Wie gut sind Collegespieler - und Mannschaften wirklich?

Ballking

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......im Vergleich zu Teams in Europa bzw. weltweit gesehen?

Hätte z.B. das aktuelle Duke-Team gegen ne BBL - oder Euroleaguemannschaft Chancen? Oder würden die Europäer gar untergehen?

Wie unterscheidet sich das Niveau eigentlich innerhalb der NCAA?

Und wie viel Prozent schaffen eigentlich dann den Schritt nach der Uni in den Profibereich (egal ob jetzt NBA, G-League, Europa, China) und wie viele fallen hinten runter?

Gibt es eigentlich wirklich noch talentierte Spieler, die "fertig" studieren, oder sehen die alle nach nem Jahr zu, das sie sich beim Draft anmelden?

Und:
Wenn z.B. ein junger deutscher Spieler mit 18 zwischen der Entscheidung steht "BBL-Profivertrag" vs. "Collegeausbildung"; was würdet ihr raten?
 

MadFerIt

Apeman
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um es kurz zu machen: ausnahmslos kein college-team hätte eine chance gegen ein euroleague-team oder generell gegen ein team aus den ersten ligen der europäischen top-nationen wie spanien, griechenland, türkei oder deutschland.
 
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theser

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Ich hatte paar Tage keine Zeit um meinen educated guess-Senf zu bringen, aber jetzt:

1.Niemand mag Duke. Die mögen sich nicht mal selber. Duke ist straight Trash! Das ist die erste Regel des College-Basketballs! Duke ist wie Bayern München ;) F*** 'em! (Achtung: Regel gilt nicht, falls ihr Blue Devils-Fans seid)

2. Im College-Basketball (CBB) hat man rein statistisch ne Chance von 1.2% NBA-gedraftet zu werden und immerhin fast ne 1 zu 5 Chance iiiirgendwo mal ein paar Tropfen Geld damit zu verdienen. So zumindest die offizielle Rechnung von NCAA/eurobasket. Wichtig hierbei: es geht immer um die Spieler, die sich auch zum Draft angemeldet hatten und im ersten Post-College-Jahr einen Profi-Job erhielten. Service von mir: gekürzt und umgeschrieben:

Tracking international opportunities for '16 draft: an additional 751 NCAA students played internationally, D-League, undraftetd NBA (535 Div I, 181 Div II, 35 Div III). These numbers combined with NBA draftees: NCAA to Total Professional opportunities is 19,3%. Das ist also die Chance im Jahr drauf irgendwie Geld damit zu verdienen.

Chancen von Div I-Spieler, v.a. aus den Power Programs stehen noch wesentlich besser:
4.1% DivI-players were chosen in '17 draft (50 of 1219 eligible players). In total, 48% of these players competed professionally (NBA, D-League, internationally) in their first post-college-year (calculated as [50 + 535] /1219). 18% of Power Conferences (ACC, Big Ten, Big 12, Pac-12 and SEC) were drafted by the NBA in '17 (40 / 225), while 77% of them played professionally somewhere post-college (calculated as [40 + 134] / 225).

Beachten sollte man hier die Einberechnung von Crap-Money-Jobs in Bulgarien, Albanien, Peru oder G-League... so etwas ist vielleicht cool als Erfahrung - als gap years - aber oftmals nichts für den zukünftigen Lebensunterhalt.

3. Niveau-Diskrepanzen innerhalb der NCAA sind dramatisch! Es gibt professionell geführte Millionen-Franchises (Duke, UK, etc) und Mini-Programme wo auch Nicht-Stipendiumler mitspielen und eher bei unserem niedrigsten Regionalliga-Niveau harren. In der Div2 gibts so einige nette Programme, die so unterste Mittelklasse der Div1 darstellen. Jedes Jahr wechseln ein paar Programme rauf und runter.

