Ich kann die Argumentation, dass man ein Wettkampfwochenende - speziell im Sommer - auslässt, um zu trainieren, schon auch verstehen.
Aber wenn man dann eben nicht trainiert, sondern stattdessen an anderen Wettkämpfen teilnimmt, dann scheint aus meiner Sicht das Training ja doch nicht so wichtig zu sein. Dann muss man sich schon fragen: Was macht die Wettkämpfe von Stams attraktiver als die Wettkämpfe von Rasnov? Ich will nicht völlig ausschließen, dass die Entfernung oder die Schanzengröße eine gewisse Rolle gespielt haben. Aber ich bleibe dabei, dass der Hauptgrund die Aussicht auf einen zusätzlichen Startplatz war, und diese Aussicht hatte man eben nur bei einem Start Domens in Stams. Und spätestens sein erneuter Start in Hinterzarten bestätigt diese Vermutung aus meiner Sicht. Denn Hinterzarten ist eine Normalschanze - wenn auch immer noch ein bisschen größer als Rasnov - und das Training wird ein zweites Wettkampfwochenende in Folge unterbrochen.
Meine Kritik ging ja auch eher in Richtung der FIS, die hier eine einigermaßen kostenneutrale Möglichkeit verstreichen lässt, den SGP aufzuwerten, indem man im Sommer dort und nicht im COC Bonusplätze verteilt. Dass speziell die Slowenen, die aufgrund ihrer schwachen Mannschaftsleistung im letzten Winter gerade nur noch vier Startplätze haben, auf den Bonusplatz scharf sind, kann ich verstehen. Nur dass sie das nicht zugeben und stattdessen herumerzählen, man müsste noch in Hinterzarten seine Technik verbessern, finde ich etwas seltsam.