Skisprung-News: Neuigkeiten aller Art


Du kannst aber nicht alle Sportarten um 9 Uhr starten lassen, an einigen Orten geht dies vom Tageslicht her auch nicht. Zumal muss es sich auch Zuschauertechnisch lohnen. Die Springen aus Ruka gab es damals nur im Livestream, Langlauf und NoKo hat das ZDF gar nicht gezeigt. Und die Wintersportverbände sind auf die Fernsehanstalten angewiesen, sie können nicht alles unter Auschluss der Öffentlichkeit stattfinden lassen.

Und bezüglich das Rechte in Deutschland, die FIS muss sich auch nach den Interessen der anderen Ländern richten. Nur weil ein Spiel exklusiv bei Magenta läuft, bedeutet dies nicht, dass andere Länder nicht das Fußball Spiel zeigen wollen.
Sollte die WM 2034 wieder im Winter sein, wird sich der Wintersport definitiv anpassen müssen.
 
Und wir wissen auch nicht, wer überhaupt 2034 die Rechte hat. Magenta hat sie 2030 und wird wohl wieder an ARD und ZDF sublizenzieren, aber niemand kann sagen, ob sie diese Strategie weiterfahren. Klar, Telekombetreiber drängen immer mehr in dieses Geschäft (tun sie in anderen Ländern schon länger), aber wer weiß? Ein weiteres Problem ist, dass die ganze Sportberichterstattung in allen Medien-Kanälen von der Fußball-WM erschlagen wird, ausgerechnet zu einer Zeit, wo der Wintersport normalerweise ein wenig Luft kriegt. Und das wirkt sich natürlich auch auf die Sponsoren aus.
In Österreich haben sich im übrigen Servus TV und der ORF bei der WM die Rechte geteilt. Also alles im Free TV. Bei der Euro 2028 wird es auch so sein. 2030 ist noch offen, aber viele Alternativen gibt es nicht. Der ORF ist aber im Wintersport der Hauptbroadcaster und Österreich grad bei den Alpinen und den Skispringern ein sehr wichtiger Player. Auch bei den Werbekunden.
 
Kurios: Ausgerechnet im Veranstaltungsland der nächsten Nordischen Ski-WM (und außerdem in Norwegen) ist die TV-Übertragung wohl noch nicht gesichert:


Nun ja, ich schätze schon, dass man sich da früher oder später schon einigen wird.
 

Ein besonderes Kapitel österreichischer Skisprunggeschichte schrieb Leodolter bereits im März 1950. Am Kulm gelang ihm damals ein Flug über die Marke von 100 Metern – als erstem Springer überhaupt an der legendären Skiflugschanze.
 
Kurios: Ausgerechnet im Veranstaltungsland der nächsten Nordischen Ski-WM (und außerdem in Norwegen) ist die TV-Übertragung wohl noch nicht gesichert:


Nun ja, ich schätze schon, dass man sich da früher oder später schon einigen wird.
Lt. skispringen.com könnte es sogar überhaupt keine TV-Bilder geben.

 
Da stellt sich natürlich die Frage, warum ausgerechnet hier und nicht schon früher oder bei anderen WM 2027. Weltmeistenschaften gibt es schon seit Ewigkeiten und so ein Theater gab es annähernd noch nie.
Hier geht es natürlich ums Geld. Früher hatte die FIS (zusammen mit Infront) zwar auch die Rechte, aber vieles von heimischen Verbänden gemacht, dort wandte man sich an bewährte Partner und da blieb alles im Rahmen. Seit Eliasch war das anders. Die WM bis 2025 profitierten noch von der alten Vorgangsweise (es gibt ja Vorlaufzeiten und Verträge werden oft frühzeitig abgeschlossen).
Für die Freestyle-WM 2027 im Montafon konnte der ÖSV grad noch seine Verträge abschließen, bevor Eliasch mit seinem Zentralisierungshammer daherkam. Mit Crans Montana (wo die alpinen Bewerbe stattfanden) stritt sich die FIS sowieso lange Zeit, da ging es aber weniger um die Fernsehrechte. Der staatliche schweizerische Fernsehsender erwarb dann diese vor ca. einem Jahr, ganz billig werden sie aber nicht gewesen sein und an den Kosten scheint es in Falun derzeit zu scheitern. Mal schauen, wie sie dann mit diesem Eliasch-Erbe umgehen.
 
