Olympia-Aus: Quo Vadis Nordische Kombination?


Wird die Nordische Kombination das Olympische-Aus langfristig überleben?


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johnny

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Luis Holuch konnte in seinem Flugshow-Podcast mit Lasse Ottesen sprechen. Angeblich wusste, oder zumindest ahnte die FIS-Führung bereits ein Paar Tage vor dem 7. Juli, dass die Hiobsbotschaft kommen wird. Ansonsten nichts neues oder aufleuchtendes. Man werde weiterhin mit IOC im Dialog stehen und im September soll in Genf eine gemeinsame Sitzung (FIS und IOC) stattfinden. Aber so richtig einen Plan hat der Renndirektor auch nicht. Er sagt, man muss im Frühjahr 2027 einen neuen Plan erarbeiten.

 

Masmiseim

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Ist typisch, dass jetzt alles mögliche Schuld am Aus der NoKo sein soll....
Finde auch sowas wie "hat vor Jahren schon gesagt, man müsste die Attraktivität steigern" wenig hilfreich.
Man kann das ohnehin nur bedingt und schon gar nicht in jeder Disziplin. Und richtig sinnvolle Vorschläge sind mir noch nicht unter gekommen.
 

Lazergirl

EFF #3
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Danke Luis von der @Flugshow

Nach den Worten von Lasse verstehe ich diese Entscheidung noch weniger. Mit der Weiterentwicklung der Damen wäre es ja eigentlich folgerichtig gewesen, sie dazu zunehmen..... statt jetzt auch noch die Herren raus zu kicken. Diese Forderung der FIS wurde doch erfüllt. Und Social Media als (Gegen) Argument....sorry, lachhaft. Gibt da eh zu viele Selbstdarsteller dort.

Da wurde nach persönlichem Geschmack entschieden, jedefalls wirkt das so.
 
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Biathlon-Fan

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Mit der Weiterentwicklung der Damen.
Das ist halt auch eine Ansichtssache. Wenn man nicht mal ein 25er Feld für die Olympischen Spiele zusammen bekommt, sehe ich bei den Frauen ehrlich gesagt nicht, dass die Entwicklung genug fortgeschritten ist. Dazu das große Problem, dass weiterhin etwa 80% des Feldes läuferisch völlig unterlegen sind.

Julian Schmid hat auch deutliche Worte Richtung der FIS gewählt:
„Jetzt ist es an der Zeit, dass die FIS erhebliche Investitionen tätigt, um die Situation zu verbessern und die nötigen Schritte zur Stärkung der Sportart einzuleiten.
Die Nationen müssen umfassende Unterstützung erhalten, damit die nordische Kombination nicht aus unserem sportlichen Leben verschwindet. Es zählen jetzt nur noch Taten, kein Schönreden mehr.“
 

Marti

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Das ist halt auch eine Ansichtssache. Wenn man nicht mal ein 25er Feld für die Olympischen Spiele zusammen bekommt, sehe ich bei den Frauen ehrlich gesagt nicht, dass die Entwicklung genug fortgeschritten ist. Dazu das große Problem, dass weiterhin etwa 80% des Feldes läuferisch völlig unterlegen sind.
Wobei ich schon auch das Argument sehe was Leute wie Akito Watabe hier vorbringen. Sprich das die FIS die Damen Kombi eben erst vor einigen Jahren überhaupt mal begonnen hat zu professionalisieren und zu fördern. Dementsprechend war nach den wenigen Jahren in den es ja durchaus Fortschritte gibt einfach auch nicht mehr zu erwarten, als das was jetzt der IST Stand ist. Klar gewinnt Ida Marie Hagen beinahe jedes Rennen und halbwegs schnell über die Strecke kommen keine 10 Frauen, aber was hat man da erwartet, wenn man erst so spät mit der Förderung als professioneller Sport im Frauen Bereich beginnt?
Das jemand wie Tara Geraghty Moats zwischendrin mal ihre Karriere unterbrochen hat, war für die NoKo sicher eher suboptimal aber ist ihr gutes Recht gewesen.
Und es dann fallen zu lassen wo es sich gerade zu entwickeln beginnt ist halt eher nen schwieriges Signal...
 
