Wobei die halt deutlich weniger Einwohner haben und es schon krass ist seit wievielen Jahrzehnten die eigentlich mehr oder weniger immer zum erweiterten Favoritenkreis zählen.
Brasilien hat ja fast 3 mal so viele Einwohner wie Deutschland und während früher Elber, Amoroso oder Jardel 4. Wahl waren läuft jetzt ein Cunha in der Startelf rum.
Das ist als so große Nation mit Fußball als Sportart Nr. 1 schon sehr schwach, aber geht wohl zu weit vom Thema Italien weg.
Rein auf die Einwohnerzahl kannst du es ja nicht runterbrechen. Die Erfolge von China und Indien bestätigen das. Es ist immer ein Mix aus Grösse des Landes, Wirtschaftskraft und Leidenschaft für eine Sportart. Litauen ist seit 1000 Jahren eines der Topteams im Basketball, obwohl da nur drei Leute wohnen.
In den Niederlanden war und ist die Ajax-Schule eine Institution, die Jahrzehntelang Spieler auf höchstem Niveau ausgebildet hat. Auch andere Vereine haben offenbar oft etwas richtig gemacht. Robben zB war ja afail nie bei Ajax. So gab es halt zuerst Cruyff und Co. gefolgt von der Van Basten-Generation, danm Bergkamp und Freunde und dann Robben, Sneijder etc. Wieso da plötzlich der Motor stockt und ein Depay das höchste der Gefühle ist, kann ich mir nicht erklären.
Im italienischen Fussball (um wieder bisschen on topic zu kommen) war ich früher näher dran als heute. Deshalb mein Eindruck ohne Gewähr: die Liga hat sich von den Big 5 am stärksten darauf fokussiert Leute zusammenzukaufen und einen gepflegten Haufen auf die Ausbildung gesetzt. Früher konntest du in der Offensive aus Baggio, Mancini, Signori, Casiraghi, Zola, Del Piero, Inzaghi, Chiesa (der Papa), Vieri, Totto, Delvecchio, Montella, Cassano, Toni, Ravanelli etc. aussuchen. Heute würden sie Mamma und Nonna verkaufen für einen Rizzitelli. Obwohl das Land genug Einwohner hat muss man zB in Argentinien nach Enken von Leuten suchen, die in den 1940ern karrieretechnish ein kleines Hoppala hatten und deshalb ausgewandert sind, um einen Stürmer zu finden, der kickt wie Nicola Ventola mit gebrochenen Beinen.