NHL Rumours, Trades & Signings


Chac

#66
Beiträge
27.955
Punkte
113
Ort
Oberfranken
klar, deshalb auch der Smiley dabei ;) weiß man natürlich nie, wie es bei den beiden an anderen Wirkungsstätten gelaufen wäre. Tulsky galt damals ja auch so ein bisschen als Nerd und manche waren skeptisch, wie das als GM laufen würde. Am Ende war Carolina ein gutes Pflaster für ihn, kannte er ja auch schon gut. Aber es ist halt witzig, diese "what if"-Gedankenspiele anzustellen.


Ich glaube, dass das am Ende einfach mehrere Gründe hat.

Erstens denke ich schon, dass der Erfolg bzw. die Aussicht auf Erfolg ein großer Punkt ist. Gutes Wetter und niedrige Steuern gabs in Florida auch schon vor 15 Jahren, aber da wollte niemand zu den Panthers. Dafür stehen die Rangers jetzt nie mehr auf diesen Listen, obwohl da vor 10-15 Jahren gefühlt jeder zweite namhafte UFA oder tradewilliger Star dort hin wollte. Das ist schon ein Faktor.

Zweitens glaube auch, dass man bei dieser US-Generation die weltpolitische Lage nicht ausklammern kann. Diese Gruppe hat IMO schon eine ziemliche "we against them"-Dynamik angenommen ... das hat bei den Four Nations angefangen, ging über die Buhrufe der US-Hymne in kanadischen Hallen weiter (das war bei Brady in Ottawa sicher ein Thema) und gipfelte dann bei Olympia. Diese US-Generation scheint sich da ziemlich als eingeschworene Gruppe "gefunden" zu haben, und Guerin ist da sicher ein Faktor, weshalb Minnesota da auch ein Player sein kann, obwohl da Wetter/Steuern nicht das Thema sind.

Und drittens unterschreibe ich deinen letzten Satz ... die wollen halt definitiv gerne zusammenspielen. Man kennt diese Buddy-Teams ja aus der NBA, und ich habe schon das Gefühl, dass diese Generation da ein bisschen nachzieht. Das ist auch gefühlt die erste Generation, bei der flächendeckend NMCs/NTCs gezielt so eingesetzt werden, dass man seinen Abgang irgendwo forciert und dem eigenen Team in puncto Destination die Pistole auf die Brust setzt. Das ist ******e, aber halt auch ihr gutes Recht, wenn sie sich eine NMC/NTC gesichert haben. Kannst du ja auch erst nach 7 Jahren kriegen.

Am Ende muss ich sagen, dass ich ich das Gejammere von vielen Seiten ein bisschen drüber finde. Natürlich ist es gerade für kanadische Teams ******e, wenn deren US-Stars irgendwann die Biege machen und dem Team dann auch noch diktieren, wo es hingehen soll. Aber ich denke schon, dass der erste Punkt mit dem Erfolg ganz entscheidend ist. Wenn du eine erfolgreiche und gut arbeitende Franchise hast, werden Spieler auch ein Teil davon sein wollen, auch in Kanada. Hellebuyck spielt jetzt auch schon seit 11 Saisonen in Winnipeg, der hat da im Gegenzug zu den Tkachuks und anderen eben nicht Mitte/Ende 20 die Biege gemacht. Wahrscheinlich auch, weil die Jets ein recht gutes Team waren. Vancouver und Calgary hatten, als es gut lief, auch durchaus Möglichkeiten, UFAs anzulocken. Die Flames haben damals auch mal Markström, Tanev und Coleman als UFA holen können ... letzterer ein Texaner durch und durch.

Und als sich bei den Flames anfing Erfolg einzustellen, haben deren US Stars den Abflug gemacht. Gleiches jetzt in Ottawa (Hat Tkachuk den Trade zum jetzigen Zeitpunkt eigentlich gefordert oder war das die Entscheidung der Sens nachdem er gesagt hat, er will nicht verlängern? 🧐)
Ich denke schon, dass die kanadischen Teams einen schwereren Stand haben ihre US Stars zu halten, auch weil Orte wie Calgary, Ottawa und Winnipeg jetzt nicht sonderlich attraktiv sind. Bei Matthews wird sich zeigen wie die nächsten Jahre laufen. Wenn der nicht verlängert, dann vermutlich auch weil die Leafs weiterhin nicht über Runde zwei hinaus komm (durchaus realistisch so wie die Panthers wieder aufladen) - und diesmal ist dann Matthews der die Prügel abbekommt.
Und dann gibt’s da die Habs wo sich US Spieler anscheinend wohl fühlen. Caufield und Hutson haben Team friendly long Term Contracts ganz ohne NTC. Max Pacioretty war lange dort Kapitän und er wurde getradet ohne das er einen Trade gefordert hätte.