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Lazergirl

EFF #3
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Julian Schmid hat auch deutliche Worte Richtung der FIS gewählt:
„Jetzt ist es an der Zeit, dass die FIS erhebliche Investitionen tätigt, um die Situation zu verbessern und die nötigen Schritte zur Stärkung der Sportart einzuleiten.
Wovon?

Die Hauptkritikpunkte: Zum Einen ist da das Finanzielle: Das Vermögen der FIS soll unter Eliasch von 130 auf 43 Millionen Franken geschrumpft sein, wie Athletensprecher AJ Ginnis ermittelt hat.
 

Biathlon-Fan

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Sprich das die FIS die Damen Kombi eben erst vor einigen Jahren überhaupt mal begonnen hat zu professionalisieren und zu fördern.
Das Argument hab ich auch schon gelesen. Das IOC hat 2015 bzw. 2016 bereits angekündigt, dass sie Gender-Equality ab 2022 wollen und Mixedbewerbe integriert werden sollen. Und die FIS hat erst fünf Jahre später begonnen, ernsthaft in die Frauen zu investieren. Da hat man wohl einige Jahre verschenkt.
 

Masmiseim

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Julian Schmid hat auch deutliche Worte Richtung der FIS gewählt:
„Jetzt ist es an der Zeit, dass die FIS erhebliche Investitionen tätigt, um die Situation zu verbessern und die nötigen Schritte zur Stärkung der Sportart einzuleiten.
Das ist ja aus seiner Sicht verständlich - aber warum sollte die FIS das tun? Und vor allem, in was genau sollen sie denn investieren?
 

johnny

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Das IOC hat 2015 bzw. 2016 bereits angekündigt, dass sie Gender-Equality ab 2022 wollen und Mixedbewerbe integriert werden sollen
Ich habe mal ein Interview mit Horst Hüttel gelesen oder gehört, wo er meinte, bereits 2014 in Sotschi wurden erste Gespräche über Frauen-NoKo geführt. Aber was hätte man bereits damals machen können oder müssen? Man konnte erst Mädchen anfangen zu rekrutieren. Vom Skispringen hätte man bereits damals kaum Athletinnen abwerben können.
 

Marti

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Ich habe mal ein Interview mit Horst Hüttel gelesen oder gehört, wo er meinte, bereits 2014 in Sotschi wurden erste Gespräche über Frauen-NoKo geführt. Aber was hätte man bereits damals machen können oder müssen? Man konnte erst Mädchen anfangen zu rekrutieren. Vom Skispringen hätte man bereits damals kaum Athletinnen abwerben können.
Die Frage warum man seitens der FIS nicht schon viel früher versucht hat, sowohl Frauen Ski Springen wie auch Frauen NoKo mehr zu fördern, kann aber schon erlaubt sein... Warum hat man das z.B. nicht schon in den 90ern verstärkt versucht? Brauchts dazu wirklich erst den Druck vom IOC?

Klar man braucht ne Grundlage an Mädchen die das machen wollen, aber auch diese Grundlage hätte man ja schon damals bauen können, wenn man gewollt hätte seitens der FIS und der Verbände.
 

Masmiseim

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Die Frage warum man seitens der FIS nicht schon viel früher versucht hat, sowohl Frauen Ski Springen wie auch Frauen NoKo mehr zu fördern, kann aber schon erlaubt sein... Warum hat man das z.B. nicht schon in den 90ern verstärkt versucht? Brauchts dazu wirklich erst den Druck vom IOC?

Klar man braucht ne Grundlage an Mädchen die das machen wollen, aber auch diese Grundlage hätte man ja schon damals bauen können, wenn man gewollt hätte seitens der FIS und der Verbände.
Also die 90er waren noch eine Zeit, in der der FIS Präsident noch was von einer gerissenen Gebärmutter bei der Landung faselte.
 

