Ich war beim Spiel gegen Villareal zum zweiten Mal im Stadion beim BVB bei einem Champions League Spiel. Ich bin ja sonst Hertha-Fan aber ich wollte mir mal "richtigen" Fußball angucken (als Herthafan ist man in den letzten Jahren ja eher nicht mit gutem Fußball bedient worden). Und da ein Freund von mir in der Nähe von Dortmund wohnt und Fan ist, hat er mich gefragt, ob wir mal hingehen wollen.
Das Spiel hat mich in der ersten Halbzeit nicht so richtig gefesselt. Beide Seiten hatten nicht wirklich viel zu bieten und es waren viele einfache Fehler und zu wenig Bewegung im Spiel. Bis kurz vor der Halbzeit. Zweite Halbzeit war dann natürlich toll, auch wenn ich mich gewundert habe, dass beide Mannschaften in Ihren Druckphasen echt tollen Fußball gespielt haben, dann kurz darauf aber wieder nichts kam.
Was ich aber eigentlich erzählen wollte ist, dass ich mir mehr von der Atmosphäre versprochen hatte. Vielleicht liegt das an meiner Erwartungshaltung und vielleicht auch ein wenig an dem Mythos "Südtribüne". Nicht falsch verstehen, die Stimmung war gut, aber die meiste Zeit haben "nur" die Mittelblöcke auf der Süd (Ultras) gesungen und der Rest des Stadions nicht. Hatte gedacht, dass es hier anders ist.
Was für eine Wucht das Stadion entwickeln kann, hat man dann gemerkt, wenn das Team mal eine Druckphase hatte, da wurde es laut und das ganze Stadion war angespannt und es herrschte die Stimmung, die ich mir vorher vorgestellt hatte.
Na ja wahrscheinlich lag es tatsächlich an der Erwartungshaltung und vielleicht auch an dem zu großen Teil ernüchternden Fußball. Ein tolles Erlebnis ist es allemal gewesen und auch wenn ich das Oly liebe, ein richtiges Fußballstadion ist schon was Schönes.
Silva und Nwaneri fand ich auffällig und belebend nach Ihren Einwechslungen.