Carrie:
Zuerst mal, ich bin großer Mike Flanagen Fan und seiner Frau. Was aber nicht heißt, dass man immer alles toll finden muss.
Aber Carrie ist einfach ein Meisterwerk

Hat mich von Anfang an gefesselt, und wollte es am liebsten durchschauen.
Dieses Thema, 50 Jahre später zu präsentieren, indem man auf Cybermobbing, und den schrecklichen Gefahren, die social Media mit sich bringt, wurde sehr erschreckend und perfekt umgesetzt.
Das ist vorallem den tollen Charakteren geschuldet, Flanagen beherrscht es einfach, seinen Rollen, Raum und Tiefe zu geben, und man sich in sie hineinversetzen kann. Der Charakter Chris wurde z.B noch nie so ausführlich dargestellt, und sie ist einfach selbst ein Opfer, ihres zerrütteten Elternhauses, wo sich keiner um sie gekümmert hat, zum Vater fehlen mir alle Worte, Kindern eifern natürlich nach, und das kommt dann dabei raus. Keine Rolle ist gut oder böse, das wurde meiner Meinung nach gut umgesetzt, sondern Opfer ihrer Umstände.
Am besten hat mir tatsächlich die Mutter gefallen, eine Mischung aus Fanatikerin/Schwurblerin/Löwen Mutter

Und da die Serie ja ganz anders weiter gehen wird, ist das auch mein einziger Kritikpunkt, da hätte man sie definitiv noch gebraucht, und wurde jetzt so billig entsorgt.
Und ein Ritterschlag kam auch von Stephen King selbst:
„Die Serie wurde von Mike Flanagan inszeniert und er ist der beste Verfilmer meiner Werke.“
10/10