Der Wetter-Thread


Ich will den Anfang des Jahres nutzen, und ein Wetter Update geben. Der Winter war bisher relativ ruhig. Ich habe zuletzt nicht viele offizielle Wetterseiten gelesen, aber es wird wohl auch zuletzt turbulenter dort gewesen sein. Große Wetterankündigungen, Winter usw.

Gehen wir es doch einmal sachlich strukturiert an. Die Großwetterlage, die uns diesen Winter begleitet hat, ist absolut winterfreundlich. Ich kann verstehen, dass man nun sagt"Hä Wo ist der Winter dann"?
Es ist dann schon leider beeindruckend, wie wenig Kaltluft oder wie viel weniger Kaltluft in unserem System enthalten ist, dass Wetterlagen, die in der Vergangenheit in jedem Fall zu Winterwetter geführt hätten, zu Niemandslandwetter führen. Die Großwetterlage hat in jedem Fall nichts mit einer Mildwinterwetterlage zu tun. Oder wo ist der Wind vom Atlantik? Erinnern wir uns z.B. an Silvester 2011, an dem es über 15 Grad hatte, weil milde Luft des Atlantiks über Mitteleuropa wehte. Nein es dominiert Hochdruck. Etwas was uns auch bei Corona in jedem Fall schadet, weil die Durchmischung eben sehr schwach ist.
Es gab in meinen Augen schon Indikatoren, die dafür gesprochen haben, dass der Winter kein echter Mildwinter wird. Das war ein September, der hochdruckgeprägt war, es war eine starke Hurrikansaison und insgesamt das Jahr Großwetterlagen, die ein stärkeres Azorenhoch gezeigt haben, was zu Nordlagen führt.

Nichtsdestotrotz echtes Winterwetter haben bisher die wenigsten erlebt. Nun wird es die nächsten Tage weiter kälter. Viele Niederschläge sind aber nicht zu erwarten, warum die Regel gilt, wer nun Schnee hat, kann die Hoffnung haben, dass es noch bleibt, wer es nicht hat, wird nicht mehr viel bekommen. Es ist natürlich auch logisch, dass Richtung Rheinland/Ruhrgebiet die Winterwetterchancen erheblich schwächer sind als im Alpenvorland.
Ich bitte hier auch Rücksicht zu nehmen, dass ich meine Vorhersagen hier relativ breit halte. Es geht mir eher um Großwetterlagen. Aber wenn ich selbst im Radio gestern hörte, in Nordbayern morgen Schnee und es einfach natürlich viel zu weit formuliert ist, weil es ist ein Unterschied, ob du in z.B. Schweinfurt/Bamberg wohnst oder dann Richtung Hof, inwiefern das Schneefallgebiet liegen bleibt und es als Schnee zu bezeichnen ist, falls es nicht doch dann auch Schneeregen ist.

Interessant ist der heutige Modellabend, weil ein Trog, der nun Höhenkaltluft aus Skandinavien anziehen sollte, sich als einiges schwächer wohl präsentiert als er in den Läufen gestern und vorgestern usw. gezeigt wurde. so reicht es sicher nicht für Winter für alle. Eher Winter für die, die höher liegen +500 Meter einfach gesagt.

Das heißt nicht, dass es nicht einmal schneit, das ist im Januar schon möglich, aber nachhaltiges Winterwetter 5-7 Tage scheint hier dann doch eher dem Süden(höheren) vorbehalten zu sein. Die kälteste Periode wirkt gen 7-10/11 Januar. Danach wirkt es, dass zum ersten Mal in dem Winter von echten atlantischen Einfluss zu sprechen ist. Zuvor kommt die Windrichtung aus Nord/Nordost.
Hätte es wie in den "normaleren" Winter den Vorlauf gegeben, dass Russland eingewintert wäre, dass im Osten echtes Winterwetter entstanden wird, wie man es kennt, hätte sich nun auch hier Dauerfrost eingestellt, wie auch eine Schneedecke. Mal ein Beispiel. In Kiew hat es heute Plusgrade, und viel interessanter, in Wolgograd(viele kennen die Bilder aus Stalingrad um Weihnachten 1942/43), hat es heute -2 Grad. Einfach gesagt, es muss nun noch viel mehr passen, für echtes nachhaltiges Winterwetter als vor 20 - 30 Jahren.

Es gibt nun einen weiteren Faktor, über den man zuletzt gelesen hat, sicher auch auf einige Wetterseiten. Es geht um das Berliner Phänomen oder ein Stratosphärenereignis.
Erkannt wurde es 1952. Man sieht, es ist also relativ "jung".
Definiert ist es als:
Diese im Winter vorherrschende Struktur wird durchschnittlich alle zwei Jahre, aber in unregelmäßiger Folge, stark gestört. Bei dieser starken Erwärmung (Major Warming) steigt die Temperatur der Stratosphäre innerhalb weniger Tage um mehr als 50 Kelvin an und erreicht höhere Werte als in südlicheren Breiten. Verbunden ist diese plötzliche Erwärmung mit einer Umkehr der West- in Ostwinde und damit einem Zusammenbruch des Polarwirbels. Anschließend erfolgt eine genauso abrupte Abkühlung
Quelle Wiki.

