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Wer hat alles Fellnasen zuhause?


So, nachdem gestern Moonie endlich wieder heim gekommen ist (die Asche und ein Pfotenabdruck) hat das zwar nochmal ordentlich aufgewühlt, aber es ist jetzt auch ein Abschluss da.

Derweil machen es unsere anderen Vierbeiner einfach toll. Wir haben uns seit Jahren gewünscht, dass Hunde und Katzen sich völlig frei und normal im Haus bewegen können, aber durch unseren Katzenschreck Aron hat das nie funktioniert. Mit unserer ersten Katze Feli und dem ersten Hündin Bona war es so. Jetzt haben wir es wieder. Irgendwas hat Moonie bewirkt, als er die Treppe runtergehoppelt ist, sich vor Aron hingesetzt hat und sich hat abpuffeln lassen. Unsere Oldies halten sich zwar weiter im Obergeschoss auf, aber Caja und Raven laufen zwischen den Hunden rum, ohne irgendwas. Einfach toll :love:

Mit den Meerschweinen hatten wir heute ein Erlebnis der dritten Art. Ich bin früh um 6:00 zu ihnen ins Zimmer zur Heugabe. Da lag eine unserer Ömchen (Silvana) auf der Seite, hat noch etwas mit den Beinen gerudert. Meine Frau meinte, die packt ihr Köfferchen über die Regenbogenbrücke, hat ihr Schmerzmittel verabreicht und sie wieder ins Gehege gelegt. Eine Stunde später meinte sie, Silvana ist gestorben, rührt sich nicht mehr, reagiert nicht mehr, aber sie lässt sie mal noch drin liegen bei den Artgenossen. Mittags schickt sie mir ein Video, in dem Silvana wackelig durchs Gehege stapft. Es ist doch noch gar nicht Ostern, von wegen Wiederauferstehung und so? Man muss dazusagen, wir haben schon über 50 Meerschweinchen gehen sehen, können das also eigentlich einschätzen.
 
Update, Frau und Kind haben dem Britisch-Kurzhaar ein Leinengeschirr gekauft und ihm übergestülpt.

Kater hat sich nicht gewehrt.

Mein liberales Weltbild über das Wesen der Felis Catus ist maximal empört. Unser Kater ist definitiv weder Chuck Norris noch William Wallace.

Update, Britisch-Kurzhaar.

Das ist wirklich ein ganz anderes Naturell, als wir es kennen, also wirklich wirklich. Dieser Kater ist sehr menschenbezogen.

Nicht in dem Sinne, dass er sich auf den aufgeklappten Laptop legt ("beachte mich"!), aber in dem Sinne, dass es ihm wirklich wichtig ist, zwischendurch die Familie um sich zu haben. Jetzt wo die Osterferien gestartet sind, sind wir aus beruflichen Gründen in zwei Schichten Richtung Nordsee gefahren. Heute bin ich als Erster nach Hause gekommen und der Kater ist nach ungefähr 28 Stunden ohne seine "Familie" (und mit drei Besuchen aus der Verwandtschaft zum Füttern und Kraulen) wirklich extrem anhänglich. Er wirkt richtig glücklich, dass ich wieder da bin, ist sehr laut und "erzählt" auf Katzenweise.

Usus bei Katzen war bei uns eigentlich, dass sie in ihrem Lebensraum bleiben möchten und man (zumindest bei Kurzreisen) eher jemand anderen aus der Nachbarschaft etc. akquiriert, um die Katze zu füttern, damit sie in ihrem Zuhause bleiben kann. Aber bei diesem Kater habe ich das Gefühl, dass wir ihn auch bei Kurzreisen in eine Pension oder zur Verwandtschaft geben sollten. Der war heute wirklich froh, dass ich wieder da bin. Hab ich so noch nicht bei einer Katze erlebt.

Eventuell müssen wir aber tatsächlich noch eine zweite Katze anschaffen. Mal schauen. Der ist nun seit knapp 5 Monaten bei uns und noch keine 1,5 Jahre alt. Wir lernen ihn also immer noch kennen. Aber Status jetzt, ist er wohl wirklich nicht glücklich, wenn er alleine ist.
 
Plot Twist :eek:

BKH Kam gestern Abend nicht wieder, obwohl ich ihn gerufen habe. Bislang war er maximal 20 Minuten unterwegs, tendenziell eher <10 Minuten. Sein Radius lag gefühlt bei ca 10 Metern rund ums Haus.

Habe mir tatsächlich Sorgen gemacht und bin dann um 4 Uhr selbstständig wachgeworden. Er hat sich zwischenzeitlich, irgendwann nach seiner Tour, in der von mir vorab geöffneten Garage verbarrikadiert und ist gar nicht mal so leise (wahrscheinlich lag er irgendwo auf einem Regal) dann auf meinen Ruf hin doch ins Haus gekommen.

Neuer Codename "Ranger". Der Püschel wird vielleicht doch ein nächtlicher Freigänger... abwarten.

Familie ist informiert, aber macht mir Vorwürfe, weil der Kater und ich in unserer Zweisamkeit diese neuen Marotten entwickeln. Möglicherweise hängt es auch mit dem leeren Haus zusammen. Ich bin den Tag über beschäftigt und er ist meistens allein. Und vielleicht sorgt die Langeweile, das nun wärmere Klima und die trockenen Abende so im Dunklen für mehr Abenteuerlust.

