Es stehen zwar vier Niederlagen für Stan zu Buche, aber das ist definitiv eine Woche, aus welcher der Altmeister viel Selbstvertrauen nehmen kann. Ein 3h20-Thriller gegen Rinderknech gewonnen, am folgenden Tag dann Cobolli gleich noch einmal über drei Stunden alles abverlangt. Danach zwar die etwas deutlichere Niederlage gegen Baez, aber zum Abschluss der Woche gegen Bergs (dem ich zutraue, spätestens an den USO eine Setzung zu erreichen, schaue ihm sehr gerne zu) und Hurkacz wieder erst im dritten Satz verloren. Wawrinka macht einen unglaublich fitten Eindruck und wirkt wesentlich austrainierter als die letzten Jahre. Konserviert er diese Form, dann sind eine Rückkehr in die Top 100 im Laufe des Jahres alles andere als ein unrealistisches Szenario. Die Gegner hier waren ja alles andere als Fallobst, da liegt schon auch mal ein guter Run an einem 250er im Bereich des Möglichen.
Für Jakub Paul war es auch eine unglaubliche Woche. Ich würde mich nicht beschweren, wenn er nun noch mit Bencic den geeigneten Schlusspunkt setzt. Mit den gezeigten Leistungen hat er sich hoffentlich auch etwas ins Rampenlicht gespielt, dass er potenziell einen starken, aber bestenfalls auch fixen Doppelpartner findet. 2024 hat er ja lange Zeit mit Matej Vocel erfolgreich auf der Challenger-Tour gespielt, die erste Hälfte von 2025 mit David Pel. Auf die Rasen-Saison kam aufgrund von Wimbledon der Bruch, dass beide im Hauptfeld stehen. Pel erreichte dort dann mit Hijikata das Finale, wodurch Paul für ihn halt „unattraktiv“ war, um in die grossen Turniere zu kommen. In Melbourne ist Paul dabei, spielt dort mit Marcus Willis - die beiden haben den letzten Platz auf der Entry List erhalten.