Mitte Januar scheint es, dass so ein Stratosphärenereignis ansteht. Der DWD hat gestern sehr intensiv in seiner Mittelfristvorhersage darüber geschrieben. Das zeigt, das Bewusstsein, dass die Stratosphäre hier einen erheblichen Einfluss haben kann, ist größer geworden.
Die Auswirkungen sind aber immer höchst fragil und fraglich. Die Modelle reagieren hier auch Zeit verzögert, wenn es zu einem erheblichen Einfluss in der Troposphäre kommt. Beispielhaft ist Ende Februar 2018, als es Mitte Februar zu einem SSW (sudden stratospheric warming) kam und Ende Februar zu einer WIndumkehr auch in der Troposphäre. Auf einmal kam der Wind aus Ost statt West. Gab aber auch Ereignisse, die keine Wirkung oder sogar zu einer Warmluftzufuhr geführt haben.
Momentan kann oder gehe ich davon aus, dass relativ winterliche 4-5 Tage nun anstehen. Vorteilhafter je winterfreundlicher die Region. Danach tippe ich auf mehr atlantischen Einfluss ab nächstem Wochenende. Das SSW kann ich bisher noch gar nicht richtig einschätzen, hier gilt es weitere Entwicklungen abzuwarten.

Kleiner Mutmacher in einer dunklen Zeit/Jahreszeit:
Ab dem 6ten Januar wird z.B. in Frankfurt jeder Tag wieder zwei Minuten länger hell. Die Tageslänge erhöht sich von Anfang Januar bis Ende Januar um 1 Std. und 7 Minuten.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ein kleines Updates will ich mir nicht nehmen lassen, kommen wir doch ab dem 15ten Januar in die Periode Hochwinter. Diese geht dann bis zum 15. Februar. Ist zu vergleichen mit den Hundstagen, wenn auch natürlich durch den Klimawandel diese mehr jedes Jahr ihren Namen gerecht werden.

Dieses Jahr steht uns aber wohl eine Periode ins Haus, die absolut wintertauglich zu bezeichnen ist. Es gibt dazu aber noch Unschärfen, die für das Wettergefühl entscheidenden Einfluss haben. Wir hatten im letzten Posting die Ereignisse aus der Stratosphäre beschrieben. Der deutsche Wetterdienst nimmt sich in der heutigen Mittelfristprognose diesen Themas noch einmal an.
DWD Mittelfrist Hier wird von einem gestörten Polarwirbel gesprochen. Das sieht man tatsächlich.

Es wird zwar nun ein paar Tage wieder etwas milder, weil die Luft vom Atlantik kommt. Danach beginnt das größere Rauschen. Die Tendenz geht zu einem Hoch über Skandinavien, was zu einer Ostströmung führt. Dies wäre die Woche noch relativ harmlos, weil die Kälte über Russland den ganzen Winter fehlt. Aber durch den gestörten Polarwirbel entsteht ein absolutes Kältei über Russland, in Richtung Ukraine, das definitiv zu Werten von unter -30 Grad für Russland führen wird.

Diese kalte angezapfte Luft und Luftmasse, führt dann sehr wahrscheinlich zu einem Kälteeinbruch für Deutschland, auch hier wieder logisch. Je östlicher desto kälter. Es wurde nun schon für nächsten Donnerstag eine Luftmassengrenze simuliert, an der es heftig schneien würde. Das beträfe vor allem den Süden wohl. Danach käme die Kälte.
Wie lange das Szenario geht, ist schwer zu sagen. Es gibt die Modelläufe, gerade der größeren Modelle, die von einer längeren Periode ausgehen. Sie sehen eine gestörte Zirkulation und großer Kaltluft, die sich nördlich und östlich ansammelt. Insgesamt ist es aber eine Situation mit großer Unsicherheit, aufgrund der kalten Luftmasse, die die Modelle einordnen müssen und dem gestörten Polarwirbel.

Momentan ist meine Vorhersage, dass es ab Donnerstag aus Osten kühler wird. Große Schneemengen erwarte ich maximal in Richtung München für das Szenario/Alpenvorland. Danach sieht es für mich nach Kahlfrost aus, für nahezu jeden außér dem Nordwesten/ganzen Westen. So eine kalte Kontinentluftmasse ist kein Schneebringer. Ende der Geschichte noch fraglich? Kann zäh werden, aber auch hier gilt wie im Sommer die Regel, es kann auch dann schneller gehen als es einen die Modelle wahrmachen wollen heute.
 
Mal ein dieses Mal kürzeres Wochenupdate.

