Gnade uns Gott wenn O'Sullivan mal seinen Queue an den Nagel hängt, dann erleben wir Snooker wie einst in den 90er Jahren.
Ich meine von der Art des Spiels her.
So manche Safety-Schlacht finde ich deutlich spannender und interessanter als zuzugucken, wer als erstes die lange Rote locht und ob ihm dann der Split so gelingt, dass er ein größeres Break aufbauen kann.
Ich guck lieber Steve Davis beim Snooker zu als Ding Junhui...
Shot to nothing und die Weiße gleich hinter einer Farbe versteckt. Mit Snooker hat das eigentlich nichts zu tun
Man darf übrigens daran erinnern, dass das Spiel "Snooker" nach der Spielsituation benannt ist, bei welcher man den Gegner daran hindert einen/den anzuspielenden Ball auf direktem Wege treffen zu können. Wenn es um den Begriff "Snooker" geht, dann viel mehr darum den Gegner am Punkten zu hindern ... als selbst Punkte zu machen.
Soviel zum Thema "das hat damit eigentlich nichts zu tun".
Das ist vielleicht nicht "schön" (was auch im Auge des Betrachters liegt) ... aber zuweilen recht spannend.
Dass Selby lieber auf Nummer sicher geht, als dass er ein Risiko eingeht ... muss man ihm das verübeln? Dass er lieber kleine Breaks fabriziert, als einen Fehler einzugehen, der - so ist es nunmal - von O'Sullivan eiskalt ausgenutzt werden würde ... ist das schlimm?
Der Kerl will nunmal den WM-Titel gewinnen ... und keinen Preis für "schönes Spiel".
Jemanden mit den eigenen Waffen schlagen ... das klingt immer schön ... aber es ist nicht so, als wenn Selby das gegen O'Sullivan könnte.