Borussia Dortmund 2026/27 – Ein Book mit sieben Siegeln


Der BVB hat Sammer ja letztes Jahr nicht ohne Grund von Amazon zurückgepfiffen, weil es dort zu oft zu unangenehm wurde, wenn er seinen Mund geöffnet hatte. Und genau in diese Kategorie fällt die obrige Aussage wieder. Er kann die Kernaussage treffen, widerspricht so wohl kaum einer, aber er muss das als Repräsentant von Borussia Dortmund anders verpacken.

Eigentlich braucht es keinen Beweis mehr, dass er aus dem Verein befördert gehört, aber Ricken findet wahrscheinlich wieder einen Weg, um seinen Zimmer-Bestie im Verein zu halten.
Ich glaube eher, dass Ricken einfach Angst vor ihm hat. Ich glaube kaum, dass die damals im Zimmer auf Augenhöhe waren.

Ich habe Sammer in der Doku über die letzten Monate der DDR-Nationalmannschaft gesehen (btw: die Fußball-Dokus der ÖR aus den letzten Monaten, auch z.B. die WM 94, aber auch diese über die DDR-NM finde ich absolut grandios - auch für Menschen, die mit Fußball nichts am Hut haben) und fand ihn toll. Richtig toll. Und ich bilde mir ein, so ein kleines bisschen verstanden zu haben, warum Sammer so ist, wie er eben ist. Warum er auch eben diese Haltung hat.
Sein Problem ist für mich, dass er seinen Weg, seine Geschichte, seine Art, Widerstände zu überwinden ,auch seine Verbitterung wegen des zu frühen Karriereendes (was alles absolut respektabel ist, teilweise sogar in der Beharrlichkeit und Willensstärke bewundernswert) zu Allgemeingut erklärt. Er kriegt aber den Transfer nicht hin, trotzdem offen zu bleiben, zu akzeptieren, dass die Voraussetzungen heute ganz andere sind: gesellschaftlich und auch fußballerisch. Er lässt seine Erfahrungen nicht einfließen (was ja gut und sicher auch hilfreich wäre), er versucht, sie dem Jetzt überzustülpen. Und das kann nicht funktionieren.

man kann aus einem langen Gespräch mit Sammer auch als junger Fußballer oder aktueller Trainer oder Kaderplaner bestimmt eine Menge mitnehmen. Aber als Entscheider oder echter Wegweiser für aktuelle Entscheidungen ist er einfach nicht geeignet. Das war er aber auch schon nicht, als er Sportdirektor beim DFB war. Sammer ist (sportlich, nicht persönlich, das kann ich null beurteilen) einfach komplett irgendwo zwischen 1988 und 2000 gefangen. Ist auch nicht schlimm, viele in meiner Generation hängen selbst ohne die extremen Umwälzungen, die Sammer erlebt hat, in dieser Zeit fest ("Phil Collins und Bon Jovi, das war noch Musik"). Aber Entscheidungen über die Zukunft sollten dann doch besser andere treffen. Nicht zwingend biologisch Jüngere, aber Menschen mit einem jüngerem Geist.
 
Lasst Sammer doch einfach machen. Irgendwelche öffentlichen Sprüche vor Spielen entscheiden sicherlich nicht über den Ausgang. Wenn es hilft den Druck von der Mannschaft etwas runterzunehmen passt es doch. Viel wichtiger ist doch die interne Kommunikation.
 
Was meint ihr mit Kommunikation? Sammer fungiert doch lediglich noch als Berater für Ricken und andere Management-Figuren.
Der dürfte im Tagesgeschäft oder mit den Profis gar nicht in Kontakt treten.
 
Was meint ihr mit Kommunikation? Sammer fungiert doch lediglich noch als Berater für Ricken und andere Management-Figuren.
Der dürfte im Tagesgeschäft oder mit den Profis gar nicht in Kontakt treten.