Geht der Winter doch bald zu Ende. ;) Nein der geht, wenn es um das Wetter und nicht den Kalender geht bis zum 28.02.2021. Die Hochwinterphase geht aber dann doch die Tage zu Ende und das auch bis in relativ hohe Lagen. Im Westen gab es außer Nassschneefall nicht wirklich Winter.
Im Saarland hatte man durch die Luftmassengrenze vom Donnerstag sogar etwas Winter, der aber nun auch sich auflöst.
Für die begünstigen Regionen Osten/Südosten/Süden wird auch ab dem Mittwoch Tauwetter einsetzen. Da dies zwar nicht mit großem Niederschlag einhergehen wird, ist der nicht warnwürdig. Der ist im Norden schon etwas möglich. Insgesamt sieht es auch etwas nasser(in Zeiten des Klimawandels relativierend) aus. Es wird jedenfalls für die Jahreszeit mild/teilweise sehr mild. In NRW wird es an die 12 Grad einhergehen.

Zum Wochenende scheint es dann wieder etwas kühler zu werden, aber die große Kälte die sich östlich von uns eingerichtet hat. Z.b. in Posen 285 KM von Berlin entfernt hatte es heute Nacht um die -23 Grad, wird nun auch immer weiter in den Osten geschoben werden.

Jetzt ist auch im Februar noch viel möglich. Aber richtig kalte Februare wie 2012 oder vor allem 1956, der in Deutschland vielfach der kälteste Monat überhaupt in der Wetteraufzeichnung ist, stellen ihre Weichen Ende Januar. So war es eben 1956 schon Anfang Februar mit Tmax von -10 Grad sehr kalt.
Dies ist wirklich nicht in Sicht. Die Kälte wird weitesgehend ins östliche Russland verfrachtet. Das bedeutet natürlich, es kann noch kalt werden, kann auch noch Schnee geben, aber ein Eisfebruar ist Status heute nicht in Sicht.
Interessant sind weiter die Auswirkungen des Stratosphärenwarmings, das ich beschrieben habe. Dazu gibt es interessante neuere Untersuchungen.

Die besagen, dass nach einem Stratosphären Warming, dass zu einem Hoch über Grönland(hatten wir), zu sehr kalten Temperaturen in Skandinavien und Osteuropa geführt hat(Hatten wir auch) nach 20 Tagen zu einer milden Südwestströmung kommt/gekommen ist, typischerweise/normalerweise. Das tritt nun auch fast punktgenau mit dem Mittwoch ein.
Das zeigt, dass so etwas nun immer mehr erforscht wird und es auch in meinen Augen immer mehr in die Wetterprognosen im Winter implementiert wird. In den älteren Wetterwissenschaften/traditioneller wird so etwas noch unter besseren Hokospokus abgetan. Jörg Kachelmann sieht das so übrigens.

Ich wiederum bin relativ sicher, dass 1956, so bekommen wir den Bogen, auf so ein Ereignis zurückzuführen ist, da eben SSW wie im Winter 2012/2013 zu kälteren Episoden führt, die eben wie bei uns jetzt zu 2-3 Wochen kalten Osteuropa geführt hat. Da aber dieses Phänomen erst 1958 überhaupt entdeckt worden ist, gibt es zu 1956 keine wissenschaftlichen Belege.
 
Der Polarwirbel spielt weiter eine große Rolle. Man sieht weiterhin, dass der Winter hohes Potenzial hätte. Das hat von den Großwetterlagen nichts mit einem Mildwinter zu tun. Der Polarwirbel war den ganzen Winter kaum am Drehen, deswegen kaum Wind, gar Windereignisse. Hat dazu einen erheblichen Stoß durch das SSW erhalten.

Durch das unübliche (zur Vergangenheit) warme Osteuropa, konnte das Potenzial gerade im Dezember/Anfang Januar nicht ausgeschöpft werden.
Nun gab es eine recht milde bis milde Episode. Bevor nun es wieder zu Schneeereignissen, die im Süden wieder zu einer dauerhaften Schneedecke führten.
Die Modelle rudern momentan schon und man konnte es heute auch in der heutigen Mittelfristprognose des deutschen Wetterdienstes lesen, jedes Modell hat eine andere Lösung.

Quelle DWD

Vor paar Tagen hat das japanische Modell, welches für mich immer noch relativ unterschätzt, bzw. weil nahezu nie beachtet, zu Monatsende einen kurzzeitigen Einschub aus Nordosten mit Luft aus polaren Breiten gesetzt. Das war damals noch absolute Außenseiterlösung, nun hat auch das europäische Modell Berechnungen, die Ende des Monats eine Luftmassengrenze zeigt, über Deutschland, nördlich davon Dauerfrost, an der Luftmassengrenze Schnee, südlich Regen. Wo sie liegt und wo wie sie wandert, ist noch höchst unsicher. Gab auch Lösungen, dass sie soweit nördlich liegt, (eher Dänemark), dass Deutschland unter einem Sturmtief liege.

