Sternstunde Philosophie


Es ist faszinierend, dass Shakespeare und Laozi zu den gleichen philosophischen Erkenntnissen gelangt sind, obwohl sie durch 2000 Jahre, Ozeane und Sprachen getrennt waren. Es beweist, dass tiefe Weisheit nicht an Kulturen gebunden ist, sondern schlicht eine universelle Wahrheit über die menschliche Natur darstellt. Und diejenigen, die die menschliche Natur ergründen – die weisesten unter uns –, können genau das erkennen.

Shakespeare hat die meisten, dieser Dinge ebenfalls gesagt – nur mit anderen Worten.
Zum Beispiel:
‚Have more than thou showest, speak less than thou knowest‘ (König Lear, Akt 1, Szene 4). Dieses eine Zitat deckt viele dieser Punkte bereits perfekt ab.
‚The flighty purpose never is o'ertook / Unless the deed go with it‘ (Macbeth, Akt 4, Szene 1), was davor warnt, über seine Pläne zu sprechen, bevor man sie in die Tat umsetzt.
‚The better part of valour is discretion‘ (Heinrich IV., Teil 1, Akt 5, Szene 4), was betont, dass wahre Stärke in der Vorsicht und dem Wissen liegt, wann man schweigen sollte,

Tatsächlich hat sogar jemand ein Buch geschrieben, das genau diese Verbindung untersucht: The Tao and the Bard von Phillip DePoy stellt eine imaginäre Konversation zwischen Laozi und Shakespeare dar. Es zeigt einfach wunderbar, wie sehr sich ihre Gedanken spiegeln.

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Es ist faszinierend, dass Shakespeare und Laozi zu den gleichen philosophischen Erkenntnissen gelangt sind, obwohl sie durch 2000 Jahre, Ozeane und Sprachen getrennt waren. Es beweist, dass tiefe Weisheit nicht an Kulturen gebunden ist, sondern schlicht eine universelle Wahrheit über die menschliche Natur darstellt. Und diejenigen, die die menschliche Natur ergründen – die weisesten unter uns –, können genau das erkennen.

Shakespeare hat die meisten, dieser Dinge ebenfalls gesagt – nur mit anderen Worten.
Zum Beispiel:
‚Have more than thou showest, speak less than thou knowest‘ (König Lear, Akt 1, Szene 4). Dieses eine Zitat deckt viele dieser Punkte bereits perfekt ab.
‚The flighty purpose never is o'ertook / Unless the deed go with it‘ (Macbeth, Akt 4, Szene 1), was davor warnt, über seine Pläne zu sprechen, bevor man sie in die Tat umsetzt.
‚The better part of valour is discretion‘ (Heinrich IV., Teil 1, Akt 5, Szene 4), was betont, dass wahre Stärke in der Vorsicht und dem Wissen liegt, wann man schweigen sollte,

Tatsächlich hat sogar jemand ein Buch geschrieben, das genau diese Verbindung untersucht: The Tao and the Bard von Phillip DePoy stellt eine imaginäre Konversation zwischen Laozi und Shakespeare dar. Es zeigt einfach wunderbar, wie sehr sich ihre Gedanken spiegeln.

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Thank you. Interesting take. Good job (y).
 

Mein Reden schon seit langem. :belehr:

Die Idee von Multiversen finde ich ganz gut. Wenn für diese ebenfalls die Gravitation gilt, dann könnte man vielleicht auch das zunehmende Tempo am Rand unseres Universums damit erklären und bräuchte den Umweg über die dunkle Materie vielleicht nicht.

Ich sollte ergänzend erwähnen, dass ich eine komplette Physik-Niete bin. ;) Multiversen erscheinen mir aber einigermaßen einleuchtend. Der Urknall explodiert ja (theoretisch) nicht nur in eine Richtung des Nichts.

Dunkle Energie und dunkle Materie als Wechselwirkung braucht es gar nicht, weil Gravitation. :belehr:

PS: Ich weiß nicht, ob das in diesen Thread so richtig reinpasst zum Thema Philosophie.
 
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Halt! Es ist doch der Smack.... :licht:

Daher noch eine weitere philosophische Sache:

Höhere Wesen, Aliens und unerklärliche Phänomene... :D

Hattet ihr schonmal ein solches Erlebnis? Und wäre es mysteriös genug, um daraus ein paar Folgen aus "Ancient Aliens" oder "History's greatest Mysteries" oder" The Proof is out there" zu stricken?

Dazu könnte ich etwas beitragen.
 
Warum sind gute Menschen Idioten? Die Philosophie Dostojewskis....


Ist Myshkin wirklich ein guter Mensch, weil er sich weigert, andere zu verurteilen? Oder hindert ihn gerade diese Weigerung manchmal daran, moralische Verantwortung zu übernehmen?

Güte ohne Urteilsvermögen kann am Ende den falschen Menschen zugutekommen – auf Kosten aller anderen.

Mitgefühl bedeutet nicht, dass man seine eigenen Grenzen aufgeben muss. Und wenn man die Gier eines anderen Menschen immer wieder befriedigt, macht man sich dann nicht sogar mitschuldig? Indem man dieses Verhalten duldet und unterstützt, trägt man doch dazu bei, dass es weitergeht. Ist es wirklich moralisch gut, schlechtes Verhalten zu unterstützen?

Es gibt einen Unterschied zwischen jemanden zu lieben und sein Verhalten gutzuheißen.

Man kann jemanden lieben und trotzdem Nein sagen.
Man kann jemandem alles Gute wünschen und sich trotzdem weigern, seine Verantwortungslosigkeit zu finanzieren.
Man kann die Menschlichkeit eines Menschen anerkennen, ohne so zu tun, als wären seine Handlungen in Ordnung.
Ich würde sogar behaupten, dass es manchmal moralisch verantwortungsvoller ist, Nein zu sagen, als Ja.

Ich meine, Dostojewskis Der Idiot wirft eine interessante moralische Frage auf. Aber ich bin ganz und gar nicht der Meinung, dass ein moralisch guter Mensch sich alles gefallen lassen und von anderen ausnutzen lassen muss. Man kann ein vollkommen gut und moralischer Mensch sein und trotzdem Nein sagen.
 
In diesem Zusammenhang kann ich Euch den Film "Tore tanzt" aus 2013 ans Herz legen.
Guckt mal, wo ihr den streamen könnt.
 
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