Naja, wir sehen seit Jahren ein bestimmtes Endprodukt, nämlich das Spiel der Mannschaft auf dem Platz und das hat viele Überschneidungen mit dem, wofür Sammer steht. Seine Rolle mag als "Berater" nicht diese Stahlkraft nach Außen haben, aber ich glaube, dass sein Wirken nach innen ein vielfaches größer ist.

Dazu ist Sammer dicke mit Kovac. Das ist der direkte Draht in den innersten Mannschaftszirkel und wo die Kommunikation stattfinden kann. Ich sag jetzt nicht, dass Sammer irgendwelche Reden vor der Mannschaft schwingt oder so (was ihm durchaus zuzutrauen wäre), aber er ist mit den wichtigsten Leuten im Verein sehr eng und kann hier Einfluss nehmen bzw. bestimmte Ideen/Gedanken etablieren.
 
Am Endprodukt sind jede Menge andere auch mitverantwortlich nicht nur ein Sammer in beratender Funktion...

In erster Linie und vor allem unter der Saison natürlich die Spieler und die Trainer.

Aktuell sollte es eigentlich bei Dortmund nix zu krämen geben das läuft ziemlich effizient nicht unbedingt immer komplett Rund aber für eine Saison wo man zuvor nicht wirklich ableiten konnte was einen erwartet, steht Ihr aktuell da wie eine "1"...

Jetzt am Wochende in München nicht untergehen sondern eventuell Punkte klauen und das kann eine richtig starke Saison werden!

Ihr habt es mit eurem Altvorderen Sammer aufjedenfall deutlich angenehmer als die Roten z.B. mit Ihrem Loddar... Der zurecht intern nix zu melden hat es aber trotzdem immer wieder gerne öffentlich tut.
 
Ihr habt es mit eurem Altvorderen Sammer aufjedenfall deutlich angenehmer als die Roten z.B. mit Ihrem Loddar... Der zurecht intern nix zu melden hat es aber trotzdem immer wieder gerne öffentlich tut.

Was? :LOL:

Loddar ist einfach ein Ex Spieler, dessen Aussagen intern Gewicht im Minusbereich haben während Sammer beim Verein angestellt ist.

Davon abgesehen ist das was Matthäus sagt deutlich fundierter als der Quatsch, den Sammer von sich gibt.
 
Am Endprodukt sind jede Menge andere auch mitverantwortlich nicht nur ein Sammer in beratender Funktion...

Ist nicht meine Aussage gewesen. Ich habe geschrieben, dass es für mich viele Überschneidungen zwischen dem Endprodukt auf dem Platz und Sammers Denke gibt. Um aufzuzeigen, dass er einen gewissen Einfluss hat (den kann ja jeder selbst hoch oder niedrig bewerten). Dass er kein Alleinentscheider ioder so ist, sollte jedem klar sein. Dennoch hat er deutlichen Impact auf die Richtung des BVBs gehabt und IMO weiterhin noch. Nicht umsonst hat er einen Vertrag bis 2028.
 
Mir fehlt auch jegliche Fantasie, wie nach so einer Außenkommunikation eine glaubwürdige Innenkommunikation aussehen soll.
Was hat das eine mit den anderen zu tun ?

Sammer ist externer Berater und kein Mitarbeiter des BVB. Er soll beraten und nicht entscheiden.
Wie viel Einfluss seine Meinung bei Entscheidungen hat, weiß niemand.
Wir können aber sicherlich davon ausgehen, dass es langfristige Entscheidungen sind die rein gar nichts mit dem Tagesgeschäft zu tun haben.
Seine Kommunikation nach außen sollte logischerweise pro BVB sein. Bei der Sahin Sache war das nicht der Fall und es gab zu Recht auch einen auf den Deckel. Und trotzdem kann er sich wie in diesem Fall öffentlich anders positionieren, als es ein Cramer oder Ricken könnte.
Wenn Sammer eins hat, das unheimlichen Ehrgeiz, den ihn schon als Spieler ausgezeichnet hat. Der will mindestens genauso erfolgreich das Spiel am Wochenende bestreiten, wie jeder andere BVB Verantwortliche. Man hat zum ersten mal seit langer Zeit wieder ein Spiel bei dem man zumindest tabellarisch wieder auf Augenhöhe ist und das Ergebnis eine direkte Einwirkung auf die Tabelle hat. Wir haben jahrelang in München auf die Fresse bekommen und halte das auch am Wochenende durchaus für möglich. Daher sehe ich überhaupt nichts verwerfliches dran den Druck zumindest von außen so gering wie möglich zu halten.