Momentan geht die Tendenz zu Ende des Monats hin, dass es zu einem Ereignis kommt, welches zu Frost/Dauerfrost führt. Kommend aus dem Norden.
Schneefälle richten sich danach, ob und inwiefern sich eine Luftmassengrenze etabliert. Kommt es ohne und nur als kalte Luft, gibt es keine Schneefälle. Danach geht die Tendenz aber nach teilweise kalten Nächten (-10, falls die Luftmasse advehiert wird) zur relativen schnellen Milderung, so dass kein echter Eisfebruar in Sicht ist. Solche Lagen sind aber immer relativ heikel und der Februar bietet gerade Anfang des Monats extremes Potenzial für kalte Tage. Es sieht nicht danach aus, Richtung zweiter Dekade, sehe ich die ersten Tendenzen, dass sich immer mehr Hochdruck etabliert, der auch eher unter gemäßigt kalt einzustufen ist. Vorfrühling ist also keiner in Sicht, temporäre Milderung sehr wahrscheinlich, genauso wie zeitweise auch noch mehr Winter als man ihn zuletzt gewohnt war.

Jedoch haben die Modelle oft in den letzten Jahren, um die Zeit auch teilweise sehr kalte Rechnungen gezeigt, die so nicht immer eintrafen oder eher selten. Das heißt, es kann auch noch etwas entschärft werden. Spannend ist es.
 
Die einzige Frage die mich interessiert ist, kann ich mit dem Quatro auf Höhelinie Hannover mit Winterspass rechnen oder nicht? ;)
 
Insgesamt ist es doch ein ganz "guter" Winter, oder?

Die Wintersportorte haben im Fernsehen alle geschlossene Schneedecke, auch neben den strecken. Das war in den letzten Jahren oft so das da z.b beim Biathlon oder Ski alpin eine graue Landschaft mit einem weißen Streifen voll rangekarrrtem Schnee war.
 
Insgesamt ist es doch ein ganz "guter" Winter, oder?

Die Wintersportorte haben im Fernsehen alle geschlossene Schneedecke, auch neben den strecken. Das war in den letzten Jahren oft so das da z.b beim Biathlon oder Ski alpin eine graue Landschaft mit einem weißen Streifen voll rangekarrrtem Schnee war.
Im Schnitt ist der Winter bis jetzt 2 Grad und der Januar knapp 1,5 zu warm. (Ref. 1961-1990) vom Schnee her auch nichts außergewöhnliches.
 
Vielleicht ein kurzes Update noch, weil nun beginnend ab morgen das Luftmassengrenze über Deutschland eine Rolle spielt.
Man hat erwartungsgemäß viel gelesen. z.b. auf n-tv Kampf der Luftmassen usw. Ich hatte schon erwähnt, dass es nicht unüblich ist, dass die Modelle um diese Zeit auch etwas übertreiben mit dem was in der Mittelfrist kommen soll.

Gerade das europäische Modell, das Baby des deutschen Wetterdienstes hat die Luftmassengrenze viel zu weit südlich gesehen. Man kann es einfach halten, Freiburg wird von Winterwetter die nächsten Tage nicht viel mitbekommen, um nicht zu sagen nichts. Dauerfrost wird ein Thema ab einer Linie (einfach gesagt) zwischen Bremen/Hamburg und Erzgebirge/Berlin. Fernab der begünstigen höher gelegenen Regionen oder das östliche Bayern, welches grundsätzlich bevorteilt ist im Winter.

Das Hauptniederschlagsgebiet, was dann im Nowcast stattfindet, ist, wird bei der Luftmassengrenze morgen beginnend auch in dieser Region stattfinden. Im Laufe des Wochenendes verschiebt sich die Grenze zwar nach Süden bzw. auch der Niederschlag, bedeutet aber für Süddeutschland (also richtiges Süden) ausnahmslos Regen. Für Sachsen wird es noch Schnee bedeuten. In Bayern und Bawü wird es einen kleinen Streifen Schnee geben.

Kachelmannwetter.com

Die Schneehöhenkarte des europäischen Modells Sonntag Morgen. Bitte beachten, Schneehöhenkarten werden meist zu progressiv gerechnet, da auch davon ausgegangen wird, dass bei leichten Plusgraden der fallende Schnee liegenbleibt. Dies führt meiner Meinung auch zu weiteren Modellfehlanalysen, weil dadurch folgende Wettereignisse nicht richtig dargestellt werden können.

Warum ich mich auch noch einmal kurz melde. Es gab nun das erste Mal in der Wettergeschichte, ein Stratosphärenerwärmung so kurz nach der letzten Stratosphärenerwärmung.
Erwartungsgemäß hat man nun Modelle die beginnend ab dem 06.02.2021 teilweise heftige Sprünge zeigen. Die Hauptläufe, die solche Ereignisse am besten verarbeiten können, zeigen beginnend ab diesem Zeitpunkt eine Kaltluftzunge, die sibirische Eisluft nach Mitteleuropa bringt. Hier wird dann wohl der nun entstehende Hochdruck, der Italien nun bald relativ warmes Wetter bringen wird dagegenhalten. Nordost/vs. Südwest.

