Ich bin der Meinung, dass man jedem selbst überlassen sollte, wann man einen Schlussstrich unter die Karriere setzt. Wenn sie auch mit 46 Jahren noch Freude am Sport bekundet, dann soll sie diesem auch noch nachgehen. Gleichzeitig darf und soll man auch die Wildcard-Vergabe kritisch beurteilen. Es ist ja nicht so, dass sie das Tennis verlernt hat. Sie hat in einigen Matches immer wieder Phasen, wo sie mithalten kann und gute Schläge zeigt. Nur muss man auch sagen, dass diese Phasen immer rarer werden und seltener vorkommen. Es steht ausser Frage, dass sie stark vom Namen und den früheren Erfolgen profitiert. Und ich kann da zu einem gewissen Grad auch die Turnierveranstalter verstehen. Der Name Williams steht doch - auch trotz des aktuellen Levels - vor allem für Glanz und Glamour und der 0815-Tennisschauer sieht diesen Namen, wodurch bei jenen wohl auch automatisch eine äusserst erfolgreiche Ära in Verbindung steht. Ich kenne einige Leute, die jedes Mal ans Turnier nach Basel gehen, sich aber die restlichen 51 Wochen des Jahres nicht mit Tennis auseinandersetzen. Mit der Ankündigung eines früheren Stars würde bei jenen wohl auch ein gewisser Reiz eines Turnierbesuchs entstehen.
Ich bin eher verwundert, weshalb sie das Doppel nicht mehr fokussiert. Diese Disziplin ist ja doch eher „altersfreundlich“ und ich finde, dass ihr Level dort auch gar nicht so übel aussieht. Mit intensivierterem Training kann ich mir da durchaus vorstellen, dass da noch der ein oder andere Erfolg möglich wäre.