Der Wetter-Thread


Wobei ich sagen muss, das ich wieder mehr in Essen bin derzeit und da isses wirklich sehr nass.
Pfützen auf Wiesen etc sehe ich aber auch hier keine.

Ich bin mir ziemlich sicher, dass du in einer Region lebst, die mehr Pech hat als andere. Wahrscheinlich gilt das auch für Mitteldeutschland. Immer wenn ich durch Hessen gebraust bin, wirkten die Wälder sehr gestresst. Das war in der Eifel deutlich weniger schlimm und im Münsterland auch.
 
wasser.jpg
Sieht dann schon etwas anders aus als das Schreckensgespenst Dürremonitor.
Vor allem sind besonders die Waldgebiete gesättigt. Siehe Waldkarte
 
Nein, du musst nur schauen was bei den Grafiken genau steht. Deine DWD Grafik bildet nur den Oberboden ab, meine nimmt die Werte aus dem Gedamboden (bis 1,80 Meter)..

Das habe ich nicht übersehen. Die Karte mit der Bodenfeuchte ist auch direkt neben der Karte "Dürremonitor" auf ufz.de. Dort ist unterscheidet sich die Tiefe zu der Karte von mir (0-60cm vs 25cm). Auf ufz.de steht sogar noch "pflanzenverfügbares Wasser".
 
Vielleicht einfach mal alles posten hier in Zukunft. Offenbar nicht so einfach wie ihr meint.

wasser2.jpg
 
Das habe ich nicht übersehen. Die Karte mit der Bodenfeuchte ist auch direkt neben der Karte "Dürremonitor" auf ufz.de. Dort ist unterscheidet sich die Tiefe zu der Karte von mir (0-60cm vs 25cm). Auf ufz.de steht sogar noch "pflanzenverfügbares Wasser".
Das Problem ist dass diese Oberflächenwerte bei der ersten kleinen Dürrephase ins rote übergehen. Es ist jedeb Winter so, dass die obere Bodenfeuchte in Ordnung ist. Das liegt an der Jahreszeit, weil die Pflanzen wenig saugen.

Viel wichtiger und relevanter sind die tieferen Schichten da dies Auskunft darüber gibt, wie viel Wasser im Boden insgesamt gespeichert ist. Wenn im Unterboden der Dürremonitor Dürre anzeigt, ist das schlecht für die Umwelt, weil Pflanzen Schwierigkeiten haben werden, genügend Wasser zu finden. Wenn tiefer gelegene Bodenschichten von einer Dürre betroffen sind, kann dies dazu führen, dass die Wurzeln der Pflanzen nicht mehr genügend Wasser aufnehmen können und die Pflanzen absterben oder geschwächt werden..
 
Das Problem ist dass diese Oberflächenwerte bei der ersten kleinen Dürrephase ins rote übergehen. Es ist jedeb Winter so, dass die obere Bodenfeuchte in Ordnung ist. Das liegt an der Jahreszeit, weil die Pflanzen wenig saugen.

Viel wichtiger und relevanter sind die tieferen Schichten da dies Auskunft darüber gibt, wie viel Wasser im Boden insgesamt gespeichert ist. Wenn im Unterboden der Dürremonitor Dürre anzeigt, ist das schlecht für die Umwelt, weil Pflanzen Schwierigkeiten haben werden, genügend Wasser zu finden. Wenn tiefer gelegene Bodenschichten von einer Dürre betroffen sind, kann dies dazu führen, dass die Wurzeln der Pflanzen nicht mehr genügend Wasser aufnehmen können und die Pflanzen absterben oder geschwächt werden..

Laut dem Dürremonitor herrscht trotz Sättigung "extreme Dürre".
Und erzähl mir nicht, dass so ne Karte nicht ne selektive Wirkung hätte.
Des Weiteren tut ihr auch ständig so, als gebe es irgendwie den goldenen Niederschlag, dem man hinterherjagen müsse und alles andere wäre der Untergang. Deutschland besteht zum aller größten Teil nicht aus Wäldern.
Ich bitte um Differenzierung. Monatelang Dauerregen wäre ne Katastrophe!
 