Die Rechnungen, die gezeigt werden, würden definitiv für nahezu alle in Dauerfrost führen. Niederschläge gäbe es nur sehr wenig, bei so einer kontinentalen kalten Luftmasse. Jedoch sind diese Läufe noch absolute am tiefsten Rand, was die Kontrollläufe zeigen. Nun bleibt die Urfrage, haben sie einfach wieder die bessere Auflösung oder überinterpretieren sie das Ereignis in der Stratosphäre, das dazu führen kann, dass der Polarwirbel sich auch in der Troposphäre aufteilt.
Die Stratosphärenkarte, welches die freie Universität Berlin sehr interessant jeden morgen aktualisiert bereitstellt, zeigt nicht, dass das Ereignis auf alle Schichten bis auf uns unten durchschlagen wird, bzw. zumindest eine rasche Erholung der "Westwinde". Dies spricht nicht für ein nachhaltiges langes Dauerfrostereignis ab dem Wochenende nächste Woche. Unabhängig das auch die Kontrollläufe vermehrt winterliche Temperaturen für diesen Zeitraum zeigen.

Institut für Meteorologie - Arbeitsgruppe Atmosphärendynamik - Zonalgemittelter Wind und Flüsse in 60° N 2020/21 (fu-berlin.de)

Ich weiß, das ist alles hoch komplex, weil wir selbst dazu in der Wissenschaft noch am Anfang stehen. Jedoch bietet gerade dieser Winter gute Möglichkeiten Erfahrungswerte damit zu sammeln. Wir werden solche Ereignisse auch immer vermehrt haben im Klimawandel. Irgendwo muss die Wärme, die wir nun mehr als "normal" produziert haben hin und dies sieht man diesen Winter. Zumal auch der Ozongehalt eine Rolle spielt.
 
Beginne mal mit einer Verlinkung.


Ist natürlich exemplarisch. Mit dem Wetter wird weiter extremer Astro TV ähnlicher Schindlunder betrieben. Reiserisch/billig, nicht differenziert.
Ich will gar nicht sagen, dass gerade für den Norden mehr Winter ansteht, als dort viele seit paar Jahren gesehen haben. Ich rede aber vom äußersten Norden.

Wir haben es, hier ja lange thematisiert. Das was in der Stratosphäre passiert ist, bildet sich nun in der Troposphäre ab. Die Modelle reagieren heftig, Modelle die kalt gerechneten haben, rechnen mild und umgekehrt. Heute hat beim abendlichen Lauf sogar jemand um eine Videoschalte im Wetterforum verlangt.

Für Wetterfans sind das extreme interessante Zeiten, in der DWD Mittelfristanalyse sprach von einem synoptischen Highlight.
Das Problem ist aber, dass die Welt weiter eben vermehrt auf das EZMWF setzt, das europäische Modell, welches das Baby der Meteorologie in Europa seit gestern morgen extreme Winterlagen zeigt. Der Hauptlauf(!).
Höchsttemperaturen von -10 Grad, gerade im Norden über mehr als 40 cm Schnee -20 Grad nachts und dann natürlich gewisse Euphorie für Winterfans entsteht.

Die Lage ist fragil, die Luftmassengrenze vom Wochenende (siehe Post vorher) ist scharf. Das ist in den Gebieten

Quelle (roter Bereich) schon heftiger Eisregen. Deswegen wir werden keinen Hochdruck Februar die ersten 10 TAge erleben, wie wir ihn schon öfter hatten und schon auch als erster Hinweis auf einen Hochdruck Sommer zu werten ist, sondern ist schon abwechslungsreich. Skandinavien ist auch so kalt wie lange nicht.

Trotzdem für südlich der Mittelgebirge gibt die Lage in meinen Augen nichts her, oder man kann wenn man es mit Winter sowieso nicht hat, relativ milde bis milde Temperaturen genießen. Keinen Frühling, aber sicher nicht annährend Winter.

Im Nordosten halte ich die Lage relativ nachhaltig und erst dann zum übernächsten Wochenende beendet. Da wird der Hochdruck, der die Luft aus Nordost anzapft schon Wirkung zeigen. Man kann also von einer ziemlich heftigen Zweiteilung ausgehen.

Danach sieht es so aus, dass ab dem 12/13ten Februar Westwinde übernehmen. Würde auch dazu passen, dass in 1hpa (das oberste Stockwerk) der Stratosphäre der Zonalwind extrem zunimmt laut den Prognosen.
Der Abend Hauptlauf des EZMWF ist im Übrigen große Schritte dem amerikanischen Modell entgegen gegangen. Zweiteilung immer wahrscheinlicher. Luftmassengrenze auch, aber recht weit nördlich, dort aber signifikante Wettereignisse möglich/sehr wahrscheinlich. Ab Donnerstag wissen wir hierzu sehr viel / alles.
 
In hessen ist gerade extremes hochwasser, gerade im Nidda system, da es Recht viel Niederschlag und dazu noch Schneeschmelze gab.

Die Stadt Büdingen war teilweise total Überflutet.
 