4.Duke ist kein gutes Beispiel für guten College-Basketball. Es hat zwar Talent en masse, aber wegen all der unerfahrenen Freshmen würde es mMn von jedem vernünftigem BBL-Team völlig zerlegt werden (bei Crailsheim, Eisbären... keine Ahnung). Von Euroleague gar nicht zu sprechen! Ich denke aber erfahrenere Teams wie bspw Gonzaga und Tennessee könnten sich nach Eingewöhnungsphase im unteren BBL-Feld halten. Der damalige U20-Nationaltrainer Frank Menz sagte mal vor paar Jahren unsere besten ProA-Teams bis mittleren BBL-Teams kann man - je nach Jahr - mit gehobenen CBB vergleichen. Ein vergleich ist aber schwierig da hier rohe Youngster Vets gegenüber stehen. Historische Teams voller Juniors/Seniors wie Jordans UNC oder Ewings Georgetown Hoyas wären in ihrer Zeit sicherlich konkurrenzfähiger in Europa, wenn nicht so sogar an der Elite dran...

5.Es gibt quasi keine NBA-Prospects die freiwillig fertig studieren. Wenn doch, hat das meist Transfer- oder Verletzungsgründe. Warum auch, wenn so verdammt viel Kohle möglich ist. Ab 19/20 startet ja auch das "NBA Development Program" geleitet von Legende Rod Strickland. Dann dürfen starke 18-jährige High School Prospects sofort einen 125k-Vertrag samt evtl Schuh- und Werbe-Deals in der G-League unterschreiben. Wäre ich ein Prospect würde ich ohne Zweifel das Gehalt einstreichen, NBA-Trainings-Facilities verwenden um dann nach der Saison ganz normal gedraftet werden zu können. Damit dürften auch gar keine "Prospekte" mehr überlegen nach Europa zu wechseln. Ich bin hochgespannt wie sich diese Alternative entwickelt.
Die NCAA bewegt sich indes nicht wirklich, trotz Milliarden-Einnahmen während der Madness. Die Zukunft der NCAA könnte daher nurmehr verkannte Spieler oder B-Prospects sein, damit würde eine amerikanische Institution weiter zu Grunde gehen. Die besten Talente werden aber in der dann aufgewerteten G-League zu sehen sein. Dh für uns Interessierte neben NBA, NCAA nun auch noch G-League verfolgen zu dürfen/müssen. Außer natürlich die "NCAA-Granden" ringen sich doch noch durch wenigstens mal Werbe-Deals für Top-Prospects zuzulassen. Aber die Mühlen der NCAA-Gremien mahlen weder schnell noch gründlich.

6.College oder Europa? Den BBL-Profivertrag unbedingt! Die deutschen Programme haben aufgeholt und Pro-Basketball-Minuten in der BBL sind für viele wertvoller als der Amateur-Ball auf Colleges. Allein die offiziell betreuten Trainingszeiten sind bei uns um vieles höher als auf dem Campus, wo ständig die Aufsichtsbehörde Pausen verordnet - teilweise ja monatelang. Training außerhalb der gestatteten Zeiten muss dort privat organisiert sein. Doll.
Seien wir auch mal ehrlich, ohne Geld geht es nicht. Ich freue mich, dass sich bspw Würzburgs Prospect Obiesie (Obi-jässe ausgesprochen) für die Kohle entschied. Übrigens blieb ihm, wie bspw einst auch bei Theis und Schröder, wegen akademischer "Leistungen" das College verwehrt. Franz Wagner - unser größtes Talent aktuell - bleibt glücklicherweise auch in Deutschland beim exzellenten Programm von ALBA Berlin wo übrigens auch das große Spielmacher-Talent Jonas Mattisseck Geld und BBL-Spielzeit verdient. In der NCAA wird auf deutsche Spieler in der Regel nicht so geachtet und ich würde fast jedem Talent raten in Deutschland zu bleiben. Es scheint hier möglicherweise auch ein Umdenken zu geben, denn wir hatten diese Saison so wenig deutsche College-Athleten wie lange nimmer.
Einst exklusive Vorteile der US-Colleges wie Kombination von Uni-Abschluss und Basketball-Bildung nehmen in Deutschland viele per Fernstudium wahr. Ferni-Fach-Uni-Abschluss oder College-Degree werden in Deutschland ähnlich bewertet. Die Atmosphäre bei UNC oder auch bei kleineren Programmen ist natürlich atemberaubend, auch das Leben auf dem Campus. Wer dies erleben möchte, dem sei das College gerne gegönnt. Für mich ist dies aber wesentlich risikobehafteter als hier zu bleiben.

