Kalender 2026/27


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Sportlich gesehen hat die Herren-Quali oder ein Probedurchgang halt keinen Wert. Es gibt weder Weltcuppunkte, noch hat das Ergebnis Einfluss auf den tatsächlichen Wettkampf, außer das ein paar Leute ausscheiden. Fürs Fernsehen relevant ist sie auch nicht. Warum sollte man die Quali oder die Probe im Zeitplan also der Frauen Entscheidung priorisieren?
Das vorgegebene Ziel, beide Wettbewerbe innerhalb von 5 Stunden abzuhalten, ist definitiv zuschauerfreundlicher, als wenn die Frauen morgens um 10 Uhr springen und die Herren um 16 Uhr, nur damit eine Qualifikation oder ein Probedurchgang dazwischen stattfinden kann.
 

Lazergirl

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Sportlich gesehen hat die Herren-Quali oder ein Probedurchgang halt keinen Wert. Es gibt weder Weltcuppunkte, noch hat das Ergebnis Einfluss auf den tatsächlichen Wettkampf, außer das ein paar Leute ausscheiden.
Ja, genau. ******* auf diese Leute. So spricht der Sesselgucker, der nur die (deutsche) Elite sehen will. Der Sportarten nur konsumiert. Halt... was, wenn unter den "paar Leuten" mal ein Geiger oder Wellinger ist. Und die dann auch den 2. Wettbewerb verpassen. Bei einem Heim - Weltcup z.b. Dann ist das Gejaule aber gross. Und zu recht.

Gerade bei schwierigen Verhältnissen sind die DG vor einem Wettbewerb für die Jury auch eine gute Möglichkeit, Gates zu testen. Und damit weniger Lotterie als bei einem Kaltstart-Wettbewerb ohne DG vorher. Bin mir ziemlich sicher, dass diese Entscheidung noch für Diskussionen sorgen wird. Und auch für die Athleten sind Probe-DG eine Gelegenheit, Sachen auszuprobieren. Wichtig, wenn es mal nicht so rund läuft. Auch bei den Deutschen in der letzten Saison. Das nimmt man ihnen jetzt, sie müssen gleich funktionieren. Es ist nicht im Sinne des Sports. Es ist allein im Sinne des TV. Denen es egal ist, wer da runterhüpft.

Fürs Fernsehen relevant ist sie auch nicht. Warum sollte man die Quali oder die Probe im Zeitplan also der Frauen Entscheidung priorisieren?
Ach komm. Den Öffentlich-Rechtlichen nehme ich nicht ab, dass die die großen Damenfans sind. Die zeigen lieber ein halbes Herrenspringen als ein komplettes bei den Damen. Dazu teilweise noch eigene Kommentatoren. Sie zeigen, weil sie es aufgedrängt bekommen. Und auch nur, wenn es ins Programm passt. Ansonsten werden andere Sportarten bevorzugt. Das wirkt genauso "gezwungen" wie die teilweise gemeinsamen Kalender.

Und die Fans vor Ort waren den Sendern immer schon *******egal!!! Da warten Tausende stundenlang bei einem Weltcup, bis die Bedingungen ein Springen zulassen. Und dann sehen wir nur einen DG, weil 2 nicht mehr bis zur Sportschau zu schaffen sind. Das sind keine Sportfans in den Sendeanstalten. Es gibt One, es gibt Neo und Co. Da laufen am WE eh nur die xten Wiederholungen von DDR und Co. Da könnte man doch einen zusätzlichen Sportkanal machen, dann wäre das Programm gleich mal entzerrt.
Das vorgegebene Ziel, beide Wettbewerbe innerhalb von 5 Stunden abzuhalten, ist definitiv zuschauerfreundlicher, als wenn die Frauen morgens um 10 Uhr springen und die Herren um 16 Uhr, nur damit eine Qualifikation oder ein Probedurchgang dazwischen stattfinden kann.
Die gemeinsamen Wochenenden an sich sind das Problem. Aber wenn man die macht sollte man den Donnerstag dazu nehmen. Damen Donnerstag / Freitag und Herren Samstag / Sonntag . So kann man beides vernünftig durchführen und muss nicht zusammenstreichen, weil das TV nicht mehr klarkommt. Logischerweise nicht, mit nur einem Kanal und den anderen Sportarten dazu.

