Man muss auch mal bedenken, dass Frankreichs Damen auch aus einem sehr großen Tief kommen und erst seit zwei bis drei Jahren so stark sind. Man hat immer das Gefühl, dass sie seit Jahren die Nr. 1 im Damenbiathlon sind. Dabei haben sie nach dem Rücktritt von Dorin-Habert 2018 wirklich zwei bis drei schwache Jahre gehabt. Von 2019 bis einschließlich 2023 sind sie zum Beispiel immer leer ausgegangen bei Staffelentscheidungen bei Großereignissen. Klar, gab es mal punktuell Podestplätze durch Braisaz, Simon oder Chevalier-Bouchet, aber bei weitem nicht in der Qualität wie aktuell.
Auch im IBU-Cup und Nachwuchsbereich sah es lange Zeit nicht sehr rosig aus, lange Zeit galt eine Chloé Chevalier als das Talent schlechthin, aktuell wäre sie dies bei weitem nicht.
Ich bin wirklich gespannt, wie sich die jungen Damen wie Galmache-Pauline, Mengin und Bondoux bei der JWM jetzt schlagen und ob wir sie zum Weltcupfinale vielleicht schon im Weltcup sehen. Die Franzosen sind eigentlich eher zurückhaltend was Weltcupeinsätze bei den jungen Frauen anbelangt. Aber obwohl sie erst 19 bzw. 20 sind, haben sie immerhin alle schon einen IBU-Cup gewonnen und Weltcup-Podestläuferinnen wie Paula Botet und Sophie Chauveau geschlagen. Aussichtslos wären sie definitiv nicht.