Unter Zeitdruck geschrieben, Rechtschreib- und Flüchtigkeitsfehler bitte ich zu entschuldigen
Edit: Meine Gossensprache noch etwas kaschiert ;)
 
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MadFerIt

Apeman
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4.Duke ist kein gutes Beispiel für guten College-Basketball. Es hat zwar Talent en masse, aber wegen all der unerfahrenen Freshmen würde es mMn von jedem vernünftigem BBL-Team zerlegt werden (Crailsheim, Eisbären und so... keine Ahnung). Von Euroleague gar nicht zu sprechen! Ich denke aber ältere, gute Teams wie bspw Gonzaga und Tennessee könnten sich im unteren BBL-Feld passabel halten. Der damalige U20-Nationaltrainer Frank Menz sagte mal vor paar Jahren unsere besten ProA-Teams bis mittleren BBL-Teams kann man mit gehobenen CBB vergleichen. Ein vergleich ist aber schwierig da hier rohe Youngster vs Vets gegenüber stehen. Historische Teams voller Juniors/Seniors wie Jordans UNC oder Ewings Georgetown waren in ihrer Zeit sicherlich konkurrenzfähiger in Europa, wenn nicht so sogar an der Elite dran...
ich glaube nicht, dass selbst erfahrene teams in einer europäischen profiliga mithalten könnten. allein die körperlichen defizite profi vs. college kid würden den professionellen teams einen ungemeinen vorteil bieten. dazu dann die abgezocktheit von spielern, die schon einige jahre profitum auf dem buckel haben. hinzu kommt, dass ein college team idr von der tiefe nach der starting 5 ziemlich einbricht. nicht umsonst spielen die ja teilweise nur mit einer 6- oder 7-mann-rotation, wenn es um die wurst geht.

ist zwar nicht college, aber gleague, aber es zeigt gut den unterschied hinsichtlich der klasse auf: https://en.wikipedia.org/wiki/2019_FIBA_Intercontinental_Cup
diese gleague-spieler waren (ohne es gepüft zu haben) bestimmt alles college-spieler an div. I colleges. oder man schaue sich an, was ein i. hartenstein in der gleague für stats auflegt. glaubt wirklich jemand, der würde in europa in einem sptzenteam spielzeit sehen?

dazu dann solche veranstaltungen: https://www.eurobasket.com/boxScores/World University Games/2017/0829_USA_LTU.asp
das ist eine 2.-3.-klassige veranstaltung, zu der purdue als vertretung der usa geschickt wurden. im finale haben sie gegen das litauische team verloren, was sich aus irgendwelche no names der litauschen liga zusammengesetzt hat.

vor 30 jahren war das natürlich was anderes. da sind die college-teams nach europa gekommen und haben auch professionelle teams relativ deutlich geschlagen. aber diese zeiten sind lange vorbei.