Es gibt hier einen Waldweg, den ich seit mehren Monaten nicht mehr nutze, weil er ständig aus reinem Schlamm besteht und man sich irgendwie am Wegrand an dem Modder vorbei kämpfen muss. Der Schlamm trocknet gar nicht mehr, weil es so viel regnet. Wem das nicht reicht, der soll doch bitte zur See fahren.
 
Laut dem Dürremonitor herrscht trotz Sättigung "extreme Dürre".
Und erzähl mir nicht, dass so ne Karte nicht ne selektive Wirkung hätte.
Des Weiteren tut ihr auch ständig so, als gebe es irgendwie den goldenen Niederschlag, dem man hinterherjagen müsse und alles andere wäre der Untergang. Deutschland besteht zum aller größten Teil nicht aus Wäldern.
Ich bitte um Differenzierung. Monatelang Dauerregen wäre ne Katastrophe!
Es ist nun mal so, dass die relevanten tiefen Bodenschichten extrem trocken sind, und es hilft nicht, wenn nur einer von X-Monaten über dem Durchschnitt liegt. 2022 war deutschlandweit viel zu trocken, das heißt, es braucht viel Niederschlag um dieses Defizit überhaupt auszugleichen. Dazu braucht es ganz viel Regen, dee März war ein sehr guter Beginn. Das Ende der Dürre erfordert eine längere und regelmäßigere Periode von ausreichenden Niederschlägen.
 
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Gummistiefel👍
 
Zuletzt bearbeitet:
Es ist nun mal so, dass die relevanten tiefen Bodenschichten extrem trocken sind, und es hilft nicht, wenn nur einer von X-Monaten über dem Durchschnitt liegt. 2022 war deutschlandweit viel zu trocken, das heißt, es braucht viel Niederschlag um dieses Defizit überhaupt auszugleichen. Dazu braucht es ganz viel Regen, dee März war ein sehr guter Beginn. Das Ende der Dürre erfordert eine längere und regelmäßigere Periode von ausreichenden Niederschlägen.
In der Tat. Vor allem braucht es dabei aber auch die "richtige" Art von Niederschlag. 100mm Regen in einem Monat sind nicht gleich 100mm Regen im Monat. Der Boden hat rein gar nichts davon, wenn praktisch alles auf einmal kommt. Nicht nur kann er mit soviel Niederschlag überhaupt nichts anfangen, gesättigt ist gesättigt, es wird dabei auch noch Erdboden weggespült. Man gießt ja auch keine Blumen nach dem Motto "4 Wochen ohne und dann nen ganzen Eimer drüber".

Es braucht eine beständige Feuchte, nicht zu viel und nicht zu wenig. Und genau das ist das Problem. In den letzten Jahren hat es sich ein Stück weit zu mehr Starkregen und längeren Dürreperioden verschoben, und beides ist schlecht für die Umwelt. Und wenn die unteren Bodenschichten erstmal zu trocken sind, dann dauert es sehr lange bis sie sich erholt haben. Da muss man nicht uninformiert drüber rummäkeln das es doch gerade viel zu nass und damit jetzt alles wieder in Ordnung sei. So funktioniert das einfach nicht.

Der Januar war im Norden und teilen des Westens zu nass, im Süden viel zu trocken. Der Februar war in Teilen des Ostens etwas zu feucht, in Teilen des Nordens im Normalbereich, und ansonsten viel zu trocken. Der März war jetzt praktisch flächeneckend viel zu feucht, was hauptsächlich an einem extrem ausgeprägten Starkregenereignis Anfang des Monats lag. Da muss man nun nicht so tun als ob sich der Boden insgesamt vor Feuchte kaum retten kann.
 