Die Panthers waren selbst vor 5 Jahren noch nicht so attraktiv. Man muss ihnen schon zugestehen, dass sie geschickt ein Siegerteam aufgebaut haben. Trotzdem stört mich die Vorstellung von 1-2 Superstar Teams der Liga und wie Spieler ihren Weg dorthin forcieren. Ich habe kein Problem damit, wenn Spieler einen Trade fordern. GMs kennen schließlich auch keine Loyalität ihren Spielern gegenüber und schicken sie kreuz und queer durch die Liga. So krass war das bei den Rangers nicht. Die haben nicht selten überbezahlt für alternde Stars. Panthers und Vegas bekommen die Stars in ihrer Prime ohne wirklich bluten zu müssen
 

Chac

#66
Beiträge
27.955
Punkte
113
Ort
Oberfranken
geht wohl per Sign-and-Trade. Eventuell nach Washington:


spannend bei den Caps, wenn das klappt. Mit Kyrou und Tuch schon mal für die Post-Ovi-Ära vorgesorgt, vorher mit ihm vielleicht ein letztes Hurra ... halt ohne Center, aber nem halben Dutzend starker Winger :D

Bin von Tuch nicht so überzeug. Wird vermutlich 8x10 werden, sehr heftig für nen 30jährigen. Und den Wert von 10Mio sehe ich selbst bei steigendem Cap nicht
 

Max Power

Administrator
Teammitglied
Beiträge
59.870
Punkte
113
Ort
Austria
Und als sich bei den Flames anfing Erfolg einzustellen, haben deren US Stars den Abflug gemacht.
ja. Wobei ich da schon auch differenzieren möchte, da kam viel zusammen. Gaudreau wollte ein Jahr vorher langfristig verlängern, aber da wollte Treliving nicht ... zumindest nicht zu dem Preis, den das Gaudreau-Camp wollte. Dann hatte Johnny im Vertragsjahr eine absolute Mördersaison, und da war man dann knapp vor der Unterschrift. Die Flames gingen ja schon von einem Done Deal aus, dann hat Johnny quasi um 5 vor 12 noch einen U-Turn gemacht, nachdem er wohl von seiner Familie bequatscht wurde. Tkachuk ging dann kurz danach, eben auch, weil er es ohne Gaudreau nicht mehr gesehen hat (dazu kam noch, dass Treliving beim vorherigen Bridge Deal wirklich knallhart verhandelt hat, was a.) dann die Tür für nen frühzeitigen Abgang weiter aufgemacht hat und b.) Tkachuks Camp sauer aufgestoßen ist). Aber er hat damals den Flames eine gute Liste mit Teams gegeben, bei denen er um 8 Jahre verlängern würde, das hat Treliving nachher auch extra betont. Florida hat halt ein "Win Now"-Paket mit Huberdeau und Weegar geboten, andere haben eher Future Heavy-Pakete geboten und das wollte man in Calgary (heute muss man sagen leider) nicht. Aber weder Gaudreau noch Tkachuk haben den Flames irgendwie die Pistole auf die Brust gesetzt bzw. mit NTCs ihre nächste Destination bestimmt. Genau das ist den Flames witzigerweise mal mit nem Kanadier passiert, nebenbei noch der größten Vereinslegende ;) Iggy hatte ne Liste mit mehreren Teams vorgelegt, die Flames hatten nen Deal mit Boston, dann meinte Iggy plötzlich "nö, eigentlich will ich nur noch nach Pittsburgh, tut mir leid". Also das kann dir halt immer mal passieren.

