Obmann
Fan of Underdogs
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Ich will den Anfang des Jahres nutzen, und ein Wetter Update geben. Der Winter war bisher relativ ruhig. Ich habe zuletzt nicht viele offizielle Wetterseiten gelesen, aber es wird wohl auch zuletzt turbulenter dort gewesen sein. Große Wetterankündigungen, Winter usw.
Gehen wir es doch einmal sachlich strukturiert an. Die Großwetterlage, die uns diesen Winter begleitet hat, ist absolut winterfreundlich. Ich kann verstehen, dass man nun sagt"Hä Wo ist der Winter dann"?
Es ist dann schon leider beeindruckend, wie wenig Kaltluft oder wie viel weniger Kaltluft in unserem System enthalten ist, dass Wetterlagen, die in der Vergangenheit in jedem Fall zu Winterwetter geführt hätten, zu Niemandslandwetter führen. Die Großwetterlage hat in jedem Fall nichts mit einer Mildwinterwetterlage zu tun. Oder wo ist der Wind vom Atlantik? Erinnern wir uns z.B. an Silvester 2011, an dem es über 15 Grad hatte, weil milde Luft des Atlantiks über Mitteleuropa wehte. Nein es dominiert Hochdruck. Etwas was uns auch bei Corona in jedem Fall schadet, weil die Durchmischung eben sehr schwach ist.
Es gab in meinen Augen schon Indikatoren, die dafür gesprochen haben, dass der Winter kein echter Mildwinter wird. Das war ein September, der hochdruckgeprägt war, es war eine starke Hurrikansaison und insgesamt das Jahr Großwetterlagen, die ein stärkeres Azorenhoch gezeigt haben, was zu Nordlagen führt.
Nichtsdestotrotz echtes Winterwetter haben bisher die wenigsten erlebt. Nun wird es die nächsten Tage weiter kälter. Viele Niederschläge sind aber nicht zu erwarten, warum die Regel gilt, wer nun Schnee hat, kann die Hoffnung haben, dass es noch bleibt, wer es nicht hat, wird nicht mehr viel bekommen. Es ist natürlich auch logisch, dass Richtung Rheinland/Ruhrgebiet die Winterwetterchancen erheblich schwächer sind als im Alpenvorland.
Ich bitte hier auch Rücksicht zu nehmen, dass ich meine Vorhersagen hier relativ breit halte. Es geht mir eher um Großwetterlagen. Aber wenn ich selbst im Radio gestern hörte, in Nordbayern morgen Schnee und es einfach natürlich viel zu weit formuliert ist, weil es ist ein Unterschied, ob du in z.B. Schweinfurt/Bamberg wohnst oder dann Richtung Hof, inwiefern das Schneefallgebiet liegen bleibt und es als Schnee zu bezeichnen ist, falls es nicht doch dann auch Schneeregen ist.
Interessant ist der heutige Modellabend, weil ein Trog, der nun Höhenkaltluft aus Skandinavien anziehen sollte, sich als einiges schwächer wohl präsentiert als er in den Läufen gestern und vorgestern usw. gezeigt wurde. so reicht es sicher nicht für Winter für alle. Eher Winter für die, die höher liegen +500 Meter einfach gesagt.
Das heißt nicht, dass es nicht einmal schneit, das ist im Januar schon möglich, aber nachhaltiges Winterwetter 5-7 Tage scheint hier dann doch eher dem Süden(höheren) vorbehalten zu sein. Die kälteste Periode wirkt gen 7-10/11 Januar. Danach wirkt es, dass zum ersten Mal in dem Winter von echten atlantischen Einfluss zu sprechen ist. Zuvor kommt die Windrichtung aus Nord/Nordost.
Hätte es wie in den "normaleren" Winter den Vorlauf gegeben, dass Russland eingewintert wäre, dass im Osten echtes Winterwetter entstanden wird, wie man es kennt, hätte sich nun auch hier Dauerfrost eingestellt, wie auch eine Schneedecke. Mal ein Beispiel. In Kiew hat es heute Plusgrade, und viel interessanter, in Wolgograd(viele kennen die Bilder aus Stalingrad um Weihnachten 1942/43), hat es heute -2 Grad. Einfach gesagt, es muss nun noch viel mehr passen, für echtes nachhaltiges Winterwetter als vor 20 - 30 Jahren.