@Obmann, hier sprechen jetzt einige Meteorologen vom Winter 78/79. Ist das deiner Meinung nach vergleichbar? Damals waren es ja 2-3 m Schnee, heute reden wir von 40-60 cm? Korrekt?
 
Es ist beim Wetter das Problem, dass eben gerne mit Superlativen gearbeitet wird. Das hat auch den Grund, dass Wetter auch Wettbewerb ist. Gerade private Wetterseiten leben durch Klicks. Klicks generieren sich nicht durch, heute leicht neblig, bewölkt etwas Sonne.

Jedoch ist es unstrittig, dass für manche Regionen in Punkto Schnee ein Jahrzehnt-Ereignis möglich ist. Aber auch nur da, wo eben die von dir auch besagten 40-60 cm kommen.
Was mir sehr wichtig, es gibt schon ein paar fundamentale Unterschiede zwischen der Lage 78/79 und dieser. Wir werden nicht mit Panzern den Schnee wegräumen müssen.
Dazu gelang die Kaltluft über ganz Deutschland 1978. Sie ging bis zu den Alpen. Man konnte gerade in der Mitte des Landes wohl(war ja selbst nicht dabei) sehen wie das Temperatur gefallen ist. Das Temperatur fiel in kurzer Zeit um 15 Grad. Eisregen, wurde zu Schnee und das innerhalb von Minuten.
Wir haben hier die Situation, dass es eher zu einer stationären Geschichte kommt. Bis zu den Alpen wird man nichts bemerken, in München wird man das Ereignis sogar nicht bemerken. Es bleibt mild, ähnlich Freiburg oder das Saarland.

Die Grenze wird und das halte ich weiter für plausibel bei den Mittelgebirgen stattfinden. Thüringen, Nordostbayern(aber absolut Nordost), zu denen der Dauerfrost vorankommt. Dazu sollten wir nicht vergessen, dass der Wintereinbruch damals Ende des Jahres, um die kürzesten Tage des Jahres kam und die Luftmasse noch kälter war als diese, die nun ansteht. Da es danach zu Hochdruck kam, konnte über Schnee Minuswerte von -20 Grad gemessen werden und darüber. Wir haben es hier eher dann mit Tiefdruck zu tun, was im Norden/insbesondere Nordost zu Dauerfrost führt, aber da es nicht aufklart auch zu keinen tiefen Temperaturen.

Wer eine gute Situationsbeschreibung in Punkto Wetterlage des Ereignisses möchte, kann die hier nachlesen.

Die Wetterlage beim Schneesturm 1978/79 (saevert.de)

So gesehen sollten wir mit den Superlativen vorsichtig sein. Jedoch ist es auch nicht kleinzureden, gerade was die letzten Jahre war.
Ich werde morgen mal einen kurzen Überblick geben, wo man die höchsten Schneehöhen erwarten kann. Der Ostwind, wird beißend sein. Es wird die kälteste Luft advehiert, die es in Mitteleuropa gibt, wenn sie auch nicht über uns legen wird. Was eben bedeutet, dass es nicht zu extremen Temperaturen -10 Tmax/-20 Tmin kommen wird und das über Tagen. Aber es wird sich beißend, stürmisch im Norden anfühlen, ein Oststurm.

Im Nordosten ist übrigens nicht die höchste Schneemenge zu erwarten, weil man hier schnell im Bereich der arktischen Luft landet und die ist bekanntlich eher trocken. Die meisten Niederschläge entstehen an der Grenze der Luftmasse. Da tippe ich etwas unterhalb Berlin, Emsland, Sachsen steht relativ hoch im Kurs. Wenn auch der Hauptschwerpunkt wohl gen Emsland mit den höchsten Mengen geht.

Die Lage wird sich auch im Norden bis zur Ende nächster Woche halten. Die Dauerfrostlinie wird auch in meinen Augen sich noch etwas leicht südlich nach vorne arbeiten, dort aber auch Wechselfrost möglich. Ganz im Süden bleibt man weiter außen vor.
Danach gibt es erste Tendenzen, dass insgesamt eine westliche Strömung ab dem 15ten Februar einstellen sollte. Aber eine Woche Winter im Norden halte ich für gesichert. Auch mit Dauerfrost, momentan mein Tipp Tmax/Tmin -5/-10. Einzelfall bei Aufklaren und noch etwas kälteren Luftmasse auch -15 nachts möglich.

Man sollte auch nicht außer Acht lassen, dass an der Luftmassengrenze auch teilweise Eisregen ein ekliges(anders kann man dieses Wetterphänomen nicht nennen) eine Rolle spielen kann. Es wurden auch schon Rechnungen nun simuliert, dass an einem dünnen Streifen 24 Stunden das gehen kann. Zum Glück nicht sicher, aber ich schließe das nicht aus, weil eben die milde Luft relativ feucht ist.

Da bitte ich auch wirklich, am besten über gute Warn Apps ein Auge zu haben, wenn man in diesem Streifen landet.

