Borussia Dortmund 2026/27 – Ein Book mit sieben Siegeln


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Borussia Dortmund 2026/27 – Ein Book mit sieben Siegeln


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Kader:
Neuzugänge Grün, Jugendspieler Blau

Trainer:
Niko Kovac

TW:
Kobel, Meyer, Ramaj, Drewes, Ostrzinski
IV:
Schlotterbeck, Gadou, Anton, Reggiani, Bensebaini, Can, Mane
RV:
Ryerson, Couto
LV:
Svensson, Prates, Kabar
ZM:
Nmecha, Bellingham, Kaba, Sabitzer, Wätjen
OM:
Chukwuemeka, Lemar, Inacio
LA/RA

Beier, Adeyemi, Albert, Campbell
MS:
Guirassy, Silva

Abgänge: (5 Millionen)
Brandt, Süle, Özcan, Duranville (5 Millionen)

Zugänge: (30 Millionen)
Gadou (Salzburg, 19 Millionen)
Prates (Cruzeiro, 7 Millionen)
Lerma (Independiente, 4 Millionen)

Auslaufende Verträge:
Adeyemi, Meyer, Bensebaini, Can, Drewes

Rückblick Saison 2025/2026

Borussia Dortmund spielte insgesamt eine solide Saison, die allerdings erneut zeigte, dass der Abstand zur absoluten Bundesliga-Spitze weiterhin vorhanden ist. Während man sich über weite Strecken sicher auf einem Champions-League-Platz bewegte, fehlte es in den direkten Duellen mit der Top-Konkurrenz häufig an der letzten Konsequenz und Qualität.

Positiv hervorzuheben ist, dass sich die Mannschaft unter Niko Kovač deutlich stabilisiert hat. Im Vergleich zu den turbulenten Vorjahren präsentierte sich der BVB defensiv wesentlich gefestigter und kassierte deutlich weniger einfache Gegentore. Gleichzeitig blieb offensiv jedoch häufig Luft nach oben. Besonders gegen tiefstehende Gegner tat sich die Mannschaft immer wieder schwer, sich ausreichend Torchancen zu erspielen. Dafür zeigte sie sich phasenweise nach eigenen Eckbällen außergewöhnlich effektiv.

Die Bundesligasaison 25/26 war insgesamt ein harter Kampf. In vielen Spielen begegnete der BVB seinen Gegnern auf Augenhöhe und setzte sich letztlich dank einer stabilen Defensive sowie einer hohen Effizienz vor dem Tor durch.

In den Pokalwettbewerben enttäuschte die Mannschaft dagegen. Sowohl im DFB-Pokal als auch in der Champions League schied man vergleichsweise früh aus. Hier verfestigte sich der Eindruck, dass dem BVB die Qualität fehlt, um sich gegen die wirklich starken Mannschaften durchzusetzen.

Im DFB-Pokal scheiterte man im Achtelfinale nach einer schwachen Heimleistung an Bayer Leverkusen. In der Champions League reichte selbst ein 2:0-Hinspielsieg nicht aus, um sich gegen Atalanta Bergamo durchzusetzen. Damit gelang es dem BVB in der gesamten Saison 25/26 nicht, eine absolute Spitzenmannschaft zu besiegen.

Niko Kovač wird den BVB auch in der Saison 2026/27 betreuen. Seine Aufgabe wird es sein, aus einem schwierigen Kader eine Mannschaft zu formen, die den hohen Ansprüchen in Dortmund gerecht werden kann. Bisher kann man seinen Ansatz als pragmatisch, aber angesichts des vorhandenen Spielermaterials durchaus erfolgreich bezeichnen. Der nächste Schritt muss nun sein, wieder mehr fußballerisches Potenzial auf den Platz zu bringen.


Kaderplanung

Anfang Juli entsteht der Eindruck, dass sich der Kader noch in viele Richtungen entwickeln kann – und vermutlich auch entwickeln muss.

Bei den Spielern Campbell (Rückkehr nach seiner Leihe zur TSG Hoffenheim) und Yan Couto (starkes Interesse aus Italien) scheint aktuell nur noch die offizielle Bestätigung ihrer Wechsel zu fehlen.

Darüber hinaus halten sich seit Monaten Gerüchte, dass Karim Adeyemi (Vertrag bis 2027) und Serhou Guirassy den Verein in diesem Sommer verlassen könnten. Auch Felix Nmecha wurde rund um die Klub-WM immer wieder mit anderen Vereinen in Verbindung gebracht.

Auf der Torhüterposition wird es auf den hinteren Plätzen ebenfalls noch Veränderungen geben. Zudem plant der Verein, mehrere Nachwuchsspieler für Spielpraxis zu verleihen.

