der "Privilegierten". Sie hat nur durch denen/der Mehrheit schwerwiegendere Folgen.
 

sonic00

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Wenn mal wieder ein LKW auf einer zweispurigen Autobahn im Überholverbot für LKW's die Notbremsfunktion meines Auto's testet.
Das Ganze natürlich ohne den Blinker zu setzen.
 

Shakey Lo

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Ja, weisse Heteromänner sind immer privilegiert.
Erst einmal schon, ja. Mit diesen 3 Eigenschaften bist du nunmal voll in der "Zielgruppe". Ich ja genauso.

Das heißt nicht dass man als weißer Heteromann keine Probleme hat / haben kann, und das habe ich auch nirgends behauptet. Aber die Antwort von @hirschi war eben typisch privilegierte Weißen-Schiene... " who cares" eben wenn man behindert als Schimpfwort verwendet :crazy: So denkt keiner, der in irgendeiner Form (sichtbarer) Teil einer Minderheit ist oder zumindest gelernt hat, von seinem hohen Ross herunterzusteigen.

Vielleicht fragst du das nächste mal aber lieber nach ob du die Intention meines Postings richtig verstanden hast bevor du dich an sowas aufhängst. Nicht dass mir noch unterstellt wird ich hab was gegen Weiße :D
 

young kaelin

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Dass ich gewisse Privilegien habe, habe ich ja nie abgestritten. Aber weisser Heteromann kennt nur Privilegien ist halt so nicht korrekt. Und was hilft mir das, dass die Absagen nicht zugunsten eines schwarzen Afrikaners gingen? Es ist doch hier kein Battle, wem es beschissener geht. Es geht darum, dass der Jugo und der Afrikaner beide die gleichen Chancen haben sollen, wie der Urschweizer.
auszuschliessen ist das nicht, dass 2 by 4-schweizer -ic nicht einstellen oder ihnen keine wohnung geben. wurde ja auch genug thematisiert in ch-medien. bei verwaltungen halte ich das für unwahrscheinlich. da spielt das von evtl. krassen ausnahmen abgesehen keine rolle. zudem gibts überall dummköpfe und somit auch in der schweiz. bei der arbeit seh ich das ähnlich.

mein persönlicher faktencheck würde deine these nicht stützen. milan kam als flüchtling in die schweiz. arbeit bei huber und birkhäuser problemlos gefunden. wohnung problemlos gefunden. schrebergarten in riehen problemlos. integriert, seit ein paar jahren schweizer. buba in rheinfelden problemlos wohnung gefunden, arbeit problemlos. mladjo mit nix in die schweiz gekommen arbeitet bei der roche, smilja problemlos wohnung gefunden. ingenieur ausbildung. problemlos arbeit gefunden . bereist beruflich die ganze welt. marinka spricht besser baslerdeutsch als ich .problemlos wohnung gefunden, arbeit als fachkraft im altersheim jetzt mutti. mann kam vor ca. 4 jahren aus bosnien, konnte gerade mal hallo auf deutsch sagen. heute redet der fliessend schweizerdeutsch, ist baggerführer und n prima kerl. svjetlana problemlos wohnung gefunden. hat psychische probleme und arbeitet darum nicht. wär aber immer bei der arbeit willkommen. zveti problemlos arbeit und wohnung gefunden. vor 1-2 jahren an einem herzinfarkt gestorben. arbeitete jahrelang aufm bau.

ich kenne keinen ic mann oder keine ic frau, welche keine wohnung oder arbeit findet. aber ich lese anderes auch in der zeitung und glaube das.

allerdings isses in ch generell schwer mit 50 oder gar über 55 n job zu finden. hab das bei nem kumpel miterlebt, der dutzende von bewerbungen schrieb und dessen beide eltern "beim rütlischwur" dabei waren. auch hier sind die zeitungen voll von solchen stories: ob ausländer oder schweizer egal. alle habens dort nicht leicht. dassselbe mit gewissen lehrstellen.

kurz: glaube auch, dass die -ics oder leute "fremder" herkunft da und dort mit widerständen noch heute (was traurig ist) zu kämpfen haben aber flächendeckend oder in grossem ausmass glaub ich das nicht. imo sind das einzelfälle. z.t. sogar krasse einzelfälle.
 

Gravitz

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Leute die ins Zugabteil (diese Harry-Potter-Züge) zu steigen und nichtmal "Hallo" oder "Guten Tag" sagen können...
Weiss nicht. Ein zugabteil ist für mich kein Raum, ich grüsse die Fahrgäste im offenen Abteil ja auch nicht. Oder im Flugzeug, bus etc.
Für mich ne klassische Sache von "kann man machen, wenn nicht auch nicht schlimm."
 

