Der Wetter-Thread


Ich wäre heute eigentlich ebenfalls im Katastrophengebiet gewesen. Lange geplante (Wander) -Tour mit Kumpels. Heute aber noch rechtzeitig gecheckt, dass das reservierte Hotel in Schleiden aufgrund der Lage geschlossen ist. Wäre ohnehin alles sehr zweifelhaft gewesen, da herum zu albern, während ringsherum alles absäuft.
Erftstadt-Blessem stürzt ein. :(
 
Gibt es Hilfeseiten wo Menschen konkret um Hilfe bitten beim Aufräumen? Finanziell auch klar aber erstmal geht es darum Menschen zu retten in Sicherheit zu bringen, Unterkünfte, Essen, Trinken und dann geht es ans Aufräumen. Bin am Überlegen...
 
Meine Freundin ist seit Montag eigentlich mit einer Freundin auf einem Wandertrip in der Eifel. Eigentlich... Die haben gestern Gott sei Dank die Tour abgebrochen und sind noch wohlbehalten in einer Jugendherberge angekommen. Heute Morgen dann totales Katastrophengebiet vor Ort. Unglaubliche Zerstörung, kein Strom weit und breit, öffentlicher Verkehr komplett eingestellt. Sie wollten zu dem Ort trampen, an dem sie das Auto ursprünglich abgestellt hatten, aber der existiert jetzt nicht mehr wirklich. In einer Pension haben sie jetzt Unterschlupf gefunden und ich hoffe, dass die morgen irgendwie aus dem Gebiet rauskommen...

Falls es wen interssiert:
Die Beiden wurden mittlerweile von einer Bekannten aus dem Gebiet "evakuiert". Ein kleines Wunder gab es auch noch: Das Auto stand dann tatsächlich noch an dem Platz, an dem sie es abgestellt hatten. Und das nur, weil sie es nicht auf dem regulären Parkplatz am Bahnhof geparkt haben, sondern auf der anderen Seite der Gleise. Vom Bahnhof und dessen Parkfläche ist nämlich nichts mehr übrig geblieben.
 
Gibt es Hilfeseiten wo Menschen konkret um Hilfe bitten beim Aufräumen? Finanziell auch klar aber erstmal geht es darum Menschen zu retten in Sicherheit zu bringen, Unterkünfte, Essen, Trinken und dann geht es ans Aufräumen. Bin am Überlegen...
Vielleicht mal beim örtlichen DRK oder THW nachfragen ob Hilfe gewünscht ist oder noch zu gefährlich für nicht Fachkräfte
 
St. Petersburg 30 Grad, Petrosawodsk im hohen Norden 29 Grad. Zum Vergleich: Istanbul 29 Grad. :crazy:

Wenn die Permafrostböden weiter auftauen, werden große Mengen Treibhausgase wie Methan freigesetzt, was wiederum massive Folgen für die Erderwärmung hat und noch extremere Wetterlagen und Wetterereignisse begünstigt.

Wer jetzt noch den Klimawandel leugnet, dem ist nicht mehr zu helfen!
 
St. Petersburg 30 Grad, Petrosawodsk im hohen Norden 29 Grad. Zum Vergleich: Istanbul 29 Grad. :crazy:

Wenn die Permafrostböden weiter auftauen, werden große Mengen Treibhausgase wie Methan freigesetzt, was wiederum massive Folgen für die Erderwärmung hat und noch extremere Wetterlagen und Wetterereignisse begünstigt.

Wer jetzt noch den Klimawandel leugnet, dem ist nicht mehr zu helfen!
Und trotzdem scheint es, wenn man den Umfragewerten glauben kann, fast 50 % egal zu sein (Summe aus FDP, Union und AfD)...

Das sind die Parteien, die in ihrem Wirtschaftswahn, die Flächenfraß intensiv fordern.

Wir brauchen Sofortmaßnahmen..
 