Ein besonderes Thema bleibt Nico Schlotterbeck. Nach monatelangen Verhandlungen unterschrieb er kurz vor Saisonende zwar einen neuen Vertrag, gleichzeitig wurde jedoch bekannt, dass dieser bereits eine Ausstiegsklausel für den Sommer 2026 enthält. Ob Schlotterbeck also auch in der kommenden Saison das BVB-Trikot tragen wird, ist alles andere als sicher. Aktuell arbeitet er zudem weiter an seinem Comeback nach einer Verletzung.

Die Abgangsseite ist mit Niklas Süle, Salih Özcan und Julian Brandt bereits prominent besetzt. Keiner dieser Spieler brachte dem Verein allerdings eine Ablösesumme ein – eine Folge der Kaderpolitik der vergangenen Jahre. Der BVB stellte über mehrere Spielzeiten einen immer älteren Kader zusammen, wodurch Transfererlöse zunehmend schwieriger zu erzielen waren. Immerhin sparen die auslaufenden Verträge von Brandt, Özcan und Süle dem Verein rund 20 Millionen Euro an Gehaltskosten pro Jahr.

Der Vertrag von Kapitän Emre Can wurde aufgrund seiner schweren Knieverletzung noch einmal zu reduzierten Bezügen um ein Jahr verlängert. Dennoch dürfte bereits jetzt klar sein, dass Can und Ramy Bensebaini, deren Verträge im Sommer 2027 auslaufen, den Verein spätestens dann verlassen werden.

Drei Transfers hat Borussia Dortmund bereits frühzeitig eingetütet. Mit Joane Gadou (19) kommt ein talentierter Innenverteidiger aus Salzburg, Prates (17) verstärkt die linke Abwehrseite und Lerma, den der BVB bereits mit 16 Jahren verpflichtete, stößt nun mit 18 Jahren zum Profikader.

Die Richtung ist damit klar erkennbar: Borussia Dortmund versucht, den Kader wieder deutlich zu verjüngen und mehr Entwicklungspotenzial in die Mannschaft zu bringen.

Beim Thema Potenzial landet man zwangsläufig auch im eigenen Nachwuchs. Seit Jahren hat es kein selbst ausgebildeter Spieler mehr geschafft, sich dauerhaft bei den Profis zu etablieren. Die Jugendabteilung sammelte zwar zahlreiche Titel, brachte aber kaum Spieler hervor, die den Sprung in die erste Mannschaft schafften. Deshalb wurde die Nachwuchsarbeit zum Beginn der Saison 25/26 grundlegend neu ausgerichtet. Wer sich intensiver mit den Veränderungen beschäftigen möchte, dem sei der entsprechende YouTube-Podcast empfohlen.

Für die kommende Saison dürften vor allem die Namen Inacio, Albert und Reggiani interessant werden. Reggiani und Inacio kamen bereits mehrfach bei den Profis zum Einsatz, während Albert sein Debüt ebenfalls schon feiern konnte.

Ein Blick auf den aktuellen Kader zeigt auch, warum die eigene Jugend wieder stärker in den Fokus rückt. Obwohl Borussia Dortmund unter Sebastian Kehl in den vergangenen vier Jahren mehr als 350 Millionen Euro an Transferausgaben investiert hat, ist der Kader auf mehreren Positionen dünn besetzt und verfügt in der Spitze nicht über die notwendige Qualität.


Sportdirektor

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Sebastian Kehl ist nicht länger Sportdirektor von Borussia Dortmund. Rückblickend fällt es schwer, seine Amtszeit positiv zu bewerten.

Der Kader verlor unter seiner Verantwortung sowohl an Qualität als auch erheblich an Marktwert. Trainerwechsel gehörten beinahe zur Tagesordnung, die Kaderplanung zog sich häufig bis in die Schlussphase der Transferfenster und auf der Einkaufsseite gelangen nur wenige echte Volltreffer. Hinzu kamen immer wieder Berichte über interne Unstimmigkeiten und unklare Verantwortlichkeiten innerhalb der sportlichen Führung.

Ende März folgte schließlich die aus Sicht vieler überfällige Trennung von Kehl. Sein Nachfolger wurde Ole Book.

Im Gegensatz zur bisherigen Konstellation mit Zorc, Kehl und Ricken entschied sich Borussia Dortmund damit erstmals seit langer Zeit für eine externe Lösung. Book kommt nach mehreren äußerst erfolgreichen Jahren beim SV Elversberg, wo er gemeinsam mit Trainer Horst Steffen die erfolgreichste Phase der Vereinsgeschichte prägte. Der anschließende Bundesliga-Aufstieg des Vereins unterstreicht die nachhaltige Arbeit, die dort geleistet wurde.