Es gibt nun einen weiteren Faktor, über den man zuletzt gelesen hat, sicher auch auf einige Wetterseiten. Es geht um das Berliner Phänomen oder ein Stratosphärenereignis.
Erkannt wurde es 1952. Man sieht, es ist also relativ "jung".
Definiert ist es als:
Mitte Januar scheint es, dass so ein Stratosphärenereignis ansteht. Der DWD hat gestern sehr intensiv in seiner Mittelfristvorhersage darüber geschrieben. Das zeigt, das Bewusstsein, dass die Stratosphäre hier einen erheblichen Einfluss haben kann, ist größer geworden.
Die Auswirkungen sind aber immer höchst fragil und fraglich. Die Modelle reagieren hier auch Zeit verzögert, wenn es zu einem erheblichen Einfluss in der Troposphäre kommt. Beispielhaft ist Ende Februar 2018, als es Mitte Februar zu einem SSW (sudden stratospheric warming) kam und Ende Februar zu einer WIndumkehr auch in der Troposphäre. Auf einmal kam der Wind aus Ost statt West. Gab aber auch Ereignisse, die keine Wirkung oder sogar zu einer Warmluftzufuhr geführt haben.
Momentan kann oder gehe ich davon aus, dass relativ winterliche 4-5 Tage nun anstehen. Vorteilhafter je winterfreundlicher die Region. Danach tippe ich auf mehr atlantischen Einfluss ab nächstem Wochenende. Das SSW kann ich bisher noch gar nicht richtig einschätzen, hier gilt es weitere Entwicklungen abzuwarten.
Kleiner Mutmacher in einer dunklen Zeit/Jahreszeit:
Ab dem 6ten Januar wird z.B. in Frankfurt jeder Tag wieder zwei Minuten länger hell. Die Tageslänge erhöht sich von Anfang Januar bis Ende Januar um 1 Std. und 7 Minuten.
Gehen wir es doch einmal sachlich strukturiert an. Die Großwetterlage, die uns diesen Winter begleitet hat, ist absolut winterfreundlich. Ich kann verstehen, dass man nun sagt"Hä Wo ist der Winter dann"?
Es ist dann schon leider beeindruckend, wie wenig Kaltluft oder wie viel weniger Kaltluft in unserem System enthalten ist, dass Wetterlagen, die in der Vergangenheit in jedem Fall zu Winterwetter geführt hätten, zu Niemandslandwetter führen. Die Großwetterlage hat in jedem Fall nichts mit einer Mildwinterwetterlage zu tun. Oder wo ist der Wind vom Atlantik? Erinnern wir uns z.B. an Silvester 2011, an dem es über 15 Grad hatte, weil milde Luft des Atlantiks über Mitteleuropa wehte. Nein es dominiert Hochdruck. Etwas was uns auch bei Corona in jedem Fall schadet, weil die Durchmischung eben sehr schwach ist.
Es gab in meinen Augen schon Indikatoren, die dafür gesprochen haben, dass der Winter kein echter Mildwinter wird. Das war ein September, der hochdruckgeprägt war, es war eine starke Hurrikansaison und insgesamt das Jahr Großwetterlagen, die ein stärkeres Azorenhoch gezeigt haben, was zu Nordlagen führt.
Nichtsdestotrotz echtes Winterwetter haben bisher die wenigsten erlebt. Nun wird es die nächsten Tage weiter kälter. Viele Niederschläge sind aber nicht zu erwarten, warum die Regel gilt, wer nun Schnee hat, kann die Hoffnung haben, dass es noch bleibt, wer es nicht hat, wird nicht mehr viel bekommen. Es ist natürlich auch logisch, dass Richtung Rheinland/Ruhrgebiet die Winterwetterchancen erheblich schwächer sind als im Alpenvorland.
Ich bitte hier auch Rücksicht zu nehmen, dass ich meine Vorhersagen hier relativ breit halte. Es geht mir eher um Großwetterlagen. Aber wenn ich selbst im Radio gestern hörte, in Nordbayern morgen Schnee und es einfach natürlich viel zu weit formuliert ist, weil es ist ein Unterschied, ob du in z.B. Schweinfurt/Bamberg wohnst oder dann Richtung Hof, inwiefern das Schneefallgebiet liegen bleibt und es als Schnee zu bezeichnen ist, falls es nicht doch dann auch Schneeregen ist.