Das alles sehe ich tatsächlich bei ihm nicht so entspannt wie bei unserem Vorgänger. Dieser Menschenfreund rennt wie ein Hund bei jedem Klingeln zur Haustür, schnurrt bei Paketboten und Nachbarn um die Beine herum, hat sich zuletzt von einer Unbekannten in der Einfahrt auf den Arm nehmen lassen (sie war offensichtlich Katzenfreundin). Nachts ist die Gefahr geringer, dass den ein Passant einfach mitnimmt, aber der ist verdammt zutraulich.
 
"Ranger" ist nun häufiger unterwegs. Übrigens ist es bemerkenswert, wie sehr seine Pfoten Schmutz transportieren, im Gegensatz zu einem klassischen Europäischen Kurzhaar. Keine Ahnung, ob es mit der Felldichte zu tun hat, die dann zwischen den Pfotenballen durchwächst. Er muss eigentlich beim Hineinlassen "frottiert" werden ;)

Nun die große Frage: warum eine Katze überhaupt als Freigänger?

Ich bin da etwas ideologisch. Eine Katze wirkt auf mich insgesamt in ihrem Naturell ausgeglichener. Irgendwie mehr "Zuhause", als wenn sie nur "im Haus" ist.

Das beginnt einfach bei der Aktivität und dem Rhythmus zwischen Aktivität und Ruhephase und endet in einer subjektiven Betrachtung der Schönheit nach Umberto Eco. Ich finde, das natürliche Licht reflektiert einfach sehr schön im Fell einer Katze ;)

Gleichzeitig ist mir bewusst, dass wir einen massiven ökologischen Fußabdruck in unserer Umwelt hinterlassen, wenn wir eine Katze hinaus lassen. Sie ist und bleibt ein Jäger. Wir kontern das durch Zufüttern für Vögel (u.a.), aber es ist und bleibt Tatsache. Zwar gibt es durch das Zufüttern hoffentlich mehr Nachwuchs, aber eine Katze wird ihren Tribut zollen (bislang war es nur eine Spitzmaus. Zwar fehlte der Beweis, aber der Indizienprozess ist gegen "Ranger"). Edit: und es wird immer die Gefahr des Verlusts geben. Zwar leben wir etwas weiter ab von größeren Straßen, aber es kann immer passieren, dass die Katze nicht zurückkehrt.

Naja, jedenfalls mag ich den Kater sehr, habe ihn auf seine eigene ganz besondere "hündisch-domestizierte" Weise in mein Herz geschlossen. Aber wenn er raus will, dann darf er raus.

Zum Abschluss, ein Foto vom Schlaf der Gerechten, drapiert mit Osterdevotalien weil es saisonal passte.1000020713.jpg
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich hab solche Schuldgefühle :( Hab gestern einen blöden Fehltritt gemacht und bin unserer kleinen Caya voll auf die Pfote gelatscht und konnte den Fuß nicht sofort wegziehen, weil Standbein. Jetzt humpelt sie, belastet das Bein mal, dann wieder nicht. Lässt sich aber nicht vom Toben und Springen abhalten, jammert auch nicht, protestiert nur leicht, wenn man an eine bestimmte Stelle kommt.

Sie bekommt Schmerzmittel und wir beobachten, morgen geht's wohl zum Tierarzt. Ich hoffe so sehr, dass da nichts kaputt gegangen und die Pfote nur verstaucht ist.
 
So.. Wir haben uns auch wieder vergrößert.
Leider so gekauft (privat) und paar Tage später erfahren das in Leipzig über 200 Schweine ein heim suchen.


Hier beim ersten Checkup. Die Sabine.

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Und die Jule.
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Beide ca. 4 Monate alt und im Moment noch in Quarantäne. So flauschig.
 
So.

Der große Tag der Vergesellschaftung war gestern. Und es war langweilig.
So richtig.

Nachdem ich den das Gehege einmal mit einer Essig-Wasser Mischung gereinigt hatte (Sollte neutral riechen so gut es ging) wurden die Sabine und die Jule durch einen Trenner von den anderen getrennt ins Gehege gesetzt. Da war dann erstmal angewöhnen angesagt. Es war deutlich heller, und kleiner und nur der Karton war ihnen bekannt und roch nach ihnen.

Nach einer Stunde dann haben wir die Trennung entfernt. Dazwischen war realativ ruhig. Aber die kannten sich ja durch geräusche eh schon, trotz der räumlichen Trennung die letzten zwei Wochen.

Wir waren vorbereitet mit Handschuhen, lecker Futter zur ablenkung und auf das schlimmste vorbereitet. Wir hatten sogar extra auf dem Montag verschoben weil da dann Tierärzte auf hätten.

Die nächsten Minuten tat sich weiter nichts. Alle blieben in den Gebieten bevor ich den Trenner raus nahm. Doof. Da wir noch einen Termin hatten, musste wir wenigtens abklären ob die sich versuchen zu attakieren. Also.. Karton entfernt und mehr oder weniger zum Erkunden gezwungen.

Und dann ging es los. Beschnuppern, überall durchlaufen.. Die alten die neuen.. hin und her. Aber kein großartiges gebrummsel, keine Drohgebährden, gar nix. Im Gegenteil. Auf einmal durfte man nah sein. Das ging vorher überhaupt nicht. Irgendwann realisierten sie aber das ich keinen Käfig mehr vor mir haben der sie vor mir schützt.

Der Kurt hat dann später noch mal bisschen aufsatteln versucht. Aber die Mädels sind zu schnell. Und als er das vor Dave versuchte, hat der Dave auch den Kurt verjagt. Soweit blieb alles ruhig, futtern zusammen klappt wunderbar, nur die neuen Geräusche sorgen ab und zu mal für Fluchtmodus. Zurück in den einen Karton den sie kennen.

Hätte nicht erwartet das das alles so harmonisch funktioniert.

 
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