Kein Spieler wird am Samstag nur 1% weniger Leistung oder Selbstvertrauen haben, weil ein externer Berater den Bayern im Vorfeld die Favoritenrolle zuschiebt.
 
Was hat das eine mit den anderen zu tun ?

Glaubwürdigkeit.

Kein Spieler wird am Samstag nur 1% weniger Leistung oder Selbstvertrauen haben, weil ein externer Berater den Bayern im Vorfeld die Favoritenrolle zuschiebt.

Beim Versuch Sammer als "externen Berater" zu labeln, bin ich raus. Sammer ist mit Kovac befreundet (und hat bei dessen Verpflichtung sicherlich mitgeholfen). Er ist beim BVB angestellt, als Berater der Geschäftsführung. Der ist Teil des obersten Zirkels. Darum hockt er auch bei jedem Spiel neben den wichtigsten Entscheidungsträgern auf der Tribüne.

Ich glaube, man tut sich keinen Gefallen damit, Sammers Rolle und Wirken kleinzureden.
 
Glaubwürdigkeit.
Gegenüber wem ?
Spielern, Verantwortlichen, Medien, Fans ?

Beim Versuch Sammer als "externen Berater" zu labeln, bin ich raus. Sammer ist mit Kovac befreundet (und hat bei dessen Verpflichtung sicherlich mitgeholfen). Er ist beim BVB angestellt, als Berater der Geschäftsführung. Der ist Teil des obersten Zirkels. Darum hockt er auch bei jedem Spiel neben den wichtigsten Entscheidungsträgern auf der Tribüne.

Ich glaube, man tut sich keinen Gefallen damit, Sammers Rolle und Wirken kleinzureden.
Natürlich war er an der Kovac Verpflichtung beteiligt. Mir gehts darum dass er keinen Einfluss auf das Tagesgeschäft hat oder glaubt jemand dass er Kovac Tipps bei der Trainingsoptimierung, Aufstellung, etc. gibt oder in den Austausch mit Spielern geht ?
 
Gegenüber wem ?
Spielern, Verantwortlichen, Medien, Fans ?

So ziemlich allen.

Natürlich war er an der Kovac Verpflichtung beteiligt. Mir gehts darum dass er keinen Einfluss auf das Tagesgeschäft hat oder glaubt jemand dass er Kovac Tipps bei der Trainingsoptimierung, Aufstellung, etc. gibt oder in den Austausch mit Spielern geht ?

Kommt auf die Definition an. Ich würde sagen, er hat mindestens indirekten Einfluss auf das Tagesgeschäft, weil er in engem Austausch mit Kovac stehen wird. Die sind eben befreundet (siehe den Podcast mit Kovac von vor ein paar Monaten, wo ausgerechnet Sammer zugeschaltet wurde). Daher sehe ich jetzt nicht, was daran so abwegig sein soll, dass Kovac sich Tipps holt oder Sammer Tipps gibt. Die Denken doch in eine ähnliche Richtung Fussball. Scheint mir daher eher naheliegend zu sein.

Und ich weiss nicht, ob es so gut bei der Mannschaft ankommt, wenn ein Angestellter vom BVB, dazu enger Vertrauter vom Geschäftsführer und vom Trainer sich so äußert, wie er sich geäußert hat. Die grundsätzliche Aussage mag weiterhin stimmen, aber die Art und Weise kannst du so nicht bringen.