In der Tat. Vor allem braucht es dabei aber auch die "richtige" Art von Niederschlag. 100mm Regen in einem Monat sind nicht gleich 100mm Regen im Monat. Der Boden hat rein gar nichts davon, wenn praktisch alles auf einmal kommt. Nicht nur kann er mit soviel Niederschlag überhaupt nichts anfangen, gesättigt ist gesättigt, es wird dabei auch noch Erdboden weggespült. Man gießt ja auch keine Blumen nach dem Motto "4 Wochen ohne und dann nen ganzen Eimer drüber".

Es braucht eine beständige Feuchte, nicht zu viel und nicht zu wenig. Und genau das ist das Problem. In den letzten Jahren hat es sich ein Stück weit zu mehr Starkregen und längeren Dürreperioden verschoben, und beides ist schlecht für die Umwelt. Und wenn die unteren Bodenschichten erstmal zu trocken sind, dann dauert es sehr lange bis sie sich erholt haben. Da muss man nicht uninformiert drüber rummäkeln das es doch gerade viel zu nass und damit jetzt alles wieder in Ordnung sei. So funktioniert das einfach nicht.

Der Januar war im Norden und teilen des Westens zu nass, im Süden viel zu trocken. Der Februar war in Teilen des Ostens etwas zu feucht, in Teilen des Nordens im Normalbereich, und ansonsten viel zu trocken. Der März war jetzt praktisch flächeneckend viel zu feucht, was hauptsächlich an einem extrem ausgeprägten Starkregenereignis Anfang des Monats lag. Da muss man nun nicht so tun als ob sich der Boden insgesamt vor Feuchte kaum retten kann.

Der Starkregen Anfang März hat dafür gesorgt, dass der Boden in den oberen Schichten einen Monat später gesättigt ist? Bezweifel ich.
Es ist aktuell beständig feucht.
Weiterer monatelanger Niederschlag ist keine Lösung, um irgendwelche Jahre wegzuheilen, sondern kann ebenfalls schlimme Folgen haben.
 
Es ist nun mal so, dass die relevanten tiefen Bodenschichten extrem trocken sind, und es hilft nicht, wenn nur einer von X-Monaten über dem Durchschnitt liegt. 2022 war deutschlandweit viel zu trocken, das heißt, es braucht viel Niederschlag um dieses Defizit überhaupt auszugleichen. Dazu braucht es ganz viel Regen, dee März war ein sehr guter Beginn. Das Ende der Dürre erfordert eine längere und regelmäßigere Periode von ausreichenden Niederschlägen.

Das ist keine Mathematik.
 
Im Juli 2022 (Stand 15.07.2022) zeigt sich im Oberboden (bis 0,30 m) fast in ganz Deutschland flächendeckend Trockenstress, teilweise extremer Trockenstress. In der Tiefe von 0,50-0,60 m besteht überwiegend eine ausreichende Wasserversorgung bis leichter Trockenstress. In tieferen Bodenschichten (1,70-1,80 m) ist die Wasserversorgung meist gut bis ausreichend. Es sind aber deutlich Regionen in Sachsen-Anhalt, in Thüringen und im östlichen Brandenburg erkennbar, in denen auch in den tieferen Bodenschichten Trockenstress besteht.

https://www.umweltbundesamt.de/themen/trockenheit-in-deutschland-fragen-antworten
 
Der Starkregen Anfang März hat dafür gesorgt, dass der Boden in den oberen Schichten einen Monat später gesättigt ist? Bezweifel ich.
Es ist aktuell beständig feucht.
Weiterer monatelanger Niederschlag ist keine Lösung, um irgendwelche Jahre wegzuheilen.
Doch, schon. Das Wasser in den tieferen Schichten fehlt aufgrund des geringen Niederschlag 2022. Es können durch höhere Niederschlagsmengen durchaus Regendefizite aus den vergangenen Monaten ausgeglichen werden. Dein Fehler ist, dass du die Oberflächenfeuchte einem zu hohen Wert verleihst. Nur weil es oben feucht ist und Wasser in den Feldern steht, bedeutet das nicht zwangsläufig dass es in tieferen Schichten nicht trocken ist.
 