Und warum zur Hölle wird zusätzlich noch ein Mixed ins Programm gepackt, wenn schon 4 Einzel sind??? Auch das schafft zusätzliche Probleme für Organsation und TV. Diese Saison gleich 4 Stück davon. Ich würde gerne mal eins sehen, wo alle aus einer Luke springen. Dann würde man mal den sportlichen Wert erkennen. Aber eine Herrenquali hat für dich keine. LOL.

Wer forciert eigentlich die ganzen Mixed überall: will das TV die oder die FIS?
 
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Benjamin

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@Lazergirl : Einige der Punkte, die du nennst, kann ich ja aus deiner persönlichen Sicht nachvollziehen. Aber was stört dich an den zusätzlichen Mixeds?

Gerade, weil es sich doch um zusätzliche Wettkämpfe am Freitag handelt, die es sonst einfach nicht gäbe, stören sie doch nicht. Blöd wäre es nur, wenn man dafür überall ein Einzel streichen würde, aber das tut man ja gerade nicht bzw. nur in Lake Placid (wo es natürlich aufgrund der Anreise maximal ungeschickt ist).

Und dass das zusätzliche Probleme fürs TV schafft, bezweifle ich auch. Wenn das TV mit den Mixeds am Freitag nicht einverstanden wäre, würde die FIS das so auch nicht planen.
 

Lazergirl

EFF #3
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Ohne Mixed könnte man normal Training und Quali am Freitag machen. Samstag Probe + Wettkampf, Sonntag neue Quali und Wettkampf. Mal eins ist ja noch in Ordnung. Im Sommer in Kthal. Aber wieso 4? Und gefühlt immer in Deutschland.
 

Lazergirl

EFF #3
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Scheinbar wird es keine Skiflugkugel geben für die Damen schreibt skijumping.pl
“Unfortunately, there will be no World Cup standings for women’s ski flying this season. The minimum number of competitions required to award the Small Crystal Globe is three,” confirms Sandro Pertile, World Cup Director for Ski Jumping, in an interview with us.

Interessant finde ich ja auch Folgendes:

According to the website nadlani.si, the Slovenian Ski Association was unaware of FIS's spring plans when the federation included two women's competitions at Letalnica in its provisional calendar. Slovenian officials also point to the excessive financial and organizational challenges involved in attempting to integrate an additional women's competition into the already tight schedule of the World Cup Finals in Planica. At this moment—in the view of the Slovenians—such a solution is unfeasible, although they intend to strive in the future to host two women's competitions during the season finale.

Ist das jetzt die Taktik der FIS: Tatsachen schaffen durch Ankündigungen - und die Veranstalter können dann zusehen, wie sie damit klar kommen? Mich würde mal interessieren, ob die Finanzierung für die Damen VST schon gesichert ist und ob man da schon genug Sponsoren hat. Oder ob man das auch vorschnell rausposaunt hat, um die Veranstalter unter Druck zu setzen. Dass Garmisch vom Verband 30% mehr Zuschuss fordert wird mit Sicherheit auch mit der Damen VST zusammen hängen. Ich bin der Meinung wenn die FIS meint, die Damen unbedingt pushen zu müssen sollte sie auch die zusätzlichen Kosten für die Veranstalter übernehmen. Und das Preisgeld. Zumindest solange, bis Damenwettbewerbe selbst Gewinn abwerfen. Es kann nicht sein, dass am Ende der Veranstalter zusehen muss, dass noch genug für ihn übrig bleibt. Genauso kann es nicht sein, dass die Damenwettbewerbe auf Dauer durch die Herren mitfinanziert werden. Und dann wird noch bei den Herren gekürzt. Beides sollte schon unabhängig voneinander sein können.
 
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Biathlon-Fan

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Ich bin der Meinung wenn die FIS meint, die Damen unbedingt pushen zu müssen sollte sie auch die zusätzlichen Kosten für die Veranstalter übernehmen. Und das Preisgeld. Zumindest solange, bis Damenwettbewerbe selbst Gewinn abwerfen.
Das Thema hatten wir hier auch schon mehrfach ... wer die Frauen nicht möchte, wo für beide ein Weltcup geplant ist, fliegt halt raus. Letzte Saison Wisla als Paradebeispiel.
Und worauf stützt du immer deine Behauptung Frauenbewerbe würden durchgehend rote Zahlen schreiben?
 

