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Wer hat alles Fellnasen zuhause?


Das weiß niemand ganz genau. Mehrere Tierärzte sind zu keinem Schluss gekommen. Er konnte keinen Urin mehr absetzen. In der Tierklinik bekam er einen Katheter, um die Blase zu entleeren. Der hat auch dicht gemacht, dann hat er nochmal einen bekommen. Es kam Fieber dazu. Montag Abend durfte ich ihn holen, aber es ging ihm dann in der Nacht so schlecht, dass ich um 4:30 wieder gefahren bin.

Er hätte dann wieder einen Katheter bekommen, wenn Blase leer und Ursache für Fieber gefunden, wäre eine Penisamputation der nächste Schritt gewesen. Ob es was gebracht hätte, konnte uns keiner sagen. Da er aber noch im Wachstum war, wären im Laufe seines Lebens etliche Nachoperationen angestanden. Blutbild ok, Ultraschall ok, Röntgen ok, keine erhöhten Entzündungswerte, nix. Die Klinik und wir tippen auf eine angeborene Fehlbildung.

Da er erst 6 Monate alt war, ein absolutes Leichtgewicht (könnte auch schon ein Symptom gewesen sein) und recht schwach, habe ich mich entschieden, ihn gehen zu lassen, in Abstimmung mit meiner Frau. Wir haben beide die Einstellung, nicht alles zu machen, was man machen kann. Letztendlich geht es um Lebensqualität und lieber lassen wir ihn in aller Liebe (und es gibt niemanden, der mehr geliebt wurde als unser Moonie) gehen, als ihn einem endlosen Behandlungsmarathon auszusetzen, den er am Ende auch nicht mehr packt.

Es war für mich ohne Übertreibung die härteste Entscheidung meines Lebens, aber ich weiß, dass sie richtig war. Sein Körper war nicht auf ein langes Leben ausgerichtet. Ich habe am Dienstag 8 Stunden geheult, habe mich beschimpft, habe gehadert, aber inzwischen habe ich meinen Frieden gefunden. Ich war bis zuletzt bei ihm und als Tierbesitzer ist das leider die letzte, große Aufgabe, die man hat.

Nur Liebe für dich. Und Moon.
 
Ich danke Euch :knuddel: Wir haben keine Kinder, meine Frau hat die Liebe zu den Tieren mit in unsere Beziehung gebracht und natürlich haben die Tiere bei uns irgendwie Kinderstatus. Wir haben unsere erste Hündin gehen lassen, unsere erste Katze, zahlreiche Meerschweinchen. Aber es macht einen Unterschied, ob ein altes Tier geht oder so ein kleiner Knuffel, bei dem man auf 15+ gemeinsame Jahre eingestimmt war. Ich war diesmal auch erstmal derjenige, der das OK gegeben hat, sonst waren wir zu zweit oder meine Frau war mit dem Tier beim Tierarzt.

Das Gute ist, dass wir uns bei solchen Entscheidungen bisher immer einig waren und auch gemeinsam da durchgehen. Im Grunde wusste ich auch, was passieren wird, als ich mich mit Moonie wieder in die Tierklinik aufgemacht habe. Da hätte es das "Orakel" im Radio (erst Münchner Freiheit mit "Bis wir uns wiedersehn", dann American Pie - "this will be the day that I die") gar nicht mehr gebraucht.

Wie gut ist bitte dieses Forum, dass es hier auch solche Threads und verständige User gibt :)
 
Ich danke Euch :knuddel: Wir haben keine Kinder, meine Frau hat die Liebe zu den Tieren mit in unsere Beziehung gebracht und natürlich haben die Tiere bei uns irgendwie Kinderstatus. Wir haben unsere erste Hündin gehen lassen, unsere erste Katze, zahlreiche Meerschweinchen. Aber es macht einen Unterschied, ob ein altes Tier geht oder so ein kleiner Knuffel, bei dem man auf 15+ gemeinsame Jahre eingestimmt war. Ich war diesmal auch erstmal derjenige, der das OK gegeben hat, sonst waren wir zu zweit oder meine Frau war mit dem Tier beim Tierarzt.

Das Gute ist, dass wir uns bei solchen Entscheidungen bisher immer einig waren und auch gemeinsam da durchgehen. Im Grunde wusste ich auch, was passieren wird, als ich mich mit Moonie wieder in die Tierklinik aufgemacht habe. Da hätte es das "Orakel" im Radio (erst Münchner Freiheit mit "Bis wir uns wiedersehn", dann American Pie - "this will be the day that I die") gar nicht mehr gebraucht.