6.College oder Europa? Den BBL-Profivertrag unbedingt! Die deutschen Programme haben sowas von aufgeholt und Pro-Basketball-Minuten in der BBL sind wertvoller als der Amateur-Ball aufm College. Allein die offiziell betreuten Trainingszeiten sind bei uns um ein vielfaches höher als auf dem Campus wo ja ständig die Aufsichtsbehörde Pausen verordnet - teilweise ja monatelang. Training außerhalb der gestatteten Zeiten muss dort ja privat organisiert sein. Doll.
Seien wir auch mal ehrlich, ohne Geld geht es nicht. Ich kann es nur begrüßen, dass bspw Würzburgs Prospect Obiesie (Obi-ässe ausgesprochen) die Kohle nahm. Andererseits dürfte er oder einst Theis und Schröder auch zwecks akademischer Fehl-Leistungen das College verwehrt geblieben sein :D Franz Wagner - unser größtes Talent aktuell - bleibt gottseidank auch in Deutschland beim exzellenten Programm von ALBA Berlin wo auch der große Spielmacher-Prospect Mattisseck Kohle bekommt. Nee, in der NCAA wird auf deutsche Spieler in der Regel nicht so geachtet und ich würde jedem raten in Deutschland zu bleiben. Es scheint auch ein Umdenken zu geben, denn wir hatten diese Saison so wenig deutsche College-Athleten wie lange nimmer.
Es gibt auch Vorteile wie Uni-Abschluss nebst professionellem Basketball, aber das geht in Deutschland per Fernstudium auch. Die Atmosphäre bei UNC oder auch bei kleineren Programmen ist natürlich atemberaubend, auch das Leben auf dem Campus. Wer das erleben möchte, dem sei das College gerne erlaubt. Für mich aber wesentlich risikobehafteter als hier zu bleiben.
hier würde ich tatsächlich sagen, dass es darauf ankommt, welche karriereprognose man sich selbst gibt. denkt man (und vor allem hat man es auch schon angedeutet in seinen leistungen), dass man gut genug ist, um in der bbl eine gute rolle zu spielen, dann der bbl-vertrag. ist man eher ein talent, was boderline pro a/b wandelt, dann das college-stipendium. ist man ein generational talent, was natürlich immer schwer zu prognostizieren ist, und ein top college klopft an, dann würde ich allerdings zum college tendieren, einfach weil es dort immer noch einfacher ist, sich der nba zu präsentieren.

den größten brainfart hinsichtlich college hat mmn damals elias harris gebaut. da geht er ans college und überzeugt so, dass er auf vielen zetteln der nba-teams steht und wahrscheinlich sogar am ende der ersten runde gezogen worden wäre und viele millionen auf dem konto sicher gehabt hätte, aber entscheidet sich gegen den draft und für noch ein jahr am college. ich hatte letztens ein interview gelesen, in dem er das bedauert hatte und das darauf zurück führte, dass er einfach keine ahnung hatte und nicht gut beraten wurde. tja...
 

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Vorsicht, gleich kommt eine alt bekannte Person vorbei und wird euch belehren, dass das kompletter Schmarrn ist, denn er glaubt was anderes.:rolleyes:
 

theser

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Ich kann nur erahnen wen Du meinst... der wird dann sofort wieder gelöscht. :LOL:
Unser User @MadFerIt hat mittlerweile vieles nochmal sehr schön verfeinert dargestellt, auch wenn ich nicht bei allem ganz zustimme. Das Ergebnis vom FIBA Int.Cup ist wirklich erste Sahne, ich krieg mich nicht mehr. Aber ich hab da auch zu wenig Einblick um es adäquat zu bewerten.

Noch zu College vs. Europa/BBL:

Gerade Elias Harris ist ja nur eines dieser Beispiele als Team-Erfolg vor individueller Förderung stand. Er verlor damals soviel Draft-Respekt, da er - falsch eingesetzt wie er war - keine Fortschritte machte. Harris hätte für die damalige NBA wohl auf die Drei wechseln müssen, spielte aber meistens die Vier bei den Zags. Dasselbe Gonzaga frustrierte zur selben Zeit auch Mönninghoff so sehr, dass er vorzeitig abging - seine Karriere könnte komplett anders aussehen. Giffey wurde bei der UConn zum Luxus-Roleplayer des zweimaligen College-Siegers degradiert. Er hätte eigtl krasser Two-Way-Player werden müssen, statt nur 3nD-Guy. David Taylor, Sohn von BBL-Legende Derrick, scorte als Bub regelmäßig 15-20 Punkte in der zweiten Liga. Nach 4 Jahren College spielt er mittlerweile in Liga 3, glaube ich. Ist okay, aber er hatte einst bessere Ansätze als Maodo Lo. Malik Müller wurde mit fetten internationalen Prospect-Meriten behangen, spielte sogar ne gute Saison bei den berühmten Hokies der Virginia Tech - nach absitzen des Redshirt-Jahres. Yikes! Dann wurden auch noch weitere Guards rekrutiert und auch Müller "flüchtete" meinem Eindruck nach. Doppel-Yikes! Mittlerweile Backup in der 2.Liga.