Lazergirl

EFF #3
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wer die Frauen nicht möchte, wo für beide ein Weltcup geplant ist, fliegt halt raus.
:LOL::LOL::LOL: Das wird Pertile dann ja sehen, wozu das führt. Vermutlich eher dazu, dass man noch schwieriger Ausrichter findet. Vor allem zahlungskräftige. Raw Air mit den gleichen Preisgeldern ist doch schon Geschichte. Wisla hat denen die Antwort gegeben mit der Platzierung zu den absoluten Randzeiten. Da war der gute Direktor hinterher aber ganz kleinlaut.

Du hast da sicher mehr Infos, an welchen Orten sie dem Veranstalter einen Gewinn einbringen? Sicher nicht in Norwegen, wo schon die Herren zu wenig Zuschauer haben. Sicher nicht in Polen, wo das niemanden interessiert.
Wenn schon Planica, wo die Hütte bei den Herren an allen Tagen voll ist, finanzielle Gründe gegen ein 2. Fliegen anführt ist das für mich ein Indiz, dass man bei Damenwettbewerben nicht die fetten Zusatzeinnahmen hat, die die zusätzlichen Kosten auffangen. Sondern vielmehr, dass weniger bleibt von den Einnahmen, wenn man beides ausrichtet. Und aktuell sind wir noch in einer Situation, wo man den Damen viel geringere Preisgelder zahlen muss! Auf Dauer werden da aber höhere Forderungen gestellt werden. Wenn sich da keine zusätzlichen / eigenen Sponsoren finden und sich ein Veranstalter nicht beide leisten will oder kann kann sich die FIS auf den Kopf stellen. Und falls irgendwann die Zahlen bei den Herren zurückgehen sollten wird das auch Auswirkungen haben.....

Ich bin gespannt, wie man den Garmisch-Konflikt lösen wird. Das Geld muss auch erstmal aufgebracht werden.
 
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moiag

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Genauso kann es nicht sein, dass die Damenwettbewerbe auf Dauer durch die Herren mitfinanziert werden.
Warum eigentlich nicht :crazy:

Es ist ganz in Ordnung, Sponsorengelder für Männer UND Frauen (Pardon: Damen!) zusammenzulegen und gleichweisig zu verteilen.
Wie würdet man sich fühlen, wenn Fußballsponsoren darauf bestehen, dass das Geld nur an weiße / arische Spieler geht?!

Auch Männer (wenn sie wirkliche Herren sind) sollten darauf bestehen, nicht mehr Preisgeld zu verdienen als Frauen...
 

Lazergirl

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Warum eigentlich nicht :crazy:

Es ist ganz in Ordnung, Sponsorengelder für Männer UND Frauen (Pardon: Damen!) zusammenzulegen und gleichweisig zu verteilen.
Wie würdet man sich fühlen, wenn Fußballsponsoren darauf bestehen, dass das Geld nur an weiße / arische Spieler geht?!

Auch Männer (wenn sie wirkliche Herren sind) sollten darauf bestehen, nicht mehr Preisgeld zu verdienen als Frauen...
Fussball ist ein ziemlich schlechtes Beispiel, da fließen ganz andere Gelder. Wenn sich da die Bundesligavereine nebenbei Damenteams leisten spielen ein paar Mio keine Rolle. Und trotz der Unterstützung durch den Herrenfussball ist man weit weg von Gleichheit. Und die könnten wirklich ihr halbes Gehalt noch abgeben, und hätten immer noch mehr als sie je ausgeben können.

Warum sollten die Skispringer ihre Preisgelder mit den Damen teilen? Auch bei den Herren wird nicht so üppig verdient, dass man nach der Karriere nichts mehr tun muss beruflich. Lächerlich. Bei Festivals bekommen die Headliner auch die meiste Gage. Solange sich die Damen nur immer bequem dranhängen und die Herren für die vollen Stadien und die Einnahmen sorgen brauchen wir über eine Angleichung der Gelder nicht reden denke ich. Dann verdienen die Herren zurecht mehr.

In Deutschland jedenfalls erhalten sie ansonsten ja die gleiche Unterstützung im Rahmen der Sportförderung. Österreich auch nehme ich an.
 
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Warum eigentlich nicht :crazy:

Es ist ganz in Ordnung, Sponsorengelder für Männer UND Frauen (Pardon: Damen!) zusammenzulegen und gleichweisig zu verteilen.
Wie würdet man sich fühlen, wenn Fußballsponsoren darauf bestehen, dass das Geld nur an weiße / arische Spieler geht?!