Hakuba

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Die Frage warum man seitens der FIS nicht schon viel früher versucht hat, sowohl Frauen Ski Springen wie auch Frauen NoKo mehr zu fördern, kann aber schon erlaubt sein... Warum hat man das z.B. nicht schon in den 90ern verstärkt versucht? Brauchts dazu wirklich erst den Druck vom IOC?
Meiner Meinung nach passiert so etwas nicht als Maßnahme von oben (Wir als FIS wollen jetzt Frauen-NoKo fördern), sondern geschieht auf Druck von unten, also aus den nationalen Verbänden heraus. Und der hat wahrscheinlich gefehlt. Die Springerinnen haben diesen Druck gemacht, wenn auch recht spät (lange nach z. B. den Biathletinnen), aber immer noch rechtzeitig.

Andererseits hat die FIS eben auch lange geschlafen.

In Japan, wenn ich das einfügen darf, hat es schon sehr lange Kombinierinnen gegeben, weil Schulen in den nördlichen (=schneereichen) Landesteilen Langlauf und Springen als Schulsport für Jungen und Mädchen anbieten (Daher haben viele Springer/innen einen Kombi-Hintergrund!), aber für die Mädchen wurde diese Perspektive wegen der fehlenden internationalen Möglichkeiten nicht abgerufen.
Wie das in AUT, GER, NOR und anderen gelaufen ist, ist mir nicht bekannt. Was passierte dort mit Mädchen, die an der NoKo interessiert und dafür begabt waren?
 

Masmiseim

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Meiner Meinung nach passiert so etwas nicht als Maßnahme von oben (Wir als FIS wollen jetzt Frauen-NoKo fördern), sondern geschieht auf Druck von unten, also aus den nationalen Verbänden heraus. Und der hat wahrscheinlich gefehlt. Die Springerinnen haben diesen Druck gemacht, wenn auch recht spät (lange nach z. B. den Biathletinnen), aber immer noch rechtzeitig.

Andererseits hat die FIS eben auch lange geschlafen.

In Japan, wenn ich das einfügen darf, hat es schon sehr lange Kombinierinnen gegeben, weil Schulen in den nördlichen (=schneereichen) Landesteilen Langlauf und Springen als Schulsport für Jungen und Mädchen anbieten (Daher haben viele Springer/innen einen Kombi-Hintergrund!), aber für die Mädchen wurde diese Perspektive wegen der fehlenden internationalen Möglichkeiten nicht abgerufen.
Wie das in AUT, GER, NOR und anderen gelaufen ist, ist mir nicht bekannt. Was passierte dort mit Mädchen, die an der NoKo interessiert und dafür begabt waren?
Also ich war nicht dabei, aber nach meinen Recherchen ist das wirklich eine verdammt junge Sportart im Damenbereich. Irgendwo auch verständlich. Da ja nebenbei das Skispringen der Damen so langsam seine Daseinsberechtigung erkämpft hatte, haben bestimmt viele junge Mädchen auch in diese Richtung gedacht (oder deren Eltern)
Und wer schnell in der Loipe war, hatte es bestimmt leichter sich in die Biathlon Richtung zu bewegen.

Aber man darf auch nicht vergessen, dass extremer Spitzensport zumindest in Deutschland heute nicht mehr so zieht wie früher. Das macht die Suche nach Nachwuchs nicht leichter. Und dann muss man noch hoffen, dass die wirklich dran bleiben und nicht doch in einen normalen gesicherten Beruf abdriften. Und Interesse am Sport mit Geld zu wecken ist schwierig. Und das auch noch bei einer Sportart, die zwingend eine Schanze in der Nähe erfordert...