Was ich nicht unterschreiben kann, ist das Schreien vieler Fans, die jetzt gar keine Amis mehr draften wollen. Calgary hatte kein Problem, Matt Coronato und Dustin Wolf langfristig zu binden, und die haben sich gefühlt der Stadt auch voll verschrieben. Ethan Wyttenbach sieht man gefühlt seit dem Draft nur noch in Flames-Gear rumlaufen und Lobeshymnen auf die Organisation singen. Diese Kids will ich da ungern in eine Schublade stecken, nur weil Team Group Chat jetzt ein bisschen eskaliert. Wenn man als kanadisches Team gute Arbeit leistet, dreht sich das auch wieder.
 

Chac

#66
Beiträge
27.955
Punkte
113
Ort
Oberfranken
ja. Wobei ich da schon auch differenzieren möchte, da kam viel zusammen. Gaudreau wollte ein Jahr vorher langfristig verlängern, aber da wollte Treliving nicht ... zumindest nicht zu dem Preis, den das Gaudreau-Camp wollte. Dann hatte Johnny im Vertragsjahr eine absolute Mördersaison, und da war man dann knapp vor der Unterschrift. Die Flames gingen ja schon von einem Done Deal aus, dann hat Johnny quasi um 5 vor 12 noch einen U-Turn gemacht, nachdem er wohl von seiner Familie bequatscht wurde. Tkachuk ging dann kurz danach, eben auch, weil er es ohne Gaudreau nicht mehr gesehen hat (dazu kam noch, dass Treliving beim vorherigen Bridge Deal wirklich knallhart verhandelt hat, was a.) dann die Tür für nen frühzeitigen Abgang weiter aufgemacht hat und b.) Tkachuks Camp sauer aufgestoßen ist). Aber er hat damals den Flames eine gute Liste mit Teams gegeben, bei denen er um 8 Jahre verlängern würde, das hat Treliving nachher auch extra betont. Florida hat halt ein "Win Now"-Paket mit Huberdeau und Weegar geboten, andere haben eher Future Heavy-Pakete geboten und das wollte man in Calgary (heute muss man sagen leider) nicht. Aber weder Gaudreau noch Tkachuk haben den Flames irgendwie die Pistole auf die Brust gesetzt bzw. mit NTCs ihre nächste Destination bestimmt.

Ok, so genau hatte ich die Situation bei den Flames nicht mehr im Kopf. War davon ausgegangen, dass Tkachuk nur eine begrenzte Auswahl zur Verfügung gestellt hat.

Genau das ist den Flames witzigerweise mal mit nem Kanadier passiert, nebenbei noch der größten Vereinslegende ;) Iggy hatte ne Liste mit mehreren Teams vorgelegt, die Flames hatten nen Deal mit Boston, dann meinte Iggy plötzlich "nö, eigentlich will ich nur noch nach Pittsburgh, tut mir leid". Also das kann dir halt immer mal passieren.

Immer wieder diese Group Chats :LOL: Zum Trost: die Pens wurden dann im Eastern Conference Final von den Bruins gesweept und Iggy zog weiter...zu den Bruins...ok, ist vielleicht doch nicht so tröstlich

Was ich nicht unterschreiben kann, ist das Schreien vieler Fans, die jetzt gar keine Amis mehr draften wollen. Calgary hatte kein Problem, Matt Coronato und Dustin Wolf langfristig zu binden, und die haben sich gefühlt der Stadt auch voll verschrieben. Ethan Wyttenbach sieht man gefühlt seit dem Draft nur noch in Flames-Gear rumlaufen und Lobeshymnen auf die Organisation singen. Diese Kids will ich da ungern in eine Schublade stecken, nur weil Team Group Chat jetzt ein bisschen eskaliert. Wenn man als kanadisches Team gute Arbeit leistet, dreht sich das auch wieder.

Die kanadischen Fans müssen halt auch aufpassen, dass sie ihre US Spieler nicht selbst verjagen. Brady Tkachuk hat sich nach Olympia halt ziemlich unbeliebt gemacht in Ottawa. Sanderson hingegen scheint ja immer noch sehr willkommen dort zu sein. Die Leafs Fans wiederum scheinen es nicht erwarten zu können, dass Knies getradet wird. Etwas was ich halt auch nicht verstehe. Und als Spieler bekommst du das auch mit.
 
Oben