In einer Mitteilung erklärte der Verein: „Hannover 96 und Jörg Schmadtke beenden ihre Zusammenarbeit einvernehmlich zum 31. März 2026. Die Aufsichtsgremien von Hannover 96 werden zu gegebener Zeit über eine Neubesetzung eines Geschäftsführers Sport der Hannover 96 GmbH & Co. KGaA entscheiden. Die Aufgaben von Herrn Schmadtke werden interimsweise durch den Geschäftsführer Henning Bindzus und den Sportdirektor Ralf Becker übernommen. Für Hannover 96 steht die Verwirklichung der sportlichen Ziele der laufenden Saison weiterhin im Vordergrund.“
Immerhin: Anders als vor einem Jahr, als Hannover 96 lange ohne Geschäftsführer war, ist die Lizenz nicht in Gefahr. Die formale Lizenzierungs-Pflicht übernimmt Finanz-Geschäftsführer Henning Bindzus (42). Um den sportlichen Bereich kümmert sich Sportdirektor Ralf Becker (55).
Nach BILD-Informationen wurden Mitarbeiter, Trainer-Stab und Spieler vom Schmadtke-Aus völlig überrascht. Vor zwei Tagen hatten alle gemeinsam noch das 1:0 im Derby gegen Braunschweig gefeiert. Sportlich steht Hannover 96 gut da. Die Roten haben weiter gute Chancen auf den Aufstieg. Als Fünfter mit 49 Punkten haben sie nur drei Punkte Rückstand auf Tabellenführer Schalke, zwei auf den Zweiten Elversberg und den Dritten Paderborn sowie nur noch einen auf Darmstadt.
Kurios: Noch am Vormittag hatte Schmadtke mit BILD über das Derby und die Aufstiegschancen gesprochen. Die Trennung war da überhaupt kein Thema. „Du wirst um die 65 Punkte brauchen, plusminus zwei“, rechnete er vor und lobte die Mannschaft: „Wir spielen nicht gerade die Sterne vom Himmel, aber es ist Erwachsenen-Fußball. Die Jungs bleiben cool und verlieren nicht die Nerven. Die Mannschaft hat eine größere Stabilität bekommen, das ist eine wichtige Erkenntnis.“