Den ersten offiziellen FIS Wettbewerb gabs übrigens 2014 mit 40 Schülerinnen in 3 Alterskategorien.
 

johnny

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Als ich Mitte 90er Jahre angefangen habe, mich fürs Skispringen zu interessieren, war die Teilnahme der Frauen an dieser Sportart irgendwie überhaupt kein Thema. Ich habe mir, muss ich ehrlich zugeben, auch keine Gedanken gemacht, warum es kein Frauen-Skispringen gibt, wenn es im Ski Alpin oder Langlauf doch Frauen am Start sind. Man hat das einfach irgendwie stillschweigend akzeptiert und gar nicht hinterfragt. Ich erinnere mich zwar an einen Einsatz von Eva Ganster als Vorspringerin an einem Wettkampf, aber das war dann auch einfach nur eine Art Kuriosität. Es muss wirklich so gewesen sein, dass es damals sich kaum jemand darüber aufgeregt hat. Oder hat jemand das anders in Erinnerung?
 

Big d

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Also das mit dem Langlauf ist einfach für mich der reinste Müll…zur Not sollen sie die Sprungschanze hoch und runter laufen. Langlaufen kannste wirklich überall, ohne, dass es große Anschaffungen braucht. Für Olympia werden Bobbahnen und was weiß ich gebaut…aber Langlaufen soll ein Problem sein? Das kannste dir ja nicht ausdenken
Die Infrastruktur gibt es ja schon in wird einfach Mitgenutzt.

Ich denke es geht vor allem um die tv Quoten.

Das springen wurde ja meistens ohnehin im Weltcup beim ÖRR kaum noch gezeigt (höchstens im stream), in der regel wurden kurz noch mal die besten 3-5 sprünge gezeigt und dann das Rennen und selbst hier oft eine "codensed version" wo nur die letzten 2 km voll gezeigt wurden.
 

Big d

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Die Damen kombi ist imo ein sekundäres problem. Für so eine junge Sportart ist die Diversität eigentlich ganz gut.

Das die frauen nicht aufgenommen wurden lag eher daran das die sportart als ganzes auf dem Prüfstand stand und man keine fakten schaffen wollte.

Sprich man dachte schon damals wahrscheinlich eher "wir schaffen es eh bald ab, warum jetzt noch für ein mal die Damen mitnehmen.

Am Ende war die damen Kombi Opfer der Krise der männer Kombi.
 

gentleman

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Nachdem das IOC uns als Fans allen ein Stück weit das Herz herausgerissen und die Nordische Kombination aus dem Olympischen Programm geworfen hat, stellt sich zurecht die Frage wie es mit der Sportart mittel- und langfristig weitergeht. Es wurde zwar angemerkt, dass man sich für die Spiele 2034 erneut bewerben könne und die Situation in ein paar Jahren neu bewertet werden solle... realistisch betrachtet wird es für die NK aber kaum möglich sein, diese Hürde und all die vom IOC gestellten Anforderungen zu erfüllen.

Das IOC begründet die Entscheidung mit Studien: Die Nordische Kombination sei bei den vergangenen vier Winterspielen die unbeliebteste Sportart gewesen; darüber hinaus konzentriere sich der Sport auf zu wenige Länder, erklärt das IOC. Deren Präsidentin Kirsty Coventry sagt: "Die Möglichkeit für 2034 ist immer offen." Diese möchte FIS-Präsident Alexander Ospelt freilich nutzen. Er sprach von einer großen Enttäuschung und sagt: "Wir werden hart daran arbeiten, die Nordische Kombination 2034 wieder bei den Olympischen Winterspielen zu sehen."

Der Entscheidung zum Ausschluss der Sportart war die IOC-Generalversammlung Ende Juni vorangegangen. Dort kündigte die Organisation an, global attraktive Sportarten in den Vordergrund rücken zu wollen. Coventry hatte immer wieder betont, die Spiele könnten nicht ständig weiterwachsen. Für Sportarten, die aus dem olympischen Programm fliegen, stellt das IOC eine finanzielle Unterstützung in Aussicht.
 

johnny

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Und schon melden die ersten Stützpunkte ihre Sorgen wegen der entstandenen Situation. Indirekt und mittelfristig kann auch Skispringen betroffen sein.

Klingenthal:


Kandersteg:

 
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