Wie gut ist bitte dieses Forum, dass es hier auch solche Threads und verständige User gibt :)

Verstehe ich völlig. Bei uns ist es ähnlich. Haben auch keine Kinder und möchten auch keine.

Und ja, vielleicht hat der Teil mit dem "Orakel" im Radio meine Allergie ausgelöst, wo ich so intensiv durch die Augen schwitze. Komisches Zeug das.
 
Es war für mich ohne Übertreibung die härteste Entscheidung meines Lebens, aber ich weiß, dass sie richtig war. Sein Körper war nicht auf ein langes Leben ausgerichtet. Ich habe am Dienstag 8 Stunden geheult, habe mich beschimpft, habe gehadert, aber inzwischen habe ich meinen Frieden gefunden. Ich war bis zuletzt bei ihm und als Tierbesitzer ist das leider die letzte, große Aufgabe, die man hat.
Und du fragst dich erstmal immer ob du nicht etwas mehr hättest tun können. Ob du nicht ein paar Geräusche oder Verhalten oder sonstwas damals einfach falsch interpretiert hast. Hinterher ist man immer schlauer was es so unglaublich einfach sich die Schuld zu geben. Immerhin kann das Tier sich nicht selbst helfen. Die Paula wollte die letzten Tage immer auf den Arm. Den nackten. Jetzt weiss ich es ging ihr um meine Körperwärme. Gedacht habe ich das sie wie alle anderen Schweine meinte, bring mich ins Gehege zurück.
Frag mal... ich weiß jetzt, dass ich auch mit einem plötzlichen Weinkrampf das Auto mit Tempo 140 auf der Autobahn halten kann... :panik:
Das is einfach *******e. Die Jutta damals musste ich im Auto entscheiden auf dem Weg zur Nachtschicht. Keine Hoffnung und nur aufwachen lassen, damit sie sich bis nächsten Tag quält um dann eingeschläfert zu werden. Loss Loss Sitiuation.
Seitdem hab ich mir gesagt, nie wieder OPs wo ich nicht direkt hin fahren kann wenn es so weit sein sollte. Nie wieder geht mir ein Schwein alleine. Das ist allemal besser als Stunden irgendwo rumzugeistern und sich zu fragen was man falsch gemacht hat. Das hat die ganze Situation spürbar für mich leichter gemacht. Bei Manni, bei Paula jetzt. Der alte Tierarzt damals auch.. sie wissen das sich die Blase entleeren kann während er auf ihrem Arm liegt? Seh ich aus als würde mich gerade interessieren ob ich hier sauber raus komme? Da waren wir auch nie wieder. War nur noch Geschäft.

Muss nicht jeder verstehen. Kann wohl auch nicht. Hab Hamsterbesitzer nie verstanden. So zerbrechlich, kaum Lebenserwartung. Zu viele Löcher im Garten in zu kurzer Zeit. Könnte ich nicht.
 
Es war für mich ohne Übertreibung die härteste Entscheidung meines Lebens, aber ich weiß, dass sie richtig war. Sein Körper war nicht auf ein langes Leben ausgerichtet. Ich habe am Dienstag 8 Stunden geheult, habe mich beschimpft, habe gehadert, aber inzwischen habe ich meinen Frieden gefunden. Ich war bis zuletzt bei ihm und als Tierbesitzer ist das leider die letzte, große Aufgabe, die man hat.
Sei da aber nicht so streng mit dir, du hast da eindeutig die richtige Entscheidung getroffen, da hängt man oft echt nicht drin und wenn die von haus aus irgend ein Problem haben bringt das ja auch nichts.
 
@Solomo: Ich drücke Dich und Deine Familie. Die Entscheidung war richtig. Musste ich auch schon treffen.nicht erst bei Findus in diesen thread sondern auch schon vorher. Hatte aber eine Tierärztin die mir klar gemacht hat, dass ich den Tieren keinen Gefallen damit tue ihr Leben um ein paar Wochen zu verlängern. Die hätte auch noch Geld herausschlagen können und ich hätte es wohl bezahlt. Und ich bin auch heulend nach Hause gefahren und mir sind noch einige Zeit die Tränen gekommen wenn ich an Findus und vorher Schwätzerle gedacht habe oder nur erwähnt wurde.
 
