so, vielleicht haben wir uns dann auch alle wieder ein bisschen beruhigt. Auch ich hab erst mal meine Gedanken geordnet und durchgeschnauft.
Zuallererst: ich hatte gestern einen konstruktiven PN-Austausch mit
@Matt und wir waren uns in der Administration einig, eine temporäre Sperre für den Non-Sports auszusprechen. Dass er sich nach einer Nacht drüberschlafen dazu entschieden hat, trotzdem komplett aus dem Non-Sports auszuscheiden, ist seine Entscheidung, aber es freut mich, wenn er dem restlichen Forum weiter erhalten bleibt. Nichts kotzt mich als Admin hier mehr an, als wenn User einem Sportforum wegen des Non-Sports den Rücken kehren.
Ganz allgemein möchte ich noch zur Einleitung gleich festhalten: wir sind sicher nicht unfehlbar. Es ist in der Administration und Moderation gerade in einem Bereich, der so viel Brisanz mitbringt, völlig unmöglich, es allen recht zu machen. Aber was ich ganz klar festhalten kann, ist, dass wir uns bemühen und unsere Entscheidungen bewusst abwägen. Und ich lege für
@gentleman (ich glaube nicht, dass vielen Usern bewusst ist, wie viel Zeit und Nerven er hier investiert) und
@Angliru (der sich für das Forum über Jahre den Arsch aufgerissen hat) die Hand ins Feuer. Ich kann jedem hier versichern, dass wir unser Bestes geben und keine Entscheidungen unüberlegt treffen. Das heißt wie gesagt nicht, dass keine Fehler passieren können, soviel schon mal vorweg.
Aber: der Vorwurf, wir würden hier "User von rechts verhätscheln", lässt mich wirklich völlig fassungslos zurück. Dass das Forum schon lange einen klaren Links-Drall hat, ist doch offensichtlich, und das ist auch kein Zufall, sondern von uns am Ende auch so gewollt. Aber das ändert aus meiner Sicht nichts an zwei grundlegenden Punkten. Erstens bedeutet ein klarer Links-Drall sicher nicht, dass wir uns in der Administration immer alles gefallen lassen müssen, nur weil ein User das Herz am rechten Fleck hat. Und zweitens muss ein Diskussionsforum auch andere Meinungen aushalten können, solange keine Grenzen überschritten werden. Die zwei Posts von
@Matt waren aus unserer Sicht drüber, weswegen eine temporäre Sperre sicher angebracht war, aber man muss trotzdem auch klar festhalten, dass er im Gegensatz zu anderen nicht persönlich wurde und nicht beleidigt hat. Beim Post gegen
@John Lennon ist er zumindest zurückgerudert und hat sich hier auch noch mal entschuldigt. Ich würde inhaltlich wahrscheinlich nicht viele Gemeinsamkeiten mit
@Matt finden, aber das muss in einem Forum auch okay sein. Das heißt nicht, dass wir hier irgendwen "verhätscheln".
Und auch, wenn ich mich hier eh zum x-ten mal wiederhole, aber: in puncto Diskussionskultur würds halt wirklich helfen, wenn jeder auch mal kurz in sich gehen und reflektieren würde, ob man denn selbst immer zu einem positiven Klima beiträgt. Gefühlt wird einfach sehr oft direkt mit dem Finger auf die anderen gezeigt, weil ich hab ja Recht und der ist doof. Dabei fallen mir ad hoc mehrere Beiträge aus der jüngsten Vergangenheit ein, denen ich zu 95 Prozent zustimmen würde - aber anstatt ein Like zu geben, muss ich dem User wieder auf die Finger klopfen, weils in den letzten 5 Prozent halt wieder nicht ohne Beleidigung gegen andere User geht. Das Gesprächklima im Non-Sports ist aktuell weit weg von dem, was wir uns vorstellen, aber ich bin überzeugt, dass es schon helfen würde, wenn User ein bisschen Selbstreflexion an den Tag legen würden, bevor sie wieder eine unnötige Spitze gegen einen anderen User in die Tasten klopfen.
Wie gesagt, wir sind nicht unfehlbar, aber wir geben unser Bestes. Und unsere Türen sind immer offen, ich gehe wirklich mit jedem in den PN-Dialog, der mir schreibt. Kein Ding. Aber Drive-By-Einzeiler, persönliche Angriffe und pauschales "die anderen sind doof"-Fingerzeigen gehen mir langsam wirklich auf den Zeiger, und ich wäre wirklich dankbar, wenn sich der eine oder andere User auch mal selber an der Nase fassen würde.