Man kommt doch gar nicht mehr dahin durch. Selbst Rettungskräfte nicht.
Klar, das wird noch ein wenig Zeit brauchen. Ich meine eher helfen beim aufräumen, das nimmt die meiste Zeit in Anspruch. Meist ist es so wenn es aus den Nachrichten verschwindet ist es abgehakt und vorbei, aber dann geht die Arbeit erst richtig los.
Wenn sich die nächsten Tage was tut in Richtung Hilfeseiten dann freue ich mich wenn ihr hier was reinschreibt. (y)
 
Gibt es Hilfeseiten wo Menschen konkret um Hilfe bitten beim Aufräumen? Finanziell auch klar aber erstmal geht es darum Menschen zu retten in Sicherheit zu bringen, Unterkünfte, Essen, Trinken und dann geht es ans Aufräumen. Bin am Überlegen...

Die lassen momentan niemanden in die gefähdeten Gebiete rein logischerweise.
 
Super Beitrag, danke (y)

Das Hauptproblem ist einfach, dass das bedeutsamste Fundament unserer Gesellschaft, nämlich die Demokratie in Sachen Klimawandel eine erhebliche Schwachstelle aufweist, denn ein Großteil der Wählerschaft ist bspw. Ü-60 und nicht erst seit der Corona Krise zeigt sich, dass man Wahlen nur gewinnen/gut abschneiden kann wenn man für die ältere Klientel Politik macht. Das zeigt sich bspw. auch in der Rentendiskussion, bei der ein Olaf Scholz es als "unsozial" bezeichnet, wenn 40 führende Ökonomen für 2025 einen Kollaps des heutigen Rentensystems vorhersagen.

Diese Ü-60 Generation wird man nur schwer davon überzeugen können, dass wir für den Klimawandel in den nächsten 30 Jahren Abstriche machen müssen, da Sie persönlich die Resultate bzw. die realen Konsequenzen nicht mehr miterleben werden.

Und genau dieses Problem wird unsere Gesellschaft auf eine Zerreißprobe stellen, denn wie man bereits an der Hexenjagd auf Baerbock erkennen kann suchen viele Menschen förmlich nach einer Begründung, warum man trotz der drohenden Katastrophe jemanden wie Kohle Laschet wählt obwohl eigentlich klar ist, dass es dadurch eher Stillstand statt grüner Revolution geben wird.

Dieses Alten-Bashing geht mir echt gewaltig auf die Nüsse. Alles Egomanen, denen die eigenen Enkel am Arsch vorbeigehen, während bei den jüngeren natürlich alle umweltbewusst leben und diese z.B. niemals nicht nach Malle zum Saufwochenende fliegen oder sich quasi wöchentlich das nächste Smartphone kaufen müssen.

Über das sozialverträgliche Frühableben sollte man mal wieder sprechen. Das wäre mal ein Beitrag der Älteren. Stattdessen gehen die zur Wahl und wählen, was sie wollen.

Ach, lass mich raten...unter den 40 Topökonomen war nicht zufälligerweise Bernd Raffelhüschen, der sich seit Jahrzehnten die Taschen mit Kohle der Versicherungsindustrie vollstopft und dann ganz uneigennützig ebenfalls seit Jahrzehnten vor dem Kollaps der Rente, der nur durch Milliarden für die Versicherungsindustrie abgewendet werden kann, warnt? Zumindest will ich hoffen, dass da kein Mensch über 40 dabei war.
 
Es darf selbstverständlich kein schräger Grund sein sich nicht um einen möglichst weitgehenden Wechsel in der Klimapoilitik zu bemühen, aber ich befürchte, dass wir mindestens einen dieser ominösen Kipppunkte des Klimawandels bzw points of no return längst überschritten haben. Innerhalb kürzester Zeit gab es extreme Dürre, Schnee und nun Regenchaos.

