The Gentleman Staffel 2
Zur Story:
Als wir Eddie (Theo James) das letzte Mal begegneten sind, begann sein steiniger Weg vom englischen Aristokraten, zum big Time Drogen Dealer. Zusammen mit der Tochter von Gangsterboss Bobby Glass (Ray Winstone), Susie Glass (Kaya Scodelario), machte er sich auf, um die Cannabis Produktion in Großbritannien zu revolutionieren. In einem Bunker auf dem Anwesen der Familie, wird tonnenweise Marihuana produziert und vertrieben.
In der aktuellen Staffel will Eddie über ganz Europa expandieren. Dies bringt gemäß der Sache, großen Widerstand mit sich und stellt Eddie vor schwierige Entscheidungen.
Fazit:
Wie die erste Staffel von The Gentlemen, ist auch die zweite Staffel unerhört spannend und gut gemacht. Guy Ritchie beweist wiedereinmal das er der Meister der Urban London Gangster Movies ist. The Gentlemen ist im Stream auf Netflix aufrufbar.
8,5/10
Da ich nun die zweite Staffel auch gesehen habe:
Zunächst mal die Frage: Ist der Text von dir oder einer KI? Das hört sich schon ziemlich nach PR-Sprech an...
...auch weil ich dem Fazit überhaupt nicht folgen kann.
Guy Ritchies Stärke bei solchen Gangster-Klamauken sind immer der (schwarze) Humor, der Charme des Gegensatzes der britischen Ober- und Unterwelt sowie die Vielzahl an pittoresken Figuren.
Alles fehlt hier völlig.
Die Staffel verliert sich viel zu sehr auf dem italienischen Schauplatz, und da lernt man auch nur die vornehmen Seiten der Mafia kennen.
Beim Figurenensemble gibt es eigentlich nur grob 3 Gruppen, was für Ritchie-Verhältnisse recht wenig ist. Insofern bleiben auch die Konflikte unkomplex.
Interessante oder liebenswerte Figuren aus der 1. Staffel werden entweder ohne Erklärung gar nicht mehr (Freddys Frau, JP) oder viel zu selten (Jimmy, Freddy) genutzt. Auch bleibt die Figurenentwicklung nicht nachvollziehbar (Stanley Johnston, Freddy again) oder unglaubwürdig (Eddies Liebesleben, Freddy again). An neuen Figuren ist ein vogelliebender Immobilenentwickler noch am interessantesten (das sagt schon viel), ein homosexueller Lord schon fast zu klischeehaft. Andere wiederum (bspw. der japanische Killer) sind völlig unnötig.
Auch nimmt sich die Staffel viel zu ernst. Abgesehen von einer (unfreiwilligen?) Twilight-Anspielung habe ich eigentlich nie gelacht, geschweige denn gelächelt. Irgendwie scheint man hier ein Konglomerat aus Scarface, der Pate 2 und Peaky Blinders geschaffen haben zu wollen, aber das scheitert zum einen am Schauspielerensemble (man hat keinen Pacino, Cazale oder Murphy), zum anderen am Storytelling. A) kann ich die Motivation wichtiger Akteure nicht nachvollziehen, mich in diese hineinversetzen und so mitfiebern, B) sind Handlungspunkte einfach nur abgekupfert, ausgelutscht und vorhersehbar (den großen "Twist" erkennt man schon in Episode 5 v. 8!).
Auch die erste Staffel war jetzt nichts bahnbrechendes, sondern eigentlich nur der Film von 2019 aus der anderen Perspektive erzählt, aber da waren die Hauptaspekte, warum ich Guy Ritchie sehe, erfüllt. Gebe ich der ersten Staffel noch 7/10 Punkte, gibt's für die 2. Staffel 3/10 Punkte. Und die auch nur für Theo James, Kaya Scodelario und Benedetta Porcaroli.