ThiasMoon.jpg
Bild vom letzten Dezember. Rund um Weihnachten ging es mir körperlich nicht gut und Moon hat mitgeholfen, das Herrchen heile zu machen. Hab ich grade beim auslesen der Handyfotos gefunden. Kurz darauf hat er entdeckt, dass mein Pullover am Kragen Bändchen hat. Mein Kommentar: "Verdammt, ich bin tot." ;)
 
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Bild vom letzten Dezember. Rund um Weihnachten ging es mir körperlich nicht gut und Moon hat mitgeholfen, das Herrchen heile zu machen. Hab ich grade beim auslesen der Handyfotos gefunden. Kurz darauf hat er entdeckt, dass mein Pullover am Kragen Bändchen hat. Mein Kommentar: "Verdammt, ich bin tot." ;)

Ist der süss :) Und Moon auch :D

Schlechter Witz beiseite. Er ist wirklich ein süsser Kerl. Da kämpfe ich schon enorm mit dem Augenwasser. Ich hatte, abgesehen von paar Goldfischen, als ich noch ganz klein war, lange keine Tiere. Hatte aber offenbar schon früh eine Schwäche für sie. Laut meinen Eltern habe ich mal angefangen zu heulen, als ich eine Taube mit nur einem Bein in der Stadt gesehen habe.

Seit ich mit meiner Freundin zusammen bin und sie einen Kater in die Beziehung gebracht hat, habe ich aber noch viel mehr Zuneigung zu Tieren. Vor bisschen mehr als zwei Jahren haben wir noch einen zweiten Kater adoptiert. Und ja, ich hab bei tierischen Schicksalen oft auch mit Emotionen zu kämpfen.
 
Unsere Katze war eine absolute Alleingängerin und kam mit keiner anderen Katze klar, weshalb sie auch als Einzelkatze abgegeben wurde und wir sie adoptiert hatten, weil wir zunächst ohnehin nur eine haben wollten. Am Anfang war sie auch absolut scheu und hat sich nur verkrochen, Zuneigung hat sie nur sehr selten zugelassen, war immer ängstlich, wollte für sich sein. Nach viel Zeit und Geduld hat sich das aber komplett gedreht. Jetzt liegt sie jeden Abend und jeden Morgen in meinem Arm und wird sauer, wenn wir auf dem Sofa keine Decke nutzen, wo sie sich dann breit machen kann. Man kann sie überall streicheln, vor allem am Bauch liebt sie es, nur auf den Arm genommen werden will sie nicht (wer mag das schon :D ).
Ich bin immer total bedrückt, wenn man manchmal dran denkt, dass sie wohl schon mehr als die Hälfte ihres Lebens hinter sich hat. Hatte auch schon manchmal etwas mit der Gesundheit zu kämpfen, aber es ist immer gut ausgegangen. Ich will sie nicht mehr missen, sie gibt mir schon immer sehr viel Kraft und gute Laune, ein paar Minuten Katze-Streicheln lässt schon einiges vergessen.
 
Show must go on... seit Dienstag ist also Katze Caja bei uns. Etwa 5 1/2 Monate und damit etwas jünger als Raven. Kam im September als Winzling in die Tierherberge und hatte den gefährlichen Parvo-Virus, den sie aber entgegen aller Erwartung überlegt hat. Sie hatte vom ersten Tag an eine Verbindung zu meiner Frau, insofern war es logisch, dass sie den Platz bei uns bekommt. Alternative wäre ein einäugiges Katerchen gewesen, aber der darf erstens wegen Lungenwürmern erst in ein paar Wochen umziehen und das wäre zu lange gewesen und zweitens ist er Moon zu ähnlich, das wäre nicht gut gewesen.

Ja, was soll ich sagen? Caja war sofort zu Hause, tobt durch die Wohnung und hält uns auf Trab. Raven war zuerst skeptisch und eifert etwas, die beiden toben und kuscheln aber schon miteinander.

Die größte Überraschung ist aber unser Aron, der größere unserer Hunde. Draußen will er jeder Katze hinterher und reagiert auch auf unsere erwachsenen Katzen mit Gebell. Deshalb wohnen die Katzen bei uns im Obergeschoß, wo Aron ohne uns nicht hin kann. Die Kitten waren aber jetzt schon ein paar mal unten (auch Moon noch) und Aron ist super lieb. Ist zwar aufgeregt, aber geht Nase an Nase mit ihnen, ohne die geringste Spur von Aggression. Wir sind natürlich immer dabei und beobachten genau. Die Katzen könnten sich auch jederzeit schnell in Bereiche zurückziehen, wo er nicht hin kann und sind viel flinker als er.

Unserem zweiten Hund Keno ist das alles egal, ihm sind die Kitten eher unheimlich.
 
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