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Karetsas kann vllt morgen wieder mit dem Team trainieren.
 
Mein Gott ich hab mir mal ein Stück von Sammers Gequarke angehört....das ist ja echt kaum zu ertragen. Das der noch irgendwo eingeladen wird. Und das der überhaupt noch ne Funktion beim BVB bekleidet.
 
Laut diversen Medien schlägt Sancho das Angebot von Getafe aus, zieht die Millionen in Saudi Arabien vor und beendet damit endgültig seine sportliche Karriere.

Zeigt dann leider auch wo die Prioritäten des Spieles waren und wie realistisch und vor allem sinnvoll ein Sancho 3.0 Comeback gewesen wäre.
 
Laut diversen Medien schlägt Sancho das Angebot von Getafe aus, zieht die Millionen in Saudi Arabien vor und beendet damit endgültig seine sportliche Karriere.

Gilt das dann auch für Reijnders, Martinelli, Joao Felix, Darwin Nunez, Ollie Watkins usw.?

Chelsea und Barca hat man das leider bei den Verpflichtungen von Henderson und Cancelo vergessen mitzuteilen.

Lesen wohl einfach zu wenig bei Sportforen mit.
 
Gilt das dann auch für Reijnders, Martinelli, Joao Felix, Darwin Nunez, Ollie Watkins usw.?

Chelsea und Barca hat man das leider bei den Verpflichtungen von Henderson und Cancelo vergessen mitzuteilen.

Lesen wohl einfach zu wenig bei Sportforen mit.
Henderson und Cancelo taugen wegen ihres Alters nicht als Vergleich. Und ja, ich denke Reijnders, Nunez und Felix haben ihrer Karriere und ihrem Leistungsvermögen mit den Wechseln nach Saudi Arabien keinen Gefallen getan. Sancho hat von Getafe ja angeblich 3 Mio netto für den Rest der Saison gefordert. Das wären hier 5 Mio brutto für eine 3/4 Saison, also ein Saisongehalt von mehr als 6 Mio - und das ist Sancho aktuell ganz sicher nicht wert. Wenn man berücksichtigt, dass er keine Team-Saisonvorbereitung hatte und sicher noch bis zum Winter bräuchte, um auf 100% zu kommen, wäre das selbst bei Interesse des BVB viel zu teuer für die zu erwartende Leistung.

Bei einem Spieler, der erst in der RR eine echte Hilfe sein kann, weil man ihn natürlich erstmal spielfit machen und in die Abläufe integrieren muss (das dauert 4 bis 8 Wochen, nach Spieltag 14 geht es aber schon in die Winterpause), der jetzt mehrere Jahre nicht viel Spielpraxis hatte... da würde ich sagen 3 Mio brutto ist die Obergrenze für letztlich nur ein halbes Jahr. 3 Mio netto als Forderung finde ich da absurd.
 
Laut diversen Medien schlägt Sancho das Angebot von Getafe aus, zieht die Millionen in Saudi Arabien vor und beendet damit endgültig seine sportliche Karriere.

Zeigt dann leider auch wo die Prioritäten des Spieles waren und wie realistisch und vor allem sinnvoll ein Sancho 3.0 Comeback gewesen wäre.
Das Angebot von Getafe war laut englischen Medien 400.000 Euro, für das ganze Jahr (Marca sagt es war etwas höher). Da braucht jetzt keiner zu sagen, dass er das einfach hätte annehmen müssen. Hinzu kommt, dass Getafe halt so gar nicht zu ihm passt. Ultra defensiver Spielstil, wenig Tore. Man kann kritisieren, dass es bisher nichts mit einem Verein geworden ist, aber dass er nicht zu Getafe geht ist rein sportlich eine gute Entscheidung.
 
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