Interessant ist noch und da ist 78/79 wiederum ein Musterbeispiel ist, dass seltene Wetterlagen sich in 4-6 Wochen Abständen wiederholen. Das war auch das außergewöhnliche an dem heftigen Wintereinbruch zu Silvester 1978. Im Februar kam dann fast die identische Wetterlage(dann eben auch bei anderer Tageslänge, momentan steigen die Tage um teilweise bis zu 6 Minuten,(gestern war Maria Lichtmess) noch einmal und dann sogar noch einmal im März. Aber die Tageslänge spielt eben eine extreme Rolle, die Globalstrahlung nimmt doch nun schnell zu.

Da sich Wetterlagen wiederholen, schließe deswegen nicht aus, gehe sogar von aus, dass wir im März noch einmal über eine Luftmassengrenze in der Art und Weise reden. Ich gehe eher davon aus, dass dem so ist.

Wetter und Klima - Deutscher Wetterdienst - Hobbymeteorologen - Synoptische Übersicht Mittelfrist (dwd.de)

Der Mittelfristbericht des DWD, der ab Samstag beginnt, ist natürlich auch interessant bzw. zu empfehlen.
 
@Obmann Danke für die ganzen Infos hier (y)

Mir war nicht mal bewusst, dass es 1978/79 so einen heftigen Winter gab. :saint:



Gibt dazu ja sogar ne lange Doku vom MDR. Muss ich mir mal anschauen.

Sonst muss ich da immer an 2005 hier denken. Da war Chaos pur angesagt. Kann mich noch gut an die umgeknickten Strommasten (die Leitungen hingen teilweise ca vier Meter über der Straße) und die meterhohen Schneeberge des Räumungsdienstes erinnern. Wobei wir als Kinder durch den vielen Schnee natürlich unseren Spaß hatten. Für uns war das der beste Winter, den wir je erlebt haben. Keine Schule und den ganzen Tag draußen im Schnee :weghier:

Würde ich den Kindern von heute auch mal gönnen. Viel Schnee ohne das Chaos von damals. Das haben die hier zumindest seit Jahren nicht mehr erlebt.
 
@Obmann Danke für die ganzen Infos hier (y)

Mir war nicht mal bewusst, dass es 1978/79 so einen heftigen Winter gab. :saint:
Mir schon. Da war ich 8 und wir kamen aus dem Winterurlaub in Tunesien (in dem Hotel des Terroranschlags von 2015). Damals bekam man im Urlaub ja praktisch nichts mit: am WE wurden die BL-Ergebnisse an eine Art Flipchart geschrieben und 2 x pro Woche gab es in Hotels die Bildzeitug, dazu Kurzwellenradio.
Unser Auto war während des Urlaubs auf dem Hamburger Flughafenparkplatz abgestellt und wir brauchten mehr als eine Stunde (trotz nummeriertem Parkplatz),um das Ding zu finden. Weil es eben keine Autos, sonder nur eine Ansammlung von Schneehügeln gab.
Zurück zu Hause, dauerte es dann ewig, um ins Haus zu kommen. Zum Einen musste man erstmal die Haustür freischaufeln - nur kam man gar nicht auf den Hof, um aus einem Schuppen eine Schaufel zu holen. Wir hätten wirklich fast im Krankenhaus übernachtet, weil es weder Weg noch Gerät ins eigene Haus mitten in einer deutschen Kleinstadt gab.
Ich habe auch immer noch Bilder im Kopf, dass in den folgenden Tagen udn Wochen Panzer aus einem nahegelegenen BW-Standort die Straßen räumten. Einfach irre - als Kind fand ich das natürlich total super.
 
P.S.:
Hinweis von mir als Bahner:

Fahrt am WE auf keinen Fall aus oder in den Norden mit der Bahn! Der Fernverkehr wird mit Sicherheit eingestellt werden, auch wenn jetzt noch Normalbetrieb geplant ist. Den zu erwartenden Schneefall werden die Oberleitungen nie und nimmer aushalten und wenn die runterkommen, ist erstmal für ein paar Stunden Streckensperrung. Das wird überall im Norden so sein und die Züge werden sich auf freier Strecke stauen (wenn der Fernverkehr nicht vorher sowieso komplett eingestellt wird).
Und ohne Strom gehen irgendwann auch die Klimaanlagen und Heizungen auf den ICEs aus...das wollt ihr nicht erleben. Dann wird evakuiert mit Bussen auf schwer befahrbaren Straßen und ICEs werden zu "Hotelzügen" mit Suppenküchen und Decken umfonktioniert. Habe ich alles schon erlebt, das ist irgendwo muckelig, aber so richtig brauch das niemand.
Macht das nicht, egal wie groß der Stalldrang nach der Liebsten ist.
 
Die genaue Lage verschiebt sich. Das amerikanische Modell zieht die Dauerfrostgrenze nun bis ins nordliche Bayern und das Sonntag.. Kann mir aber hier vorstellen, dass das Modell die Schneemengen als Basis noch überschätzt, was zu höherer Kaltluftadvektion führt.