JL13

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Erst einmal schon, ja. Mit diesen 3 Eigenschaften bist du nunmal voll in der "Zielgruppe". Ich ja genauso.

Das heißt nicht dass man als weißer Heteromann keine Probleme hat / haben kann, und das habe ich auch nirgends behauptet. Aber die Antwort von @hirschi war eben typisch privilegierte Weißen-Schiene... " who cares" eben wenn man behindert als Schimpfwort verwendet :crazy: So denkt keiner, der in irgendeiner Form (sichtbarer) Teil einer Minderheit ist oder zumindest gelernt hat, von seinem hohen Ross herunterzusteigen.

Vielleicht fragst du das nächste mal aber lieber nach ob du die Intention meines Postings richtig verstanden hast bevor du dich an sowas aufhängst. Nicht dass mir noch unterstellt wird ich hab was gegen Weiße :D
Ich hab ja nachher gesagt, dass ich nur dich gequotet habe, weil bei dir das weiss/hetero Zeug kam. Ich hab dich eigentlich immer als sehr toleranten User gekannt und dachte mir zuerst WTF? Der Rest hat sich nicht direkt auf dich bezogen. Leider sind nicht alle Menschen so reflektiert wie du. Gibt schon Menschen, die denken, dass bei einem Heteromann Milch und Honig fliessen.
 

JL13

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ich kenne keinen ic mann oder keine ic frau, welche keine wohnung oder arbeit findet. aber ich lese anderes auch in der zeitung und glaube das.


allerdings isses in ch generell schwer mit 50 oder gar über 55 n job zu finden. hab das bei nem kumpel miterlebt, der dutzende von bewerbungen schrieb und dessen beide eltern "beim rütlischwur" dabei waren. auch hier sind die zeitungen voll von solchen stories: ob ausländer oder schweizer egal. alle habens dort nicht leicht. dassselbe mit gewissen lehrstellen.

kurz: glaube auch, dass die -ics oder leute "fremder" herkunft da und dort mit widerständen noch heute (was traurig ist) zu kämpfen haben aber flächendeckend oder in grossem ausmass glaub ich das nicht. imo sind das einzelfälle. z.t. sogar krasse einzelfälle.
Ich bin ja nicht arbeitslos. Mir hat das ein Studien- und Laufbahnberater mal erklärt. Mit abgeschlossenem Studium spielt es keine grosse Rolle. Suchst du allerdings eine Lehrstelle...dann bist du gefickt :D Naja, deckt sich so ziemlich mit meiner Wahrnehmung. Wobei es bei der Lehrstelle auch immer ankommt in welchem Bereich. Handwerker findest du als Ausländer leichter, als beispielsweise im Büro.
 

Lena

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Meine Harmoniebedürftigkeit regt mich auf. Ich will mit jedem gut klar kommen und ich weiß, dass das nicht funktioniert. Trotzdem hinterfrage ich dann mein gesamtes Sein. Bisschen mehr @hirschi wäre manchmal schön :D
#whoreallycares
 

theGegen

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Der Ausgangspunkt war:, dass "Du oder das ist ja wohl behindert" absolut daneben ist und infolge modernem oder postmodernem PC zurecht geächtet. Eine Renaissance von Neger, Spasti oder Mongo braucht kein Mensch.

Wer diese Bezeichnungen braucht, um sich von implizierten Außenseitern abzugrenzen, hat einen beschämend niedrigen sozialen IQ. Oder EQ, was die Sache keinesfalls besser macht.
 
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Brummsel

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Der Ausgangspunkt war:, dass "Du oder das ist ja wohl behindert" absolut daneben ist und infolge modernem oder postmodernem PC zurecht geächtet. Eine Renaissance von Neger, Spasti oder Mongo braucht kein Mensch.
Das Problem ist, dass der Begriff "behindert" inzwischen ziemlich inflationär gebraucht wird, v.a. auch in anderem Kontext, also ohne damit "behinderte Menschen" bewusst diskriminieren zu wollen.
Das ist ähnlich wie bei dem Begriff "schwul", der auch ähnlich oft in ganz anderem Zusammenhang benutzt wird, man erinnere sich an Hakan oder Hassan oder Achmed mit ihrem "krass schwulen" 3er BMW...

Anderes Beispiel: Oft spricht man davon, seinen Kredit "abzustottern", oder dass der "Motor stottert".
Diskriminiert man damit einen Menschen mit Sprachbehinderung?
 
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