Nun kann man hier vieles gerechtfertigt entgegenhalten. Bei Harris war die NBA damals ne andere. Tweener wie er waren das was heute geringe Wingspan ist - also ein no-go. Manchmal darf man sicher auch Arbeitsmoral oder Talent anzweifeln oder auf's Pech schieben. Es gibt ja auch gute Beispiele jüngerer Vergangenheit: Lo brachten die USA-Jahre was, Kenneth Ogbe kam super zurück, bei Moe Wagner hätte es nicht besser laufen können. Auch bei Stanfords Da Silva versuchen (zumindest noch) alle alles aus dem wohl stillen wie sehr intelligenten Mann rauszukitzeln. Heckmanns Coaches wollten um ihn am Boston College ne neue Ära einleiten - er blieb aber stecken. Europa ist dabei auch nicht aller Weisheit Abend. Hartenstein+Mushidi hatten wenig Glück im Euro-Raum, Kiel oder Olinde bleiben hierzulande scheinbar noch etwas stecken. Alle könnten nun weiter sein, als sie sind. Gründe gibt es dafür aber viele, da jeder Mensch seine eigene Geschichte hat.

Demgegenüber fahren wir zuletzt mit Schröder, Bonga, Hartenstein, Theis, Kleber und hoffentlich bald auch Obiesie ne ganze Armada an Non-College-Draftees auf. Übrigens (außer Maxi) Spieler, die wohl rein akademisch schon das College auslassen mussten. Dieses Jahr wird evtl in der "Lottery" der Franzose Dembouya und Georgier Bitadze gepickt. Jokic, Nurkic, Gobert, Doncic, evtl Zubac sind bspw alle "Euro-Grown" und werden noch einige Jahre die NBA an vorderster Front mitgestalten.

Nicht zuletzt steht dem natürlich die überwältigende Anzahl der US-Prospects gegenüber. Mein Fazit: USA hat generell noch die deutlich besseren Möglichkeiten, Facilities und Know-how, sie können aber auch mit ihren Talenten verschwenderischer umgehen. Wir in Europa haben indes aufgeholt und grade wir Deutschen sollten mit unserem winzigen Talent-Pool besonders gut auf die Prospects achten, sie pflegen und hegen. Wir können es uns nicht erlauben auch nur einen einzigen zu verheizen ;) Von daher, bleibt bei uns, Jungs und sucht euch hier ein gutes BBL-Programm.
 
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White Barkley

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Ich hab mich vor paar Jahren (2014) mal mit Ron Hunter, dem Vater von R.J. Hunter unterhalten, der damals von den Boston Celtics gedraftet wurde. Die Georgia State Panthers sind ja ein Division I Team. Ron Hunter hat ja selbst mal in Europa gespielt und kannte sich auch sehr gut im europäischen Basketball aus.

Als ich ihn damals fragte, wieviele Spieler seines Teams eine Chance haben bei einem NBA Team zu landen und wieviele mal mit Basketball ihr Geld verdienen werden hat er mir sinngemäß gesagt:

In der NBA wird voraussichtlich keiner landen, wenn ja gehört viel Glück und viel Einsatz dazu. Mit Basketball ihren Lebensunterhalt verdienen werden wohl 3-4, aber eher in Europa oder Asien. Der Rest wird tendenziell arbeiten gehen müssen.

Von Niveau her hat er College Basketball mit deutschem Pro A Basketball verglichen oder je nach Stärke des Teams mit 1. Liga Niveau in einem kleineren europäischen Land.