Doch, schon. Das Wasser in den tieferen Schichten fehlt aufgrund des geringen Niederschlag 2022. Es können durch höhere Niederschlagsmengen durchaus Regendefizite aus den vergangenen Monaten ausgeglichen werden. Dein Fehler ist, dass du die Oberflächenfeuchte einem zu hohen Wert verleihst. Nur weil es oben feucht ist und Wasser in den Feldern steht, bedeutet das nicht zwangsläufig dass es in tieferen Schichten nicht trocken ist.

Ja ne is klar.
Ich habe versucht aufzuzeigen, dass es etwas komplexer ist als der "Dürremonitor", der den Untergang suggeriert.
Noch mal: Monatelanger Daueregen kann katastrophale Auswirkungen haben auf Mensch und Umwelt!
 
Im Juli 2022 (Stand 15.07.2022) zeigt sich im Oberboden (bis 0,30 m) fast in ganz Deutschland flächendeckend Trockenstress, teilweise extremer Trockenstress. In der Tiefe von 0,50-0,60 m besteht überwiegend eine ausreichende Wasserversorgung bis leichter Trockenstress. In tieferen Bodenschichten (1,70-1,80 m) ist die Wasserversorgung meist gut bis ausreichend. Es sind aber deutlich Regionen in Sachsen-Anhalt, in Thüringen und im östlichen Brandenburg erkennbar, in denen auch in den tieferen Bodenschichten Trockenstress besteht.

https://www.umweltbundesamt.de/themen/trockenheit-in-deutschland-fragen-antworten
Wir haben vor allem in den Anfangsmonaten von 2022 noch ziemlich von den regentintensiven Monaten aus 2021 profitiert. Wenn es im Vorjahr viel geregnet hat, kann das Bodenwasser in tiefere Schichten eindringen und so den Wasserhaushalt im Boden für längere Zeit beeinflussen. Darum ist der Regen in den kommenden Monaten sehr wichtig, um letzlich die Dürre in den tieferen Schichten zurückzudrängen, da die Natur vor allem von den tieferen Schichten profitiert.
 
Wir haben vor allem in den Anfangsmonaten von 2022 noch ziemlich von den regentintensiven Monaten aus 2021 profitiert. Wenn es im Vorjahr viel geregnet hat, kann das Bodenwasser in tiefere Schichten eindringen und so den Wasserhaushalt im Boden für längere Zeit beeinflussen. Darum ist der Regen in den kommenden Monaten sehr wichtig, um letzlich die Dürre in den tieferen Schichten zurückzudrängen, da die Natur vor allem von den tieferen Schichten profitiert.

Solange es hier nicht aussieht wie im Amazonas, wirst du es als Wüste empfinden.
 
Ja ne is klar.
Ich habe versucht aufzuzeigen, dass es etwas komplexer ist als der "Dürremonitor", der den Untergang suggeriert.
Noch mal: Monatelanger Daueregen kann katastrophale Auswirkungen haben auf Mensch und Umwelt!
Dein nächstes Problem ist, dass du den Dürremonitor mit dem Untergang von was auch immer gleichsetzt. Er ein Instrument ist, um die Dürrebedingungen zu überwachen.

Der Dürremonitor zeigt die Komplexität der Dürre, indem er ganz Deutschland abbildet und Ist-Werte mit vorherigen Perioden vergleicht.

Monatelanger Dauerregen wäre ideal, um die Bodenfeuchtigkeit zu erhöhen und den Druck auf Flüsse und Trinkwasser zu lindern. Darüber hinaus würde das auch zu einer besseren Luftqualität in der Stadt führen .

Allerdings geht es im Kern doch darum, dass wir genug Wasser im Boden haben müssen, und das erfordert viele Regentage, die sich durchaus auch mit sonnigen und warmen Tagen abwechseln können.
 
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