Die FIS orientiert sich an den Empfehlungen des IOC und möchte wieder mehr Russen und Belarussen den Start unter bestimmten Voraussetzungen ermöglichen. Genaue Details sollen folgen:
 
Fantastische Nachricht: Ab 2032 gibt es kein Großereignisloses Jahr mehr und die WM wird auch in den Zwischenjahren veranstaltet. Eine mögliche WM 2028 wird auch evaluiert:
 
Fantastische Nachricht: Ab 2032 gibt es kein Großereignisloses Jahr mehr und die WM wird auch in den Zwischenjahren veranstaltet. Eine mögliche WM 2028 wird auch evaluiert:
Find ich blöd. Entwertet mE die Weltmeisterschaftstitel. Vor allem hatte man doch im Wechsel dazu immer die Skiflug-WM?
 
Fantastische Nachricht: Ab 2032 gibt es kein Großereignisloses Jahr mehr und die WM wird auch in den Zwischenjahren veranstaltet. Eine mögliche WM 2028 wird auch evaluiert:

Biathlon-Verhältnisse halt ;-)
Aber wie sich das mit dem Thema "Möglicherweise keine Übertragung im Free-TV" ausgeht, muss mir auch mal wer vorspringen.
 
Ich sehe noch nicht wirklich, was daran fantastisch sein soll. Ich stimme der Aussage zu, dass es die bisherige Vergabe von WM-Titeln entwertet. Selbst wenn bis 1984 Entscheidungen bei Olympischen Spielen auch als WM-Titel zählten.
Ich würde es ein Stück weit akzeptieren, wenn es darum gehen würde, den Athleten/Athletinnen der NoKo zumindest eine Motivation zu geben. Allerdings kann ich mir das nicht wirklich vorstellen.

Eine weitere Frage ist mir nach dem Lesen des Artikels gekommen. Man will also Wildcards vergeben. Die Umsetzung wird doch immer für Diskussionen sorgen. Einerseits wurden zuletzt Starterfelder reduziert, aber für Wildcards soll Platz geschaffen werden. Ist mMn irgendwie unlogisch. Oder verstehe ich da was falsch?
 
Ich bin da auch etwas zwiegespalten. Wenn es die FIS vor dem finanziellen Ruin rettet, weil die Olympia-Einnahmen durch die Kombinierer wegbrechen und der nächste Fußball-WM-Winter droht, dann soll es mir recht sein.

Aber entwertet wird ein WM-Titel dadurch schon, wenn man häufiger die Gelegenheit hat, Weltmeister zu werden.

Die Reduktion der Startplätze in den letzten Jahren betraf ja vor allem die Olympischen Spiele und in geringem Maß den Weltcup. Bei den Weltmeisterschaften hatte sich eigentlich kaum etwas geändert.

Unter den Wildcards kann ich mir im Moment noch wenig vorstellen, im Skispringen halte ich das in den allermeisten Fällen auch nicht für sinnvoll.
 
Wenn es die FIS vor dem finanziellen Ruin rettet, weil die Olympia-Einnahmen durch die Kombinierer wegbrechen und der nächste Fußball-WM-Winter droht, dann soll es mir recht sein.
Du darfst hier nicht zu kurz denken. Nicht nur für die Kombi, auch für die anderen FIS-Sportarten würde eine zusätzliche WM einen enormen Mehrwert bringen. Eine Weltmeisterschaft hat im Vergleich zum Weltcup eine viel größere mediale Reichweite. Außerhalb der Kernnationen ist die Weltmeisterschaft die einzige Möglichkeit mit den Sportarten in Berührung zu kommen und somit Interesse zu wecken.
Auch wird einer Weltmeisterschaft einer größeren TV-Präsenz eingeräumt als einem Weltcup.

Aber entwertet wird ein WM-Titel dadurch schon, wenn man häufiger die Gelegenheit hat, Weltmeister zu werden.
Sportler wie Oftebro oder Granerud sehen der Entscheidung eher positiv entgegen.

Es ist natürlich schön, das zu haben. Dann gibt es in solchen Saisons mehr, worauf man sich freuen kann, sagt Oftebro gegenüber NRK.

Auch Halvor Egner Granerud steht der Änderung positiv gegenüber. – Das ist eigentlich besser, als wenn es nur alle zwei Jahre stattfindet. Es ist ohnehin ein bisschen Zufall, wer Weltmeister wird; das wird weniger zufällig, wenn die Weltmeisterschaft jedes Jahr stattfindet.
 
Gerade wegen dieses Zufalls, den Granerud erwähnt hat, bin ich ja generell nicht unbedingt ein Freund von Weltmeisterschaften - beziehungsweise davon, dass sie so hoch gehängt werden. Für mich sind sie in gewisser Weise ein Anachronismus, ein Überbleibsel aus der Frühzeit des Skispringens aus der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts. Aus einer Zeit, in der die Sportler Amateure waren und hauptsächlich auf den Schanzen der Umgebung ihr Können gezeigt waren! Aus einer Zeit, in der es nur mit Mühe möglich war, überhaupt wenigstens einmal pro Jahr die besten Springer der Welt an einem Ort zu versammeln, damit sie ihre Fähigkeiten messen konnten! Das war dann die Weltmeisterschaft, und damals hatte sie einen Sinn.