Interessant ist der heutige Modellabend, weil ein Trog, der nun Höhenkaltluft aus Skandinavien anziehen sollte, sich als einiges schwächer wohl präsentiert als er in den Läufen gestern und vorgestern usw. gezeigt wurde. so reicht es sicher nicht für Winter für alle. Eher Winter für die, die höher liegen +500 Meter einfach gesagt.
Das heißt nicht, dass es nicht einmal schneit, das ist im Januar schon möglich, aber nachhaltiges Winterwetter 5-7 Tage scheint hier dann doch eher dem Süden(höheren) vorbehalten zu sein. Die kälteste Periode wirkt gen 7-10/11 Januar. Danach wirkt es, dass zum ersten Mal in dem Winter von echten atlantischen Einfluss zu sprechen ist. Zuvor kommt die Windrichtung aus Nord/Nordost.
Hätte es wie in den "normaleren" Winter den Vorlauf gegeben, dass Russland eingewintert wäre, dass im Osten echtes Winterwetter entstanden wird, wie man es kennt, hätte sich nun auch hier Dauerfrost eingestellt, wie auch eine Schneedecke. Mal ein Beispiel. In Kiew hat es heute Plusgrade, und viel interessanter, in Wolgograd(viele kennen die Bilder aus Stalingrad um Weihnachten 1942/43), hat es heute -2 Grad. Einfach gesagt, es muss nun noch viel mehr passen, für echtes nachhaltiges Winterwetter als vor 20 - 30 Jahren.
Es gibt nun einen weiteren Faktor, über den man zuletzt gelesen hat, sicher auch auf einige Wetterseiten. Es geht um das Berliner Phänomen oder ein Stratosphärenereignis.
Erkannt wurde es 1952. Man sieht, es ist also relativ "jung".
Definiert ist es als:
Quelle Wiki.Diese im Winter vorherrschende Struktur wird durchschnittlich alle zwei Jahre, aber in unregelmäßiger Folge, stark gestört. Bei dieser starken Erwärmung (Major Warming) steigt die Temperatur der Stratosphäre innerhalb weniger Tage um mehr als 50 Kelvin an und erreicht höhere Werte als in südlicheren Breiten. Verbunden ist diese plötzliche Erwärmung mit einer Umkehr der West- in Ostwinde und damit einem Zusammenbruch des Polarwirbels. Anschließend erfolgt eine genauso abrupte Abkühlung
Mitte Januar scheint es, dass so ein Stratosphärenereignis ansteht. Der DWD hat gestern sehr intensiv in seiner Mittelfristvorhersage darüber geschrieben. Das zeigt, das Bewusstsein, dass die Stratosphäre hier einen erheblichen Einfluss haben kann, ist größer geworden.
Die Auswirkungen sind aber immer höchst fragil und fraglich. Die Modelle reagieren hier auch Zeit verzögert, wenn es zu einem erheblichen Einfluss in der Troposphäre kommt. Beispielhaft ist Ende Februar 2018, als es Mitte Februar zu einem SSW (sudden stratospheric warming) kam und Ende Februar zu einer WIndumkehr auch in der Troposphäre. Auf einmal kam der Wind aus Ost statt West. Gab aber auch Ereignisse, die keine Wirkung oder sogar zu einer Warmluftzufuhr geführt haben.
Momentan kann oder gehe ich davon aus, dass relativ winterliche 4-5 Tage nun anstehen. Vorteilhafter je winterfreundlicher die Region. Danach tippe ich auf mehr atlantischen Einfluss ab nächstem Wochenende. Das SSW kann ich bisher noch gar nicht richtig einschätzen, hier gilt es weitere Entwicklungen abzuwarten.
Kleiner Mutmacher in einer dunklen Zeit/Jahreszeit:
Ab dem 6ten Januar wird z.B. in Frankfurt jeder Tag wieder zwei Minuten länger hell. Die Tageslänge erhöht sich von Anfang Januar bis Ende Januar um 1 Std. und 7 Minuten.
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