Was aber bedeutet, dass die LMG nicht mehr über den Norden liegt, sondern hier schnell trockene arktische Luft einsickert, und die Schneemengen eher Richtung Ostwestfalen, gerade Niederlande und Sachsen(die in meinen Augen gute Chancen auf Schnee haben)

mal die Schneehöhen nach dem aktuellen Mittagslauf zum Montag Mittag.

Kachelmannwetter.com

Man sieht auch Thüringen gut dabei. Südlich der Schneehöhen ist die Eisregengefahr recht hoch. Nördlich stellt sich sehr viel Dauerfrost ein.
Bitte Schneehöhen auch nicht so sehen, dass man dann mit dem Maßstab genau die Höhe im Garten hat. Warme Böden, Verwehungen, Taueffekte, die nun auch im Februar durch die Globalstrahlung gibt, werden nicht berücksichtigt.

Das europäische Modell hat das Schneefallgebiet etwas nördlicher. Der hohe Norden ist aber Stand heute und das halte ich für relativ wahrscheinlich, erst einmal raus. Kalte Luft und Schneefälle wurden schon oft überschätzt. Schneien wird es vor allem an der LMG.
 
Mit 15km Beschränkung wird Bahnfahren schwierig. :LOL:
Nahverkehr rules :belehr:
Die Bahn hat sich ganz gut für den Ernstfall gerüstet: etliche Dieselloks wurden aus dem geamten Bundesgebiet Richtung Norden verlegt, um im Zweifelsfall liegengebliebene ICEs abzuschleppen. Allemal sinnvoll, denn die Oberleitungen sind bei massivem Schneefall oder heftigen Schneeböen der empfindlichste Punkt. Dazu die üblichen Vorkehrungen wie bei Herbst- und Winterstürmen, um Züge als Übernachtungszüge (früher sagte man "Hotelzüge") umzurüsten. Also warme Decken, ggf Suppenküche mit Unterstützung des THW u.ä.. Das hat sich gut bewährt (letztes Jahre ungefähr um diese Zeit hatten wir ja Sturm Sabine, da lief das reibungslos).
Dazu waren alle Fahrscheine für das WE auch heute schon gültig - und bleiben es auch noch bis in die nächste Woche, damit die Leute eben nicht den "jetzt haben wir gebucht und bezahlt, also fahren wir auch" Trip fahren. Wurde auch gut genutzt, dementsprechend waren die Züge heute (also Freitag) eigentlich für die Pandemie etwas zu voll. Mit etwas Umverteilungsphantasie ging es aber ganz gut (Familien mit Kinderwagen in die 1. Klasse, in der 2. nach Abstand statt nach Reservierungen verteilen, usw) ging es zu 90% problemlos.
Grundsätzlich ist meine Erfahrung sowieso: wenn die Lage sehr konkret und die Menschen das Problem oder die Herausforderung für sich nachvollziehen und vor dem inneren Auge auch visualisieren können, machen so gut wie alle mit und sind auch entspannt. Wat mutt, dat mutt eben.
Unter einer "Schneekatastrophe", einem Sturm, Feuergefahr, Stromausfall u.ä. kann sich jeder etwas vorstellen. Da hört man einfach auf die, die sich vermeintlich (und hoffentlich auch tatsächlich) damit auskennen und tut, was eben so zu tun ist. Da ziehen so gut wie immer fast alle mit (intelektuelle Ausreißer gibt es bei jeder ungewöhnlichen Situation, siehe Haushaltsunfälle - da gibt es auch absurde Reaktionen, die man sich kaum vorstellen kann, aber die Regel ist das ja nun nicht).
Abstrakte Situationen wie aktuell eine Pandemie oder auch der Klimawandel dagegen stellen Menschen dagegen offenbar oft vor enorme Probleme. Hat jetzt natürlich nicht direkt etwas mit dem kommenden Schneedings zu tun, aber ich glaube, dass Menschen einfach mit Dingen, die sie für sich nicht visualisieren können (natürlich auch aus Mangel an Vorbildern und Erfahrungen) zum guten Teil einfach enorme Probleme haben. Abstrakte Probleme liegen uns seit dem Einzug der Sesshaftigkeit und der Abschaffung vieler Gefahreninstinkte einfach nicht mehr im Blut.
 
Nächsten ausführlichen Bericht will ich spätestens Montag mitteilen.

Kurzes Update am Handy.

Ganz im Norden wird wie zuletzt erwähnt die arktische Luft schnell das Ruder übernommen und es trocken bleiben. Dann wird der Streifen Niederschlag kommen. Mit dem Spektrum jeden Niederschlagsform.

Änderungen sind ab Montag auch im Süden Schnee. Dazu wird danach stabile kälte gerechnet für nahezu ganz Deutschland. Wo Schnee liegt kälter natürlich. Karten zeigen momentan defintiv in großen Teilen strenge Kälte. Es gilt nun zu beobachten wie die Modelle die entstehende Schneedecke verarbeiten und die erhellende Stratosphäre eingebaut wird.
 
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