Mahoney_jr
Bankspieler
Dachte hier geht es um die Stadt Berlin bzw. Großstädte im allgemeinen?
Begleitende Radwege an Bundesstraßen sind oft genug auch Mangelware!
Der kann doch gar keine Ahnung von der Topographie anderer Städte haben. Es ist völlig unmöglich, sinnvoll Verkehrspolitik zu betreiben, wenn man eine Stadt nicht kennt. Und wenn man, wie ich, im Münsterland wohnt, dann braucht man sowieso keinen Fahrradpolitiker. Uns geht's gut hier, ebenso vielen anderen Städten.
Und immer Fahrradwege an Bundesstraßen sind imho eine ineffiziente Verwendung von Steuergeldern (gibt's bei uns trotzdem sehr häufig). Kannste besser Sozialklimbim (um dich zu zitieren) bezahlen, als den Job-Rad-subventionierten Akademiker, der ab und zu mal mit dem Bike zur Arbeit fährt.
Das ist halt das Problem mit Fahrradwegen. Die benötigen eine kritische Masse. In Münster, Kopenhagen, Utrecht kein Problem. In Berlin könnte ich es mir tatsächlich auch vorstellen, weil die Stadt "breit" ist (aber echt riesengroß). In Köln schon wieder schwieriger, wegen dem Rhein.
Und Bundesstraßen? Tja, die High-Skill-Fahrradpendler (wie ich) düsen über Land- und Feldwege und nicht an der blöden lauten Bundesstraße entlang, aber das machen wirklich die allerwenigsten in der Belegschaft. Ich habe mir das zuletzt hier in einem Konzern angesehen. Alles Gutverdiener, viele mit ca 7 Kilometer Anreise über plattes Land, Job-Bike-finanziert. Wie viele regelmäßige Fahrradpendler? Einer, der immer fährt. Ein anderer, der manchmal fährt (genau wie ich). Ich kannte da also zwei von ca 500.
Also: allerfeinste Champions-League mäßige Voraussetzungen für Fahrradfahrer hier. Flaches Land, viel Platz, weniger Autos als in Städten.
Wenn ein Aktivist auf die Idee kommen würde noch irgendwo Fahrradwege mit meinem Steuergeld zu finanzieren, dem würde ich den Marsch blasen, weil selbst der Uplift von 1000% mehr Fahrradfahrern nur 10-20 Menschen von 500 bedeuten würde.
Es ist wie es ist. Das Auto wird uns erhalten bleiben.