Auch Männer (wenn sie wirkliche Herren sind) sollten darauf bestehen, nicht mehr Preisgeld zu verdienen als Frauen...
Das gehört zu den Top 5 dümmsten Vergleichen, die ich je gehört habe…
 

moiag

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Es gibt schöne und wunderbare Vergleiche, die beim Zuhören ein gutes Gefühl vermitteln und das Selbstbild der eigenen Intelligenz bestärken...
...und dann es gibt Vergleiche, die Unbehagen auslösen und zum Nachdenken anregen :smoke:
 

Lazergirl

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Es gibt schöne und wunderbare Vergleiche, die beim Zuhören ein gutes Gefühl vermitteln und das Selbstbild der eigenen Intelligenz bestärken...
...und dann es gibt Vergleiche, die Unbehagen auslösen und zum Nachdenken anregen :smoke:
Es geht im Leistungssport nicht um Gefühle. Den Springern etwas weg nehmen, weil ihre Kolleginnen es selbst nicht hinbekommen, ist nicht der richtige Ansatz. Es gibt auch Sportarten, wo Damen mehr kriegen. Es steht jeder Springerin frei, sich eine andere Sportart zu suchen wo sie mehr vedienen kann. Oder eine andere Arbeit zu machen. Durch Zoll/Bundeswehr/Polizei sind sie gegenüber Nichtsportlerinnen sowieso schon priviligiert. Normalerweise muss man sich nämlich für diese Ausbildungen bewerben..... Man macht Eignungstests und misst sich da mit x Konkurrenten. Sportlerinnen kommen an diese begehrten Stellen so ran. Sie werden bevorzugt, nur weil sie Leistungssportlerinnen sind. Es bezahlen also bereits andere dafür, dass sie Sport machen können.
 
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Lila

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Den Springern etwas weg nehmen, weil ihre Kolleginnen es selbst nicht hinbekommen
Dass Frauen den Skisprungsport lange Zeit überhaupt nicht ausüben durften und deshalb nie die Chance hatten die gleichen Traditionen wie im Männerspringen aufzubauen ignorierst du mit dieser Argumentation natürlich wie immer. Selbst Schuld, was sind sie auch so doof als Frau auf die Welt zu kommen...
 

Lazergirl

EFF #3
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Dass Frauen den Skisprungsport lange Zeit überhaupt nicht ausüben durften und deshalb nie die Chance hatten die gleichen Traditionen wie im Männerspringen aufzubauen ignorierst du mit dieser Argumentation natürlich wie immer. Selbst Schuld, was sind sie auch so doof als Frau auf die Welt zu kommen...
Das ist mir durchaus bewusst, ich verfolge den Sport ja schon etwas länger. Natürlich ist das ein Nachteil. Aber man kann daraus doch keine Verpflichtung oder gar Verantwortung der männlichen Kollegen ableiten, die (nach eurer Auffassung) gefälligst ihre Einnahmen zu teilen haben. Woraus folgert ihr die denn? Romatische Vorstellung irgendwie und auch etwas altmodisch eigentlich. Die Frau, die sich vom Mann finanzieren lassen muss. Für mich passt das nicht zu dem Bild von einer modernen Frau, die unabhängig sein will vom Mann.

Ihr lasst allzu gerne die unterschiedliche Bedeutung für die gesamte Sportart außer Acht. Die sich logischerweise in den unterschiedlichen Preisgeldern und auch den unterschiedlichen Starterfeldern wiederspiegelt. Das schon deswegen, weil nach wie vor mehr Jungs und Mädchen Skispringen betreiben und entsprechend auch mehr Nachwuchs bei den Herren da ist, der irgendwann in den COC / Weltcup drängt. Skispringen ist nach wie vor keine typische Mädchensportart und auch wenn sie immer mehr Mädchen betreiben werden wird man da nie auf die gleiche Anzahl kommen denke ich. Viele Springerinnen hören auch relativ früh auf, Eder mit gerade 24. Oder Bogataj, die es nach ihrer Schwangerschaft gar nicht mehr ernsthaft versucht hat. Da ist für die ein oder andere Familienplanung irgendwann vorrangig.

Realistisch betrachtet wird es im Damenskispringen langfristig darum gehen, den Abstand zu den Herren zu verringern. Wie beim Fussball eben auch. Dafür ist der Rückstand, den der Damensport generell hat, einfach viel zu gross. Und mit Radikalmaßnahmen lässt er sich nicht kleiner machen.
 
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