Beim BVB übernimmt Book allerdings eine deutlich schwierigere Aufgabe. Der Dortmunder Kader gehört weiterhin zu den teuersten Europas – nur eine Handvoll Vereine investiert noch mehr in Spielergehälter. Sportlich ist der Abstand zur nationalen und internationalen Spitze jedoch groß. Da sowohl im DFB-Pokal als auch in der Champions League die gesteckten Ziele verpasst wurden, fällt auch das Transferbudget für den Sommer 2026 entsprechend begrenzt aus.

Dabei besteht nahezu in allen Mannschaftsteilen Bedarf an zusätzlicher Qualität. Besonders die Offensive ist sowohl quantitativ als auch qualitativ zu dünn besetzt.

Book wird deshalb darauf angewiesen sein, dass mehrere Nachwuchsspieler den Sprung in den Profikader schaffen. Andernfalls dürfte es kaum möglich sein, alle offenen Baustellen kurzfristig zu schließen.

Der Verein benötigt dringend einige Transfererfolge und positive Überraschungen, um auch in der kommenden Saison die Qualifikation für die Champions League zu erreichen.

Damit ist Ole Book derzeit wohl die wichtigste Person im sportlichen Bereich von Borussia Dortmund. Auf kaum jemandem lasten aktuell größere Erwartungen.

Interessantes für die kommende Saison:
°In der letzten Saison gab es nur ein "Derby" für die BVB-Fans. 1. Pokalrunde gegen Rot-Weiss Essen.
Um so schöner, dass der Verein von @MS in der kommenden Saison in der 1. Liga spielen wird.

°In der ersten Pokalrunde wartet in diesem Jahr der Hamburg-Elmsbütteler Ballspiel-Club.

°Aufgrund des Abgangs von Jule Brandt ist Emre Can nun der Spieler mit der längsten BVB Vergangenheit.
Can kam am 31.01.2020 als Leihspieler von Juve zum BVB. Danach folgt schon Kobel der zur Saison 21/22 zum Verein gekommen ist.

°Hamzath Mohamadou (15 Jahre) spielt die kommende Saison schon in der U19. Der Junge ist vielleicht aktuell das größte Talent im Dortmunder Nachwuchsbereich.


Spielplan
Spieltag Datum Partie
1 29./30.8. BVB – Hamburger SV
2 4.-6.9. TSG 1899 Hoffenheim – BVB
3 11.-13.9. BVB – SC Paderborn
4 18.-20.9. VfB Stuttgart – BVB
5 9.-11.10. BVB – Werder Bremen
6 16.-18.10. Union Berlin – BVB
7 23.-25.10. BVB – Eintracht Frankfurt
8 30.10.-1.11. Bayern München – BVB
9 6.-8.11. BVB – SV Elversberg
10 20.-22.11. Borussia Mönchengladbach – BVB
11 27.-29.11. BVB – Bayer Leverkusen
12 4.-6.12. Revierderby – BVB
13 11.-13.12. BVB – FC Augsburg
14 18.-20.12. Leipzig – BVB

Winterpause

15 8.-10.1. BVB – FSV Mainz 05
16 12.-14.1. 1. FC Köln – BVB
17 15.-17.1. BVB – SC Freiburg
18 22.-24.1. Hamburger SV – BVB
19 29.-31.1. BVB – TSG 1899 Hoffenheim
20 5.-7.2. SC Paderborn – BVB
21 12.-14.2. BVB – VfB Stuttgart
22 19.-21.2. Werder Bremen – BVB
23 26.-28.2. BVB – Union Berlin
24 2.-4.3. Eintracht Frankfurt – BVB
25 5.-7.3. BVB – Bayern München
26 12.-14.3. SV Elversberg – BVB
27 19.-21.3. BVB – Borussia Mönchengladbach
28 2.-4.4. Bayer Leverkusen – BVB
29 9.-11.4. BVB – Revierderby
30 16.-18.4. FC Augsburg – BVB
31 23.-25.4. BVB – Leipzig
32 7.-9.5. FSV Mainz 05 – BVB
33 14.-16.5. BVB – 1. FC Köln
34 22.5. SC Freiburg – BVB
 
Zuletzt bearbeitet:

Roneem10

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Jetzt wo Nagelspfeiffe frei geworden ist, geht beim BVB schon die Angst um das der bei euch aufschlagen könnte? Würde ja schon öfters mal in Verbindung gebracht mit Dortmund

Falls Kovac seine Magic verliert könnte es heiß werden.
 

Roneem10

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Nagelsmann macht mir jetzt nicht den Eindruck als würde der desswegen auf nen 3 Jahresvertrag mit 5 Millionen im Jahr beim BVB verzichten 😂 2 davon als Abfindung damit er seiner Linie treu bleibt.
 
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