Nein, ein derartiger tipping point zeigt sich nicht in diesen Wetterereignissen. Hierfür reicht die aktuell beobachtete Klimaänderung aus. Man muss sich das in etwa so vorstellen, dass das Klima vorgibt, welche Grenzen für Wetterereignisse vorhanden sind. Wir sehen bei vielen extremen Wetterereignissen mittlerweile einen klaren Einfluss des Klimawandels, der derartige Wetterereignisse wahrscheinlicher macht, aber nur für einen sehr geringen Anteil dieser Wetterereignisse gilt, dass sie ohne Klimawandel überhaupt nicht möglich wären.
Bei einem tipping point würde das Klimasystem von einem stabilen Zustand in einen anderen übergehen, wenn ein gewisser Grenzwert überschritten wäre. Dieser Übergang würde sich dann auch nicht mehr stoppen lassen, wenn der Antrieb (in unserem aktuellen Fall der zusätzliche Ausstoss von klimarelevanten Gasen), der für die Klimaänderung sorgte, entfernt werden würde. Aktuell reicht es in der Tat noch, so schnell wie möglich den CO2-Ausstoss auf 0 zu reduzieren, um das Erreichen eines möglichen tipping points bei ca. +2K zu verhindern.

Wir sollten vielmehr lernen, unsere Situation als das zu begreifen was sie ist, nämlich ein Ausnahmezustand, in dem die konsumistische Dekadenz und ein immer höher, besser, weiter völlig fehl am Platze ist.

Höher, besser und weiter ist in der Tat sogar notwendig, denn ohne entsprechende Verbesserungen bei den Technologien wird sich der Klimawandel nicht eingrenzen lassen. Das Problem ist, dass es noch zu viele Leute gibt, die nicht glauben wollen, dass selbst eine marginale Verringerung einen Einfluss haben wird.
 
Hier mal knapp die Lage in der Eifel und Voreifel zusammengefasst... :(


Ja und RWE pumpt seit gesten den Hambacher Tagebau leer was natürlich auch unumänglich ist, aber eben genau in die Erft..
Ein zu einem früheren Zeitpunkt vermeidbares Dilemma. Grund- und Trinkwasser schützen (wenn auch nur vordergründig?) oder die Gemeinden.
 
Zuletzt bearbeitet:
Dieses Alten-Bashing geht mir echt gewaltig auf die Nüsse. Alles Egomanen, denen die eigenen Enkel am Arsch vorbeigehen, während bei den jüngeren natürlich alle umweltbewusst leben und diese z.B. niemals nicht nach Malle zum Saufwochenende fliegen oder sich quasi wöchentlich das nächste Smartphone kaufen müssen.

Über das sozialverträgliche Frühableben sollte man mal wieder sprechen. Das wäre mal ein Beitrag der Älteren. Stattdessen gehen die zur Wahl und wählen, was sie wollen.

Ach, lass mich raten...unter den 40 Topökonomen war nicht zufälligerweise Bernd Raffelhüschen, der sich seit Jahrzehnten die Taschen mit Kohle der Versicherungsindustrie vollstopft und dann ganz uneigennützig ebenfalls seit Jahrzehnten vor dem Kollaps der Rente, der nur durch Milliarden für die Versicherungsindustrie abgewendet werden kann, warnt? Zumindest will ich hoffen, dass da kein Mensch über 40 dabei war.

Was sagst du denn zu den offensichtliche Lügen und zu den von seiner ex Bild chefreadakteurin und jetziger Kampagnenleiterin Kanzleramt durchgeführten WahlkampfInszenierungen mitten in dieser Katastrophe deines Lieblings?:D
BZGL Raffelshüschen und dem Altenbashing volle Zustimmung.
Schröder hat echt ne menge Unrat um sich geschart zwecks Expertise.
 
Zuletzt bearbeitet:
Im Twitterhashtag #erftstadt haben sich auch schon so Experten wie Attila Hildmann (von der Regierung gesteuerte Katastrophe) und AfD-MdB Martin Renner
(...) Hört auf, diese Flut-Katastrophe bei der zahlreiche Menschen ihr Leben verloren haben & noch viele, viele Menschen vermisst werden für Eure klimapolitischen Irrsinnziele zu missbrauchen
geäußert. :rolleyes:
 
Kollegen von mir waren gestern auf der B265 im Einsatz.
Es ist gottseidank dort niemand zu schaden gekommen, aber es hat deutlich gemacht, das nur ein Müh zur totalen Katastrophe fehlt.
Und das das nicht alleine Petrus zu verantworten hat.
 
Oben