Aber in der heutigen Zeit, in der die Springer Profis sind und in der es dadurch ohne Weiteres möglich ist, dass sich die besten Springer der Welt jedes Wochenende treffen und sich miteinander messen, ist eine Weltmeisterschaft sportlich eigentlich nicht mehr nötig.
Von über 30 Springen auf verschiedenen Schanzen unter verschiedenen Bedingungen nun zwei herauszugreifen und zu sagen: Wer die jetzt gewinnt, heißt Weltmeister! ist eigentlich schon recht merkwürdig. In der Formel 1 würde man ja auch nicht auf die Idee kommen, ein Rennen herauszugreifen und zu sagen: Wer hier gewinnt, ist Weltmeister! Und die Formel 1 ist in dieser Hinsicht eigentlich recht gut mit dem Skispringen vergleichbar, denn auch hier gibt es unterschiedliche Kurse, die unterschiedlichen Fahrern und Autos entgegenkommen, und auch der Zufall hat einen Einfluss, weil eben auch der beste Fahrer mit einem technischen Defekt ausscheiden kann. Folgerichtig sagt man dort: Wir zählen alle Rennen zusammen, und wenn in der Summe der beste ist, der ist Weltmeister! Das ist genau das, was man im Skispringen den Weltcup nennt, und deshalb ist für mich der Gesamtweltcupsieger der eigentliche Weltmeister!

Aber ja, mir ist natürlich schon klar, dass Skispringen eben ein von vielen Wintersportarten ist und dass es nicht möglich ist, alle Weltcups im Skispringen, im Biathlon und im Ski Alpin zu verfolgen, wenn man arbeitet oder auch noch andere Hobbys hat. Und dass die Weltmeisterschaften eben deshalb eine Chance sind, auch Leute für die Wettkämpfe zu interessieren, die nicht Zeit und Lust haben, alle Weltcups zu verfolgen. Und da die FIS rasend schnell pleite wäre, wenn sie die klassischen Weltmeisterschaften abschaffen würde, wird das natürlich nicht geschehen.
 
Ich sehe das jetzt nicht so dramatisch. Die Frage ist halt, ob man auch immer genug Ausrichter dafür findet.
Dass das bei den (guten) Sportlern Anklang findet, ist natürlich verständlich. Was halt an WMs immer doof ist, dass man durch
die Quotenplätze nicht die "besten" der Welt zu sehen bekommt - sondern nur einen Teil der besten und eine hand voll exoten.

Aber ich verstehe auch Benjamins Argument. Eigentlich ist es ja in allen Sportarten so, dass der Gewinn einer Saisonrangliste höher einzuschätzen ist als, ein Einzelsieg. Zumal es gerade im Skispringen ja schon die Besonderheit gibt, dass wir hier mit VST jedes Jahr eine Art WM haben.
 
Man braucht halt Events, die aus der Masse herausstechen. Klar, im Motorsport funktioniert es auch anders, aber das ist schon eher die Ausnahme, dass die WM praktisch gleichzeitig auch die Weltrangliste ist. Alle anderen Sportarten leben von ihren Highlights. In der Regel sind das die WMs. Das Skispringen hat das ganz große Glück, dass es mit der Tournee noch ein Event gibt, das eine ähnliche Wichtigkeit hat. Sowas gibt es ja praktisch in keiner anderen Wintersportart, ansatzweise vllt. noch die Tour de Ski, aber die lassen ja auch viele aus. Gerade weil das Skispringen aber noch andere Highlights hat, finde ich auch, dass es nicht noch ne WM mehr braucht. Durch die Skiflug-WM ist ja eh dafür gesorgt, dass es neben der Tournee immer noch ein Highlight gibt. Langt eigentlich. Wobei ich schon finde, dass auch Weltcup-Springen dadurch spannender werden, wenn du weißt, dass danach noch ein Groß-Event ansteht.
 
Die Fans müssen die Events aber auch annehmen. Wenn sie zu oft statt finden sind die irgendwann auch nichts Besonderes mehr. Von den Einrittspreisen und den Preisen für Unterkünfte vor Ort ganz zu schweigen. Planica 2023 wurde von den Einheimischen ziemlich ignoriert, weil es zu teuer war. Bei den Skisprungwettbewerben am letzten WE wurden Karten teilweise verschenkt, um das Stadion zu füllen.
 
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